Hallo
Ich muss euch nochmals etwas nerven.
Ich habe kein Problem damit ein Kleinsignalersatzschaltbild
aufzuzeichnen.
Hier ist ein Video Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=W975OtUBKnc
Ich habe es aber mit einer Schaltung versucht, die zusätzlich einen
Emitterwiderstand hat wie im Bild gezeigt.
Nun was ich verstehe ist, dass überall die gleiche Spannung abfällt,
weil parallel.
Ue über R1, R2 und rbe+RE und
Ua über rce, Rc und bei einer Last über RL
Wenn ich nun die Verstärkung berechnen möchte, kann ich sagen
Ue = Ib* (rbe+RE)
Ua = Rc // rce * Ic, weil durch beide der Strom Ic durchfliesst.
ohne Last
Ua/Ue = - (Rc // rce)*b/(rbe+RE)
1. Warum lässt man nun rbe und rce weg wie im Buch angegeben (rot
umrahmt) und sagt Vu sei Rc/RE?
2. Warum ist die Gleichung mit Last für Ua = Rc//rce//RL *Ic? Durch RL
fliesst ja nicht direkt der Strom Ic, sondern nur durch Rc und rce
Wie auch im Video gezeigt? Das verstehe ich nicht...
Ich wäre eher für Ua = Rc*Ic, weil Ic auch nicht mehr wirklich durch rce
fliesst.
sprich mit Last Ua/Ue = - Rc*Ib*b/(rbe+RE)*Ib = Rc/(rbe+RE)
1. Das ist eine Näherung für RE>>Rbe.
mauri schrieb:> 2. Warum ist die Gleichung mit Last für Ua = Rc//rce//RL *Ic? Durch RL> fliesst ja nicht direkt der Strom Ic
Für die Verstärkung ist nicht Ic, sondern die Änderung des
Kollektorstromes, also dIc maßgebend. Und der Strom dIc fließt durch die
Parallelschaltung dieser Widerstände. Es müsste also dIc in der
Gleichung stehen.
ArnoR schrieb:> 1. Das ist eine Näherung für RE>>Rbe.>> mauri schrieb:>> 2. Warum ist die Gleichung mit Last für Ua = Rc//rce//RL *Ic? Durch RL>> fliesst ja nicht direkt der Strom Ic>> Für die Verstärkung ist nicht Ic, sondern die Änderung des> Kollektorstromes, also dIc maßgebend. Und der Strom dIc fließt durch die> Parallelschaltung dieser Widerstände. Es müsste also dIc in der> Gleichung stehen.
Ja.
Dann fehlt aber immer noch die Verstärkung b in der Lösung vom Buch (rot
umrahmte Formel)
Und durch die Invertierung fehlt ein Minus.
Wie komme ich dann auf dIc mit den obigen Angaben?
Im Video rechnet er ja auch Ic = Ib*b und nicht dIc?
Bei einer wechselstrombehafteten Betrachtung ändert sich Ic ja ständig..
Hallo,
> mauri schrieb:> Dann fehlt aber immer noch die Verstärkung b in der Lösung vom Buch (rot> umrahmte Formel)
Mit der Annahme dass U_be konstant ist, Ue = Uin
Unter Annahme dass I_b << I_c ist folgt dann Ie=Ic
Damit ist die Spannungsverstärkung nur vom Verhältnis Rc/Re abhängig.
Re ist eine (Strom-)Gegenkopplung, welche die nichtlineare Kennline des
Transistors stark linearisiert.
Wenn du natürlich mit allen möglichen Einflüssen rechnest, bekommst du
auch eine viel kompliziertere Formel.
Gruß Öletronika
ok und weswegen Ua = Rc//rce//RL *Ic?
U. M. schrieb:> Hallo,>> mauri schrieb:>> Dann fehlt aber immer noch die Verstärkung b in der Lösung vom Buch (rot>> umrahmte Formel)> Mit der Annahme dass U_be konstant ist, Ue = Uin> Unter Annahme dass I_b << I_c ist folgt dann Ie=Ic> Damit ist die Spannungsverstärkung nur vom Verhältnis Rc/Re abhängig.>> Re ist eine (Strom-)Gegenkopplung, welche die nichtlineare Kennline des> Transistors stark linearisiert.> Wenn du natürlich mit allen möglichen Einflüssen rechnest, bekommst du> auch eine viel kompliziertere Formel.> Gruß Öletronika
danke
Noch eine Frage
Hier steht, dass eine Stromsteuerung IB vorliegt, wenn der
Innenwiderstand des angeschlossenen Generators gross ist gegenüber dem
Verstärkereingangswiderstand.
Und eine Spannungssteuerung UBE, wenn der Innenwiderstand klein ist
gegenüber dem Verstärkereingangswiderstand..
Verstehe ich nicht, warum hat das mit dem Innenwiderstand zu tun?
Darf ich das so verstehen, dass bei einem grossen Widerstand die
Spannung eher konstant ist gegenüber dem Strom und kleine
Stromschwankungen an der Spannung, die an dem grossen Widerstand
abfällt, nicht viel ausmacht. --> Deshalb stromgesteuert
Im umgekehrten Fall, wenn der Innenwiderstand klein ist, ändert sich die
Spannung relativ zum Strom in gleichem Masse.
Richtig so? Oder bin ich hier auf dem Holzweg?
Hallo,
> mauri schrieb:> Hier steht, dass eine Stromsteuerung IB vorliegt, wenn der> Innenwiderstand des angeschlossenen Generators gross ist gegenüber dem> Verstärkereingangswiderstand.> Und eine Spannungssteuerung UBE, wenn der Innenwiderstand klein ist> gegenüber dem Verstärkereingangswiderstand..> Verstehe ich nicht, warum hat das mit dem Innenwiderstand zu tun?
Wie ist denn eine ideale Spannungsquelle definiert?
Welche Innenwiderstand hat diese?
Dann die nächste Frage: Was ist eine ideale Stromquelle?
Grußß Öletronika
mauri schrieb:> Wenn ich nun die Verstärkung berechnen möchte, kann ich sagen>> Ue = Ib* (rbe+RE)
Es muss heissen:
Ue = Ib*rbe + (Ib + Ic) * RE = Ib*rbe + Ib*(1+B)*RE = Ib*(rbe + (1+B)*RE
)
Der Widerstand RE erscheint am Eingang um den Faktor (B+1) groesser.
mauri schrieb:> Dann fehlt aber immer noch die Verstärkung b in der Lösung vom Buch (rot> umrahmte Formel)
Damit kuerzt sich das B dann (fast) weg.
Hallo,
> mauri schrieb:> Spannungsquelle --> Innenwiderstand = 0> Stromquelle --> Leitwiderstand = 0, R=unendlich g= 1/R
na siehst du, wenn die Spannungsquelle Innenwiderstand=0 hat, wird die
Last keinen Einfluss auf die Spannung haben -> Spannungssteuerung.
In Realität gibt es natürlich keine ideale Spannungsquelle.
Dann reicht auch die Bedingung R_u << R_last
Und wenn die Stromquelle einen unendlichen Innenwiderstand hat (und
dahinter eine unendliche Spannung ist), dann kann die Last den Strom
nicht beinflussen -> Ist also stromgesteuert. (real R_i >> R_last).
Interessant ist evtl. noch, wie man den Innenwiderstand einer
Stromquelle praktisch bestimmt.
Nimm ein ordentliches Labornetzteil, das auf einen Ausgangsstrom von
10mA eingestellt wird. Das bringt 10,000mA mit 100 Ohm Last und
angenommen 9,998mA mit einer Last von 3kOhm.
Wie groß ist der Innenwiderstand?
Gute Stromquellenschaltungen können einen Innenwiderstand im Bereich von
einigen 10 MOhm und weit darüber haben.
Neben der KSQ für LED (Dioden und Bipolartransitoren sind
stromgesteuerte BE) hat gibt es in der Industrie seit Jahrzehnten
Mio-fach die 20mA-Stromschnittstelle zur Übertragung von Messwerten
(meist mit sogenannten LifeZero =2/4mA).
https://download.beckhoff.com/download/document/Application_Notes/DK9221-1111-0059.pdfhttps://de.wikipedia.org/wiki/Einheitssignal
Gruß Öletronika
U. M. schrieb:>> Interessant ist evtl. noch, wie man den Innenwiderstand einer> Stromquelle praktisch bestimmt.> Nimm ein ordentliches Labornetzteil, das auf einen Ausgangsstrom von> 10mA eingestellt wird. Das bringt 10,000mA mit 100 Ohm Last und> angenommen 9,998mA mit einer Last von 3kOhm.> Wie groß ist der Innenwiderstand?
Damit ist Ik=10mA
I durch Last ist einmal 10mA --> das ergibt Ri unendlich
im 2. Fall ist I=9.998mA
Ri=Uklemme/(Ik-I)
ergibt Ri~15MOhm
> Neben der KSQ für LED (Dioden und Bipolartransitoren sind> stromgesteuerte BE) hat gibt es in der Industrie seit Jahrzehnten> Mio-fach die 20mA-Stromschnittstelle zur Übertragung von Messwerten> (meist mit sogenannten LifeZero =2/4mA).> https://download.beckhoff.com/download/document/Ap...> https://de.wikipedia.org/wiki/Einheitssignal
Zur Übertragung von Messwerten? Verstehe ich nicht. Wofür brauche ich
das genau?