Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Trenntransformator zum Blitzschutz?


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von Sarah93 (Gast)


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Also mir ist das Grundprinzip klar vom Trenntransformator (galvanische 
Trennung) in welchem Kontext das bis auf die Sicherheit bei Wartungen 
verwendet wird ist mir noch nicht so klar. Ich hab das test123 PNG aus 
der Norm, da geht es um den Blitzschutz und man sieht einen 
Trenntransformator. Ist der Sinn von diesem dort ebenfalls das Potential 
vom Niederspannungsanschluss zur Masterde zu trennen? Wenn ja, weshalb 
sind dort auf Niederspannungsseite dennoch weitere Überspannungsableiter 
installiert?

von SWL (Gast)


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Sarah93 schrieb:
> Wenn ja, weshalb sind dort auf Niederspannungsseite dennoch weitere
> Überspannungsableiter installiert?

Na wenn der Blitz in den Mast bzw. Die daran begestigte Antenne 
einschlägt wirst du die ableiter auch auf der Niederspannungsseite 
brauchen.
Der blitz wird nähmlich nicht nur am mast richtung Erde abgeleitet.

von Keller (Gast)


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Ein Blitz nimmt alles mit , wenn er trifft !

von Michael B. (laberkopp)


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Sarah93 schrieb:
> Ist der Sinn von diesem dort ebenfalls das Potential
> vom Niederspannungsanschluss zur Masterde zu trennen?

Ja.

> Wenn ja, weshalb
> sind dort auf Niederspannungsseite dennoch weitere Überspannungsableiter
> installiert?

Weil auch der Trafo etwas rüberlässt, Stichwort kapazitive Kopplung, bis 
zur magnetischen Sättigung, leichte Unsymmetrie etc.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Ein Blitz nimmt alles mit , wenn er trifft !

Die Erfahrung hat ein Freund von mir gemacht.  Wenn ein gerät im 
Haushalt durch Blitzschlag kaputt geht, dann betrifft das auch alle 
anderen, die damit verbunden sind.

Kommt besonders gut, wenn Computer und Unterhaltungselektronik alle mehr 
oder weniger direkt mit der DSL Leitung verbunden sind und dort der 
Blitz einschlägt.

: Bearbeitet durch User
von Sarah93 (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Sarah93 schrieb:
>> Ist der Sinn von diesem dort ebenfalls das Potential
>> vom Niederspannungsanschluss zur Masterde zu trennen?
>
> Ja.
>
>> Wenn ja, weshalb
>> sind dort auf Niederspannungsseite dennoch weitere Überspannungsableiter
>> installiert?
>
> Weil auch der Trafo etwas rüberlässt, Stichwort kapazitive Kopplung, bis
> zur magnetischen Sättigung, leichte Unsymmetrie etc.

danke, das war eine präzise Antwort

Mir stellt sich nur die Frage wieso ich dann überhaupt einen Trenntraffo 
verwende und nicht gleich komplett nur auf Blitz- und 
Überspannungsleiter wechsel?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Sarah93 schrieb:
> Mir stellt sich nur die Frage wieso ich dann überhaupt einen Trenntraffo
> verwende

Trenntrafos auf Schiffen haben nicht den Sinn des Blitzschutzes, sondern 
sollen Elektrolyse an metallischen Rumpfteilen verhindern. Wenn mehrere 
nicht potenzialgetrennte Metallrümpfe sowohl am Landstrom hängen, als 
auch im gleichen Wasser schwimmen, gibt es unvermeidliche 
Ausgleichsströme, die der Trenntrafo verhindert.
Die sind also vorzugsweise an Bord von Metallschiffen oder zumindest 
Booten mit metallischen, mit Masse verbundenen, ins Wasser getauchten 
Teilen.
Hier mal runterrollen bis 'galvanische Korrosion':
http://www.bootstechnik.de/2015/09/12/landanschluss/
Zincsaver waren bis vor kurzer Zeit in Deutschland nicht zulässig, 
deswegen mussten Trenntrafos verbaut werden. Mittlerweile hat der VDE 
ein Einsehen gehabt, so das nun diese preiswerten Alternativen auch 
statthaft sind.

: Bearbeitet durch User
von Sarah93 (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Sarah93 schrieb:
>> Mir stellt sich nur die Frage wieso ich dann überhaupt einen Trenntraffo
>> verwende
>
> Trenntrafos auf Schiffen haben nicht den Sinn des Blitzschutzes, sondern
> sollen Elektrolyse an metallischen Rumpfteilen verhindern. Wenn mehrere
> nicht potenzialgetrennte Metallrümpfe sowohl am Landstrom hängen, als
> auch im gleichen Wasser schwimmen, gibt es unvermeidliche
> Ausgleichsströme, die der Trenntrafo verhindert.
> Die sind also vorzugsweise an Bord von Metallschiffen oder zumindest
> Booten mit metallischen, mit Masse verbundenen, ins Wasser getauchten
> Teilen.
> Hier mal runterrollen bis 'galvanische Korrosion':
> http://www.bootstechnik.de/2015/09/12/landanschluss/
> Zincsaver waren bis vor kurzer Zeit in Deutschland nicht zulässig,
> deswegen mussten Trenntrafos verbaut werden. Mittlerweile hat der VDE
> ein Einsehen gehabt, so das nun diese preiswerten Alternativen auch
> statthaft sind.


Auf Schiffen okay, das ist ja nochmal eine andere Hausnummer, aber jetzt 
in genau diesem Beispiel von mir? Wieso gibt der VDE diese Norm raus und 
fordert einen TT, wenn wir das ganze auch nur mit den Blitz- und 
Überspannungsableitern machen könnten? Ich kann noch nicht ganz den 
Vorteil einer galvanischen Trennung hier verstehen, wenn der Hintergrund 
ist das Potential nicht in das Niederspannungsnetz zu verschleppen ist.

Da würde mir (als unerfahrene) eben direkt Ableiter einfallen, die haben 
diese in der Norm AUCH aber nicht nur sondern in Kombination mit einem 
TT und das ist mir eben nicht ganz schlüssig weshalb ich da nochmal 
einen TT bräuchte, wenn meine Ableiter doch dazu ausgerichtet sind, 
dafür zu Sorgen, dass das Potential nicht verschleppt wird ins Netz.


LG
Sarah

von oszi40 (Gast)


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Sarah93 schrieb:
> wenn meine Ableiter doch dazu ausgerichtet sind,
> dafür zu Sorgen, dass das Potential nicht verschleppt wird ins Netz.

1.DAS ist Deine Hoffnung. Bei direktem Einschlag glüht der dicke 
Blitzableiter und Deine restliche angeschlossen Schaltung könnte ein 
Häufchen Asche sein.
2.Deine Masterde wird sich auch etwas aufladen bis diese Energie 
abgeflossen ist. Der TT könnte in diesem Fall jedoch (falls er noch 
nicht beschädigt wurde) evtl. die galvanische Trennung aufrecht 
erhalten.

von Sarah93 (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Sarah93 schrieb:
>> wenn meine Ableiter doch dazu ausgerichtet sind,
>> dafür zu Sorgen, dass das Potential nicht verschleppt wird ins Netz.
>
> 1.DAS ist Deine Hoffnung. Bei direktem Einschlag glüht der dicke
> Blitzableiter und Deine restliche angeschlossen Schaltung könnte ein
> Häufchen Asche sein.
> 2.Deine Masterde wird sich auch etwas aufladen bis diese Energie
> abgeflossen ist. Der TT könnte in diesem Fall jedoch (falls er noch
> nicht beschädigt wurde) evtl. die galvanische Trennung aufrecht
> erhalten.

Okay dann verfährt man also hier frei nach dem Motto: doppelt hält 
besser?


LG
Sarah

von Gerd E. (robberknight)


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Mit dem hohen und gut geerdeten Mast "lockst" Du halt die Blitze an. Die 
Wahrscheinlichkeit eines Einschlags ist deutlich höher.

Jetzt willst Du nicht, daß die anderen am Netz angeschlossenen 
Verbraucher sowie die Trafostation des Netzbetreibers darunter leiden 
müssen und bei einem Einschlag mit beschädigt werden. Der TT wird den 
Schaden in vielen Fällen auf die Mobilfunkstation beschränken.

von Lurchi (Gast)


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Um den Blitz effektiv vom Netz fern zu halten brauch man beides: eine 
niedrige Impedance um den Blitz so gut es geht zur Erde abzuleiten und 
eine hohe Impedanz / Trennung zum Netz, damit die unvermeidlich immer 
noch hohe Spannung nicht ins Netz zu verteilen.

Die Überspannungsableiter hinter dem Trafo sind ggf. mehr eine 
zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen, schaden aber sicher nicht. Störungen 
könnte ggf. ja auch aus dem Netz kommen und die Kapazitive Kopplung des 
TT ist auch noch da.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Sarah93 schrieb:
> Auf Schiffen okay, das ist ja nochmal eine andere Hausnummer

Sorry, vergiss meinen Beitrag, ich war komplett 'auf einem anderen 
Dampfer'.

von SWL (Gast)


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Gerd E. schrieb:
> Mit dem hohen und gut geerdeten Mast "lockst" Du halt die Blitze an. Die
> Wahrscheinlichkeit eines Einschlags ist deutlich höher.

Halte ich für ein gerücht.

Mein Mast, 10m hoch steht noch mit der halbwelle drauf im garten. (1,5m 
eingegraben, leitfähigkeit um den mast mit betonit verbessert)
Laut einem kumpel vom E-Werk habe ich von einem ende des garten bis zum 
Mast einen Widerstand von 70Ohm.
Da ist noch nix eingeschlagen, trotz exponiertem Standort und ohne bäume 
rund herum.
Sonst müssten ja auch Laternen an feldwegen oder jeder fahnemmast im 
garten dauerd von blitzen zerstört werden.

von Sarah93 (Gast)


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ich würde da gerne noch eine Kostenbetrachtung machen wie viel der ganze 
Spaß kosten würde, für die Ableiter kenne ich die zwei großen Deutschen 
Unternehmen, bezüglich des Trenntransformators aber habe ich keine 
Ahnung wo ich da einen Preiskatalog herbekomme der seriös ist (auf 
chinesischen Online-Auktionshäusern bin ich schon nach längerer 
Recherche gelandet)

der Traffo muss eine stehwechselspannung von > 30 kV/1 Minute und 
Stehblitzstoßspannung(1,2/50us) von > 60 kV vorweisen können.

kann mir da jemand ein Unternehmen empfehlen welches Preiskataloge für 
Trenntransformatoren online anbietet?

von michael_ (Gast)


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Sarah93 schrieb:
> Mir stellt sich nur die Frage wieso ich dann überhaupt einen Trenntraffo
> verwende und nicht gleich komplett nur auf Blitz- und
> Überspannungsleiter wechsel?

Wenn ich das Bild richtig deute, wird dort eine Antenne an einem Mast 
einer Überlandleitung installiert.
Und du willst auch sowas machen?

Das ist doch sicher eine andere Kategorie als nur Blitzschutz.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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SWL schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Mit dem hohen und gut geerdeten Mast "lockst" Du halt die Blitze an. Die
>> Wahrscheinlichkeit eines Einschlags ist deutlich höher.
>
> Halte ich für ein gerücht.
>
> Mein Mast, 10m hoch steht noch mit der halbwelle drauf im garten. (1,5m
> eingegraben, leitfähigkeit um den mast mit betonit verbessert)
> Laut einem kumpel vom E-Werk habe ich von einem ende des garten bis zum
> Mast einen Widerstand von 70Ohm.
> Da ist noch nix eingeschlagen, trotz exponiertem Standort und ohne bäume
> rund herum.
> Sonst müssten ja auch Laternen an feldwegen oder jeder fahnemmast im
> garten dauerd von blitzen zerstört werden.

Pro Jahr und Quadratkilometer schlagen in Deutschland durchschnittlich 6 
Blitze ein. So ein Blitz "sieht" nur circa 5m weit an spitzen 
Geländestrukturen/Gebäudekonstruktionen.

von ZF (Gast)


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michael_ schrieb:
> Das ist doch sicher eine andere Kategorie als nur Blitzschutz.

Denke auch, es geht darum Rückwirkungen aus dem 
Mittel-/Hochspannungsnetz in das Niederspannungsnetz im Fehlerfall zu 
vermeiden.

von ;o) (Gast)


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Zum Thema Elektrolyse auf Schiffen.

Gabs da nicht in Australien, ich glaube Sidney, den Fall dass ein 
dauernd fest angelegtes Schiffsrestaurant keinen Schutz gegen 
Elektrolyse hatte und desswegen der Rumpf komplett durchgerostet ist.

Meines Wissens nach haben sie nach der Restaurierung einfach mehrere 
Dioden antiparallel verbaut um einen Spannungsabfall von über 
1,irgendwas V zu bekommen um damit die Galvanikspannung abzublocken.

von michael_ (Gast)


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ZF schrieb:
> Denke auch, es geht darum Rückwirkungen aus dem
> Mittel-/Hochspannungsnetz in das Niederspannungsnetz im Fehlerfall zu
> vermeiden.

Der TO will sicher wie viele heute die möglicht höchste esotherische 
Sicherheit haben, die es auf der Welt gibt.
Er hat doch den Hinweis auf Mobilfunk.
Einfach den Kontakt zu einen Mobilfunkanbieter suchen und einen 
ausgemusterten Trafo erwerben.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wie soll denn ein Trafo mit einer wenn auch nur kurzzeitigen 
Isolationsspannung von 60KV aussehen?

von Gerd E. (robberknight)


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Abdul K. schrieb:
> Wie soll denn ein Trafo mit einer wenn auch nur kurzzeitigen
> Isolationsspannung von 60KV aussehen?

Sehr dick, und mit getrennten Kammern?

Vielleicht auch in Öl.

: Bearbeitet durch User
von Sarah93 (Gast)


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ZF schrieb:
> michael_ schrieb:
>> Das ist doch sicher eine andere Kategorie als nur Blitzschutz.
>
> Denke auch, es geht darum Rückwirkungen aus dem
> Mittel-/Hochspannungsnetz in das Niederspannungsnetz im Fehlerfall zu
> vermeiden.

Übrigens stimmt deine Vermutung, der TT dient wohl im Fehlerfall wenn es 
durch betriebsfrequente Störungen kommt, dass diese nicht verschleppt 
werden ins NS-Netz

nochmal: ich will sowas nicht selbst bauen ich schreibe nur eine Arbeit 
darüber und es gibt bis auf diese Norm und diese ABB-Tagung die ich 
gefunden hab spärlich Informationen hierzu, Mobilfunkanbieter habe ich 
schon in Haufen angeschrieben, von denen kommt keine einzige Antwort 
obwohl ich sogar die Wichtigkeit betont habe.


Zur Frage wie so ein Traffo aussehen soll: I don't know aber die Norm 
schreibt ihn vor und ich denke in dem Ausschuss der VDE sitzen nicht 
irgendwelche Leute die sie mal eben so von der Straße zusammengetrieben 
haben und dann solche Regeln und Anweisungen aufstellen lassen, es muss 
also so einen Traffo geben nur finde ich bisher keine Preiskataloge dazu

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Hm ja. Ich habe für diese Branche mal gearbeitet, daher weiß ich wie die 
ticken und was technisch geht und gewollt ist.
Deine Anfrage an die Betreiber ist recht sinnleer. Die Masten z.B. sind 
größtenteils erst verkauft und dann rückgeleast worden. Alles ist 
amerikanisch durchkommerzialisiert und auf Teufel komm raus auf billig 
und maximalen Profit aus. Diese Branche ist so der Vorreiter für den 
Rest der noch auf uns zu kommen wird...
Du wirst von denen nicht für vollgenommen, wenn du nicht die passenden 
Referenzen vorlegst. Also die richtigen Ansprechpartner dort hast.
Ich würde das sein lassen und das auch so kommunizieren. Also die Arbeit 
einfach auf dem 'öffentlich' erreichbaren Kenntnisstand aufbauen.
Du kannst natürlich auch auf harten Knochen machen, also Kostümchen an 
und morgens ab 7 Uhr Socialengineering auf breiter Front und wenn du 
dich damit durchgesetzt hast, schreibst du die Arbeit Nachts und steigst 
dann direkt nach dem Abschluß in dieser ekligen Branche ein. Viel Spaß 
dort.

von michael_ (Gast)


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Sarah93 schrieb:
> Mobilfunkanbieter habe ich
> schon in Haufen angeschrieben, von denen kommt keine einzige Antwort
> obwohl ich sogar die Wichtigkeit betont habe.

Wenn du da nur :

Sarah93 schrieb:
> Zur Frage wie so ein Traffo

geschrieben hast, brauchst du dich nicht zu wundern.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Die Kinder lernen heute nach Aussprache das Schreiben, nicht nach 
Wörterbuch wie es früher üblich war. ff für schnelle Aussprache kommt 
schon hin. Die Seketärin die den Brief bekam, wird aber Traffo gegoogelt 
haben und es demzufolge nicht dem richtigen Sachbereich zuordnen können. 
Pech gehabt ;-)
Naja, jetzt kann die Sachbearbeiterin ja nochmal googlen und wenn sie 
fortgeschritten ist, kennt sie sogar Anführungszeichen... und landet 
hier :-)

von michael_ (Gast)


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In meiner Schulzeit, gab es noch "Strafarbeit".
Das ging so:
" Du nimmst ein A4 Blatt und schreibst Trafo.
Und wenn du vier Seiten voll hast, darfst du aufhören.
Und dass die Unterschrift der Eltern nicht fehlt!"

Diesen Lehrer hatten wir aber sehr gern zu Klassentreffen später 
eingeladen :-)
Gilt auch für Der Poti...

von Nasenbär (Gast)


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Das Folgende soll als Hinweis / Vermutung dienen, nicht als "Kritik":

a.) Stimmt doch aber gar nicht, daß man "Trafo" als "Traffo" ausspricht? 
Eher ist das Gegenteil der Fall - manche schreiben gar "Travo" (außer, 
man wollte unterstellen, daß die Mehrheit derer das wegen des Namens 
"John Travolta" machen?).

Und das allein ist es dann wohl auch nicht - ohne korrekte Interpunktion 
sowie Groß- und Kleinschreibung, etc., könnte man tatsächlich schon 
alleine deshalb "nicht für voll genommen werden". Da muß man schon 
aufpassen - die halten das sonst vielleicht gar für einen Witz oder so.

b.) Es könnte auch sein, daß die schlicht nicht WOLLEN. (Bedeutet aber 
nicht, daß mangelhafte Rechtschreibung keinen (zusätzlichen) schlechten 
Einfluß auf diese Entscheidung gehabt haben kann.)

Jedenfalls kann ich mir gut vorstellen, daß Du es nicht leicht haben 
wirst mit diesem Thema, Sarah. Ich wünsche Dir (ein Quentchen Glück und) 
viel Erfolg!

von ZF (Gast)


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Meine (nichtenergietechnische) Glaskugel sagt: Berührt ein HS Leiterseil 
im Fehlerfall den Mast, so wird der Koaxschirm zur Antenne am HS-Mast 
und damit die ganze Mobilfunkbasisstation auf ein Potenzial erheblich 
über dem eines 200 Meter entfernten Erders angehoben. Diese Anhebung 
will der NS VNB nicht in seinem Netz haben, und ich kann ihn verstehen. 
Deshalb der ganze Aufwand.

Das es keine Antwort der Mobilfunkbetreiber gab kann ich ebenfalls 
verstehen. Wenn ich mich recht erinnere gab es hier von dem TO schon 
mehrere Anfragen welche Zweifel an fachlichem Sachverstand und Interesse 
an dem Thema ließen (Basisstation als Antenne bezeichnet, stümperhafte 
Vereinfachung der Mobilfunkreichweite). Wenn die Anfrage bei den 
Mobilfunkfirmen ebenso "kompetent" war wie hier im Forum ist klar, dass 
keiner Antworten wollte.

Sorry für die harten Worte, aber zu meiner Studentenzeit hat man sich 
ein (Abschluss)arbeitsthema gesucht, was einen interessiert hat und für 
das man begeistert war. Ich hoffe das ist heute immer noch so, nur der 
TO ist eine Ausnahme, damit ich nicht in den "früher war alles besser" 
Chor einstimmen muss. ;-)

Tipp: Finde den / die Hersteller solcher Trafos heraus und frage dort 
nach der Größenordnung des Preises (nur darum scheint es ja zu gehen) 
an. Bedenke: Auch die Leute Überzeugt man eher durch Sachverstand als 
durch Betonung der Wichtigkeit. Ein Hersteller könnte ABB sein (nur 
geraten, nicht meine Branche). Sind im Tagungsband bei dem Beitrag 
Ansprechpartner bei ABB genannt? Vielleicht freut sich der ja, dass sich 
Jemand für die wirtschaftliche Beurteilung von Mobilfunkantennen an 
Hochspannungsmasten und die vielleicht damit einhergehende 
Marktvergrößerung von hochisolierenden Trenntransformatoren interessiert 
und hilft gerne.

von Karl (Gast)


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michael_ schrieb:
> " Du nimmst ein A4 Blatt und schreibst Trafo.
> Und wenn du vier Seiten voll hast, darfst du aufhören.

Typische Lehrer-Aufgabenstellung: Wie soll man auf EINEM A4-Blatt vier 
Seiten voll schreiben. Hat ja nur zwei.

von Karl (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Die Kinder lernen heute nach Aussprache das Schreiben, nicht nach
> Wörterbuch wie es früher üblich war.

Wer behauptet eigentlich immer diesen Quatsch? Meine Kinder lernen 
sowohl Schreibschrift als auch Schreiben nach Wörterbuch. Gibt dazu auch 
in der GS ein zusätzliches Buch: Wortschatz.

Also: Einige Kinder lernen vielleicht heute Schreiben nach Gehör, aber 
sicher nicht "die Kinder".

von Michael B. (laberkopp)


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Sarah93 schrieb:
> Mir stellt sich nur die Frage wieso ich dann überhaupt einen Trenntraffo
> verwende und nicht gleich komplett nur auf Blitz- und
> Überspannungsleiter wechsel?

Weil das nicht reicht. Die fangen nur grosse Impulse ab, aber selbst die 
kleinen die sie noch durchlassen reichen aus die Elektroinik zu 
zerstören.

Du scheinst nicht die leiseste Vorstellung davon zu haben, welche 
Energie in einem Blitz steckt, wie hoch dI/dt und dU/dt sind und wie 
weit das Spektrum reicht.

von Sarah93 (Gast)


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Nasenbär schrieb:
> Das Folgende soll als Hinweis / Vermutung dienen, nicht als
> "Kritik":
>
> a.) Stimmt doch aber gar nicht, daß man "Trafo" als "Traffo" ausspricht?
> Eher ist das Gegenteil der Fall - manche schreiben gar "Travo" (außer,
> man wollte unterstellen, daß die Mehrheit derer das wegen des Namens
> "John Travolta" machen?).
>
> Und das allein ist es dann wohl auch nicht - ohne korrekte Interpunktion
> sowie Groß- und Kleinschreibung, etc., könnte man tatsächlich schon
> alleine deshalb "nicht für voll genommen werden". Da muß man schon
> aufpassen - die halten das sonst vielleicht gar für einen Witz oder so.
>
> b.) Es könnte auch sein, daß die schlicht nicht WOLLEN. (Bedeutet aber
> nicht, daß mangelhafte Rechtschreibung keinen (zusätzlichen) schlechten
> Einfluß auf diese Entscheidung gehabt haben kann.)
>
> Jedenfalls kann ich mir gut vorstellen, daß Du es nicht leicht haben
> wirst mit diesem Thema, Sarah. Ich wünsche Dir (ein Quentchen Glück und)
> viel Erfolg!

Ich sprech es genau so aus und hab das auch schon öfters so gehört. So 
würde ich auch "du assi" schreiben und nicht "du asi" auch wenn "assi" 
respektive "asi" von asozial kommt, gibt es "asi" als eigenständiges 
Wort sowieso nicht.

Ich hielt das hier aber für ein Forum und kein Unternehmen. Meine 
Wortwahl gegenüber einem Unternehmen wird nicht die gleiche sein die ich 
in einem Forum verwende, hier treibt sich ja auch keiner mit seinem 
Namen herum.

Danke dennoch

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Keiner ist relativ. Geschätzt 20% benutzen hier ihren Klarnamen. Bei den 
Moderatoren dürften es 100% sein.

Es mag Schulen geben, wo nach Wörterbuch in die Schriftsprache 
eingeführt wird. Ich selbst kenne keine.

Ich frage mich halt, ob sich das Konstrukt überhaupt wirtschaftlich 
lohnt.

von Ein Stein (Gast)


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Ja das geht. Eine Windung rund um den Äquator und die Sekundärwicklung 
einem rund um den Mond.


Das ist dann ein fast idealer Trenntransformator.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wenn dann so eine Apollo-Kapsel auf dem Mond landet, gibts wieder ne 
Ladungsverschiebung...

von Sarah93 (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Keiner ist relativ. Geschätzt 20% benutzen hier ihren Klarnamen.
> Bei den
> Moderatoren dürften es 100% sein.
>
> Es mag Schulen geben, wo nach Wörterbuch in die Schriftsprache
> eingeführt wird. Ich selbst kenne keine.
>
> Ich frage mich halt, ob sich das Konstrukt überhaupt wirtschaftlich
> lohnt.

Hier treiben sich leute herum die Nasenbär oder laberkopp heißen, was 
ich persönlich ja nicht schlimm finde, aber dann so zu tun als wären wir 
hier im Gremium des IEC's..... jedem das seine.


Zu deiner frage: Wieso sollte es sich denn wirtschaftlich nicht lohnen?
(abgesehen von dem ganzen Tohu-wabohu den du dir sparst - Mobilfunktürme 
sind nicht gerade gern angesehen in der Bevölkerung, der HS-Mast der 
schon in der Landschaft steht, steht halt schon da und die wenigsten 
werden da die Masten so genau beobachten, da fallen die Antennen nicht 
auf)

Wenn ich die Kosten für den TT habe, kann ich dir gern mal meine Arbeit 
zu kommen lassen dann wirst du es schwarz auf weiß haben ;)

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Wenn man länger dabei ist, kennt man 90% der Pappenheimer hier. Mehr 
Seriösität und Anerkennung gibts mit aktiven login.

Hm ja. Zu den Kosten des Spezialblitzschutzes kommt ja noch die Miete 
des Hochspannungsmastes. Den darf auch nicht jeder besteigen - nächstes 
Problem. Dann muß Basisstation und Mast in nächster Nähe liegen, usw. 
Ich fände bestimmt noch mehr Gründe...

von Sarah93 (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Wenn man länger dabei ist, kennt man 90% der Pappenheimer hier.
> Mehr
> Seriösität und Anerkennung gibts mit aktiven login.
>
> Hm ja. Zu den Kosten des Spezialblitzschutzes kommt ja noch die Miete
> des Hochspannungsmastes. Den darf auch nicht jeder besteigen - nächstes
> Problem. Dann muß Basisstation und Mast in nächster Nähe liegen, usw.
> Ich fände bestimmt noch mehr Gründe...

Wenn du den Mast mietest, darfst du ihn ja folglich besteigen. Du kannst 
dir die Frage auch umgekehrt stellen: an wen oder was würden die ÜNBs 
den Mast sonst vermieten? Richtig an niemanden, weils so gut wie sonst 
keine weiteren Anwendungsmöglichkeiten gibt. Die ÜNBs werden da 
sicherlich mit jeden Cent den die da extra einnehmen können zufrieden 
sein.

Bezüglich Wartungen kommt fürs Personal nur eine kleine weitere Regel 
hinzu: Sicherheitsabstand zu den Freileitungen, der ist schon durch die 
DGUV Vorschrift festgelegt.


Das beides in nächster Nähe liegen müssen sehe ich nicht als 
Nachteil.Wieso auch?


Ansonsten darfst du gern die Gründe anbringen, freue mich über 
Kontra-Punkte.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Nö, die Arbeit haben die BWLer doch schon gemacht und das Ergebnis für 
gut befunden. Da ist mir meine Zeit einfach zu kostbar.

von Schreiber (Gast)


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;o) schrieb:
> Gabs da nicht in Australien, ich glaube Sidney, den Fall dass ein
> dauernd fest angelegtes Schiffsrestaurant keinen Schutz gegen
> Elektrolyse hatte und desswegen der Rumpf komplett durchgerostet ist.
>
> Meines Wissens nach haben sie nach der Restaurierung einfach mehrere
> Dioden antiparallel verbaut um einen Spannungsabfall von über
> 1,irgendwas V zu bekommen um damit die Galvanikspannung abzublocken.

Die Dioden gibts, in einem schönen Gehäuse und zu Yachttypischen 
Preisen, unter der Bezeichnung "Zincsaver" im Fachhandel.

von Michael O. (michael_o)


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Das Hauptproblem auf Stahlyachten ist , das der Schutzleiter nirgends 
den Rumpf berühren darf ohne sehr sicher jeden FI auszulösen. Wie man 
E-Herd, Kühlschrank, Mikrowelle und anderes im Schiff so sicher 
befestigt, das es im Seegang nicht auf reise geht ohne kontakt zum Rumpf 
ist mir noch nicht gelungen.
Das ein Exponierter Blitzableiter ohne Wirkung bleibt, halte ich für ein 
Gerücht. Die Grundschule in der ich mein Zeit verbringen dürfte, war mit 
Abstand das höchste Gebäude auf dem Hügel. Der Blitzableiter fand sich 
etwa einmal pro Jahr als aufgedampftes Metall an der Hauswand wieder.

Während meiner Lehrzeit hatte Blaupunkt ein schönes Video von einem 
Bungalow mit einem Blitzableiter der recht interessant funktioniert 
hatte. Die Bewohner waren beim Blitzeinschlag zum Glück nicht zuhause. 
Der Blitzableiter war fast vollständig verdampft. Über das Kiesedach 
konnte der verlauf des Arbeiters als Metalldampf verfolgt werden. Der 
Mauerstumpf, über den der Blitzableiter sauber drüber geführt war, war 
von Blitz V-förmig aufschlagen worden, vom Erdanker waren noch Reste 
vorhanden.
Im inneren des Hauses war es noch interessanter. Kein Wasserrohr, kein 
E-Kabel, kein Heizungsrohr und kein Telefonkabel war mehr in der Wand. 
Alle Heizkörper waren von geplatzt bis explodiert.
Ein ähnliches Bild hat die Yacht mal von einem gehobenen Segelschiff 
gezeigt, bei dem der Blitz vom Mast das GFK Deck durchschlagen hat und 
anschließend die gesamte Inneneinrichtung in kleine Holzspäne zerlegt 
hat. Nach der Verwüstung hat das verlassen des Blitzes zu einem nicht zu 
kleinen Loch unter der Wasserlinie geführt, was die Schwimmfähigkeit 
stark beeinträchtigt hat.

Eine Kundin hatte ihre Firma in einer Doppelhaushälte neben ihrem 
Wohnhaus. Zu Zeiten von 10Mbit Ethernet über Koax hatte der Elektriker 
ihr ein Überspannungableiter zwischen den Häusern in die RG58 Leitung 
gebaut.
Der Blitz hat das Einfamilienhaus erwischt, dem Sohn im Obergeschoss 
Fernseher und Stereoanlage entsorgt, dann im Wohnzimmer ebenfalls 
Fernseher und Anlage zerlegt und dann im Keller den PC heimgesucht.
Auf allen Netzwerkkarten im Haus und in der Firma waren die Controller 
Chips gesprengt. Nach auswechseln der Karten, sind die PCs im etwa im 10 
Tage Rhythmus gestorben. Prozessoren, Speicher, Mainboards oder VGA 
Karten waren die Ursache.


Mfg
Michael

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Mars Attack ?

von Karl B. (gustav)


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Hi,
in schlauen Büchern steht zum Beispiel:
60 kA in 200 msec
Wolken-Erde-Blitz.
Dann folgt (seltener) Erde Wolken-Blitz, der denselben Plasmakanal 
benutzt.
Ergibt Verlängerung der Einwirkungszeit. Die gefürchteten 
"Stromschwänze."


Sarah93 schrieb:
> Stehblitzstoßspannung(1,2/50us) von > 60 kV vorweisen können.

Von 50 Mikrosekunden kann wohl nicht immer die Rede sein.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User

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