Forum: HF, Funk und Felder Gibt es bei Bluetooth einen Mindestabstand?


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von Nano (Gast)


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Gibt es bei Bluetooth einen Mindestabstand, den ein Bluetooth fähiger 
Rechner von einem Bluetoothfähigem Device einhalten muss?

von Hmmm (Gast)


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Theoretisch wirst Du bei zuwenig Abstand zwischen den Antennen 
irgendwann die Empfänger übersteuern. Ob und wann das passiert, hängt 
von den beteiligten Geräten ab.

Praktisch kannst Du das Smartphone so dicht neben den Rechner legen, wie 
Du willst.

von Nano (Gast)


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Danke, genau das wollte ich wissen.

von Michael D. (sirs)


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Wegen genau solchen Fällen mit stark schwankender Empfangsleistung gibt 
es in guten Empfängern einen regelbaren Eingangsverstärker (AGC = 
adaptive gain control) oder einen Abschwächer (zuschaltbares 
Dämpfungsglied).

Normalerweise wird sowas verbaut. Man kann dem User ja nicht 
vorschreiben wie weit er sein Telefon vom Rechner weglegen muss.

von Rainer V. (rudi994)


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Hmmm schrieb:
> Praktisch kannst Du das Smartphone so dicht neben den Rechner legen, wie
> Du willst.

Sicher? Vor Jahren hatte ich ein Nokia-Handy mit windows-artigem OS und 
hatte über Bluetooth auch schon mal Fotos zw. Handy und Laptop gesendet. 
Beim letzten Mal ist das Handy abgestürzt und zeigte "DOS-Error" an. 
Danach ließ es sich nur noch ein-/ausschalten, aber PIN-Eingabe oder 
Laden des Akku ging nicht mehr. :-(

von Hmmm (Gast)


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Rainer V. schrieb:
> Beim letzten Mal ist das Handy abgestürzt und zeigte "DOS-Error" an.
> Danach ließ es sich nur noch ein-/ausschalten, aber PIN-Eingabe oder
> Laden des Akku ging nicht mehr. :-(

Das war dann eher ein Firmware-Bug, der das Filesystem zerschossen hat. 
Den Spass hatte ich mit einem Nokia 9210 auch mehrfach.

von nachtmix (Gast)


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Nano schrieb:
> Gibt es bei Bluetooth einen Mindestabstand,

Nicht in Form einer Entfernung, sondern als Leistung am Empfängereingang 
definiert, weil das ja auch von den Antennen und deren  Ausrichtung 
zueinander abhängt:

"The maximum usable input level that the receiver operates at shall be 
greater
than -20 dBm. The BER shall be less than or equal to 0.1% at -20 dBm 
input
power."

Diese -20dB entsprechen 10µW und könnten bei kurzen Abstand, z.B. 30cm, 
sicherlich überschritten werden, selbst wenn der Sender nur mit der 
kleinsten Leistung von 1mW arbeitet.
Der Empfänger muß also mit diesen 10µW noch weitgehend störungsfrei 
funktionieren, aber darüber soll er er nur noch.

Eine entsprechende Definition für die Empfindlichkeit besagt, dass der 
Empfänger mit -70dBm noch weitgehend störungsfrei funktionieren soll.

Diese und weitere Spezifikationen, z.B. bezüglich der Empfindlichkeit 
gegenüber anderen Störern, finden sich  hier, vorzugsweise im ersten der 
dort aufgeführten Dokumente bei Seitenzahlen um 330 : 
https://www.bluetooth.com/specifications/bluetooth-core-specification

von Hmmm (Gast)


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nachtmix schrieb:
> Diese -20dB entsprechen 10µW und könnten bei kurzen Abstand, z.B. 30cm,
> sicherlich überschritten werden, selbst wenn der Sender nur mit der
> kleinsten Leistung von 1mW arbeitet.

Bei 30cm Abstand hast Du schon rund 30 dB Dämpfung, das geht problemlos. 
Selbst bei der maximalen Sendeleistung (4 dBm bei Class 2) reichen ein 
paar cm Abstand aus.

von Jim M. (turboj)


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Nano schrieb:
> Gibt es bei Bluetooth einen Mindestabstand, den ein Bluetooth fähiger
> Rechner von einem Bluetoothfähigem Device einhalten muss?

In der Theorie ja.

In der Praxis kann ich die BT-LE-Module hier aufeinander legen und es 
funktioniert immer noch.

Allerdings würde ein weiter entferntes 3. Gerät eine deutliche Dämpfung 
des Signals sehen wenn 2 Module sich "zu nahe" kommen.

von dfIas (Gast)


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Ob ein Zustopfen möglich ist, hängt wesentlich von der Träger- und 
Modulationsart ab. Bei der Umstellung des UKW-Funks auf FM war einer der 
Gründe, Zündfunkenstörungen im KFZ weitreichend zu unterdrücken und auch 
das sonst übliche Fading akustisch ideal abzufangen. Dazu war meist eine 
ungeregelte Verstärkung unumgänglich. Je weiter in der Begrenzung, umso 
besser und den Begrenzerstrom gleich noch als Feldstärkeindikator 
missbraucht. Bei Blootooth ist aber sicher Datenrate eher entscheidend 
und da wird man mit mehreren Trägern und entspechenden Mod.-Arten schon 
mehr ausreizen und benötigt dann eine lineare Übertragung. Hängt ggf. 
von dem BT-Standard ab, was nun genau verwendet wird. (Gibt's dafür 
nicht auch noch eine Auto-Negotiation beim Verbindungsaufbau?)

von dfIas (Gast)


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"Blootooth" lasse ich übrigens patentieren ...

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