Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Tankgeberregelung


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von Beltcrab (Gast)


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Hallo Forum
Auf der Suche nach einer Regelung für einen Tankgeber bin ich hier 
gelandet.
Ein vorhandener Tangeber mit einem Widerstand von 75 Ohm leer bzw. 8 Ohm 
Voll soll durch einen anderen(auch Tank) von 180 Ohm voll und 0 Ohm leer 
ersetzt werden.Die Tankuhr wir bordseitig mit Spannung versorgt.Der 
Strom fließt dann durch das Drehspuleninstrument über das Drehpoti des 
Tangebers an Masse.Leider ist die Widerstandskaskade des neuen Gebers 
genau umgekehrt und zusätzlich gibt es noch das Problem mit der 
Linearität.Falls da jemand eine Idee hat wie sowas zu realisieren 
ist...Auch Fertigteile sind willkommen.Da ich nicht mal einen 
Fachbegriff für ein solches Modul/Wandler?
habe, war meine such bisher erfolglos. Für jeden Tip schon mal vielen 
Dank

Beltcrab

von Schlumpf (Gast)


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Wenn du das Drehspulinstrument öffnen kannst, dann drucke dir doch 
einfach eine neue Skala aus..

von Dieter (Gast)


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Lösung mit passiven Bauelementen:

8 Ohm in Reihe und 150 Ohm parallel schalten. Skala aus dem 
Drehspulinstrument entnehmen und durch umgedrehte Skala ersetzen. Die 
Anzeige bei Voll wird ungenau ausfallen (zu wenig Zeigerbewegung).

Lösung mit aktiven Bauelementen:
Für diese müßtest Du messen, welche Spannung Du mit einem Multimeter 
über dem Tankgeber mißt bei 8 und 75 Ohm, ggf. wäre noch ein Ohmwert in 
der Mitte nice to have.

von Codix (Gast)


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Nimm einen billigen Opamp, eine handvoll Hühnerfutter dazu. Dann kannst 
Du das Signal invertieren und auch noch die Fehler ausgleichen.
Die Stromversorgung hast Du ja schon.

von Beltcrab (Gast)


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Der widerstand des neuen Gebers liegt zu weit vom erwarteten Sollwert 
der Anzeige.Bei Anpassung mit widerstandsbrücke ist die Linearität 
weg.Das Instrument auszubauen ist leider zu aufwendig.Da kannst ich 
gleich ein neues nehmen.

von Beltcrab (Gast)


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Hört sich gut an und würde ich gerne umsetzen.Ich werde aber erst noch 
ein par Messungen vornehmen um die genauen Eckdaten zu ermitteln.Danke 
erst mal

von Dieter (Gast)


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Und eine genaue Skizze/Zeichnung der Verschaltung nicht Vergessen.

Wenn die Bordspannung bei 12V liegen würde, wäre bei einem Widerstand 
von 8 Ohm der Strom mit 1,5A (18W) etwas hoch, wie auch die 
Verlustleistung im Bereich eines kleinen Lötkolbens. Da muss noch etwas 
fehlen bei Deinen Beschreibungen.

von Kräuterli (Gast)


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Dieter schrieb:
> Da muss noch etwas
> fehlen bei Deinen Beschreibungen.

Nö, da fehlt nichts. Aber du hast vergessen, daß das Tankgeberpoti mit 
dem Schleifer-Ausgang noch über das Anzeige-Instrument geht.

von Werner H. (pic16)


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Beltcrab schrieb:
> Regelung für einen Tankgeber
Da wird nix geregelt da wird gemessen.
Ich würde einen Passenden Geber kaufen.

von Lenny (Gast)


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Hallo again
Ich habe das Messinstrument genau unter die Lupe genommen:
Kreuzspulenmeßwerk das folgende Werte verlangt um Voll /leer correct
anzuzeigen.
Bei 72 Ohm mit 64 mA Leer. Vor dem Geber stehen dann noch 4,6 volt
Bei 7,7 Ohm mit 91,8 mA Voll. Hier nur noch 0,7 Volt. Ich brauche also 
eine Stromsenke zwischen 50 und 100 mA, gesteuert von einem 
veränderlichen Widerstand zwischen 0 Ohm  (leer) und 180 Ohm (Voll). Ich 
habe beim Suchen folgende Schaltung entdeckt von der ich hoffe dass man 
sie anpassen kann.Da ich aber in Bezug auf elektronische Schaltungen
nur Basic-wissen besitze, bin Ich bei Details ratlos.
Mein Tangeber hat nur zwei Anschlüsse und ist damit kein Sp.Teiler mehr.
R1 kann ich nicht ändern weil sonst keine 1 Volt , die ich aber für 100 
mA brauche.Auf der Low-Seite will die Tankuhr aber immer noch 60 mA.Mit 
den 180 Ohm muß also ein Spannungsabfall von 400mVDC erzeugt werden, was 
aber nicht geht.Also ein digitales Poti wäre ideal, es reichen mir 20 
Steps zwischen leer und voll.Ich hab aber keine Ahnung wie man die digi 
Potis analog ansteuern könnte.
Ich erwarte keine fertigen Lösungen, aber nach über 40 stunden Googeln 
in Fachartikeln komme ich ohne fachmänische Hilfe hier nicht weiter.

für jeden Hinweis dankbar

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Lenny schrieb:
> OVP_Stromsenke.gif

Die Schaltung selber hat schon das Problem, das du ja erstmal keine -12V 
Speisung hast und die erzeugen müsstest.

Ich hänge dir aber mal 2 Stromquellen-Schaltungen an, die das Problem 
nicht haben, allerdings dafür einen Rail-to-Rail Opamp benötigen, der 
bis an die Betriebsspannungsgrenzen an den Eingängen und dem Ausgang 
erlaubt.
Die erste ist insofern universell, als das man Verstärkung und Offset 
(Nullpunkt) einstellen kann, allerdings beeinflussen sich die Regler 
gegenseitig, so das man den Abgleich mehrfach wiederholen muss. 
Ursprünglich ist sie ein Konverter von 0-5V Signalen auf 4-20mA 
Stromschleife.

Die zweite Schaltung ist deswegen interessant, weil sie sich komplett 
aus der Stromschleife speisen kann und deswegen eine 2-Drahtlösung ist. 
Diese hat einen Temperatursensor, das ist aber kein Zwang, man kann 
stattdessen irgendeinen anderen Widerstand einfügen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Im Prinzip ginge auch eine angehängte Schaltung, wenn keine hohen 
Forderungen an die Linearität bestehen und die Anzeige bei "voll" 
ungenau sein darf, aber bei "leer" die Schwelle genauer eingehalten 
werden muss.

von Dieter (Gast)


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Mit einem Simulator dimensionieren bis es paßt, wäre nun Deine Aufgabe. 
Die Datei für qucs wurde mit angehängt.

von Lenny (Gast)


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Erst mal vielen Dank für eure Beiträge.
War leider ne Woche Grippeplatt.Inzwischen habe ich mal ne 
Bierdeckelschaltung zusammengelötet (Dieters Schaltung).Das Ergebniss 
war recht interessant.
Strom IE war nur ca.20 mA ohne den var.  Widerstand an der Basis.Ich 
habe daraufhin den IB soweit erhöht bis IE fast 100mA errichtet. Das 
ging mit dem "Trimmpoti" recht einfach.Da ich IB noch nicht gemessen 
habe bleibt mir nur zu hoffen dass IC immer noch etwas über 90 mA liegt. 
Die braucht die Uhr ja für Voll.Mit Rvar auf null gibt's nur noch 20mA 
für IE.Aber schon mit wenigen Ohm gibt's die 60mA für leer.Das sieht 
recht gut aus.Jetzt meine Frage.Die Funktion der Diode hab ich nicht 
verstanden? Und wozu dient der Widerstand von C zur Basis in die diesem 
Fall.Mir fällt da nur eine Rückkopplung ein.
Ich hoffe um Gnade für die Bierschaltung,aber es reicht für ein 
Experiment.

von Dieter (Gast)


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Hinter der Schaltung steckt das sogenannte Stromspiegelprinzip. Entweder 
eine Diode oder Transistor als Diode geschaltet ist der Grund für diese 
Diode.

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromspiegel

von Dieter (Gast)


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Der Widerstand von Collektor soll rückkoppeln. Er reduziert die 
Verstärkung (Reduziert dabei wesentlich den Einfluß der Streuung des 
Verstärkungsfaktors von Transistoren) und kann bei geeigneter 
Dimensionierung zugleich die obere Schwelle begrenzen. Die Kennlinie 
wird dabei in Verbindung mit dem Emitterwiderstand etwas geradliniger. 
Es ist nicht so einfach mit den 4 Widerständen als "Stellschrauben" auf 
Anhieb die optimalste Lösung zu finden.

von Beltcrab (Gast)


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Hallo again
Ich habe die Schaltung jetzt mal mit verschiedenen Widerständen im Lkw 
angepasst und muß leider feststellen das ich nur zwei Werte einigermaßen 
hinbekomme. Soll heißen z B. Voll und Halb voll aber dann von null auf 
halb in null komma nix.Oder umgekehrt, auch nicht zu gebrauchen, Das 
auch liegt auch daran das meine VB nur zwischen 0,7 und 0,9 liegen darf 
weil ich ja vertärken will.Die Bordspannung variert auch um 2 Volt das 
macht einfach zuviel Unterschied im Basisstrom.  (IC 0,7 bis 4,5Volt je 
nach I  bringt die Schaltung auch außerhalb brauchbarer kennlinien.
Dazu noch eine nicht beträchtliche Temeperaturabhängigkeit. Jetzt kommt 
noch
die Außentemperatur dazu und schon läuft alles aus dem ruder.
Das bringt Ic in alle Richtungen.Als Lösungsansatz erst mal einen 
"Stepdown" für die Spannungsversorgung der Basis vorschalten damit dort 
etwas mehr Stabilität rein kommt.
Der BC 547 ist mit seinem Kennlinienfeld aufgrund der niedrigen IC 
Spannung auch nicht wirklich zu gebrauchen. Da macht die kennlinie noch 
"schöne kurven"(Eigentlich scheint es garnix zu geben was mit VC 1.0 
Volt schon brauchbar ist)Ich werde jetzt mal mit einem BC635 weitere 
Schaltungen ausprobieren.Dessen Kennfeld sieht bei IC 0,7Volt nicht ganz 
so "kurvig" aus.Als alternative fällt mir noch ein, z.B 10 Tyristoren zu 
nehmen die ich über verschieden Vorwiderstände mit dem 
Tankgeberwiderstand zum durchschalten bringe.Dazu, für den 
entsprechenden Strom die erforderlichen Widerstände in Reihe mit der 
tankuhr schalten.(So wird das übering im org. Tankgeber gemacht, 
allerdings mit Reedcontakten).
ich werde berichten....

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