Dominik schrieb:
> Controller sind 4x SPLC086A
> http://www.i-lcd.com/PDFs/SPLC086A_DS.pdf
Das sind keine Controller, das sind Bausteine, die auf controllerlosen
Displays verwendet werden.
Das Display wird --vereinfacht dargestellt-- wie ein Monitor angesteurt.
In einem festen Zeitraster wird der komplette darzustellende Inhalt an
das Display übertragen.
Dabei gibt es neben mehreren Datenleitungen drei Taktleitungen, einen
Pixeltakt, mit dem die Daten für mehrere Pixel simultan übernommen
werden (Anzahl der Pixel entspricht Anzahl der Datenleitungen), einen
Zeilentakt, mit dem die Displayzeile gewählt wird, auf der die Pixel
darzustellen sind und einen Rahmentakt, der den kompletten Bildaufbau
einleitet.
Displays mit höherer Auflösung werden in zwei Hälften geteilt und diese
simultan mit o.g. Signalen angesteuert, dabei werden die Datenleitungen
hälftig auf die Displayhälften verteilt.
Wenn da beispielsweise acht Datenleitungen vorhanden sind, werden pro
Pixeltakt vier Pixel auf der oberen und vier Pixel auf der unteren
Displayhälfte ausgegeben.
Und genau das ist der wesentliche Unterschied zur Ansteuerung eines
Monitors, bei dem wird mit dem Pixeltakt genau ein Pixel übertragen.
Die gemeinsam übertragenen Pixel sind üblicherweise horizontal
nebeneinander angeordnet.
Bei einem Display mit 640x480 Pixeln und acht Datenleitungen werden pro
"Zeile" 160 Takte (640 / 4) des "Pixeltakts" angelegt. Nach dem den
Bildaufbau einleitenden Rahmentakt werden die ersten acht an das Display
übertragenen Pixel in zwei Gruppen à vier Pixel an den Koordinaten 0,0
bis 3,0 und 0,240 bis 3,240 ausgegeben (x = [0 .. 639], y = [0 .. 479]).
Wenn das Display eine ausreichend geringe Auflösung hat, kann auf die
Displayteilung verzichtet werden. Angenommen, das Display hat 128x64
Pixel Auflösung und acht Datenleitungen, dann werden pro "Zeile" gerade
mal 16 Takte (128 / 8) angelegt. Mit dem ersten Takt werden dann die
acht übertragenen Pixel an den Koordinaten 0,0 bis 7,0 ausgegeben (x =
[0 .. 127], y = [0 .. 63]).
Um so etwas für die Ausgabe an einen Monitor aufzubereiten, muss man
synchron mit den drei Taktsignalen die Datenleitungen abhören und die so
erfassten Pixel an der richtigen Position in einen Bildschirmspeicher
eintragen. Dieser muss wiederum ständig ausgelesen und mit dem nötigen
Timing an den Monitor übertragen werden.
Das erfordert, anders als der Ansatz mit textbasierten Displays,
definitiv ein FPGA o.ä., oder sehr, sehr viel separate Logikbausteine.
Mit einer Videokamera abfilmen ist da schon fast weniger Aufwand ....