Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik MOSFET Potentiometer


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von Andre K. (andre1980)


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Hallo, ich bin neu und noch richtig mit der Materie Elektronik vertraut. 
Also habt bitte etwas Nachsicht, wenn ich Dinge anders bzw. falsch 
benenne.

Mein Ursprüngliches Anliegen: Es geht um eine Modeleisenbahn (TT). Dort 
möchte ich ein Anfahr und Bremsverhalten Elektronisch einleiten. PWM 
scheitet leider aus, das die alten Motoren dies nicht verkraften.

Es gibt aber Möglichkeiten zur Anfahrt eine Halbwelle zu der 
Gleichgerichteten, nicht geklätteten Gleichspannung zuzuschalten. Dies 
wird über einen Poti gesteuert.
Beispiel: http://www.ferromel.de/tronic_8.htm

Mein Problem, ich möchte das nicht mit einem Poti von Hand steuern, 
sondern wenn der Zug einen bestimmten Punkt erreicht, ein Bremsverhalten 
einleiten, so als würde man den Poti runter drehen.

Jetzt gibt es die Möglichkeit, in anderen Schaltungen, dies mit einem 
MOSFET zu steuern, indem ein RC-Glied die Spannung am Gate reduziert, 
und somit die Spannung an der Drain-Source Strecke sinkt.

Da aber die Oben erwähnte Halbwelle über den Poti auch noch gegen Masse 
gezogen wird, lässt sich das so nicht ganz realisieren, da dieser 
Anschluß ja fehlt.

Jetzt hatte ich mir gedacht, noch einen weiteren, selbstleitenden 
MOSFET, "hinter" den selbstsperrenden MOSFET zu schalten, der diese 
Aufgabe dann übernimmt.

Um so mehr die Spannung vom RC-Glied absinkt, um so mehr wird der Erste 
MOSFET leitend, und um so mehr wird der zweite MOSFET nicht leitend.

Was ich mir auch nicht richtig beantworten kann, ob die zwei MOSFET 
einen Verbraucher brauchen wenn sie beide in Reihe zwischen Plus und 
Minus liegen.


Ist dies so möglich?

Danke für Antworten

: Bearbeitet durch User
von Kolja L. (kolja82)


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Andre K. schrieb:
> PWM
> scheitet leider aus, das die alten Motoren dies nicht verkraften.

Warum?
PWM mit ner Induktivität ist doch das selbe wie eine geringere Spannung.

von Genauer Leser (Gast)


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Kolja L. schrieb:
> Andre K. schrieb:
>> PWM
>> scheitet leider aus, das die alten Motoren dies nicht verkraften.
>
> Warum?
> PWM mit ner Induktivität ist doch das selbe wie eine geringere Spannung.

Ist es in der Theorie. In der Praxis sind unterschiedliche Loks mit 
unterschiedlichen Motoren und demzufolge unterschiedlicher Induktivität
im Einsatz. Bei gleicher PWM-Frequenz zeigen diese ein völlig 
unterschiedliches Verhalten.

von Vka (Gast)


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Das ist ja mal ne seltsame Kurvenform, würde mich mal interessieren wozu 
der Motor das braucht?
Ich würde dafür einen Attiny nehmen, der mit einer schnellen PWM und 
Sinustabelle die Kurve nachbildet. Das Signal dann Filtern und auf den 
Treibertransistor schicken.
Vorteil du kannst sogar auf das Trafonetzteil verzichten und die 
Ansteuerung/Kurven nach belieben festlegen

von Andre K. (andre1980)


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Ist eigentlich in allen gängigen Modelleisenbahn Foren zu lesen. 
Vorallem alte Motoren (meine sind aus den 80ern) vertragen die Impulse 
nicht, werden heiß und gehen kaputt. Vorallem die hohen Frequenzen 
bringen den Motoren den Tod.

Warum das so ist, weis ich nicht.


Durch die Halbwellen Impulse, die nur 50hz haben, wird der kleine Motor 
angeschupst, 50hz weise. Somit lassen sich die Loks sehr langsam 
bewegen. Ohne diesen Impulse, fahren sie wenn sie gut gepflegt sind, ab 
2-3V los. Das passiert aber relativ Sprunghaft. Meine Alten Fahren erst 
ab 4-5V los. Das sieht nun mal nicht sehr schön aus, wenn sie von Null 
auf nix beschleunigen bzw. bremsen.

Durch diesen 50hz Impulse, kann man die Loks auch "kriechen" lassen bzw. 
schön geschmeidig abbremsen bzw. beschleunigen lassen.

von Teo D. (teoderix)


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Vka schrieb:
> Das ist ja mal ne seltsame Kurvenform, würde mich mal interessieren wozu
> der Motor das braucht?

Die is eigentlich egal. Das ist fix PWM ~20/80 ~2,5V o.so, der mit 
Gleichspannung überlagert wird. So ruckt's nich erst ab ~4V los, sondern 
schon bei ~<1V Gleichspannung. Bei höhten Fahrgeschwindigkeiten wäre 
diese bei reinem PWM zu unterschiedlich, also wech damit und wieder nur 
Gleichspannung drauf.
(Muss der PWM wirklich weck?)

Gleich vor wech 'Ich nich wirklich u. Heut schon garnichtmehr'... :)
(aah, a bisserl spät... die Einsicht:)

Andre K. schrieb:
> Jetzt gibt es die Möglichkeit, in anderen Schaltungen, dies mit einem
> MOSFET zu steuern, indem ein RC-Glied die Spannung am Gate reduziert,
> und somit die Spannung an der Drain-Source Strecke sinkt.

Prinzipielle Jo.
Packtisch seh ich 2-3 Teile mehr, irgend wo dahinten im Schatten.

von Andre K. (andre1980)


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Teo D. schrieb:
> (Muss der PWM wirklich weck?)

Nein, wird nur dringends empfohlen. Möchte nun nicht riskieren das die 
Motoren kaputt gehen.

Teo D. schrieb:
> Packtisch seh ich 2-3 Teile mehr, irgend wo dahinten im Schatten.

http://www.ferromel.de/tro/reg-fet_u.gif
So ähnlich bis zum MOSFET strebte mir vor.

von Karl (Gast)


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Nimm statt des Mosfets einen Fotowiderstand im oberen Potizweig, packe 
ihn mit einer grünen LED in ein lichtdichtes Gehäuse, dann kannst Du 
über die LED-Helligkeit das "Poti" potentialfrei einstellen.

Im unteren Potizweig ein Widerstand 1-3kohm, musst Du ausprobieren, aber 
nicht zu klein, sonst wird der Strom durch den Fotowiderstand zu groß.

Die LED-Helligkeit wiederrum kannst Du mit einer einfachen Schaltung 
dimmen: 
http://www.gsc-elektronic.net/elektronik/schaltbilder/verzoegerungsschalter.gif

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