MT3608 Konstantstrom

#5302180
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Theoretisch kannst du das mit fast jedem Regler machen. Praktisch werden 
viele schnell instabil. Man kann die Regler auch schnell zerstören. 
Daher würde ich eine externe Schaltung vorschlagen.

Wenn es unbedingt mit Hilfe des Reglers sein muss, hier ein paar 
allgemeine Kochrezepte, je nach Typ:

* Für Regler, die mit einem externen Spannungsteiler eingestellt werden 
(Ausnahme LM317 und ähnliche):

Die Standardformel für die Ausgangsspannung ist

Uout = Uref * (1 + R1/R2)
R1: Oberer Widerstand zwischen Ausgangsspannung Uout und 
Feedback-Eingang ref
R2: Unterer Widerstand zwischen Feedback-Eingang ref und GND

Der Strom Iref durch diesen Spannungsteiler ist dabei

Iref = Uref/R2

Merkst'e was? Iref im Spannungsteilerzweig ist konstant und wird durch 
R2 bestimmt.

Also: R1 im Spannungsteiler durch die Last ersetzen, R2 zum Einstellen 
des Konstantstroms verwenden:

I = Iref

R2 = Uref/Iref = Uref/I


* Kochrezept für Regler wie LM317:

Bei diesen Reglern bestimmt der obere (R1) Widerstand den Strom. R2 
durch die Last ersetzen.

R1 = Uref/I


* Kochrezept für Festspannungsregler, die nicht einstellbar sind 
(funktioniert meist nur zufriedenstellend bei Linearreglern):

Ausgang Uout mit einem Widerstand Rload belasten, der bei der gegebenen 
Konstantspannung Uout den gewünschten Strom I fließen lässt:

Rload = Uout/I

Dann ist der Eingangsstrom Iin in den Spannungsregler hinein ungefähr I:

Iin = I + Iquies

Mit Iquies << I:

Iin ~= I

D.h. durch eine serielle Last am Eingang des Reglers, bzw. zu GND fließt 
etwa der konstante Strom I.


* Bei Schaltreglern kann man die Last manchmal in Serie zur Spule 
schalten. Der Ausgang des Reglers wird kurzgeschlossen. Das setzt voraus 
man kann den Strom durch die Spule begrenzen.
Gast #5302320
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Die Schaltung von Sven hat noch ein zweites Problem. Der MT3608 darf am 
FB Eingang laut Datenblatt maximal 6 Volt sehen, ansonsten entschwebt 
das IC in den siebten Halbleiterhimmel.

Was passiert wohl mit FB wenn am Eingang 7 Volt oder mehr anliegen und 
am Ausgang eine Kurzschluss auftritt, oder einfach nur der 
Lastwiderstand zu klein wird?

Unabhängig davon wird man immer mindestens die Eingangsspannung minus 
Diodendurchlassspannung am Ausgang sehen, ohne Stromregelung und eine 
Strombegrenzung nur durch den Sense-Widerstand. D.h. die KSQ 
funktioniert nicht für beliebige Lasten.
Gast #5302359
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Konsti schrieb:
> D.h. die KSQ
> funktioniert nicht für beliebige Lasten.

Eine KSQ (Konstant-Strom-Quelle) funktioniert nie für "beliebige" 
Lasten.

Bevor am FB-Anschluß eine gefährliche Spannung anliegt, hat das IC 
längst zurückgeregelt.

Das einzige, was fehlt, ist ein Widerstand parallel zum Transistor, der 
eine maximale Ausgangsspannung festlegt.

Und bei einem Kurzschluss am Ausgang ist sowieso von einem 
Reparaturbedarf auszugehen. Eine Schmelzsicherung austauschen macht da 
auch nicht mehr arm.
Gast #5302839
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Nach dem Datenblatt hat der Baustein keinen internen Schutz gegen zu 
hohe Spannungen.

Wenn keine Last angehängt ist, mußt Du über den Spannungsteiler an FB 
die höchste Ausgangsspannung einstellen.
Bei Deiner Schaltung ist aber leider möglich, dass diese hochläuft bis 
sogar bis die maximale Spannung des internen FETs von 30V überschritten 
wird. Ich kann Dich insofern beruhigen, dass die Grenze der 
Kleinspannung nach der VDE 0100 nicht überschritten wird, da das IC 
glücklicherweise kaputt geht und damit diese Spannung garantiert nicht 
erreicht wird. In diesem Punkt also hundertprozentig fail-safe.

Wenn allerdings die Strombegrenzung zuschlägt, dann mußt Du 
sicherstellen, dass die Spannung an FB nicht über 6V erreicht. Bei 
Deiner Schaltung ist das aber leider möglich. Die läuft hier sogar hoch, 
dass die maximale Spannung (des internen FETs) von 30V auf FB geschaltet 
werden könnte. Da das IC glücklicherweise kaputt geht und damit 
sichergestellt wird, dass der Strom rapide sinkt, wäre die Schaltung 
hier auch wieder fail-safe zu beurteilen.

Eine wirksame Maßnahme ist daher einen Widerstand zwischen Kollektor und 
Spannungsteile einzubauen, so dass sich ein Teiler ergibt, dass die 6V 
am FB nicht überschritten werden.

Berechen mußt Du es selbst. Die Bauteilwerte sind nur grobe 
Anhaltswerte.
Angehängte Dateien:
Gast #5310677
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Dieter schrieb:
> Verschiedene Varianten sind möglich

Meinst du nicht, dass deine Schaltung ur Maximalspannung und 
Maximalstrombegrenzung ein bischen aufwändig ist ?
1
Out1 --|>|--+--+---+--R--+ shunt
2
            |  |  E|     |
3
            |  R   >|----+ PNP
4
            |  |   |     |
5
FB ---------(--+-R-+    Last
6
            |  |         |
7
          Elko R         |
8
            |  |         |
9
GND --------+--+---------+
#5310944
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der MT3608 ist ja quasi baugleich mit dem SX1308, welchen es aber auf 
ner kleineren platine gibt, ich den daher verwende.
10 stück ab 3,75 euro...
konstantstromquellen hab ich damit auch schon gebastelt.. geht gut wegen 
der nicht zu großen Vfb = 0,6 V.

beide zeichnungen beziehen sich auch den Sx1308

www.rio71.de/forum/mc-sx1308-1.png
+
www.rio71.de/forum/mc-sx1308-2.png

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