Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Maus + Tastatur für mehrere Computer (umschalten)


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von Michael M. (skippy123)


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Hallo Leute,

ich habe zuhause mehrere Computer stehen, da ich Informatikstudent bin 
(Master), und benütze diese teilweise auch "gleichzeitig".
Im Moment geht es um 2 Computer, an denen jeweils eine eigene Maus und 
Tastatur angeschlossen ist, habe auf dem Schreibtisch also 2 Tastaturen 
und 2 Mäuse.

Nun würde ich mir gernen einen eigenen Switch bauen, so dass ich nurnoch 
eine Maus und eine Tastatur auf dem Schreibtisch habe und diese zwischen 
den Computern umschalten kann.

Vorab möchte ich ein paar Punkte klären die jetzt wohl irgendwie als 
Fragen aufkommen:

Warum nicht so einen einfachen USB Umschalter von Amazon kaufen für ein 
paar Euro?
- Bin Student mit nicht besonders viel Geld
- Selberbauen macht mehr Spaß und ich hab die Teile
- Mit meinem jetzigen Plan wird das ganze auch erweiterbar auf mehr 
Computer, was durchaus sinnvoll ist / sein wird (Homeserver, 
Linuxcomputer, Pi, etc.)
- Ich hab die Möglichkeit den Switch funktional zu erweitern (wird 
gleich schlüssiger)

Ich möchte das ganze nicht einfach nur mit einem kleinen Schalter lösen, 
der entsprechende Datenleitungen schließt bzw. öffnet, sondern mit einem 
Mikrocontroller (ATtiny) arbeiten und per Transistoren als Schalter 
schließen bzw. öffnen.
Dadurch kann ich auch beispielsweise einen Impulsgeberdrehschalter(?) 
einsetzen, das ganze mit einem einzigen Taster durchschalten, ein 
ESP/WiFi oder Bluetooth Modul anschließen, ein Programm schreiben und 
dann direkt über Tastaturkürzel umschalten, etc..

Durch den Einsatz eines Mikrocontrollers ergeben sich also, wie bereits 
erwähnt, tolle Erweiterungsmöglichkeiten.

Ich bin allerdings Informatiker und kein Elektrotechniker, daher kenne 
ich zwar ein paar Grundlagen (und vielleicht auch wieder ein paar 
Details, wenn ich mein Wissen wieder (mit meinen alten Unterlagen) 
auffrische), wie z.B. alles mit URI, was Transistoren, Dioden, 
Kondensatoren usw. sollen, Grundlagen Multiplexer und ein paar andere 
Digitale Dinge, Digital Analog, etc..

Daher habe ich nun mit der Schaltung begonnen, und baue diese 
kontinuierlich, mit Hilfe von Kommilitonen die Elektrotechnik studieren 
und Leuten aus dem E-Lab hier an der Uni, sowie vielleicht mit euch :) 
langsam aus.

Ein Schritt hin dazu dieses Projekt erfolgreich umzusetzen, ist euch die 
bisherige Idee und Schaltung zu präsentieren und zu fragen was ihr davon 
haltet.

Fehler? Tipps? Hinweise? Fragen?

Ich werde den Fortschritt hier festhalten und euch weiter auf dem 
laufenden halten.

Viele Grüße und danke fürs Lesen!
Skippy123

von pegel (Gast)


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Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das so mit den 
Transistoren funktioniert. Bin aber noch nicht auf die Idee gekommen es 
zu versuchen.

Würde ich auch nicht, da es Spezialisten dafür gibt. Z.B. diesen:

https://de.rs-online.com/web/p/multiplexer-switch-ics/8076106/

von Mani W. (e-doc)


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Basis/Emmitterströme und Spannungsabfälle bedacht?

Ich würde das mit Miniaturrelais lösen...

von Krapfen (Gast)


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Audio Umschaltung auch mit einplanen.

von Snyergy (Gast)


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Snyergy macht das über das Netz, und man schiebt die Maus einfach in die 
entsprechenden Fernseher.

von Horst (Gast)


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Michael M. schrieb:
> Ich bin allerdings Informatiker und kein Elektrotechniker,
ok, erster Tip: Widerstand schreibt man nicht mit ie.

USB schaltet man nicht so nebenbei mit Transistoren, da bleibt dann 
nicht mehr viel von der Datenübertragung übrig.
Dafür gibr es fertige ICs, die auch den studentischen Geldbeutel nicht 
sprengen.

Hier noch zwei Beispiele für 2fach Muxer:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/ts3usba225.pdf
https://toshiba.semicon-storage.com/info/docget.jsp?did=13632&prodName=TC7USB40MU

ein Umschalter 4 auf 2:
https://www.digikey.de/product-detail/de/on-semiconductor/FSUSB22MTCX/FSUSB22MTCXFSTR-ND/1057196

Sowas bekommst Du auch als 3fach oder 4fach wenn Du noch nen Notebook 
und 'nen Pi mit anschließen willst...

Damit ist Deine Hauptaufgabe dann gelöst und Du kannst Dich in Ruhe mit 
den Zusatzfunktionen beschäftigen.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Nein, mit den Transistoren wird das so nicht hinhauen. Es gibt spezielle 
ICs zum Umschalten von USB; hier z.B:

Beitrag "USB 2:1 Multiplexer IC"

Texas Instruments sollte auch sowas haben. Peregrine hatte frueher mal 
was, iirc.
Die meisten dieser Chips sind aber recht unangenehm zu verloeten.

Vielleicht haut's (zumindest fuer "langsames" USB) auch mit 
Analogschaltern hin, aber wohl nicht mit den Standard CD405[123] oder 
CD4066. So aehnliche gibts aber auch in "gepimpten" Versionen mit 
niedrigem Durchlasswiderstand.

Unangenehm dabei bleibt aber: Der PC, dem jeweils das USB Geraffel 
weggeschaltet wird, meint dann, es waere ausgestoepselt worden; der 
andere PC meint, es waere ihm gerade eingestoepselt worden. Will man das 
auch noch weghaben, wirds wohl auf einen µC mit mehreren USB-OTG 
Interfaces rauslaufen - und viel Software.

Gruss
WK

Edit: Oha, zu langsam getippert...

: Bearbeitet durch User
von Horst (Gast)


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Snyergy schrieb:
> Snyergy macht das über das Netz

Synergie ist eine tolle Software, mit dem Nachteil daß es eine Software 
ist und sich mit manchen Anwendungen beißt.
Außerdem funktioniert die nicht, wenn die Rechner in verschiedenen 
Netzen laufen.

von Egon N. (egon2321)


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Hab hier eine KVM Switch für 10€ oder so mit USB.

Willst du bei den Preisen wirklich selber bauen?!

von S. R. (svenska)


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Michael M. schrieb:
> Im Moment geht es um 2 Computer, an denen jeweils eine eigene Maus und
> Tastatur angeschlossen ist, habe auf dem Schreibtisch also 2 Tastaturen
> und 2 Mäuse.

Nimm VNC oder eine vergleichbare Software.
Alles andere ist nicht "seamless" und nervt auf Dauer.

Ich habe einige Zeit mit einem KVM (für PS/2 und VGA) gearbeitet, um 
Platz zu sparen. Hat funktioniert, aber ich habe die Computer auch nicht 
gleichzeitig benutzt. Irgendwann habe ich dann auf Software umgestellt 
(und einen der zwei Bildschirme mit beiden Rechnern verbunden).

"Einfach" selber bauen kannst du bei USB vergessen. Im einfachsten Fall 
werden die Geräte virtuell ständig ein- und ausgestöpselt. Mit viel 
Arbeit kannst du den KVM selbst Standardtastatur+Maus spielen lassen, 
wobei dann die Zusatzfunktionen verloren gehen.

Du könntest aber auch noch USB-Audio spielen und beide Eingangssignale 
mischen statt umschalten lassen. ;-)

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Abgesehen davon, daß es nicht möglich ist, USB-Signale mit irgendwelchen 
Transistoren zu schalten, ist so ein Umschalter eigentlich dann erst 
richtig interessant, wenn er auch ein Videosignal umschaltet.

So etwas leisten sogenannte KVMs, die man recht günstig (ja, günstig, 
auch für Studenten) als Fertiggerät bekommen kann.

Wenn Du darauf bestehst, so etwas trotzdem selbstzubauen, kannst Du den 
Umschaltaufwand reduzieren, indem Du nur eine USB-Leitung umschaltest 
und Deine Maus und Tastatur an einen USB-Hub anschließt. Dann muss von 
Deinem Umschalter auch nur jeweils ein USB-Kabel zu den angeschlossenen 
PCs geführt werden.

von Egon N. (egon2321)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> So etwas leisten sogenannte KVMs, die man recht günstig (ja, günstig,
> auch für Studenten) als Fertiggerät bekommen kann.

https://www.amazon.de/dp/B002NTIZCG/ref=psdc_430058031_t2_B00L1572J0

So ein Teil hab ich hier, nachdem ich DP/DVI-D (WQHD) umschalten müsste 
wäre das sonst relativ teuer. Das kann aber zum Glück der Monitor, da 
muss ich noch mal schauen ob ich das dem Monitor nicht über DP 
mitschicken könnte, müsste eigentlich gehen, kann über ein Device direkt 
am PC die Helligkeit usw einstellen.

Ansonsten funktioniert das relativ gut, die Taste ist zudem sehr 
praktisch. Nur die Logitech Maus muss ich beim Wechsel auf die Kiste mit 
Linux kurz an und ausschalten damit die volle Funktionalität zur 
Verfügung steht, dies würde ich allerdings als Treiberproblem einstufen.

von Dr. Sommer (Gast)


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Siehst du die Dioden im Transistor-Schaltsymbol? Da fließt der Strom nur 
in eine Richtung. Die USB-Datenleitungen sind aber bidirektional. Die 
kann man nicht so einfach umschalten. Die Rabiat-Lösung wären Relais...
Die genannte Lösung mit den Hubs hat den Nachteil, dass Hubs sich als 
High Speed Geräte anmelden werden, die noch viel schwieriger 
umzuschalten sind (480 MHz vs. 12 MHz), es sei denn du findest explizit 
noch irgendwo einen Full Speed Hub...

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Dr. Sommer schrieb:
> es sei denn du findest explizit noch irgendwo einen Full Speed Hub...

Das ist so schwer nicht:

http://www.ti.com/product/tusb2046b

von Dr. Sommer (Gast)


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Ach na sowas, gut zu wissen dass es das noch gibt. Das ganze natürlich 
unter der Voraussetzung dass Maus&Tastatur mit Full Speed zufrieden 
sind, aber davon kann man wohl ausgehen...

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Dr. Sommer schrieb:
> Das ganze natürlich unter der Voraussetzung dass Maus&Tastatur mit Full
> Speed zufrieden sind

Die brauchen das nicht, die machen nur Low Speed, d.h. 1.5 MBit/sec.

von Dr. Sommer (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Die brauchen das nicht, die machen nur Low Speed, d.h. 1.5 MBit/sec.
Denk ich auch, aber wer weiß ob nicht irgendeine Gaming-Maus mit 756 
Tasten, LED-Beleuchtung und "garantierter" Mikrosekunden-Latenz nicht 
doch mehr will. Bekanntlich ist ja USB sowieso zu langsam für 
Eingabegeräte und nur PS2 für echte Gamer™ genug.

von S. R. (svenska)


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Die "voll tollen" Gaming-Geräte fahren Full-Speed statt Low-Speed.

von Karl B. (gustav)


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Michael M. schrieb:
> Nun würde ich mir gernen einen eigenen Switch bauen, so dass ich nurnoch
> eine Maus und eine Tastatur auf dem Schreibtisch habe und diese zwischen
> den Computern umschalten kann.
Hi,
für 12.90 Euro gibt es sogenannte KVM-Switche.
Hab so einen. Die Idee war, zwei Rechner über gekreuzte Netzwerkkabel 
miteinander zu verbinden, aber nicht zusätzlich einen weiteren Monitor 
anzuschaffen zu müssen.
Schalte einfach um von einem Rechner zu anderen. Eine Maus, eine 
Tastatur und  nur ein Monitor (,wird automatisch der jeweiligen Graka 
angepasst).
So kann ich zeitnah auf die Ressouren des jeweiligen Rechners zugreifen.
Anwendungsbeispiel: Das eine Programm läuft nur auf XP, das "Edit" geht 
mit dem anderen Rechner schneller etc.
(Für eine einfache Datenmigration könnte man ja mit USB-Sticks etc. 
hantieren.)

ciao
gustav

von Michael M. (skippy123)


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Erst einmal Danke für die zahlreichen Antworten!


Mit eurem Input kann ich nun schonmal eine wichtige Architektur-Frage 
klären:

pegel schrieb:
> Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das so mit den
Transistoren funktioniert.

Horst schrieb:
> USB schaltet man nicht so nebenbei mit Transistoren

Dergute W. schrieb:
> Nein, mit den Transistoren wird das so nicht hinhauen. Es gibt spezielle
> ICs zum Umschalten von USB; hier z.B:

Rufus Τ. F. schrieb:
> Abgesehen davon, daß es nicht möglich ist, USB-Signale mit irgendwelchen
> Transistoren zu schalten...

Dr. Sommer schrieb:
> Siehst du die Dioden im Transistor-Schaltsymbol? Da fließt der Strom nur
> in eine Richtung. Die USB-Datenleitungen sind aber bidirektional.

So etwas ähnliches habe ich schon vermutet. Ich vertrau mal der 
mehrfachen Beurteilung und suche eine andere Möglichkeit das umzusetzen.

Ich habe mir die verschiedenen Bauteile angeschaut, die ihr mir so 
empfohlen habt:

FSUSB46K8X - 
https://de.rs-online.com/web/p/multiplexer-switch-ics/8076106/
TS3USBA225 - http://www.ti.com/lit/ds/symlink/ts3usba225.pdf
TC7USB40MU - 
https://toshiba.semicon-storage.com/info/docget.jsp?did=13632&prodName=TC7USB40MU
FSUSB22MTCXFSTR-ND - 
https://www.digikey.de/product-detail/de/on-semiconductor/FSUSB22MTCX/FSUSB22MTCXFSTR-ND/1057196
CD4066 - https://www.mikrocontroller.net/part/CD4066
TUSB2046B - http://www.ti.com/product/tusb2046b

sowie andere Beiträge betrachtet, bei denen es direkt um die Multiplexer 
ging.

Ich habe noch ein wenig recherchiert und den MAX4999 entdeckt:

https://www.maximintegrated.com/en/products/analog/analog-switches-multiplexers/MAX4999.html

Dieser scheint genau zu sein was ich brauche. Wenn ich davon 2 nehme, 
einen für die Maus und einen für die Tastatur, und mittels eines anderen 
Mikrochips (ATMega, STM, egal) ansteuere, sollte ich ein Gerät haben, 
für das ich zahlreiche Einstellungs- /Anpassungsmöglichkeiten habe sowie 
eine saubere funktionierende USB-Umschaltung.

Display, Drehschalter, WiFi Anbindung, Bluetooth... Was das Herz 
begehrt.

Ich werde mich bzgl. dieses Bauteils und den Specs von USB noch ein 
wenig in die Datenblätter einlesen und weiter googlen.
Da ich im Moment in der Prüfungsphase bin und nur ab und zu ein wenig 
Zeit in das Projekt reinstecken kann, wird es vermutlich erst ab März 
richtig losgehen.

Ich werde aber heute noch oder morgen die Skizze mit der neuen Idee 
anfertigen und hier reinstellen.

---------------------------------

Und noch eine Sache bzgl. der KVM Switches:

Snyergy schrieb:
> Snyergy macht das über das Netz, und man schiebt die Maus einfach in die
> entsprechenden Fernseher.

Egon N. schrieb:
> Hab hier eine KVM Switch für 10€ oder so mit USB.
>
> Willst du bei den Preisen wirklich selber bauen?!

S. R. schrieb:
> Nimm VNC oder eine vergleichbare Software.

Rufus Τ. F. schrieb:
> So etwas leisten sogenannte KVMs, die man recht günstig (ja, günstig,
> auch für Studenten) als Fertiggerät bekommen kann.

Egon N. schrieb:
> https://www.amazon.de/dp/B002NTIZCG/ref=psdc_430058031_t2_B00L1572J0
>
> So ein Teil hab ich hier,

Karl B. schrieb:
> Hi,
> für 12.90 Euro gibt es sogenannte KVM-Switche.

Da man mir KVM Switches empfohlen hat bzw. Software, möchte ich nochmals 
die Situation besser erläutern, warum diese nicht ausreichend sind.
Ja, den Großteil der Zeit benutze ich gleichzeitig "nur" 2 Computer, für 
welche ein KVM switch reichen würde,
ABER
ich habe regelmäßige Situationen, an denen ich an mehr Computern 
gleichzeitig arbeite.

Dies hier war war mein Extremfall:
- Computer 1, Windows, Arbeitscomputer
- Computer 2, Windows, Zeichnen, Schreiben, handhaben aller anderen 
Software, mit der ich den Arbeitsrechner nicht "verseuchen" möchte.
- Linux Server im selben Netzwerk
- Linux Laptop mit Docking-Station
- Raspberry Pi in anderem Netzwerk
- Raspberry Pi in nochmal anderem Netzwerk

Diese 2 Computer sind meine Grundkonfiguration, zu welcher demnächst ein 
Linux Laptop kommt, der auch im Dauereinsatz sein wird, somit also 
schonmal 3 Computer, die garantiert im täglichen Alltag geswitched 
werden.

Dazu dann immer mal wieder, je nachdem was ich tue, ein oder mehr andere 
Computer wie Raspberry Pis oder Linux Server.

Monitore müssen nicht umgeschaltet werden. Da komme ich im Moment noch 
damit zurecht, dass diese mehrere Anschlüsse haben, auf die Geräte 
verteilt sind und sich direkt am Monitor die Input-Quellen umschalten 
lassen.

Software möchte ich nicht einsetzen, da es wie gesagt auch Linuxrechner 
gibt, mit verschiedenen Distributionen, und diese auch teilweise nicht 
im selben Netz hängen.

Einfach nur einen Computer zu benützen, mit zahlreichen VMs, ist
1. unkomfortabel
2. brauche ich dazu einen COmputer mit genug Leistung, den ich nicht 
habe und
3. mache ich auch Dinge (IT-Security, Netzwerkangelegenheiten, etc.) bei 
denen ich wirklich auf den untersten Ebenen arbeiten muss, und es nervt 
oder die arbeit massiv erschwert, wenn sich noch 100000 
abstraktionenebenen zwischen der Stelle an der ich Arbeiten muss un der 
Oberfläche befinden.

Überhaupt hat sich nach Jahren von Überlegung, Recherchieren und 
Probieren herauskristallisiert, dass ich so, also mit komplett 
getrennten Geräten, am besten, schnellsten, effektivsten und 
effizientesten Arbeiten kann und es auch am angenehmsten ist.

P.S.
Sound oder andere Dinge spielen im Moment keine Rolle, außerdem habe ich 
auch noch nicht über Spannung, Widerstände, ESD, etc. nachgedacht

: Bearbeitet durch User
von Egon N. (egon2321)


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von Egon N. (egon2321)


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Michael M. schrieb:
> Überhaupt hat sich nach Jahren von Überlegung, Recherchieren und
> Probieren herauskristallisiert, dass ich so, also mit komplett
> getrennten Geräten, am besten, schnellsten, effektivsten und
> effizientesten Arbeiten kann und es auch am angenehmsten ist.

[X] Zweifel.


Insbesondere der Server, wozu da Tastatur und Maus? Oder der Pi? Benutz 
gefälligst SSH. Das ist genau für sowas gemacht.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Michael M. schrieb:
> Da komme ich im Moment noch damit zurecht, dass diese mehrere Anschlüsse
> haben, auf die Geräte verteilt sind und sich direkt am Monitor die
> Input-Quellen umschalten lassen.

Das ist so unglaublich unpraktisch und unkomfortabel, daß man das nach 
spätestens dem vierten Umschalten bleiben lässt.

KVMs gibt es übrigens auch mit deutlich mehr als zwei Anschlüssen für 
PCs.

Und wenn die Anschlüsse nicht reichen, lassen sich die Dinger sogar 
kaskadieren.

von Egon N. (egon2321)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Michael M. schrieb:
>> Da komme ich im Moment noch damit zurecht, dass diese mehrere Anschlüsse
>> haben, auf die Geräte verteilt sind und sich direkt am Monitor die
>> Input-Quellen umschalten lassen.
>
> Das ist so unglaublich unpraktisch und unkomfortabel, daß man das nach
> spätestens dem vierten Umschalten bleiben lässt.
>
> KVMs gibt es übrigens auch mit deutlich mehr als zwei Anschlüssen für
> PCs.
>
> Und wenn die Anschlüsse nicht reichen, lassen sich die Dinger sogar
> kaskadieren.

Es darf wohl nix kosten. Nur dass er für seine Frickellösung mindestens 
ein paar Stunden für den Aufbau einplanen muss usw. kommt dem Herrn 
nicht in den Sinn.

Ich würde gleich einen 8/16er KVM Switch kaufen, die gibt es teils für 
unter 100€, da würde ich gar nicht über einen Selbstbau nachdenken. VGA 
reicht für FullHD auch locker aus, HDMI/DVI wird etwas teurer, aber je 
nach Nutzung ggf. dennoch sinnvoll.

Mich nervt es ja schon wenn ich am Monitor zwischen zwei Geräten 
umschalten muss, 8 Geräte sind einfach nur ein Clusterfuck.

Server läuft bei mir komplett über SSH und RS232 to Wifi. Bei einem 
richtigen Server kann man sich so einen Mist natürlich sparen und direkt 
auf die Managementkonsole setzen.

von Michael M. (skippy123)


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Egon N. schrieb:
> 
https://www.aliexpress.com/item/MT-VIKI-8-Port-Smart-KVM-Switch-Manual-Key-Press-VGA-USB-Wired-Remote-Extension-Switcher/32811247042.html
>
> Ist das so schwer?
>
> Alles andere ist völliger Unsinn.

Oh das ist interessant, hab ich bei meiner Suche nicht gefunden. Und 
auch für mich bezahlbar wenn ich mal ein Monat kürzer trete. (~700€ zum 
Leben wenn ich gerade nicht arbeite).
Da werde ich jetzt definitiv drüber nachdenken.
Selber bauen wäre zwar immer noch interessant, vor allem da man dann 
noch zusätzliche Funktionalitäten einbauen und die Form usw. anpassen 
kann (WiFi, eigene Software, anderes Gehäuse, Display, etc.), aber bei 
dem Preis sollte man das wohl wirklich lieber als Hobby selber bauen, 
wenn man sich mit den Teilen bereits auskennt und es an einem Tag fertig 
ist, oder wenn man es verkaufen möchte :)
Ist zumindest jetzt meine Meinung.


Egon N. schrieb:
> [X] Zweifel.
>
> Insbesondere der Server, wozu da Tastatur und Maus? Oder der Pi? Benutz
> gefälligst SSH. Das ist genau für sowas gemacht.

Wir könnten jetzt natürlich das Thema wechseln, stundenlang darüber 
debattieren wer recht hat bzw. uns irgendwann in der Philosophie 
verlieren Wörter auf die Goldwaage zu legen und zu definieren ab wann 
etwas "sinnvoll" ist oder nicht, nachdem ich dir eine lange Geschichte 
all meiner Projekte, Arbeitsweisen, Vergangenheit, etc. vermittelt habe. 
Kannst ja nen Kasten Bier mitbringen und mich mal besuchen.
Ansonsten gibt es noch Situationen in denen man z.B. Grafische 
Oberflächen hat und / oder mit Wireshark arbeiten muss (IT-Security im 
IoT Bereich), mit IPTABLES rumspielt, Zertifikate und vieles mehr.
Und SSH benütze ich grundsätzlich. Zur Zeit jeden Tag mindestens eine 
Stunde. Aber es gibt eben Situationen, für die SSH nicht reicht.

von Michael M. (skippy123)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Das ist so unglaublich unpraktisch und unkomfortabel, daß man das nach
> spätestens dem vierten Umschalten bleiben lässt.

Das mach ich seit Jahren jeden Tag mehrere male, mich stört das nicht so 
sehr. Würde ich aber natürlich ändern, falls es sich ergibt, muss aber 
nicht sein.

Rufus Τ. F. schrieb:
> KVMs gibt es übrigens auch mit deutlich mehr als zwei Anschlüssen für
> PCs.
>
> Und wenn die Anschlüsse nicht reichen, lassen sich die Dinger sogar
> kaskadieren.

Bezahlbare größere Switches habe ich jetzt erst entdeckt, siehe meinen 
Beitrag zuvor. Und das mit dem kaskadieren ist mir garnicht in den Sinn 
gekommen, aber macht bis zu einer bestimmten Tiefe Sinn.

Egon N. schrieb:
> Es darf wohl nix kosten. Nur dass er für seine Frickellösung mindestens
> ein paar Stunden für den Aufbau einplanen muss usw. kommt dem Herrn
> nicht in den Sinn.

Ja Tätigkeiten benötigen Zeit in dieser Dimension. Klar braucht man Zeit 
wenn man etwas tut, ich verstehe die Aussage nicht. Nix Kosten? wann hab 
ich gesagt es muss gratis bzw. Budget 0€ sein? Frickellösung? Du meinst 
ich arbeite unprofessionell? Nein, wir haben gute Labore hier an der 
Uni.
Überhaupt was soll der ganze Absatz? Jaja ich weiß, "welcome to the 
internet" da gibt es solche Menschen.

Egon N. schrieb:
> Ich würde gleich einen 8/16er KVM Switch kaufen, die gibt es teils für
> unter 100€

Ja das habe ich jetzt auch gesehen durch den Beitrag von Egon Nurm 
(egon2321).
Die letzten fertigen KVM Switches in der Größenordnung die ich so im 
Internet gefunden habe die letzten Tage, Wochen und auch Monate (als ich 
vor längerem schon ab und zu gegoogelt habe) gingen alle bei 200€ 
aufwärts los, teilweise sogar 400+.

Bei dieser Preisklasse wird es nun vermutlich wohl doch eine gekaufte 
Lösung.

von Egon N. (egon2321)


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Michael M. schrieb:
> Selber bauen wäre zwar immer noch interessant, vor allem da man dann
> noch zusätzliche Funktionalitäten einbauen und die Form usw. anpassen
> kann (WiFi, eigene Software, anderes Gehäuse, Display, etc.),

Hättest du den Suchbegriff auch mal kopiert oder unter ähnliche Artikel 
geschaut, dann hättest du gesehen, dass es genau das (Wifi!) schon gibt. 
Gibt es sogar mit Video to Ethernet Bridge.

Michael M. schrieb:
> Wir könnten jetzt natürlich das Thema wechseln, stundenlang darüber
> debattieren wer recht hat bzw. uns irgendwann in der Philosophie
> verlieren Wörter auf die Goldwaage zu legen und zu definieren ab wann
> etwas "sinnvoll" ist oder nicht, nachdem ich dir eine lange Geschichte
> all meiner Projekte, Arbeitsweisen, Vergangenheit, etc. vermittelt habe.
> Kannst ja nen Kasten Bier mitbringen und mich mal besuchen.
> Ansonsten gibt es noch Situationen in denen man z.B. Grafische
> Oberflächen hat und / oder mit Wireshark arbeiten muss (IT-Security im
> IoT Bereich), mit IPTABLES rumspielt, Zertifikate und vieles mehr.
> Und SSH benütze ich grundsätzlich. Zur Zeit jeden Tag mindestens eine
> Stunde. Aber es gibt eben Situationen, für die SSH nicht reicht.

Dann forwarde den fucking Xserver über SSH. Oder VNC. Oder sonst was.

von Michael M. (skippy123)


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Egon N. schrieb:
> Dann forwarde den fucking Xserver über SSH. Oder VNC. Oder sonst was.

OK cool

: Bearbeitet durch User
von Egon N. (egon2321)


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Michael M. schrieb:
> Nix Kosten? wann hab
> ich gesagt es muss gratis bzw. Budget 0€ sein? Frickellösung? Du meinst
> ich arbeite unprofessionell? Nein, wir haben gute Labore hier an der
> Uni.

Na offensichtlich hat die Uni nicht mal die 5 Mark für einen anständigen 
KVM Switch. In der Zeit in der du diesen Thread erstellt hast hätte man 
auch einfach ins Rechenzentrum auf einen Kaffee schauen können und mal 
schauen was die so über haben und wenn nix da ist bestellen lassen.

Hätte ich so einen Mitarbeiter der sich 200 Stunden Sorgen darüber 
bereitet, ob der Switch für 200€ oder 700€ jetzt zu teuer ist hätte ich 
den sofort fristlos entlassen. Allein schon die Vorstellung eines 
Selbstbaus, einfach zum brüllen.

Das ist aber genau die Frickelscheisse die an Unis gemacht wird. Da 
werden "Datenbanken" in Excel gehalten "weil funktioniert ja" und auch 
sonstige Vergewaltigungen von Software die für sowas nicht gemacht 
wurde.

Allein schon die Wahl bipolarer Transistoren zeigt mir, dass das 
Frickelscheisse wird. Analogschalter baut man mit MOSFET bzw. Muxern, 
zudem hat man da noch kein Wort über die Impedanz verloren.

von Michael M. (skippy123)


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Egon N. schrieb:
> Michael M. schrieb:
> Na offensichtlich hat die Uni nicht mal die 5 Mark für einen anständigen
> KVM Switch. In der Zeit in der du diesen Thread erstellt hast hätte man
> auch einfach ins Rechenzentrum auf einen Kaffee schauen können und mal
> schauen was die so über haben und wenn nix da ist bestellen lassen.
>
> Hätte ich so einen Mitarbeiter der sich 200 Stunden Sorgen darüber
> bereitet, ob der Switch für 200€ oder 700€ jetzt zu teuer ist hätte ich
> den sofort fristlos entlassen. Allein schon die Vorstellung eines
> Selbstbaus, einfach zum brüllen.
>
> Das ist aber genau die Frickelscheisse die an Unis gemacht wird. Da
> werden "Datenbanken" in Excel gehalten "weil funktioniert ja" und auch
> sonstige Vergewaltigungen von Software die für sowas nicht gemacht
> wurde.
>
> Allein schon die Wahl bipolarer Transistoren zeigt mir, dass das
> Frickelscheisse wird. Analogschalter baut man mit MOSFET bzw. Muxern,
> zudem hat man da noch kein Wort über die Impedanz verloren.

Ok.
Cool.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Michael M. schrieb:
>> Das ist so unglaublich unpraktisch und unkomfortabel, daß man das nach
>> spätestens dem vierten Umschalten bleiben lässt.
>
> Das mach ich seit Jahren jeden Tag mehrere male, mich stört das nicht so
> sehr.

Mich würde es nerven, wenn ich zwei Dinge separat umschalten müsste - 
Maus/Tastatur und Monitor. Oder hast Du mehrere Mäuse und Tastaturen 
nebeneinander im Betrieb?

Das würde mich auch nerven.

Solange Monitore keine von außen ansteuerbare Schnittstelle haben, mit 
der man die Eingangsumschaltung beeinflussen kann, bzw. sie keine 
Signalisierung nach außen geben, welcher Eingang aktiv ist, ist so ein 
Eingangsumschalter im Monitor auch ziemlich ... funktionsarm.


Immerhin gibt es mittlerweile auch Monitore mit integriertem 
2-Port-USB-Umschalter, den Dell UP2516D beispielsweise.


Ich nutze einen Monitorumschalter nur in einer bestimmten Debugumgebung, 
und ansonsten steuere ich alle Rechner von einem Rechner aus via RDP an. 
Das funktioniert mit neureren Windows-Versionen auch mit mehreren 
Monitoren gleichzeitig - ich will's nicht missen.

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