LTspice Zeitpunkt bei unterschreiten einer bestimmten Spannung plotten

Gast #5307120
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Hallo,

stehe gerade vor einer Dimensionierung von Stützkondensatoren. Bei 
Abschalten der Spannungsversorgung sinkt die Spannung an den 
Kondensatoren und die Schaltung muss so schnell wie möglich in einen 
sicheren Zustand wechseln (H-Brücke). Dafür benötigt sie allerdings eine 
gewisse Zeit.
So weit zum Problem und nun meine Frage:
Die Kapazität ist ein Parameter und jetzt würde ich gerne einen Plot/ 
oder ErrorLog ausgegeben in dem der Zeitpunkt bei unterschreiten einer 
bestimmten Spannung über die Kapazität gegeben ist.

Hat jemand eine Idee wie man dies mit LTspice umsetzen könnte?

Gruss
Gast #5308497
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Michael M. schrieb:
> Vielen Dank für deine Antwort. Funktioniert einwandfrei!
> Spice und vor allem du überraschen mich jedes mal wieder aufs neue ;-)

Aufpassen, dass die Kapazität von Kerkos spannungsabhängig ist. Das kann 
man mit LTSpice nur schwierig simulieren. Das heißt, dass deine Zeit 
real niedriger sein kann als in der Simulation.

Anhilfe:
Murata hat eine Lib für Kondensatoren, wo viele viel verwendetet 
Kondensatoren enthalten sind. Diese Kondensatoren kann man jedoch nicht 
in sein eigentliches Modell integrieren, da dadurch das Modell erheblich 
verlangsamt wird. Somit baugleichen Kondensatoren aus Lib suchen, über 
einen Spannungsweep nach C=(I*t)/U Kapazität bei realer Spannung 
bestimmen (es ist erstaunlich, was bei Nennspannung noch übrig bleibt) 
und diesen Wert in die eigentlichen Simulation eintippen.
In einem Fall konnte ich das sogar schon real nachsimulieren, was mir 
auf die Füße gefallen ist. Wenn ich die Modelle eher gehabt hätte, dann 
hätte ich viel Zeit gespart.

https://www.murata.com/tool/library/ltspice
#5308701
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Michael M. schrieb:
>> Vielen Dank für deine Antwort. Funktioniert einwandfrei!
>> Spice und vor allem du überraschen mich jedes mal wieder aufs neue ;-)

> Aufpassen, dass die Kapazität von Kerkos spannungsabhängig ist.
> Das kann man mit LTSpice nur schwierig simulieren.
> Das heißt, dass deine Zeit real niedriger sein kann als in der Simulation.


Das kann man näherungsweise recht gut mit einer tanh Funktion 
beschreiben. Statt 10u schreibt man dann eine Formel mit der Ladung. 
Ersetze const durch eine passende Zahl.

Q=10u*const*tanh(x/const)


Oder etwas komplizierter mit konstantem C-Anteil:

Q=9.5u*10*tanh(x/10) +0.5u*x



Q=10u*x

ist Äquivalent zu

10u
Gast #5309565
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Helmut S. schrieb:
>> Vielen Dank Polizeirat Becker und Helmut S. aber ich verwende einen
>> Folienkondensator und bei diesen Tritt dieser Effekt meines Wissens nach
>> nicht auf :-)
>
> Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es auch dafür eine brauchbare
> Lösung gibt.

Ich auch ;)

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