Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Motor Drehrichtung umkehren - Steuerung? - Zeitrelais?


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von Harald M. (haraldm)


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Hallo!

Habe eine Anwendungsfall, für den mir keine Lösung einfällt. Denke aber 
das eine Lösung gar nicht so kompliziert sein wird bzw. hoffe das dass 
realtiv kostengünstig zum Umsetzen ist.

Bin leider keine Mikro Elektronik-Experte und hoffe hier auf Hilfe.


Beschreibung:


Kleiner Bewegungsmelder (12V) geht an. Dann sollen 2 kleine Motoren 
jeweils eine Anglerschnur anziehen (das Gewicht ist klein, vl. 100 Gramm 
pro Schnur). Ist nur ein bestimmter Hub von ca. 3cm gewünscht.

Wenn der Bewegungsmelder wieder ausgeht, dann soll die Motoren wieder 
auf die Grundposition zurückfahren. System soll am Besten auf 
Batterieebene mit einer kleinen Bleibatterie laufen - z.B 12V


Wie mache ich denn das möglichst kostengünstig und einfach?


Das einzige was ich bisher in Erfahrung bringen konnte, ist dass sowas 
mit zwei Treppenhausautomaten(relais) gehen könnte - die sind allerdings 
monster groß und teuer...



lg,
harald

von Werner (Gast)


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Wie wäre die grundsätzliche Überlegung, wenn Du die Drehrichtung gar 
nicht umkehrst, sondern 180° Drehung für eine Bewegung nutzt.

Dann brauchst Du den Motor nur in eine Richtung zu bewegen:

Unten:

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Oben:



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                `-..__,,,'


sorry für Kindergarten-Zeichnung, anber das ging am schnellsten.

Dann hast Du nur noch mit etwas Zeitsteuerung und Endlagenerkennung zu 
kämpfen.


Werner

von Dietrich L. (dietrichl)


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Wie genau sollen die Motoren wieder auf die Grundposition zurückfahren?

Wenn die Motoren nur über die Zeit angesteuert werden, sind die Wege bei 
gleicher Zeit nie identisch - besonders, da der Motor durch das Gewicht 
in der einen Richtung ziehen muss und in der anderen gezogen wird.
Die Folge wäre: die Grundposition läuft mit jeder Betätigung etwas weg.

Von der Antwort auf diese Frage hängt es ab, welche Lösung dafür 
geeignet wäre.

Darüber hinaus ist es auch interessant, welche Möglichkeiten zur 
Realisierung du hast.
Eine perfekte Lösung wäre z.B. ein Mikrocontroller, der einen 
Schrittmotor ansteuert.
Eine Einfache Lösung gäbe es, wenn man an die Anglerschnur 2 Endkontakte 
"montieren" könnte: z.B. betätigt der Motor eine Gewindestange, an der 
die Schnur hängt und die 2 Kontakte montiert sind.

Edit: Werners Lösung ist natürlich viel einfacher und genial :-))

von Johannes R. (oa625)


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Hallo!

Wie wär's mit einer Modellbau- Segelwinde? Gibt es mit 1 oder mehreren 
Umdrehungen:

http://www.vogel-modellsport.de/Windforce-502-Segelwinde-Krick-Modelltechnik-79071.htm?SessionId=&a=article&ProdNr=9-79071

http://www.vogel-modellsport.de/Pro-Boat-Segelwindenservo-Serenity-Horizon-PRB3480.htm?SessionId=&a=article&ProdNr=67-PRB3480&rdeocl=1&rdetpl=productpage&rdebox=box1

Ansteuerung erfordert allerdings ein PPM-Signal von 1...2ms bei ca. 20 
ms Pause, kann man mit µC , z.B. PIC 12F1572 (76Cent bei Reichelt) oder 
evtl. NE555 generieren.

Gruß
Johannes

von Clemens S. (zoggl)


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nimm einen schrittmotor und eine Steuerung.
https://en.nanotec.com/products/1025-smci12-2/
Java Code verarbeiten. +- dran und den Motor anschließen.

bei der SW können wir dir gerne helfen. so wie es aussieht kannst du das 
aber sogar bereits über die beigelegte konfig Software lösen.

solche Steuerung gibt's auch vom Chinesen für ein drittel, da ist die 
Software aber eher gewöhnungsbedürftig.

sg

von Harald M. (haraldm)


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Johannes R. schrieb:
> Hallo!
>
> Wie wär's mit einer Modellbau- Segelwinde? Gibt es mit 1 oder mehreren
> Umdrehungen:
>
> 
http://www.vogel-modellsport.de/Windforce-502-Segelwinde-Krick-Modelltechnik-79071.htm?SessionId=&a=article&ProdNr=9-79071
>
> 
http://www.vogel-modellsport.de/Pro-Boat-Segelwindenservo-Serenity-Horizon-PRB3480.htm?SessionId=&a=article&ProdNr=67-PRB3480&rdeocl=1&rdetpl=productpage&rdebox=box1
>
> Ansteuerung erfordert allerdings ein PPM-Signal von 1...2ms bei ca. 20
> ms Pause, kann man mit µC , z.B. PIC 12F1572 (76Cent bei Reichelt) oder
> evtl. NE555 generieren.
>
> Gruß
> Johannes


Wie schaff ich den das mit der Rückwärtsdrehung bei dieser Version? 
Dreht sich der von selbst (bzw. mit Hilfe einer kleinen Last) von selbst 
zurück?

von Harald M. (haraldm)


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Werner schrieb:
> Wie wäre die grundsätzliche Überlegung, wenn Du die Drehrichtung gar
> nicht umkehrst, sondern 180° Drehung für eine Bewegung nutzt.
>
> Dann brauchst Du den Motor nur in eine Richtung zu bewegen:
>
> Unten:


>
>
> sorry für Kindergarten-Zeichnung, anber das ging am schnellsten.
>
> Dann hast Du nur noch mit etwas Zeitsteuerung und Endlagenerkennung zu
> kämpfen.
>
>
> Werner


Kreative Zeichnung ;) - danke! Ansatz ist einfach...frag mich gerade ob 
ich mir die Endschalter auch sparen könnte - z.B. mit einem Motor der 
jeweils nur 180 Grad dreht. Also Signal von Bewegungsmelder - 180 Grad 
Drehung - Bewegungsmelder geht aus - wieder 180 Grad Drehung.

Gibt es sowas? Bzw. was mir noch nicht klar ist - wie schaffe ich es 
dass beim Ausschalten des Bewegungsmelders auch eine Drehung 
stattfindet?

von Harald M. (haraldm)


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Dietrich L. schrieb:
> Wie genau sollen die Motoren wieder auf die Grundposition zurückfahren?


Also ein paar Milimeter sind nicht das Problem - ab halben Zentimeter 
wird dann ca. zuviel - keine Ahnung ob sich die paar Milimeter dann 
aufschauckeln sodass 0,5 oder 1cm drauss wird

von Harald M. (haraldm)


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Clemens S. schrieb:
> nimm einen schrittmotor und eine Steuerung.
> https://en.nanotec.com/products/1025-smci12-2/

Klingt nach einer sauberen Lösung - aber leider zu teuer - außer die 
Preise fallen für Mini-motoren massiv ab? Also der Motor braucht keine 
große Last zu heben...wär super wenn eine Steuerung um wenige Euros gibt 
- vl auch nur mit einem Eingang (Bewegungsmelder) + Ausgang für 
Motoren... weiß wer obs sowas gibt?

von Werner H. (werner45)


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Früher wurden viele solche Problemstellungen mit einer Scheibe am 
Motor/Getriebe und zwei oder mehr Mikroschaltern gelöst.
Die Scheibe hat eine Kerbe, die Mikroschalter mit Rollenhebel liegen 
180° versetzt. In der Kerbe sind die Mikroschalter aus, aus der Kerbe 
raus sind sie an. Gestartet wird mit einem externen Kontakt, der den 
Mikroschalter kurz überbrückt. Der Motor läuft bis zur 180°-Stellung, wo 
der zweite Mikroschalter den Kreis wieder öffnet, wenn er in die Kerbe 
fällt. Kommando zum Rücklauf wie vorher durch kurzzeitige Überbrückung 
dieses Schalters, der Motor läuft weiter bis zum anderen Mikroschalter.
Eine Schaltung dürft ihr selbst zeichnen.

Gruß   -   Werner

von Dietrich L. (dietrichl)


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Harald M. schrieb:
> Dietrich L. schrieb:
>> Wie genau sollen die Motoren wieder auf die Grundposition zurückfahren?
>
> Also ein paar Milimeter sind nicht das Problem - ab halben Zentimeter
> wird dann ca. zuviel - keine Ahnung ob sich die paar Milimeter dann
> aufschauckeln sodass 0,5 oder 1cm drauss wird

Bei der Lösung "Motor eine feste Zeit laufen lassen" würde sich der 
Fehler natürlich mit jedem Vorgang kumulieren.
Aber nachdem bessere Lösungen bereits vorgeschlagen wurden ist das 
eigentlich nicht mehr interessant.

von Dietrich L. (dietrichl)


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Harald M. schrieb:
> Johannes R. schrieb:
>> Hallo!
>>
>> Wie wär's mit einer Modellbau- Segelwinde? Gibt es mit 1 oder mehreren
>> Umdrehungen:

> Wie schaff ich den das mit der Rückwärtsdrehung bei dieser Version?
> Dreht sich der von selbst (bzw. mit Hilfe einer kleinen Last) von selbst
> zurück?

Nein, das ist ein normales Fernsteuer-Servo, das seine Position analog 
zur Pulslänge einnimmt. Bei einer Pulslänge von 1ms läuft es auf einen 
Anschlag, bei 1,5ms auf die Mitte und bei 2ms auf den anderen Anschlag.
Siehe 
http://www.modellbau-wiki.de/wiki/Modulation#Puls_Pausen_Modulation

Zur Ansteuerung brauchst du dann noch einen passenden steuerbaren 
Pulsgenerator. Das kann man mit einem µC machen oder auch mit einem 
NE555-Timer:
https://www.princeton.edu/~mae412/TEXT/NTRAK2002/292-302.pdf
oder google nach "Servo ppm-generator NE555".

von Michael B. (laberkopp)


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Harald M. schrieb:
> Wie mache ich denn das möglichst kostengünstig und einfach?

Ich denke auch, die Lösung mit der Scheibe von 3cm Durchmesser und einem 
Motor, der sie so dreht, daß ein Stift der den Faden hält entweder weit 
weg oder nah dran ist. Die Scheibe hat also 2 Stopp-Positionen, durch 
einen Microschalter.

Der Bewegungsmelder muss einen starken PNP ausgang haben der bei 
Aktivierung mit plus verbunden wird und den Motoranlaufstrom verkraftet. 
Da das nur wenige 12V Bewegungsmelder haben, kann man auch einen P-Kanal 
MOSFET nachschalten wenn der Bewegungsmelder-Ausgang bei Aktivierung auf 
GND geht und sonst per pull up Widerstand an +12V fast 12V hat.
Der Microschalter lässt den Motor laufen so lange er nicht an einer der 
beiden Haltepositionen steht, die durch Kerben in der Scheibe markiert 
werden, bei denen der Schalter dann öffnet. Der Motor läuft wieder an,w 
enn der Bewegungsmelder schliesst.

von Harald M. (haraldm)


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Michael B. schrieb:
> Der Motor läuft wieder an,w
> enn der Bewegungsmelder schliesst.

Ok, danke für den Plan! Kapier zwar noch nicht wie das funktioniert: Der 
Pnp ist ja direkt mit dem Motor verbunden - d.h. so lange der 
Bewegunsmelder aktiv ist - dreht sich der Motor. Wie können die 
Endschalter den Motor aus machen?

oder hab ich da etwas falsch verstanden und es fehlt noch was...

von Harald M. (haraldm)


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Jetzt ist noch eine Frage aufgetaucht: Wenn ich dass ganze richtig 
verstanden habe, soll der Bewegungsmelder den Motor nur ganz kurz 
ansteuern und dann machen das der Endschalter.
Mein 12 V Bewegungsmelder hat aber eine minimale Einschaltzeit von 5 
Sekunden. Habe auch bisher keinen online gefunden der kürzer schaltet. 
In 5 Sekunden hat leider schon mehr als 180 Grad Drehung 
stattgefunden...nach meinem Verständnis würde die Schaltung dann nicht 
mehr funktionieren - fällt euch da was ein?

von Clemens S. (zoggl)


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schau einmal nach door lock actuator.

https://www.google.at/search?q=door+lock+actuator

die laufen mit 12 V und haben so rund 3 cm und schaffen die 100g locker.
dazu ein 12V wechsler der den Motor umpolt, wenn der melder auslöst.

die endschalter baust du in die zuleitung des motors ein und überbrückst 
sie mit einer diode. dann kann der motor bis an den endschalter fahren 
und wieder weg, der Motorstrom ist aber unterbrochen, bis er umgepolt 
wird.

die dinger sind darauf ausgelegt gegen block zu fahren, halten den 
motorstrom aber nicht dauerhaft aus.

sg

von Michael B. (laberkopp)


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Harald M. schrieb:
> so lange der Bewegunsmelder aktiv ist - dreht sich der Motor.

Stimmt, du wolltest beim einschalten hinfahren und beim ausschalten 
zurückfahren.

Harald M. schrieb:
> Kleiner Bewegungsmelder (12V) geht an. Dann sollen 2 kleine Motoren
> jeweils eine Anglerschnur anziehen (das Gewicht ist klein, vl. 100 Gramm
> pro Schnur). Ist nur ein bestimmter Hub von ca. 3cm gewünscht.
>
> Wenn der Bewegungsmelder wieder ausgeht, dann soll die Motoren wieder
> auf die Grundposition zurückfahren.

Dann ist wohl doch der Modellbauservo besser, den man von einem NE555 
Servotester aus betreibt, dessen Zeit vom 0V/12V Bewegungsmelderausgang 
abhängt. Denn mit Impulsen kann man nie sicher sein, ob er nun 
eingefahren oder ausgefahren stehen bleibt.

von Johannes R. (oa625)


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Hallo,

mein Vorschlag mit dem Servo war etwas voreilig: Die Mechanik ist 
einfach, aber das Servo zieht immer einen Ruhestrom und benötigt auch 
noch eine Spannung von ca. 5V, also einen Spannungswandler von 12V auf 
5V.

Besser ist da ein Getriebemotor mit Rolle oder Hebel.
Die angehängte Schaltung benötigt nur ein Relais (K1) mit 2x 
Umschaltkontakten (K1/1 und K1/2) am Sensor und 2 Endlagenschalter (S1 
und S2) als Öffner (z.B.: Pollin Best.-Nr. 420975 o.ä.)
Die Schaltung arbeitet als Polwendeschaltung und hat bei Motor in 
Endlage keine Stromaufnahme.


Gruß
Johannes

von Fred R. (fredylich)


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Hallo Harald,

mach mal ein grobes Kostenangebot.
Könnte alles nach deinen Wünschen aufbauen.
Controller gesteuert mit 2 Minigetriebeschrittmotoren und 
Minibewegungsmelder u.s.w.

Gruß

von Harald M. (haraldm)


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Johannes R. schrieb:
> Besser ist da ein Getriebemotor mit Rolle oder Hebel.
> Die angehängte Schaltung benötigt nur ein Relais (K1) mit 2x
> Umschaltkontakten (K1/1 und K1/2) am Sensor und 2 Endlagenschalter (S1
> und S2) als Öffner (z.B.: Pollin Best.-Nr. 420975 o.ä.)
> Die Schaltung arbeitet als Polwendeschaltung und hat bei Motor in
> Endlage keine Stromaufnahme.


Hallo,

Danke für die Schaltung - kleinen Getriebemotor hab ich zuhause - werd 
die Schaltung mal versuchen zum Nachbauen - auch wenn ich ziemlich 
unerfahren mit Elektro-Bauteile bin. Wo ist den hier der Bewegungsmelder 
einzuordnen (den ich jetzt habe schaltet minimal nach 5 Sek. wieder aus 
- eine halbe Umdrehung dauert aber weniger als 5 Sek. - stellt das ein 
Problem da?)

Gruß
,
Harald

von Clemens S. (zoggl)


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Harald M. schrieb:
> eine halbe Umdrehung dauert aber weniger als 5 Sek. - stellt das ein
> Problem da?)

Das übernehmen die endschalter und beim türriegel beenden die anschläge 
die fahrt

von Harald M. (haraldm)


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Fred R. schrieb:
> Könnte alles nach deinen Wünschen aufbauen.
> Controller gesteuert mit 2 Minigetriebeschrittmotoren und
> Minibewegungsmelder u.s.w.

Mit Mini-Schrittmotoren klingt das auch interessant. Also ist jetzt 
vorerst nur mal um einen Prototypen zu bauen - wenns gut klappt kann 
sein das ich den Prototyp ein paar mal nachbaue - Elektronik sollte halt 
nicht viel Kosten, weil für eine sehr einfache Anordnung gedacht. 
Wieviel würdest du den grob schätzen, dass so eine Schrittmotor Lösung 
kostet - über 15€-20€? (also mein nur rein die Bauteile)

von Johannes R. (oa625)


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Harald M. schrieb:
> eine halbe Umdrehung dauert aber weniger als 5 Sek. - stellt das ein
> Problem da?)

Das ist kein Problem - im Gegenteil! Nur so kann der notwendige Weg/Hub 
abgefahren werden. Um die gewünschten Endstellungen "kümmern" sich die 
Endlagenschalter. Siehe Skizze von Michael B., aber mit 2 Schaltern.
Einen für jede Endlage.

Die Anschlussart des Relais an den Bewegungsmelder hängt von dessen 
zulässigem Ausgangsstrom ab, evtl. muss noch ein Transistor 
zwischengeschaltet werden. Wichtig ist auch, ob der Ausgang des 
Bewegungsmelders nach Plus oder Masse schaltet.
Aber für's Testen genügt es, wenn man das Rel. mit einem Taster 
ansteuert.

Gruß
J.R.

von Fred R. (fredylich)


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Hallo Harald,

hast ja schon gute Vorschläge bekommen.
Ich könnte mich aber mit dem Mechanikaufwand nicht anfreunden.
Relais, Endschalter und der Schlupf deiner Motoren sind immer 
Fehlerquellen, auch wenn du auf Präzision nicht so angewiesen bist, 
beachte der Fehler kann sich schnell hochschaukeln.
Gesamtkosten meine Variante werden wohl nicht die 30Eurogrenze 
überschreiten.

Bildchen Module>
Betrachtet man noch die Nutzungsvarianten mit Controllersteuerung, ist 
dies ein gewaltiger Mehrgewinn.
Beispiel:
Sensorauslösezeit ist nur eine „Momentaufnahme“.
Schnell anziehen 30mm, langsam loslassen 30mm(mm- Angabe symbolisch)
Schnell anziehen 20mm langsam weiter bis 30mm dann schnell loslassen
Ist 15mm erreicht las LED1 leuchten ist 25mm erreicht las LED2 leuchten 
u.s.w.
Muss nur vorab alles so programmiert werden. Natürlich könnte ich noch 
2-3 Betriebsmodi einbinden, die mit Brücken gesetzt werden können(auch 
für zusätzliche „Schalter“).
Steuerung, Sensor und Motoren sind als kleine eigenständig Module 
aufgebaut. Somit für X- Einbaubereiche kein Problem. Alle 
HW-Verbindungen werden natürlich mit Schraubklemmen bereitgestellt.

P.S. Wenn Interesse dann per PN. Hat nichts mit den Kosten zu tun, bin 
nur ein alter Bastler, der nicht mehr alle Bauteile benötigt.

Gruß

von Johannes R. (oa625)


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Fred R. schrieb:
> Ich könnte mich aber mit dem Mechanikaufwand nicht anfreunden.
> Relais, Endschalter und der Schlupf deiner Motoren

Naja, Gleichstrommotoren haben keinen Schlupf, Du meinst sicher 
belastungs- und spannungsabhängige Drehzahlunterschiede. Spielt aber 
überhaupt keine Rolle, da immer die Endlagenschalter angefahren werden.

Harald M. schrieb:
>den ich jetzt habe schaltet minimal nach 5 Sek. wieder aus.
also nicht wie
Fred R. schrieb:
> Sensorauslösezeit ist nur eine „Momentaufnahme“

Es genügt also, wenn der Motor innerhalb <5s den Endschalter erreicht.

Mit Stepper brauchst Du auch einen Referenzpunkt (Schalter oder 
Lichtschranke), um nach Spannungsausfall/µC-Fehler/Brownout/Reset usw. 
oder Schrittverlust den richtigen Startpunkt wiederzufinden.
Außerdem sollte man eine Möglichkeit schaffen, 
Weganpassungen/-änderungen vor Ort durchzuführen, will man nicht immer 
neu programmieren.

Dass man mit µC noch einige "Späße" einbauen kann, ist unbestritten. Die 
Frage ist: wird's gebraucht?

Gruß
J.R.

von Fred R. (fredylich)


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Johannes R. schrieb:
> Mit Stepper brauchst Du auch einen Referenzpunkt (Schalter oder
> Lichtschranke), um nach Spannungsausfall/µC-Fehler/Brownout/Reset usw.
> oder Schrittverlust den richtigen Startpunkt wiederzufinden.

Ach so du hast mit der Mechanik diesen Startpunk immer auch nach
total Energieausfall in Startposition?
Naja der Controller hat mit Sicherheit auch dann immer ein 100% 
Startpunkt.
Ist doch logisch diesen so für Inbetriebnahme so in der SW einzustellen.

Nein ist der  Mechanikaufwand, besser oder sogar kostengünstiger?

Johannes R. schrieb:
> Außerdem sollte man eine Möglichkeit schaffen,
> Weganpassungen/-änderungen vor Ort durchzuführen, will man nicht immer
> neu programmieren.
Warum?
Wenn mit Test sein Optimum für Anwendung gefunden wurde.
Ja die Wegeanpassung kann dann natürlich sehr einfach mechanisch 
realisiert werden.
Als alter Feinmechaniker gebe ich nicht sehr gern die Kurbel an die 
„Transfestiten“ ab, der Hinweis, „Kurbel auf dummen Kopf“  hat schon 
seine Berechtigung. Mal sehen wo es hinführt.
Gruß

von Johannes R. (oa625)


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Fred R. schrieb:
> Ach so du hast mit der Mechanik diesen Startpunk immer auch nach
> total Energieausfall in Startposition?

Natürlich, schließlich wird der Motor je nach Stellung des Relais IMMER 
bis zu entspr. Endlage fahren :-))

MfG

von Harald M. (haraldm)


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Johannes R. schrieb:
> Hallo,
>
> mein Vorschlag mit dem Servo war etwas voreilig: Die Mechanik ist
> einfach, aber das Servo zieht immer einen Ruhestrom und benötigt auch
> noch eine Spannung von ca. 5V, also einen Spannungswandler von 12V auf
> 5V.
>
> Besser ist da ein Getriebemotor mit Rolle oder Hebel.
> Die angehängte Schaltung benötigt nur ein Relais (K1) mit 2x
> Umschaltkontakten (K1/1 und K1/2) am Sensor und 2 Endlagenschalter (S1
> und S2) als Öffner (z.B.: Pollin Best.-Nr. 420975 o.ä.)
> Die Schaltung arbeitet als Polwendeschaltung und hat bei Motor in
> Endlage keine Stromaufnahme.
>
>
> Gruß
> Johannes


So, hab jetzt von Conrad alle Teile besorgt - was mir jetzt beim 
Durchdenken der Schaltanordnung noch immer nicht ganz klar ist: Wenn die 
Mini-Schalter in der Endposition sind - wie kommen die da wieder aus der 
Position raus?  Also es stand mal was von einer kurzen Überbrückung der 
Schalter, wie macht man das?

von Clemens S. (zoggl)


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Dauerhaft mit einer diode brücken. Dann kann der strom nir in die 
wegfahrrichtung flossen.

Johsnnes hat da schon einen schaltplan gepostet

Sg

von Johannes R. (oa625)


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Clemens S. schrieb:
> Johsnnes hat da schon einen schaltplan gepostet

Genau, und damit keine Unklarheiten entstehen:
Der offene Schalter S2 stellt eine Endlage dar! in einer 
Zwischenstellung sind S1 und S2 geschlossen.

Gruß
Johannes

: Bearbeitet durch User
von Fred R. (fredylich)


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Hallo,

Johannes R. schrieb:
> Natürlich, schließlich wird der Motor je nach Stellung des Relais IMMER
> bis zu entspr. Endlage fahren :-))

Johannes R. schrieb:
> Genau, und damit keine Unklarheiten entstehen:
> Der offene Schalter S2 stellt eine Endlage dar! in einer
> Zwischenstellung sind S1 und S2 geschlossen.

Schaltplan:
Ist dies die Startbedingung in der „Polwendeschaltung“ ?
Wärst du mal so freundlich auch mich mal den Ablauf zu erklären.
Start> Endschalter> Spannungsausfall >Neustart u.s.w. natürlich mit 
Drehrichtungsangabe.
Könnte ja ein logischer Ansatz für mich sein.

Danke

von Johannes R. (oa625)


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@Fred Red:

O.K., gehen wir mal davon aus, dass der Antrieb undefiniert irgendwo 
zwischen den Endlagen steht und dass das Relais in der gezeichneten 
Stellung steht:

1.
S1 und S2 sind geschlossen, der Motor bekommt Spannung (links +, rechts 
-) und dreht, bis S2 öffnet
-> D2 ist in Sperrrichtung
-> Motor bleibt stehen.

2.
Bewegungsmelder schaltet Relais:
K1/1 und K2/2 schalten um, jetzt ist D2 leitend (Anode an Plus) und 
"überbrückt" S2 -> Motor bekommt Spannung, aber jetzt mit umgekehrter 
Polarität (links -, rechts +) und dreht andersherum
-> S2 schließt nach Verlassen der Endstellung
-> Motor läuft, bis S1 öffnet
-> D1 ist in Sperrrichtung
-> Motor bleibt stehen

3.
Bewegungsmelder deaktiviert Relais (gezeichnete Stellung):
-> D1 liegt mit Anode an Plus und überbrückt den offenen S1
-> Motor bekommt Spannung (links +, rechts -)
-> S1 schließt nach Verlassen der Endstellung
-> Weiter siehe Pkt.1

Gruß
Johannes

: Bearbeitet durch User
von Fred R. (fredylich)


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Johannes R. schrieb:
> O.K., gehen wir mal davon aus, dass der Antrieb undefiniert irgendwo
> zwischen den Endlagen steht und dass das Relais in der gezeichneten
> Stellung steht:
>
> 1.
> S1 und S2 sind geschlossen, der Motor bekommt Spannung (links +, rechts
> -) und dreht, bis S2 öffnet
> -> D2 ist in Sperrrichtung
> -> Motor bleibt stehen.

Aber Wie/ Wer setzt die beide Endlagenschalter auf geschossen.
Na gut hast dich sehr viel Mühe gegeben um mich auf die Sprünge zu 
helfen.
Hoffe das mein Wenn und Aber nicht Harald’s  Bastellaune verdirbt.

Gruß

von Johannes R. (oa625)


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Fred R. schrieb:
> Aber Wie/ Wer setzt die beide Endlagenschalter auf geschossen.

Der Ruhezustand ist "geschlossen"!
Öffnen in der Endstellung erfolgt mittels Kerben in einer Scheibe (siehe 
Post von M. Bertrandt) oder mit Nasen/Nocken oder...

MfG

von Harald M. (haraldm)


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Hallo!

Schaltung funktioniert dank dem Schaltplan jetzt mal! Jetzt noch die 
Mechanik machen..

Danke schon mal!

Gruß,
Harald

von Johannes R. (oa625)


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@ Harald M.

Prima! Hab' gerne geholfen.

MfG
Johannes

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