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Forum: Projekte & Code PWM Steuerung für Innenraumlüfter eines Pkw


Autor: Peter M. (barrelshifter)
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Da ich hier schon viele Informationen und Hilfe erhalten habe, dachte
ich, dass ich hier ein kleines Projekt von mir veröffentliche.
Es handelt sich, wie der Titel schon sagt, um eine einfach Steuerung
eines Innenraumlüfters eines Pkw.

Die Steuerung erfolgt über einen Drehencoder. Mit diesem lässt sich die
Drehzahl einstellen und der Lüfter abschalten.

Die Ansteuerung des Motors erfolgt via Sanftanlauf, d.h durch eine 
zeitliche Rampe. Jede Drehzahländerung wird über die "Rampe" langsam 
durchgeführt.

Beim Ausschalten merkt sich die Ansteuerung den aktuellen Wert und fährt
den Motor beim einschalten entsprechend über die "Rampe" wieder hoch.

Die verwendeten Bauteile lagen bei mir in der Kiste. Gerade der BUZ344 
ist
ein älterer MOSFET. Hier kann faktisch jeder passend N-Channel eingsetzt 
werden. Der BUZ344 ist ein 100V / 50A Typ.
Den MOSFET-Treiber (TLP250) kann ich empfehlen, da er bei FastPWM, das 
hier verwendet wird, die evt. kurzen Spikes, wenn der Wert des OCR 
Register auf 0 steht, ignoriert. Er ist eben nicht der schnellste.
PWM-Frequenz ist 15625 Hz (+- 0,2% wegen dem keramischen Resonator 
anstelle eines Quarzes).
Der E-Motor läuft mit dieser Frequenz sehr ruhig.

Vielleicht ist es für den einen oder anderen interessant.

Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.



PS: Wenn ich wüsste wie man ein Bild wieder löscht, dann hätte ich das 
JPG schon gelöscht. Sorry.

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Autor: Schwarzseher (Gast)
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Peter M. schrieb:
> Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

ist doch schön, wenn's läuft und du deine alten Bauteile verwenden 
konntest.

Für eine "Neuentwicklung" würde man eher den Mosfet-Treiber weglassen, 
einen modernen (LogicLevel) FET nehmen, und den direkt vom AVR 
ansteuern.

Und 15kHz ist für eine Motor-PWM schon arg viel. Hört man den pfeifen? 
(ggfs. ein Kind fragen).

Wäre schon arg fies, wenn du da eine Dauer-Sirene gebaut hast, und es 
selber nicht merkst weil deine Ohren so alt sind wie dein Mosfet :)

Autor: Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite
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Peter M. schrieb:
> PS: Wenn ich wüsste wie man ein Bild wieder löscht, dann hätte ich das
> JPG schon gelöscht. Sorry.

[X] Done.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Frank M. schrieb:

> Peter M. schrieb:
>> PS: Wenn ich wüsste wie man ein Bild wieder löscht, dann hätte ich das
>> JPG schon gelöscht. Sorry.
>
> [X] Done.

Kann man den Link im Startpost nicht auch mit löschen?

Autor: Frank M. (ukw) (Moderator) Benutzerseite
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Harald W. schrieb:
> Kann man den Link im Startpost nicht auch mit löschen?

Sollte eigentlich automatisch passieren. Vielleicht geschieht das noch 
zeitversetzt. Wenn nicht, gebe ich das an Andreas weiter.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Stephan (Gast)
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nicht mal ne vernüftige Entsörung der Elektrik.
Bin mal gespannt wie lange die bei Dir läuft. Sich die letzte Stufe zu 
merken halt ich für blöd. Wenn Du im Herbst einsteigst fährst Du jedes 
Mal die Drehzahl hoch um die Scheiben erst mal frei zu bekommen, wenn Du 
mal irgendwo für 5 Min. angehalten hast. Da wirst Du dein Drehgeber so 
richtig mögen lernen.

Autor: Peter M. (barrelshifter)
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Stephan schrieb:
> nicht mal ne vernüftige Entsörung der Elektrik.

Wie kommst Du zu dieser Meinung?
Der gemessene Störpegel ist minimal. Die Entstörung erfolgt an 
mehreren Punkten. In erster Linie durch Ferritperlen an den 
Leistungsteilen (MBR und BUZ) und durch die Drossel direkt am Motor.
Und alle Leitungen sind abgeschirmt.

Stephan schrieb:
> Da wirst Du dein Drehgeber so
> richtig mögen lernen.

Der ist sicherer als ein Poti.

Stephan schrieb:
> Wenn Du im Herbst einsteigst

Ich wohne in Paraguay, da läuft immer die Klimaanlage.
Bei 24 Grad fangen wir an zu frieren ;-)


Schwarzseher schrieb:
> Und 15kHz ist für eine Motor-PWM schon arg viel. Hört man den pfeifen?
> (ggfs. ein Kind fragen).

Habe das auch erst vermutet, mein Messmikrofon hört da nix. Sehr ruhig.
Eigentlich wollte ich auf 22 kHz, das ein idealer Wert für DC Motoren 
ist.
Leider fehlte mir der passende Quarz in der Bastelkiste.
Viele benutzen Frequenzen um die 3 kHz, dann hat man ein Pfeifkonzert.
Vgl. Akkuschrauber.

Schwarzseher schrieb:
> und den direkt vom AVR
> ansteuern.

Da bekommt man evt. die ganze Flankensauerei auf den AVR zurück.
Nein, danke.
Ausserdem habe ich noch eine ganze Kiste von BUZ344 und den TLPs,
die muss ich erst einmal verbrauchen.


Danke für die Rückmeldungen.

Autor: HildeK (Gast)
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Peter M. schrieb:
> Stephan schrieb:
>> nicht mal ne vernüftige Entsörung der Elektrik.
>
> Wie kommst Du zu dieser Meinung?

Vielleicht meinte er die Schutzschaltung zum Bordnetz. Dort sind 
üblicherweise nicht nur schöne 12V-15V vorhanden, sondern auch viel 
Dreck mit Spitzen bis weit über 100V. Der 470µ-Elko wird zwar etwas 
abfangen, aber eine Drossel davor wäre nicht von Übel ...

Autor: Marko ⚠⚡⚠ (mos6502) Benutzerseite Flattr this
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Und warum nicht mit NE555? Den kann man so beschalten, dass er exakt das 
gleiche macht wie Deine Schaltung - und der ist um einiges robuster. Und 
er kann nicht einfach mal abstürzen und den Lüfter immer volle Pulle 
oder gar nicht laufen lassen - ist schliesslich ein wenig 
sicherheitsrelevant.

Ich gehöre bestimmt nicht zu denen, die einen 555 für alle möglichen und 
unmöglichen Schaltungen zweckentfremden müssen - aber wenns einmal einen 
Anwendungszweck gibt, wo das Teil wirklich passt ...

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael Bertrandt (laberkopp)
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Peter M. schrieb:
> Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

Hmm, 4k7 pull up am BC237, und 110k pull down. Da gewinnt immer der pull 
up, ich würde aber eher den pull down gewinnen lassen wollen, also die 
4k7 weg.

Die Stromversorgung würde ich bei Komfortelektronik durchgehen lassen.

Und im Auto achtet man natürlich daruf, daß bei Kurzschluss nichts 
kaputt geht, eine Überstromerkennung oder geschützter (protecte) MOSFET 
weäre angemessen.

Und dann, ja dann, was die Sache für aktuielle Autos wirklich 
interessant nachen würde, ist ein CAN Anschluss des uC an die 
Bordelektronik damit er mit den je nach Modell vorhandenen Bedienknöpfen 
bedient werden kann, aber da müsste man je nach Automodell forschen.

Autor: Peter M. (barrelshifter)
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Michael B. schrieb:
> Und im Auto achtet man natürlich daruf, daß bei Kurzschluss nichts
> kaputt geht, eine Überstromerkennung oder geschützter (protecte) MOSFET
> weäre angemessen.

Dafür gibt es die Sicherung in der Zuleitung (2 x 15 A).

Michael B. schrieb:
> Und dann, ja dann, was die Sache für aktuielle Autos wirklich
> interessant nachen würde, ist ein CAN Anschluss des uC an die
> Bordelektronik damit er mit den je nach Modell vorhandenen Bedienknöpfen
> bedient werden kann, aber da müsste man je nach Automodell forschen.

Genau darum ging es nämlich nicht. Der CAN Regler für den Lüfter hat 
sich verabschiedet und Ersatz gibt es hier nicht. In Japan bestellen 
wäre der Overkill gewesen. Daher: Einfachste Lösung.

Marko ⚠. schrieb:
> Und warum nicht mit NE555?

Weil das eine Lösung ist, die nichts taugt.
Ich wollte einen Sanftanlauf, ein Möglichkeit die letzte Einstellung
abzuspeichern und das die Regelung ( Lüfter) erst dann startet, wenn ich 
es möchte.

Marko ⚠. schrieb:
> und der ist um einiges robuster.

Mit Nichten ist der robuster. Direkt an das Bordnetz kann und darf man 
den auch nicht anschließen. Im Kfz können negative Transienten bis 100V 
auftreten,
da streckt der NE555 die Hufe.

Marko ⚠. schrieb:
> Und
> er kann nicht einfach mal abstürzen

Inzwischen hat diese Regelung 8000 km auf dem Buckel, bei 
durchschnittlich 36 Grad Außentemperatur. Innenraumtemperatur nach 2 
Stunden auf einem Parkplatz in der prallen Sonne 62 Grad Celsius. Meine 
Steuerung hängt unter dem Armaturenbrett, da will ich gar nicht darüber 
nachdenken, wie heiß es dort wird.
Der ist noch nicht einmal abgestürzt....funzt einfach.

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