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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Konstruktion Wasserablauf für Outdoor Gehäuse


Autor: Achim F. (rkkmkn8a)
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Bin gerade dabei ein Gehäuse zu konstruieren für einen Outdoor 
Temperatur- / Luftfeuchtesensor zum 3D-Drucken. Das Gehäuse darf auf 
keinen Fall dicht sein - Luft muss an die Sensoren gelangen. Viele 
kleine Lüftungsschlitze mit 1mm Breite rundrum sollen die Luft 
reinlassen, aber Ungeziefer aussperren.
Allerdings kann es sein das bei Sturm + Regen, mit dem Gartenschlauch 
oder Kondens-/Schwitzwasser doch mal rein kommt. Das Wasser sammelt sich 
dann im Gehäuse unten und es dauert ewig bis es verdunstet ist - solange 
ist die Luftfeuchte dann viel zu hoch.

Wie konstruiert man einen Ablauf, so das das Wasser raus kann, aber 
keine Tierchen rein. Ich dachte an den Kapillareffekt der das Wasser 
durch z.B. 1mm kleine Röhrchen "raussaugt". Wenn diese Röhrchen (mit 
3D-Druck einfach konstruierbar) nach unten weiter werden, dann sollte 
das Wasser unten abtropfen.

Oder spricht da was dagegen?
Hat jemand eine bessere Idee?

Danke
  Achim

Autor: Juergen P. (optronik)
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Da ist wahrscheinlich eine GoreTex Membran zielführender. Selbst bei 1mm 
Durchmesser der Röhrchen wird sich das Wasser noch gut halten.

Autor: Achim F. (rkkmkn8a)
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Hmmm - also soweit ich Gore-Tex kenn ist es wasserdicht, lässt also 
keine Tropfen durch. Nur Wasserdampf und Luft.
Ich glaube nicht das das Wasser da durch läuft...

Autor: georg (Gast)
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Achim F. schrieb:
> Allerdings kann es sein das bei Sturm + Regen, mit dem Gartenschlauch
> oder Kondens-/Schwitzwasser doch mal rein kommt. Das Wasser sammelt sich
> dann im Gehäuse unten

Das ist schon eine optimistische Annahme - zuerst wird es mal die 
Sensoren kurzschliessen.

Georg

Autor: Achim F. (rkkmkn8a)
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Du meinst also ich kann das Problem getrost ignorieren und sollte 
tunlichst vermeiden / verbieten das Wasser rein kommt.
Wer Wasser in das Gehäuse lässt ist selber schuld... auch ein Ansatz :-)

Autor: Sebastian S. (amateur)
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Sowohl der Temperatur- als auch der Feuchtesensor brauchen "Luft".
Daraus ergibt sich ganz einfach: "Zu, ist nicht".

Beide brauchen nicht nur Luft, sie brauchen auch Luftzirkulation. Sowohl 
der Feuchtesensor, der ja nicht ein geschlossenes (fixiertes) Lüftchen 
analysieren soll, als auch der Temperaturfühler, dem es sehr schnell 
mulmig wird, wenn die Elektronik, der Wind und die Sonne, für unsinnige 
Verhältnisse sorgen.

Autor: Richard B. (r71)
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Achim F. schrieb:
> Bin gerade dabei ein Gehäuse zu konstruieren

Achim F. schrieb:
> Wie konstruiert man einen Ablauf, so das das Wasser raus kann,
> aber keine Tierchen rein

???

Autor: Florian (Gast)
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sowas?


https://www.thingiverse.com/thing:158039

Da kommen aber auch große Tierchen rein.

Autor: AAAA B. (Gast)
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Achim F. schrieb:
> Wie konstruiert man einen Ablauf, so das das Wasser raus kann,
Das ist schon falsch. Wasser darf gar nicht erst rein kommen.
Schau dir Lamellenschranktüren an, jeder Messtation, Waldhütte ist so 
gebaut. Uraltes Prinzip, einfach und effizient.
Druck dir ne Schachtel aus die solche Lamellen an zwei Seiten hat.
Unten ein Loch falls Wind doch mal ein paar Tropfen reintreibt, die 
sammeln
sich aber schon...

> aber keine Tierchen rein.
...an der Gaze hinter die Lamellen und hält die Viecher ab. Nylonstrumpf 
ist perfekt dafür geeignet.


> Ich dachte an den Kapillareffekt der das Wasser
Denken ist nicht deine Stärke...

> durch z.B. 1mm kleine Röhrchen "raussaugt". Wenn diese Röhrchen (mit
> 3D-Druck einfach konstruierbar) nach unten weiter werden, dann sollte
> das Wasser unten abtropfen.
... sonst hättest du nicht so wirre, umständlichste "Ideen".

Autor: Mani W. (e-doc)
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Achim F. schrieb:
> Wie konstruiert man einen Ablauf, so das das Wasser raus kann, aber
> keine Tierchen rein.

Ein oder mehrere kleine Löcher, so 0,5 oder ein wenig mehr in die
Unterseite des Gehäuses bohren wegen Kondenswasser!

Achim F. schrieb:
> Viele
> kleine Lüftungsschlitze mit 1mm Breite rundrum sollen die Luft
> reinlassen, aber Ungeziefer aussperren.

Das kannst Du Dir so einmal abschminken, denn frisch geschlüpfte
Spinnen, die zu hunderten auftreten, die schert ein solch kleiner
Schlitz gar nicht...

Achim F. schrieb:
> Allerdings kann es sein das bei Sturm + Regen, mit dem Gartenschlauch
> oder Kondens-/Schwitzwasser doch mal rein kommt. Das Wasser sammelt sich
> dann im Gehäuse unten und es dauert ewig bis es verdunstet ist - solange
> ist die Luftfeuchte dann viel zu hoch.

Mann!

Denk mal etwas praktisch!

Die Lösung steht oben...


Und gegen Spritzwasser ist vielleicht ein "Übergehäuse" oder eine
"Überdachung" gegen Sturmspritzwasser angebracht, falls mal eine
unkontrollierbare Person den Schlauch in der Hand hält...

Autor: think outside without the box (Gast)
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Gehäuse weglassen = kein Wasser & keine Tierchen drin! ---> Profit$$$

Autor: Peter M. (barrelshifter)
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Hier mal ein Bild wie ich das bei meinen Gehäusen gelöst habe. Ist kein 
schönes Bild.
Die Gummimembran kann man bei uns beim Poolzubehör kaufen. Diese öffen 
nur in eine Richtung, d.h. die arbeiten wie ein Rückschlagventil. Öffnen 
aber schon bei geringem Wasserdruck (Tropfen). Darüber läuft das 
Kondenswasser ab, das sich evt. bilden kann.
Die Abdeckung an der Schmalseite des Gehäuses ist immer so 
dimensioniert,
dass der Abstand vom unteren Rand des Fliegengitters bis zum unteren 
Rand
der Schutzabdeckung die 2,5 Strecke der Höhe des Fliegengitters 
entspricht.
Abstand der Abdeckung zur Gehäusewand (untere Öffnung) meist 4 cm.
Reicht völlig aus.
Wenn Du eine besser Zirkulation haben willst, dann machst Du einfach 
eine ähnliche Konstruktion auf der anderen Seite, allerdings unten.

Habe etlich von diesen Konstruktionen seit Jahren in freier Landschaft 
im Einsatz. Keine Probleme mit Regen oder Schwitzwasser.
Wenn es bei uns regnet, dann richtig mit Sturm um allem was man sich 
vorstellen kann. Und das über Stunden und auch Tage!

Autor: Mani W. (e-doc)
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think outside without the box schrieb:
> Gehäuse weglassen = kein Wasser & keine Tierchen drin! ---> Profit$$$

Ey! Krasse Lösung....

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Mani W. schrieb:
> think outside without the box schrieb:
>> Gehäuse weglassen = kein Wasser & keine Tierchen drin! ---> Profit$$$
>
> Ey! Krasse Lösung....

Wäre das aber, gerade für einen Temperatur-/Feuchtesensor nicht die 
bessere Lösung? Sonst hat man ja immer etwas Zeit bis der Sensor eine 
Veränderung mitbekommt.

Also lieber die Sensoren/Elektronik wetterfest machen?

Autor: Stefan M. (derwisch)
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Temperatursensor in Epoxyharz eintauchen und weiß lackieren.
Das geht mit dem Feuchtesensor natürlich nicht.
Dann beide Sensoren in einem weißen Eimerchen platzieren. Die 
Eimeröffnung natürlich nach unten...

Hatte mal für längere Zeit sowas im Garten in Betrieb.
Da gab es auch kein Problem mit "Viechzeuch", da der Eimer als Versteck 
für Insekten zu groß ist und keine Winkel und Schlupflöcher bietet.

Die Luftzirkulation ist für die Luftfeuchtemessung gut genug.
Bei direkter Sonneneinstrahlung sind die Temperaturwerte aber erhöht, 
trotz weißer Farbe.

Autor: Schau nach (Gast)
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Wie es die alten ägipter machten.

Autor: MaWin (Gast)
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Achim F. schrieb:
> Bin gerade dabei ein Gehäuse zu konstruieren für einen Outdoor
> Temperatur- / Luftfeuchtesensor zum 3D-Drucken. Das Gehäuse darf auf
> keinen Fall dicht sein - Luft muss an die Sensoren gelangen. Viele
> kleine Lüftungsschlitze mit 1mm Breite rundrum sollen die Luft
> reinlassen, aber Ungeziefer aussperren.

Welche Temperatur willst du denn messen ? Die des Gehäuseinneren ? Oder 
doch die offizielle Lufttemperatur im Schatten ?
Dafür reicht dein Design vorne und hinten nicht, man braucht Lamellen 
die Sonne abhalten aber maximal luftdurchlässig sind. Tiere kommen 
dadurch hinein. Spritzwasser kommt eher nicht an den Sensor, denn der 
ist in einem weiteren Innengehäuse. Tiere kommen nicht auf die 
Sensoroberfläche denn der ist durch poröse Schutzhauben abgeschirmt.


https://www.amazon.de/Schutzgeh%C3%A4use-Passiv-77...

https://www.sensirion.com/de/umweltsensoren/feucht...

Autor: Reinhard #. (gruebler)
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MaWin schrieb:
> Dafür reicht dein Design vorne und hinten nicht,

Eigentlich will er ja nur endlich was
brauchbares mit seinem 3D-Drucker
erstellen.

Autor: Achim F. (rkkmkn8a)
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Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.

Natürlich will ich möglichst genau die Aussentemperatur messen. Falls 
die Sonne voll auf das Gehäuse knallt sehe ich aber keine Chancen - dann 
ist die Temperatur  quatsch. Dito wenn der Regen das Gehäuse und alles 
drum herum nass macht - dann herrschen über lange Zeit 100% Luftfeuchte.
Also muss das Gehäuse auf jeden Fall im Schatten und unter Dach 
angebracht werden.
Schutz gegen Viecher kann (gute Idee aus dem Forum) durch einen 
Feinstrumpf erreicht werden - falls nötig. Dabei geht es noch nichtmal 
darum das der Sensor direkt berührt wird, als das die Tierchen das 
Gehäuse als Lebensraum nutzen und Nester bauen etc.

Ich habe jetzt einige Lamellen ergänzt und das gesamte Gehäuse neu 
konstruiert, siehe Bild im Anhang.

Vielen Dank
  Achim

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Achim F. schrieb:
> Ich habe jetzt einige Lamellen ergänzt

Na ja, von aussen sieht es jetzt ok aus, aber es sieht auch aus als ob 
du es an einer Wand montieren willst. Vergiss es, dort misst man falsche 
Temperaturen. Und die Frage ist, wie es innendrin aussieht. 
Normalerweise eine senkrecht stehende oben und unten offenen Röhre in 
der die Sensoren stecken.

Beitrag #5323991 wurde vom Autor gelöscht.
Autor: Achim F. (rkkmkn8a)
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Michael B. schrieb:
> aber es sieht auch aus als ob du es an einer Wand montieren willst.
Nein, hinten oben ist eine Befestigung für eine waagrechte Fläche, also 
z.B. ein vorstehender Winkel

> Normalerweise eine senkrecht stehende oben und unten offenen Röhre
Hmmm, oben offen meist du jetzt hoffentlich nicht wirklich so.
Aktuell ist die Röhre oben mit dem Dach zu den Lamellen zu, damit kein 
Wasser rein kommt.

Unten ist ein herausnehmbarer Deckel drin der rundrum 1mm Abstand zur 
Röhre hat. Diesen Deckel kann man aber auch einfach weglassen, die 
Sensoren bleiben trotzdem drin.

Und die Röhre hat bei den Lamellen massig Lüftungsschlitze mit je 1mm 
Breite und 10mm Höhe insgesamt 80 Stück...
(wie oben gesagt die Idee war Schutz gegen Tierchen)

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael B. (laberkopp)
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Achim F. schrieb:
> Hmmm, oben offen meist du jetzt hoffentlich nicht wirklich so.

Doch, oben offen, aber innerhalb deines bedachten Lamellengehäuses.

Schau dir halt mal metrologische Wetterstationen ganz genau an.

https://www.wetterstation.net/wp-content/uploads/w...

http://tourismus.frankenmarkt.net/images/aktivitae...

: Bearbeitet durch User
Autor: Achim F. (rkkmkn8a)
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OK, also ein Um-Gehäuse oben geschlossen - mit Dach.
Und darin eine Röhre die oben + unten offen ist mit dem Sensor...

Danke
   Achim

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