Gast
#5318475
Je größer der Strom ist, den ein MOSFET treiben kann, desto größer ist in der Regel seine Gate-Kapazität. Will man einen MOSFET in der Endstufe als schnellen digitalen Schalter nutzen, so benötigt man einen MOSFET-Treiber, der die Gate Kapazität des Endtransistors so schnell wie möglich auflädt. Muss aber hierzu die Gate-Kapazität des MOSFET-Treibers wiederum nicht auch schnell aufgeladen werden und bringt dieser somit keinen Nutzen? Die Auflösung dieses Widerspruchs könnte man so erklären: Der Treiber zum Laden des Gates des Endtransistors muss an seinem Ausgang nur weniger Strom schalten muss als Letzterer und kann somit ein Typ mit kleinerer Gate-Kapazität sein? Beim bipolaren Transistor spricht man von einem Impedanzwandler. Entsprechend könnte man einen MOSFET Treiber zudem als Gate-Kazitäts-Wandler bezeichnen. Er wandelt die große Gate-Kapazität des Endtransistors in eine kleinere an seinem Eingang. Ohne den Mechnismus der Kapazitätswandlung macht der MOSFET Treiber keinen Sinn, da er dann genauso langsam laden und schalten würde, wie der Endtransistor selbst. Wenn ich damit richtig liege, wäre das somit ein für die Funktion essentieller Umstand, der im "Treiber" Artikel nicht explizit zur Sprache kommt: https://www.mikrocontroller.net/articles/Treiber