Forum: Offtopic Rumpelstilzchen versteckt sich in Windows?


von Gerhard O. (gerhard_)


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Ein seltsames Vorkommnis ergab sich dieses Wochenende beim Klonen von 
meiner W7 und W8.1 Festplatte. Ich klone meine Festplatten mehr oder 
weniger regelmäßig mit Acronis und das hat bis jetzt auch immer sehr gut 
funktioniert. Ja, ich weiß es gibt bessere Programme, aber bis jetzt hat 
das immer sehr gut für mich funktioniert.

Hier ein kleiner Bericht:

Am Montag machte ich mich daran, die Festplatte des W7X64 Systems wie 
üblich zu klonen in der Meinung es müsste ja wie ueblich gehen. Acronis 
wurde entsprechend konfiguriert und ich fing mit dem Prozess an. 
Normalerweise wird das System dazu zum Neubooten runter gefahren. OK. 
Neues Anfahren: BSOD mit Fehler 0xc00000e. Locked Drive, wie sich nach 
Recherche rausstellte. Was nun. Machte mich klug und reparierte das 
Problem mit bootrec /fixmbr ... /rebuildBCD. OK. Ging wieder und ich 
konnte die Festplatte klonen. OK. Wischte mir den Scweiss von der Stirn. 
Noch einmal davon gekommen...

Ich wiederholte das Klonen mit dem W81X64 System. Gleiches Erlebnis und 
Abhilfe. Dieses Mal machte ich nachher einen Acronis Update von Build 
3270 auf den neuesten Build 3297. Wiederholte das Klonen und es 
funktionierte einwandfrei.

Die Frage stellt sich nun: Was hat sich nun in der Zwischenzeit 
geändert? Es hat ja vorher zig Male ohne irgendwelche Acronis Update 
funktioniert. Gleiches BS, gleiches Acronis. Das einzig 
Unkontrollierbare und Änderungen waren seitdem die unzähligen Updates 
seitens MS und in jüngster Zeit nur Programme wie Atollic TrueStudio, 
MPLABx drauf gespielt. Dass mir das Gleiche mit W7 und W81 passiert ist, 
lässt möglicherweise darauf schließen, dass MS irgendwie "gespielt" 
hatte und ab einem bestimmten Zeitpunkt die bisher funktionelle Version 
von Acronis nicht mehr kompatibel genug war. Das Schlimme an diesen 
Erlebnissen ist, dass sie meist ohne irgendwelche Warnungen vorkommen. 
Ich finde solche Vorkommnisse zumindest sehr ärgerlich.

So much for "If it ain't broke, don't fix it" Einstellung. Es ist jetzt 
so weit gekommen mit diesen Updates, dass man wirklich Software wie 
Acronis immer auf den neuesten Stand halten muss anstatt zu denken, OK, 
hier habe ich ein funktionierendes System und kann es in Ruhe lassen und 
es sollte wie immer funktionieren. Weit gefehlt!

Es stimmt mich bedenklich, dass man sich auf nichts mehr verlassen kann. 
Alles ist heutzutage ein "Moving Target". Das Schlimmste ist, es regt 
sich niemand auf.

Als registrierter Kunde von Acronis könnte man auch zumindest eine Mail 
von Acronis mit einer Mitteilung oder Warnung erwarten, die SW wegen 
Änderungen seitens MS sobald wie möglich auf den neuestens Stand zu 
bringen, anstatt immer den Schaden zu haben.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Das würde mich jetzt wirklich 
interessieren.

von Stephan (Gast)


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Acronis (unsere 2016) hatte anfänglich auch etwas Probleme mit UEFI. 
Daher sollte man seine Software regelmäßig auf Updates prüfen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Stephan schrieb:
> Acronis (unsere 2016) hatte anfänglich auch etwas Probleme mit
> UEFI.
> Daher sollte man seine Software regelmäßig auf Updates prüfen.

Das habe ich mittlerweile auch herausgefunden. Danke für den Hinweis.
Welchen Build hattet ihr damals? Ich hatte 3270 drauf.

von Stephan (Gast)


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weis ich nicht mehr, war die auf der org. CD. Erst nach dem 1. Update 
ging dann UEFI. Konnte man auch dort Support Bereich lesen. So wie das 
Lizenzproblem bei den Notfall Bootmedium. Da ging dann entweder Acronis 
oder oder der Universal Restore. Leider nicht beide. Einer war immer ne 
Testversion, die das erst meldet wenn man auf "los" klickt :-o.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Stephan schrieb:
> weis ich nicht mehr, war die auf der org. CD. Erst nach dem 1.
> Update
> ging dann UEFI. Konnte man auch dort Support Bereich lesen. So wie das
> Lizenzproblem bei den Notfall Bootmedium. Da ging dann entweder Acronis
> oder oder der Universal Restore. Leider nicht beide. Einer war immer ne
> Testversion, die das erst meldet wenn man auf "los" klickt :-o.

Toll. Warum immer alles so schwer gehen muss...

von Stephan (Gast)


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Banansoftware..... reift beim Kunden :-)

von FOSS Fesselfrei Ohne Solche Schäden (Gast)


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> . Das Schlimme an diesen
> Erlebnissen ist, dass sie meist ohne irgendwelche Warnungen vorkommen.
> Ich finde solche Vorkommnisse zumindest sehr ärgerlich.
:
> Es stimmt mich bedenklich, dass man sich auf nichts mehr verlassen kann.
> Alles ist heutzutage ein "Moving Target". Das Schlimmste ist, es regt
> sich niemand auf.
>
> Als registrierter Kunde von Acronis könnte man auch zumindest eine Mail
> von Acronis mit einer Mitteilung oder Warnung erwarten, die SW wegen
> Änderungen seitens MS sobald wie möglich auf den neuestens Stand zu
> bringen, anstatt immer den Schaden zu haben.
>
> Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Das würde mich jetzt wirklich
> interessieren.

Auf kommerzielle Anbieter ist leider wenig Verlass, ja nichtmal 
proportional zum Geld was man da abgibt. Der rationale Schluss zu 
solchen Erlebnisse habe ich bereits vor '95 gezogen und gemäss meiner 
Aufregung (wie "niemand"?) gehandelt: schließlich bin ich derjenige der 
ein Produkt für mich aussucht und sich für unerfüllte Erwartungen 
rechtfertigen muss.
Also: von mir bekommt seit langem keine Firma mehr Geld für Reinfälle à 
la EULA.
Schließlich steht in EULAs dasselbe wie in FOSS-Lizenzen: "Hersteller 
steht für gar nix gerade & Anwender handelt auf eigenes Risiko."

Fallberichte wie Deiner heutzutage höhren sich immer noch gleich an wie 
damals: die kommerziellen in der Branche haben also in über 25J nur die 
Farben auf den Verpackungen geändert und der Trend geht ja dahin sogar 
auf Verpackung & Installationsmedien zu pfeifen (hey: Betriebssystem und 
Backupwerkzeuge! Nicht Bequemlichkeits-Äpp...)

BSDs und Linuxe haben im selben Zeitraum massivst zugelegt! Da kommen 
die BS-Grundinstallationen MIT Backupwerkzeuge (kein 3rd-Party Zeugs 
nötig) UND damit lassen sich echt Systeme einrichten welche NICHT wie 
"moving targets" sind.
Sie sind nicht Fehlerfrei, jedoch habe ich damit weniger schlechte 
Überrasschungen, HW-obsolescence, usw. Der
langjährige Betrieb (inkl. Grosse Versionsmigrationen) ist jedenfalls 
deutlich linearer als mit den käuflichen. Der Frust, bezahlte 
Funktionen/Dienstleistungen nicht zu bekommen entfällt schlicht weil 
keine Bezahlung stattfindet.

Sachliche und Wichtige Rückmeldungen an die FOSS-Ersteller werden m.E.n. 
auch zügiger umgesetzt,als in den "geschlossenen Abteilungen".

==> selbst handeln, statt selbst jammern!

von dlgnmhilzxcb (Gast)


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FOSS Fesselfrei Ohne Solche Schäden schrieb:
> Sie sind nicht Fehlerfrei, jedoch habe ich damit weniger schlechte
> Überrasschungen, HW-obsolescence, usw. Der
> langjährige Betrieb (inkl. Grosse Versionsmigrationen) ist jedenfalls
> deutlich linearer als mit den käuflichen. Der Frust, bezahlte
> Funktionen/Dienstleistungen nicht zu bekommen entfällt schlicht weil
> keine Bezahlung stattfindet.

Ja, diesen Schritt habe ich auch gemacht, allerdings schon 1998.
Damals war es ein OS2, das ich von einem Kumpel bekommen habe (war 
damals bei Vobis-Computern dabei) Das lief so bis Ende 2000, dann haette 
ich sofort meinen Computer aufruesten muessen, weil Onlinebanking eine 
Mindestversion des Netscape verlangte, die es nur fuer OS2 V4 gab. Da 
kam dann ein Debian, das es bis heute ist. Das habe ich nie bereut.
Ich war damals viel beruflich unterwegs, vor dem Umstieg auf OS2 war am 
Wochende immer erst Windows reparieren angesagt. Nach dem Umstieg auf 
OS2 war Ruhe, das lief einfach, spaeter mit Debian ebenso: was einmal 
lief, lief eben. Das war zu der Zeit bei Windows alles andere als 
ueblich.

Spaeter habe ich dann aktiv bei Arbeiten an der Dokumentation zu Debian 
und KDE mitgeholfen, eben um meinen Teil der "Bezahlung" zu erbringen.

dlgnmhilzxcb

von Dr. Sommer (Gast)


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Angenommen, Microsoft und andere Hersteller würden ihre Produkte so 
entwickeln, dass sie immer kompatibel zu alter Hardware und Software 
wären. Das würde a) das Mitschleppen und Pflegen einer wachsenden Menge 
Ballast und daher b) einen exponentiell steigenden Entwicklungs- und 
Pflege-Aufwand  bewirken. Die Produkte würden also immer teurer werden. 
Würden genug Leute das bezahlen, damit sich das lohnt?

Angenommen, zusätzlich dazu würden kaum neue Features implementiert und 
die GUI erst recht nicht verändert, und sich hauptsächlich auf die 
erforderlichen Sicherheits- und Stabilitäts-Updates konzentriert.
Der Preis könnte dann annähernd konstant bleiben, und es wäre kein 
"Moving Target" mehr, man könnte alle alten Produkte und Arbeitsweisen 
beibehalten und müsste sich nicht an ständig neue Oberflächen gewöhnen. 
Unterstützung für neue Hardware (wie z.B. die 64bit-Architektur oder 
UEFI) würde nicht umgesetzt (da diese tiefgreifende und weitreichende 
Umbauten der Systeme erfordern), und somit die Steigerung der Leistung 
von Computern stark gebremst. Würden genug Leute regelmäßig Geld für ein 
Produkt ausgeben, welches kaum erkennbare Neuigkeiten bringt, damit sich 
das lohnt?

Angenommen, die Hersteller würden allen alten Ballast rauswerfen und 
ihre Produkte ständig runderneuern, sodass alle enthaltene 
Funktionalität sauber und konsistent funktioniert. Ältere Produkte wären 
dann kaum noch kompatibel. Würden genug Kunden ein System kaufen welches 
das ultimative "Moving Target" ist und bei dem sie nicht sicher sein 
können, ob die nächste Version überhaupt mit den benötigten weiteren 
Produkten kompatibel ist?

Angenommen, die Hersteller würden zwar neue Produkte wie aktuell 
entwickeln, aber alle alten Produkte weiter pflegen, sodass sie auch 
noch in ferner Zukunft Sicherheits- und Stabilitäts-Updates erhalten. Da 
niemand bereit sein wird, für alte Produkte die schon immer 
funktionierten weiter Geld zu bezahlen, muss der Aufwand dafür über 
steigende Preise der neuen Produkte querfinanziert werden. Wären genug 
Kunden bereit dies zu bezahlen, oder würde vielleicht die Entwicklung 
bald stagnieren und alle Innovation ersticken, weil alles Geld in die 
Pflege alter Systeme geht?

Linux ist hier übrigens nicht ausgenommen, auch hier gibt es keine ewige 
Konstanz - siehe z.B. systemd, Gnome 3, diverse Sound Daemons, GRUB 2, 
tiefgreifende Änderungen zwischen Kernel 2.4 und 2.6 usw. Da man hier 
weniger auf zahlende Massen angewiesen ist, haben die Entwickler etwas 
mehr Freiheit. Meine eigenen alten Programme z.B. lassen sich auf 
aktuellen Linux Distros nicht mal mehr kompilieren.

Software-Entwicklung ist praktisch eine Verwaltung des Mangels - mit 
geringen Ressourcen (Geld und Arbeitskraft) werden Produkte entwickelt, 
mit welchen noch Geld verdient werden kann. Die Entwicklung perfekter 
Software (keine Bugs, hohe Leistung, neue Features, 
Abwärtskompatibilität) erfordert mehr Arbeitskraft als vorhanden. Es 
müssten viel mehr Menschen Software entwickeln, und die Produkte würden 
dramatisch teurer, denn die Entwickler müssen auch von irgendwas leben. 
Es kann nicht alles "Freie Software" sein.

Welche Strategie ist eurer Meinung nach am Besten und wirtschaftlich am 
Realistischsten? Vielleicht doch der aktuell von den Herstellern 
beschrittene Mittelweg?

von Gerhard O. (gerhard_)


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Dr. Sommer schrieb:
> Welche Strategie ist eurer Meinung nach am Besten und wirtschaftlich am
> Realistischsten? Vielleicht doch der aktuell von den Herstellern
> beschrittene Mittelweg?

Das ist alles recht schön und gut. Aber ist es zu viel verlangt, dass 
einmal funktionierende (bezahlte) SW ohne andauernde Updates auf dem 
selben PC und BS weiter funktioniert? Scheinbar muss ich, um Probleme 
nach Möglichkeit zu vermeiden, bevor Gebrauch der Kloning Software 
besser immer dort nachschauen ob seit dem letzte Monat des Gebrauchs 
nicht wieder ein Update fällig ist. Leider wird man nicht einmal von der 
Kloning SW gewarnt, dass irgend etwas nicht mehr stimmt und vor 
vollendete Tatsachen stellt wie mir das passiert ist. In der Zeit bis XP 
funktionierte Ghost stabil für Jahre.

Man sollte hoffen, dass sich die File Strukturen und das ganze Security 
Gedöns nicht jede Woche ändert. Als mittelmäßiger PC Benutzer will ich 
nur, dass einmal installierte SW mehr oder weniger perfekt für immer auf 
dem selben BS+HW läuft. Ist das wirklich zu viel verlangt? Ich verwende 
einen PC um mir bei der Arbeit behilflich zu sein anstatt mir Arbeit zu 
machen. In Redmond scheint man das vergessen zu haben. Blitzende, 
glänzende Glasfassaden a la W10, auf Schwimmsand gebaut, scheinen 
heutzutage den Kunden zu genügen, anstatt auf soliden Granitfundamenten 
zu bauen.

Mir scheint der einzige Weg zur PC Stabilität ist eine vom Internet 
abgetrenntes Sandbox Installation von W7 oder XP mit einmal 
installierter und verifizierter SW und BS Konfiguration und keine 
weiteren erlaubten Updates mehr, dann sollte es hoffentlich keine 
Überraschungen geben. Aber in der realen Welt kommt ja ohne Internet 
auch nicht aus. Wenn ich PCBS entwickle brauche ich ja Zugang zu 
Datenblätter und Firmen für Daten usw. Und schon geht es wieder los...

Kloning ist kein Luxus um sich gegen Ransomware Attacken etwas besser 
schützen zu können.

Und LINUX ist für mich auch keine wirkliche Lösung. Ich erhandle mir 
dann nur Probleme anderer Art. Abgesehen davon habe ich mir wichtige SW 
die nur unter Windows anständig läuft. WINE scheint ja auch nicht so 
vollkommen zu sein. Wer alle seine Arbeit unter LINUX machen kann soll 
sich glücklich schätzen, nur ist es nichts für mich.

Tut mir leid wenn sich das wie Geheul anhört. Aber irgendwie habe ich 
die Nase voll von der heutigen Situation in der Computer Welt. Man lebt 
irgendwie immer an der "Edge". Ist es wirklich notwendig, dass man Angst 
vor jeden neuen Update haben muss? Ich bin eben gewohnt und erwarte, 
dass die Werkzeuge die ich in meinen Leben benutze, funktionieren wenn 
man sie braucht und nicht immer erst eine neue Batterie oder SW Update 
brauchen...

von Dr. Sommer (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Das ist alles recht schön und gut. Aber ist es zu viel verlangt, dass
> einmal funktionierende (bezahlte) SW ohne andauernde Updates auf dem
> selben PC und BS weiter funktioniert?
Ja. Wie erläutert wäre der Aufwand riesig und das Produkt unbezahlbar.

Gerhard O. schrieb:
> Man sollte hoffen, dass sich die File Strukturen und das ganze Security
> Gedöns nicht jede Woche ändert.
Das tut es gewiss nicht. Aber manchmal eben schon.

Gerhard O. schrieb:
> Als mittelmäßiger PC Benutzer will ich
> nur, dass einmal installierte SW mehr oder weniger perfekt für immer auf
> dem selben BS+HW läuft. Ist das wirklich zu viel verlangt?
Ja, das ist es. Software-Entwicklung ist ein hochkomplexer (und teurer!) 
Prozess, in dem ständig Fehler passieren. Wenn du nicht aufgrund von 
Sicherheitslücken von vor 7 Jahren auf die Nase fliegen willst, musst du 
Updates installieren.

Gerhard O. schrieb:
> Blitzende,
> glänzende Glasfassaden a la W10, auf Schwimmsand gebaut, scheinen
> heutzutage den Kunden zu genügen, anstatt auf soliden Granitfundamenten
> zu bauen.
Das war schon von Anfang an so! Als MS angefangen hat, haben die Kunden 
massenweise das ziemlich wackelige DOS gekauft, anstatt das damals schon 
überlegene aber unbezahlbare UNIX zu nutzen. Qualität kostet Geld. Der 
Markt bestimmt, wie die Produkte aussehen. Davon abgesehen empfinde ich 
die Oberfläche von W10 durchaus als Fortschritt, der die Produktivität 
verbessert (übersichtliches Start-Menü, Multi-Desktop-Funktion).

Gerhard O. schrieb:
> Mir scheint der einzige Weg zur PC Stabilität ist eine vom Internet
> abgetrenntes Sandbox Installation
Richtig.

Gerhard O. schrieb:
> Aber in der realen Welt kommt ja ohne Internet
> auch nicht aus. Wenn ich PCBS entwickle brauche ich ja Zugang zu
> Datenblätter und Firmen für Daten usw. Und schon geht es wieder los...
Du darfst auch nicht mit einem Auto das 1985 das letzte Mal über'n TÜV 
gegangen ist über eine öffentliche Straße fahren. Auch PC's müssen 
gewartet werden. Zwar nicht wegen Verschleiß, aber mindestens wegen 
Sicherheitslücken.

Gerhard O. schrieb:
> Ich bin eben gewohnt und erwarte,
> dass die Werkzeuge die ich in meinen Leben benutze, funktionieren wenn
> man sie braucht und nicht immer erst eine neue Batterie oder SW Update
> brauchen...
So ist das nunmal. Ein PC mit Windows dürfte eines der komplexesten 
technischen Systeme auf der Erde sein (ausgenommen solche, die einen PC 
enthalten). Da kann man kaum erwarten dass das auf alle Ewigkeit wie 
geschmiert funktioniert.

von dlgnmhilzxcb (Gast)


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Dr. Sommer schrieb:
> Unterstützung für neue Hardware (wie z.B. die 64bit-Architektur

Nein, wieso laeuft dann Linux auf so vielen unterschiedlichen 
Architekturen in der jeweils neuesten Version?
Sogar Win hat es geschafft, nicht laenger NUR auf x86 zu laufen.

Zu UEFI kann ich nichts sagen, aber da das unterhalb des OS liegt, wird 
der Aufwand ueberschaubar sein.

Dr. Sommer schrieb:
> Meine eigenen alten Programme z.B. lassen sich auf
> aktuellen Linux Distros nicht mal mehr kompilieren.

Wenn es um reine Kommandozeilenprogramme geht, wuerde mich das sehr, 
sehr, sehr wundern. Klickibuntizeugs haengt nunmal von verfuegbaren 
Toolkit/Libs in der richtigen Version(da waren sie wieder, meine drei 
Probleme) ab.

Gerhard O. schrieb:
> Scheinbar muss ich, um Probleme
> nach Möglichkeit zu vermeiden, bevor Gebrauch der Kloning Software
> besser immer dort nachschauen ob seit dem letzte Monat des Gebrauchs
> nicht wieder ein Update fällig ist.

Wenn das reichen wuerde, vielleicht. Aber es gibt dann auch Situationen 
wie "ab Version x.x.x unterstuetzt xxxxx das nicht mehr" im 
Kleingedruckten. DANN bist Du richtig verar....t.

Dr. Sommer schrieb:
> Ja. Wie erläutert wäre der Aufwand riesig und das Produkt unbezahlbar.

Nein s.o.

Fuer mich gilt Gott sei Dank der Spruch, den ich hier mal gelesen habe: 
"Wenn ich mich an einen Windowscomputer setze, will ich dafuer bezahlt 
werden."

dlgnmhilzxcb

von Dr. Sommer (Gast)


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dlgnmhilzxcb schrieb:
> Nein, wieso laeuft dann Linux auf so vielen unterschiedlichen
> Architekturen in der jeweils neuesten Version?

Weil auch Linux Abstriche bei der Kompatibilität macht. So sind die 
32bit-Bibliotheken z.B. nicht mehr in /usr/lib zu finden. Das verwirrt 
bestimmt das eine oder andere alte 32bit-Programm. Überhaupt ist i386 
nicht mehr unterstützt.

dlgnmhilzxcb schrieb:
> Wenn es um reine Kommandozeilenprogramme geht, wuerde mich das sehr,
> sehr, sehr wundern. Klickibuntizeugs haengt nunmal von verfuegbaren
> Toolkit/Libs in der richtigen Version(da waren sie wieder, meine drei
> Probleme) ab.
Auch CLI-Programme brauchen gelegentlich Bibliotheken, und deren API's 
können sich ändern. Versuch mal ein altes Glib oder Glibmm Programm mit 
aktuellen Versionen zu kompilieren. Selbst POSIX-Grundfunktionen werden 
gelegentlich geändert.

dlgnmhilzxcb schrieb:
> Nein s.o.
Meine alten Programme würden gewiss auch auf deinem Debian nicht mehr 
laufen. Ich hatte letztens mal versucht das alte Spiel "Clonk" unter 
Linux wieder zu nutzen - die Probleme fangen schon damit an, eine alte 
32bit-Version der Bibliothek "SDL Mixer" zu finden. Immerhin unterstützt 
es ALSA - alte OSS-Programme auf aktuellen Linuxen laufen zu lassen ist 
auch eher unschön.

Wenn du ausschließlich Programme aus den primären Paketquellen nutzt, 
geht's wohl ganz gut. Aber damit macht man halt nicht viel.

von FOSS Fesselfrei Ohne Solche Schäden (Gast)


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> Das ist alles recht schön und gut. Aber ist es zu viel verlangt, dass
> einmal funktionierende (bezahlte) SW ohne andauernde Updates auf dem
> selben PC und BS weiter funktioniert?
Tja Gerhard, DU hast -aus welchen Gründe & Zwänge auch immer- DIESE 
Produkte ausgesucht.
Lass es die Hersteller wissen und ertrage Dein eigenes Gemeckere.
(Du bist näher bei Redmond als wir)

> In der Zeit bis XP
> funktionierte Ghost stabil für Jahre.
Hättest dabei bleiben sollen.
Besser: dann hast Du ja HD-Images auf welche Du zurückgreifen kannst.

> Ist es wirklich notwendig, dass man Angst
> vor jeden neuen Update haben muss?
Für Dich oder für den Hersteller?

> Ich bin eben gewohnt und erwarte,
> dass die Werkzeuge die ich in meinen Leben benutze, funktionieren wenn
> man sie braucht und nicht immer erst eine neue Batterie oder SW Update
> brauchen...
Ich hab meine Rechnung gemacht und genau in diesem Punkt "Computer+SW = 
Werkzeug zum benutzen" bin ich mit der FOSS Auswahl zu meiner vollen 
Zufriedenheit bedient.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Dr. Sommer schrieb:
> So ist das nunmal...

Deine Argumente sind bestimmt stichhaltig was aber nicht bedeutet dass 
ich mich damit entweder abfinden kann noch will. Ich muss gewisse 
unersetzliche, teure ältere SW am Laufen erhalten weil ich keine 
wirklichen brauchbaren Alternativen habe. Ich kann mir es auch nicht 
leisten SW zu ersetzen die mich jetzt USD24K kosten würde und leider 
wegen Parallel Dongle nicht auf X64 läuft. So hat halt jeder seine 
Sorgen. Zum Glück kann man diese Spezial Applications noch auf älterer 
HW in Sandboxmanier am Leben erhalten.

So wie mir geht es bestimmt vielen Firmen die teure ältere Maschinen am 
Laufen erhalten müssen weil es keine neue SW dafür gibt. Ich möchte 
nicht wissen wie viele W98, W2K, XP Systeme gerade aus diesem Grund am 
Leben erhalten werden müssen.

Konsumer die nur aktuelle SW und HW verwenden wollen, haben natuerlich 
kaum solche Probleme und kaufen sich typisch alles neu wenn der moderne 
PC baden geht. Im industriellen Sektor ist es aber eine ganz andere 
Situation.

Es scheint ja niemand oder zu wenige zu kümmern, dass mit PCs nicht 
immer gespielt und gesurft wird, sondern wichtige Arbeit geleistet wird 
und deshalb Stabilität das höchste Computer-Gut ist. Ich habe früher 
eine Zeitlang mit VAX-780/VMS gearbeitet und finde diese Probleme 
deswegen noch weniger verständlich oder akzeptabel weil es damit 
keinerlei Stabilitaetsprobleme gab. Es funktionierte Jahr für Jahr ohne 
zu mucken...

Ich bin überrascht, dass Dir W10 eigentlich gefällt. Ohne weitschweifige 
Anpassungen empfinde ich das W10 GUI zum Teil als Zumutung. Nur mit 
Tweak Aero und vielen Anpassungen lässt sich W10 einigermaßen zähmen. 
Dazu kommt, dass ich zumindest mit einigen X64 Builds von W10 Probleme 
mit PR99SE habe was mir wiederum stinkt.

Ich habe im Augenblick W10, W8.1 und W7 am Laufen. Mit W7 ist eigentlich 
ohne große Abstriche gut zu Arbeiten. Auch W8.1 schneidet gegenüber W10 
besser ab. Optisch und farbenmäßig ist unkonfiguriertes W10 eine 
Zumutung für die Augen. W8.1 hat da eher einige Vorteile obwohl die neue 
Konfigurierung eine Zumutung ist. Auch gibt's da keine Zwangsupdates. 
Das klassische GUI a la Win XP oder 7 ist in meinen Augen immer noch 
effizienter.

Ich habe so ziemlich alle W10 Marketing Sachen wie APPS, Notifications 
und dergleichen deaktiviert weil ich von W10 nicht mehr erwarte wie von 
W7. Fast alle zusätzlichen Funktionen gegenüber W7/8.1 die MS mit W10 in 
die Welt gebracht hat, sind bei mir deaktiviert weil ich sie einfach 
nicht brauche. Alle nicht unbedingt zur Funktion notwendigen 
abschaltbaren Services sind deaktiviert. Diese ganzen Feeds, Tipps, 
Cortana und Notifications sind sonst überaus nervig. Ich erwarte vom BS 
nicht mehr und weniger als lediglich meine Programme laufen zu lassen 
wenn ich sie aufrufe und betrachte das BS nicht als meinen persönlichen, 
digitalen Assistenten.

Was mich betrifft, hätte MS sich die Arbeit mit den neuen W10 Metro 
Funktionen sparen können und in ein Schwarzes Loch werfen können wo 
niemals etwas herauskommt:-) . Besonders die Metro Apps sind für mich in 
der Aufmachung und GUI Gestaltung Kandidaten für Entwicklungshilfe. Der 
Default W10 Kalkulator ist einfach eine Missgeburt. Zum Glück gibt es 
noch den Classic. Da ich nur richtige SW bei mir installiere sind die 
Metro Apps für mich sowieso praktisch wertlos. Offensichtlich denkt die 
Mehrzahl der modernen PC Benutzer anders wie ich weil MS sich mit W10 
sonst nicht so profilieren würde.

Auch wenn Redmond denkt, alle diese neuen integrierten W10 Innovationen 
seien ein unersetzlicher Meilenstein der weiteren Computer Entwicklung 
und Stein der Weisen, ist nicht unbedingt gesagt, dass diese Entwicklung 
tatsächlich bahnbrechend werden wird. Es ist nicht das erste Mal, dass 
MS Mist gebaut hat.

Naja, die ganze Rederei nützt sowieso nichts weil kaum jemand auf die 
armen Würstchen der Welt hört. Man weiß es ja besser...

von Dr. Sommer (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> So wie mir geht es bestimmt vielen Firmen die teure ältere Maschinen am
> Laufen erhalten müssen weil es keine neue SW dafür gibt.
Ja, mit solchen Nischen-Aufgaben hat man natürlich Probleme in einem 
Umfeld, wo es darum geht die Massen zu befriedigen. Sonderwünsche sind 
immer problematisch. Und im Verhältnis zu den Wünschen der großen Menge 
an Heim-Anwendern ist das ein Sonderwunsch.

Gerhard O. schrieb:
> Es scheint ja niemand oder zu wenige zu kümmern, dass mit PCs nicht
> immer gespielt und gesurft wird, sondern wichtige Arbeit geleistet wird
> und deshalb Stabilität das höchste Computer-Gut ist.
Wieso sollen PC's zum Arbeiten sein? PC's waren von Anfang an 
Billig-Computer zum Spielen zu hause. Richtige Computer wie du sie ja 
sogar kennst wurden von der gigantischen Marktmacht der Heimanwender 
verdrängt, und das Preis-Argument hat sie auch in der produktiven 
Arbeitswelt Einzug halten lassen.

Gerhard O. schrieb:
> ch habe früher
> eine Zeitlang mit VAX-780/VMS gearbeitet und finde diese Probleme
> deswegen noch weniger verständlich oder akzeptabel weil es damit
> keinerlei Stabilitaetsprobleme gab. Es funktionierte Jahr für Jahr ohne
> zu mucken...
Warum benutzt du es dann nicht weiter? Wenn genug Leute so etwas 
bezahlen würden, würde sich die Weiter-Entwicklung von solchen Systemen 
vielleicht lohnen.

Gerhard O. schrieb:
> Ich bin überrascht, dass Dir W10 eigentlich gefällt. Ohne weitschweifige
> Anpassungen empfinde ich das W10 GUI zum Teil als Zumutung. Nur mit
> Tweak Aero und vielen Anpassungen lässt sich W10 einigermaßen zähmen
Aussehen und Farben sind Geschmackssache. Das Design von XP sieht 
mittlerweile ziemlich Spielzeug-Artig aus. Der Privat-Kunde - und die 
sind es, die den Markt dominieren - möchte öfter mal was neues.

Gerhard O. schrieb:
> Auch gibt's da keine Zwangsupdates.
Ich finde die Zwangsupdates gut. Klar sind sie lästig, aber ohne sie 
würden Millionen ungepatchte PC's munter Spam und Malware bis in alle 
Ewigkeit verbreiten.

Gerhard O. schrieb:
> Das klassische GUI a la Win XP oder 7 ist in meinen Augen immer noch
> effizienter.
XP hat ja nichtmal ne Suchfunktion fürs Startmenü. Ich hab mir im 
Win10-Startmenü alle meine Programme nach Kategorien arrangiert und eine 
Sondertaste meiner Maus so belegt, dass sie das Startmenü öffnet. So 
kann ich mit 2 Klicks fix alle Programme starten. Das geht mit XP ohne 
zusätzliche Launcher-Software auch nicht.

Gerhard O. schrieb:
> Diese ganzen Feeds und
> Notifications sind sonst überaus nervig.
Was für Notifications sind das denn alles? Bei mir ist das nur hin und 
wieder mal der Windows Defender.

Das hier ist übrigens ne super Auflistung (von MS selber!) wie man die 
ganzen Spionage-Funktionen eindämmen kann:
https://docs.microsoft.com/en-us/windows/configuration/manage-connections-from-windows-operating-system-components-to-microsoft-services

Da schalt ich als erstes direkt immer OneDrive, Cortana, Telemetrie usw. 
ab.

Gerhard O. schrieb:
> Offensichtlich denkt die
> Mehrzahl der modernen PC Benutzer anders wie ich
Richtig. Und die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Gerhard O. schrieb:
> ist nicht unbedingt gesagt, dass diese Entwicklung
> tatsächlich bahnbrechend werden wird. Es ist nicht das erste Mal, dass
> MS Mist gebaut hat.
Klar. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Gerhard O. schrieb:
> Naja, die ganze Rederei nützt sowieso nichts weil kaum jemand auf die
> armen Würstchen der Welt hört. Man weiß es ja besser...
Weniger jammern und sich mit der Situation einrichten...

von Gerhard O. (gerhard_)


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Dr. Sommer schrieb:
> Weniger jammern und sich mit der Situation einrichten...

Wenn das so einfach wäre. Wenn man sich nach dem (heissen) Wind von 
Redmond her richtet ist die Device kaltschnäuzig: "Shut Up and learn to 
like it!"

Nur hilft mir das nicht wirklich offiziell. Inoffiziell weiß ich mir 
natuerlich zu helfen weil es ja nicht anders geht.

> Warum benutzt du es dann nicht weiter?
Weil ich keinen Zugang dazu mehr habe und die damalige Anlage schon vor 
18 Jahren aufgelassen worden ist.

> Was für Notifications sind das denn alles? Bei mir ist das nur hin und
> wieder mal der Windows Defender.
Bei der Erst Installation bekommst Du alle möglichen Informations/News 
Feeds und sonstige unnötige Informationen. Edge muellt gleich mit MSN 
News Feeds zu. Den nehme ich sowieso nicht.

von FOSS Fesselfrei Ohne Solche Schäden (Gast)


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> Es scheint ja niemand oder zu wenige zu kümmern, dass mit PCs nicht
> immer gespielt und gesurft wird, sondern wichtige Arbeit geleistet wird
> und deshalb Stabilität das höchste Computer-Gut ist. Ich habe früher
> eine Zeitlang mit VAX-780/VMS gearbeitet und finde diese Probleme
> deswegen noch weniger verständlich oder akzeptabel weil es damit
> keinerlei Stabilitaetsprobleme gab. Es funktionierte Jahr für Jahr ohne
> zu mucken...

:-) ganz gut: wir sprechen über die selben Erfahrungen.

Es ist bei mir genau diese Diskrepanz damals gewesen, zwischen /serious 
computing/ und der halbgaren PC-Ware welche mich scharf nachdenken und 
rational handeln liess.
No more "PC" for me. Ever. Also schon PC-HW aus Kostengründen, jedoch 
ohne die SW der Schafsherde weil ich sie sowas von satt hatte. Genau 
deiner obigen Beschreibung nach: essentielle Basisdienste haben von 
Grund an dabei zu sein und verlässlich zu funktionieren. Punkt.

Warum soll es akzeptabel sein, von jemand für 24k$ etwas zu bekommen was 
nicht alleine funktionsfähig ist, weil ein Unterbau für weniger als 5% 
davon (hier: PC mit WinXY) vorausgesetzt wird aber nicht dafür 
Verantwortung übernommen wird?
Bei solchen Preisen muss doch eine betriebsbereite Arbeitsstation drin 
liegen!
(klar: da läuft halt die Garantie ab...)

Bei Maschinen für die Werkstatt wird evaluiert und abgewogen bis man 
Grün wird, bevor man sich für etwas entscheidet - bei EDV rennt man 
blind aber jubelnd ins Verderben, danach jammert man.
Da habe ich nur Kopfschütteln übrig.

Einen Fehler kann man ja mal machen und sich für das Falsche 
entscheiden.
Aber über viele Jahre den selben Fehler mehrmals wiederholen?
Wo bleibt denn da die vielbeschworene Lernfähigkeit?
(ich spreche da jetzt nicht von OttonormalKonsument, ich spreche von uns 
technisch Gebildeten und Sachverständigen)

von Gerhard O. (gerhard_)


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FOSS Fesselfrei Ohne Solche Schäden schrieb:
> :-) ganz gut: wir sprechen über die selben Erfahrungen.

Hmm. Da besteht ja Hoffnung auf eine Phoenix aus dem Sand...

https://vmssoftware.com/pdfs/State_of_Port_20171006.pdf

http://www.openvms.org/node/111
http://de.openvmsnews.com/stories.php

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Gerhard O. schrieb:
> Kloning ist kein Luxus um sich gegen Ransomware Attacken etwas besser
> schützen zu können.

Aber nicht so, wie Du es machst.

> Und LINUX ist für mich auch keine wirkliche Lösung. Ich erhandle mir
> dann nur Probleme anderer Art.

Für Dein Cloning-Problem wäre ein Live-Linux die perfekte Lösung.

> Tut mir leid wenn sich das wie Geheul anhört.

Tut es.

> Ich bin eben gewohnt und erwarte,
> dass die Werkzeuge die ich in meinen Leben benutze, funktionieren wenn
> man sie braucht und nicht immer erst eine neue Batterie oder SW Update
> brauchen...

Software ist aber ein bisschen komplexer als ein Hammer oder ein Zange. 
Take it, leave it, or learn to live with it.

von Dr. Sommer (Gast)


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Mit fallen gerade noch ein paar echte Verbesserungen von Windows 10 ein: 
es erkennt fast alle Hardware und installiert die Treiber automatisch. 
Das beschleunigt die Installation gegenüber älteren Versionen 
dramatisch.
Außerdem nutzt es (endlich) die Geräte Klassen von USB Geräten um 
Treiber zu laden, und man kann geräteseitig das Laden von WinUSB 
erwirken. Somit kann man USB Geräte entwickeln ohne Kernel Treiber zu 
benötigen, und muss auch nicht die Signatur-Prüfung abschalten und damit 
ein Sicherheits Risiko eingehen.
Der Dialog zur Bearbeitung von Umgebungsvariablen ist jetzt deutlich 
praktischer.
BitLocker (bei der Home Version eingeschränkt) ist mitgeliefert sodass 
man seine Festplatte vollverschlüsseln kann. Das ist praktischer und 
nutzerfreundlicher als die Open Source Alternativen, insbesondere auch 
bei Dual Boot.
Wie bereits erwähnt helfen die Multi Desktops sehr beim Arbeiten, das 
sollte besonders die Linuxer freuen.
Der Windows Taschenrechner kann binär und hexadezimal rechnen. Sehr 
praktisch für systemnahe Programmierung. Kann aber im Gegensatz zum 
Gnome Rechner kein binäres Floating Point...

Es handelt sich also nicht nur um oberflächliche Änderungen, sondern 
auch Dinge die wirklich was bringen. Wenn man die vorinstallierten Apps 
und Tiles rauswirft und die Privatsphäre Einstellungen richtig setzt, 
erhält man ein gut produktiv nutzbares System. Das geht auf den 
Education/Enterprise Versionen am Besten weil die den gpedit haben.

Übrigens: Windows kann in der Datenträger Verwaltung auch selbst Images 
von Partitionen machen.

Und von wegen Stabilität: wenn unter Windows der Grafik Treiber crasht, 
flackert der Bildschirm kurz und der Treiber wird neu geladen. Wenn 
unter Linux ein Treiber ein bisschen hustet stürzt dank monolithischem 
Kernel alles ab. Ein normales User Program kann mit "while(1) 
memset(malloc(1000000),42,1000000);" ein Desktop-Linux zum Absturz 
bringen. So viel zur viel gelobten Stabilität...

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Dr. Sommer schrieb:
> dlgnmhilzxcb schrieb:
>> Nein, wieso laeuft dann Linux auf so vielen unterschiedlichen
>> Architekturen in der jeweils neuesten Version?
>
> Weil auch Linux Abstriche bei der Kompatibilität macht. So sind die
> 32bit-Bibliotheken z.B. nicht mehr in /usr/lib zu finden. Das verwirrt
> bestimmt das eine oder andere alte 32bit-Programm.

Es ist immer wieder erbaulich, wenn sich Leute zu Themen äußern, die 
davon offensichtlich nicht den leisesten Hauch einer Ahnung haben. Für 
den Anfang wird wohl [1] genügen, aber wenn Du genauer wissen willst, 
wie ld(1) unter Linux und andere UINXoiden arbeitet, kann ich Dir das 
gern erklären.

Wie dem auch sei: ob eine Lib unter /usr/lib/, /usr/lib32 oder 
/usr/lib64/ zu finden ist, wird den Dynamischen Linker eines 
Linux-Systems nicht verwirren, solange man sich an die einschlägigen 
Standards hält.

https://en.wikipedia.org/wiki/Dynamic_linker

> Überhaupt ist i386 nicht mehr unterstützt.

Aber natürlich ist es das.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Dr. Sommer schrieb:
> Mit fallen gerade noch ein paar echte Verbesserungen von Windows 10 ein:
> es erkennt fast alle Hardware und installiert die Treiber automatisch.

Dann wäre es ja ein Linux.

> Und von wegen Stabilität: wenn unter Windows der Grafik Treiber crasht,
> flackert der Bildschirm kurz und der Treiber wird neu geladen. Wenn
> unter Linux ein Treiber ein bisschen hustet stürzt dank monolithischem
> Kernel alles ab. Ein normales User Program kann mit "while(1)
> memset(malloc(1000000),42,1000000);" ein Desktop-Linux zum Absturz
> bringen. So viel zur viel gelobten Stabilität...

Erzähl' doch keinen Unsinn, Junge.

von Karl (Gast)


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Sheeva P. schrieb:
> Dann wäre es ja ein Linux.

Muhaha, was hast Du an "es erkennt fast alle Hardware" jetzt nicht 
verstanden.

Für meinen PC hab ich mir zur Kommunikation mit Ämtern eine Modemkarte 
vom Schrott geholt. Gereinigt, eingesteckt, Win gestartet, Modem und Fax 
wird installiert.

Linux erkennt einen der beiden HP Drucker nicht, von Scanner, Modemkarte 
ganz zu schweigen.

dlgnmhilzxcb schrieb:
> "Wenn ich mich an einen Windowscomputer setze, will ich dafuer bezahlt
> werden."

Seit ich einen Raspi habe verstehe ich den Spruch: "Linux ist nur 
kostenlos, wenn Deine Zeit nichts wert ist."

Als Hobby ganz nett, aber ernsthaft damit arbeiten?

> Als MS angefangen hat, haben die Kunden
> massenweise das ziemlich wackelige DOS gekauft, anstatt das damals schon
> überlegene aber unbezahlbare UNIX zu nutzen.

Als wir im Informatikkurs vor 20 Jahren gezwungen wurden Unix zu 
benutzen, konnte ich darin keine Überlegenheit erkennen. Vielleicht hats 
der Prof nur schlecht rübergebracht. Allerdings habe ich dieses Unix 
dann auch nie wieder in meinem Job gebraucht.

Aber schon damals lief sämtliche Software in den anderen Kursen 
angefangen von Autocad, Matlab bis zu den Steuerungen der Spektrometer, 
HPLCs, Laser im unterlegenen Dos oder Win.

von dlgnmhilzxcb (Gast)


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Dr. Sommer schrieb:
> es erkennt fast alle Hardware und installiert die Treiber automatisch.
> Das beschleunigt die Installation gegenüber älteren Versionen
> dramatisch.

Ausser der, die mehr als 5 Jahre alt ist. Neukaufen ist angesagt.
Ja, ich weiss, das ist nicht immer so, aber die Haeufigkeit von: "Hilfe 
es gibt in Wx keinen Treiber fuer xxx mehr" faellt schon auf.

dlgnmhilzxcb

von dlgnmhilzxcb (Gast)


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Karl schrieb:
> Seit ich einen Raspi habe verstehe ich den Spruch: "Linux ist nur
> kostenlos, wenn Deine Zeit nichts wert ist."
>
> Als Hobby ganz nett, aber ernsthaft damit arbeiten?

Das ist ja auch in etwa so, als wuerde man versuchen, mit einem Trabi 
Kombi ein Fuhrunternehmen zu betreiben.

dlgnmhilzxcb

von Karl (Gast)


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dlgnmhilzxcb schrieb:
> Das ist ja auch in etwa so, als wuerde man versuchen, mit einem Trabi
> Kombi ein Fuhrunternehmen zu betreiben.

Ich habe auch nicht behauptet, dass ich meine Arbeit auf dem Raspi 
machen würde, ich habe, wie Du dem Satz darüber entnehmen kannst 
durchaus versucht mit Linux auf dem PC zu arbeiten.

Durch den Raspi merke ich aber, wie zeitaufwendig es ist sich durch 
dieses System zu wurschteln.

von Hunsbuckel (Gast)


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Karl schrieb:
> Aber schon damals lief sämtliche Software in den anderen Kursen
> angefangen von Autocad, Matlab bis zu den Steuerungen der Spektrometer,
> HPLCs, Laser im unterlegenen Dos oder Win.


Das gilt auch heute noch!
Vorallem für Viren und Malware ;-)

von Stephan (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Scheinbar muss ich, um Probleme
> nach Möglichkeit zu vermeiden, bevor Gebrauch der Kloning Software
> besser immer dort nachschauen ob seit dem letzte Monat des Gebrauchs
> nicht wieder ein Update fällig ist. Leider wird man nicht einmal von der
> Kloning SW gewarnt, dass irgend etwas nicht mehr stimmt und vor
> vollendete Tatsachen stellt wie mir das passiert ist. In der Zeit bis XP
> funktionierte Ghost stabil für Jahre.

naja.... es ist ja nicht so das Acronis nicht Bescheid sagt, das es ein 
Update gibt. Dazu muss sie aber installiert sein und nach Hause 
telefonieren dürfen. SONST ist es eben DEIN Job !.

von Stephan (Gast)


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Gerhard, es gibt Softwareupdater. Die kümmern sich um sowas wenn Du dazu 
keinen Bock hast. Google ist Dein Freund.

von Updater (Gast)


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Einfach das Windowsupdate ausschalten. Ich hab seit Jahren nicht 
geupdated und fahr gut damit, noch nie irgendwas sichtbares 
eingefangen...

von Stephan (Gast)


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Updater schrieb:
> Einfach das Windowsupdate ausschalten. Ich hab seit Jahren nicht
> geupdated und fahr gut damit, noch nie irgendwas sichtbares
> eingefangen...

es ging um Acronis nicht um Windoof. Das Bootmedium konnte mit UEFI 
nicht viel anfangen. Da hatte Windoof mal keine Schuld dran.

von Dr. Sommer (Gast)


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Bis gestern Abend lief die Diskussion einigermaßen friedlich. Dann kam 
Sheeva mit Beschimpfungen. Da hab ich keine Lust drauf. Viel Spaß noch.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Dr. Sommer schrieb:
> Bis gestern Abend lief die Diskussion einigermaßen friedlich. Dann kam
> Sheeva mit Beschimpfungen. Da hab ich keine Lust drauf. Viel Spaß noch.

Eigentlich war die Diskussion doch bis zu dem Zeitpunkt friedlich, an 
dem Du angefangen hast, Unsinn zu erzählen. Und wer so austeilt wie Du, 
sollte auf das Echo vielleicht nicht gar so mimosenhaft reagieren. ;-)

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