Hallo zusammen,
ich suche für eine Rolladensteuerung 2 kleine 3,3V oder 5V Relais oder
SolidState Relais die 230V schalten können. Am liebsten SMD, muss aber
nicht. Kann da Jemand was empfehlen? Was meine Motoren ziehen kann ich
nicht sagen.
Gruß
Florian
Harald W. schrieb:> Alex G. schrieb:>>> Da sind auch schon die Optokoppler drauf.>> Und wozu braucht man die?
Man baut "standardmäßig" sowas halt immer dazwischen um galavanische
Trennung zwischen dem 230V Schaltkreis, und dem Mikrocontroler zu
garantieren selbst wenn das Relais kaputt geht o.ä.
Gut, für eine Bastlerlösung braucht man das natürlich nicht wirklich,
aber der Preis für eine fertige Platine die man direkt an den Controler
anschließen kann, ist das unschlagbar.
Alex G. schrieb:> Man baut "standardmäßig" sowas halt immer dazwischen um galavanische> Trennung zwischen dem 230V Schaltkreis,
Du vielleicht, "man" nicht. Für die galvanische Trennung sollte
das Relais sorgen, auch wenn es defekt ist.
Harald W. schrieb:> Alex G. schrieb:>>> Da sind auch schon die Optokoppler drauf.>> Und wozu braucht man die?
Die Idee dahinter ist: Ein Relais mit Steuerspannung 5V braucht recht
hohen Strom zum Schalten, schlecht direkt aus einem IO Port direkt
abzugreifen.
Also nimmt man für die Versorgung der Spulen der Relais die
Spannungsversorgung des zu schaltenden Geräts. Das hängt aber irgendwie
an ~230V. Also einen Optokoppler dazwischen, den ein IO Port auch locker
ansteuern kann. Hält auch die Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der
Steuerschaltung niedrig und man hat dort weniger Sauerei durch induktive
Lasten.
Aber ich würde auch eigentlich immer das Relais klassisch über einen
Transistor schalten und aus der Steuerschaltung versorgen.
Thomas M. schrieb:> Aber ich würde auch eigentlich immer das Relais klassisch über einen> Transistor schalten und aus der Steuerschaltung versorgen.
Mit einem 12V-Netzteil fürs Relais und gemeinsamer Masse
sollte es auch funktionieren.
Diese komischen Boards da sind eher nicht fuer 230V geeignet
(Isolationsabstaende).
Ich sehe fuer den Optokoppler auch keinen Vorteil gegenueber eines
Transistors. Nicht, solange es vom gleichen Netzteil kommt.
devzero schrieb:> Ich sehe fuer den Optokoppler auch keinen Vorteil gegenueber eines> Transistors. Nicht, solange es vom gleichen Netzteil kommt.
Oder zwei Netzteile, deren Massen verbunden sind.
Harald W. schrieb:> Oder zwei Netzteile, deren Massen verbunden sind.
Warum? Ein Spannungsregler, der aus 12V 5V oder 3,3V für den µC macht,
ist längst erfunden. Für Rolladen nehme ich Omron G6C Relais in der 12V
Version und entweder einen LM1117 als Längsregler oder einen R-78xx von
Recom als Schaltregler.
MfG Klaus
Klaus schrieb:>> Oder zwei Netzteile, deren Massen verbunden sind.>> Warum? Ein Spannungsregler, der aus 12V 5V oder 3,3V für den µC macht,> ist längst erfunden.
Das meinte ich mit zwei Netzteilen. Andererseits kann man manchmal
auch zwei getrennte Stecker-Netzteile mit 3,3V und 12V nehmen und
trotzdem deren Massen verbinden.
Alex G. schrieb:> Also so sieht das Board von unten aus. Braucht man da wirklich noch> grössere Abstände?
Solange die Versorgung des Relais nicht gerade irgendwie direkt an der
Steckdose hängt, passt das schon. Aber eigentlich ist die Idiotie des
Routings eher auf der Leiterplattenoberseite. Laut den Bildern in Deinem
Ebay Link sind da zwei Leiterbahnen unter den Optokopplern durch
geführt. Das ist ziemlich Kopp->Tisch. Zwar hat man nach wie vor eine
galvanische Trennung zur Ansteuerelektronik, aber völlig ohne Not
Isolationsabstände reduziert. Aber wenn Du irgendein handelsübliches
Steckernetzteil für die 12V nimmst und für Deinen Aurduino (oder was
auch immer) ein 5V (oder 3,3V) Netzteil, besteht da keinerei Grund zur
Sorge.
Dem Entwickler des Layouts würde man aber doch gerne mal die Ohren lang
ziehen.
Alex G. schrieb:> Also so sieht das Board von unten aus. Braucht man da wirklich noch> grössere Abstände?
Naja, der Abstand der einen Leiterbahn unten zum 230V-Kontakt ist
grenzwertig. Aber das liegt hauptsächlich an der unglücklichen
Konstruktion dieser "Würfelzuckerrelais", die wohl eher für die
amerikanischen 120V-Netze gedacht sind. Die weiter oben vorge-
schlagenen Finder-Relais sind da deutlich besser. Insbesondere,
da man für Rolladenmotore m.W. eigentlich 500V-Relais benötigt.
Hmm, verstehe was du meinst. Interessant zu wissen!
Das Baord braucht für die Ansteuerelektronik allerdings nur 5V. Spricht
nichts dagegen den Controler und das Board an die selbe Versorgung zu
schließen, oder?
Alex G. schrieb:> Hmm, verstehe was du meinst. Interessant zu wissen!> Das Baord braucht für die Ansteuerelektronik allerdings nur 5V. Spricht> nichts dagegen den Controler und das Board an die selbe Versorgung zu> schließen, oder?
Ich würde die Ansteuerelektronik sicherheitshalber über ein LC-Filter
versorgen.
Alex G. schrieb:> Das Baord braucht für die Ansteuerelektronik allerdings nur 5V. Spricht> nichts dagegen den Controler und das Board an die selbe Versorgung zu> schließen, oder?
edit: falsch geguckt, sind doch 5V Relais. -> Ja, sollte gehen.
Florian schrieb:> oder SolidState Relais
Vergiss es. An einem Rollladen entsteht am gegenüberliegenden Anschluss
durch Transformation die doppelte Spannung gegenüber Phase, also 460V~
und weil am Endschalter der Stromfluss unterbrochen wird locker 1000V
Gegeninduktionsspannung selbst wenn ein VDR sie begrenzt, das hält kein
übliches SSR (MOC3063, MOC3083) aus.
Alex G. schrieb:> nimm am besten gleich sowas: Ebay-Artikel Nr. 253093593695 Da sind auch> schon die Optokoppler drauf.
Achduscheisse, die reichen ja nicht mal für Trennung zwischen SELV und
normalen 230V~, weil sie nur 1500V statt der erforderlichen 2500V
Isolationsspannung haben, und beim Rollladen ist das sicher
Festinstallation wo sogar 4000V Isolation gefordert ist. Da hilft dem
Chinesen auch kein Optokoppler. Die billigen Relais sind höchstens bei
den 117V~ der USA erlaubt, bzw. zur Funktionsisolierung in
Funksteckdosen. Aber wenn billig kommen die Kunden wie Fliegen zur
Scheisse.
Alex G. schrieb:> Braucht man da wirklich noch grössere Abstände
Natürlich, lies einfach das Datenblatt des Relais (und vergleiche mit
EN50178)
Robert B. schrieb:> Finder 40.52.7.005.0000
Der deutlich bessere Vorschlag. Selbst das geht aber nur weil der offene
Kontakt nicht schaltet.
Alex G. schrieb:> Spricht nichts dagegen den Controler und das Board an die selbe> Versorgung zu schließen, oder?
Na ja, Störungen springen gerne über Relais (Funken funken, d.h.
Störungen breiten sich auch ohne Kabel aus, und wirken z.B. auf die
Relaisspule als Empfangsantenne). Wunete dich also nicht, wenn dein uC
beim Schalten abstürzt.
Denke viel kleiner wird es eher nicht denn die Induzierte Spannung kann
wie oben erwähnt recht signifikant werden und die ist es welche die
Relaisgrösse in dem Fall beeinflusst.
Du könntest aber durchaus nen fetten Mosfet (+ Leerlaufdiode) nehmen
wenn du den Controler über ein Schaltnetzteil ans 220V hängst.
Ist aber die riskante Methode bei der du dir unbedingt eine
Debuggingmethode bei niedrigerer Spannung überlegen solltest.
Alex G. schrieb:> Du könntest aber durchaus nen fetten Mosfet (+ Leerlaufdiode) nehmen> wenn du den Controler über ein Schaltnetzteil ans 220V hängst.
Klar der gute alte Wechselspannungs-MOSFET eignet sich hier
hervorragend...
Moment, mit 2 Msofets geht es meiens Wissens nach schon.
Aber klar, damit ist man schon nah an richtige SSRs die halt aus Triacs
bestehen.
MaWin schrieb:> das hält kein> übliches SSR (MOC3063, MOC3083) aus.
Die Winzllinge da sind eher nur bedingt als SSR zu bezeichnen ;)
Alex G. schrieb:>> (MOC3063, MOC3083) aus.> Die Winzllinge da sind eher nur bedingt als SSR zu bezeichnen ;)
Die Winzlinge sind aber in den üblichen SSR drin und bestimmen die
maximale Spannungsfestigkeit.
MaWin schrieb:>>> (MOC3063, MOC3083) aus.>> Die Winzllinge da sind eher nur bedingt als SSR zu bezeichnen ;)> Die Winzlinge sind aber in den üblichen SSR drin und bestimmen die> maximale Spannungsfestigkeit.
Die Winzlinge dienen aber nur der Ansteuerung eines Triacs und schalten
nicht direkt die Last. Im Gegenteil, etwas versteckt findet man sogar im
Datenblatt, dass die MOCs für direkte Last nicht geeignet sind.
Ich habe das mal ignoriert, nur um 20mA, etwas kapazitiv, schon verreckt
der MOC3083 alle paar Tage.
Manfred schrieb:> MaWin schrieb:> Die Winzlinge sind aber in den üblichen SSR drin und bestimmen die> maximale Spannungsfestigkeit.>> Die Winzlinge dienen aber nur der Ansteuerung eines Triacs und schalten> nicht direkt die Last.
Und, hast du überhaupt irgendwas von dem gelesen was ich geschrieben
habe oder wie kommt die zusammenhanglose Aussage zu Stande ?
Hallo,
ich habe das gleiche Problem. Kann ich auch das "FTR-K1CK005W" für eine
Rolladen ansteuerung verwenden? Es hat auch 5V Spulenspannung und 16A.
Worauf muss ich sonst noch achten?
Gruß
Bernd
Ich verwende Finder 41.61. allerdings in der 24VDC Version, gibt es aber
auch für 5VDC. Diese können eine noch etwas höhere Last als das oben
vorgeschlagene 41.52.
Die 41.61. sind bei der 1-Phasenmotorlast AC3-Betrieb (230VAC) mit 0,5
kW angegeben.
Bei 5VDC-Ansteuerung brauchst du immerhin 80mA vs. 17mA bei 24VDC.
Hauptnachteil ist, dass Finder vor wenigen Wochen die Preise erheblich
erhöht hat. Anscheinend so in Richtung 100%...
Ich sehe gerade: Oben wurde FIN 40.52. (nicht 41.52.) vorgeschlagen.
Ändert aber nix daran, dass das 41.61. die höhere Kontaktbelastbarkeit
AC3 hat (0,5 vs. 0,3 kW).
mit Relais gehts auch, nur muss man die gegeneinander verriegeln oder
wenn 1xUM schaltet für up/down, dann zumindest 1x die Speisung wegnehmen
und spannungsfrei umschalten. Die meisten Motore brauchen eine Totzeit,
das hat mich mit meinen Eltacos 1x UM Stromstoßrelais wahnsinnig
gemacht, die wollten immer mehrfach gedrückt werden, denn nach UM kam
gleich wieder zurück weil es eben keine Totzeit gab.
Rene B. schrieb:> Reicht die parasitäre Freilaufdiode eines BSS138 für das> FTR-K1CK005W-Relais
Leider kann man diese Diode nicht ausbauen und an der
richtigen Stelle wieder einbauen. :-)
Mit der obigen Schaltung klappt's vielleicht. ;-)
Passen Bauteile und Dimensionierung, um ein FTR-K1CK005W an den
3,3V-GPIO eines ESP8266-12F anzuschliessen?
Rene B. schrieb:> Mit der obigen Schaltung klappt's vielleicht. ;-)>> Passen Bauteile und Dimensionierung, um ein FTR-K1CK005W an den> 3,3V-GPIO eines ESP8266-12F anzuschliessen?
Gerade sind bei mir, wie jeden Morgen, mehrere Rolläden hochgelaufen,
die von einem ESP mit fast dieser Schaltung gesteuert werden. Ich
betreibe BSS138 an µC aber immer ohne Gatevorwiderstand. Und da mich das
mögliche kurze Klacken des Relais beim Einschalten nicht stört, hab ich
auch den Gate-Source Widerstand weggelassen. Das Klacken ist zu kurz,
als das der Motor anläuft und kommt auch nur alle Jahre mal vor. Als
Relais verwende ich Omron G6C.
MfG Klaus
Rene B. schrieb:> Eignet sich obige Schaltung, um zwei Relais per 3,3V-TriState-GPIO> gegeneinander gesperrt zu schalten?Klaus schrieb:> Als Relais verwende ich Omron G6C.
Das von mir verwendete Omron G6C hat einen Umschaltkontakt, eigentlich
einen Schließer und einen Öffner. Da wird, wenn mans richtig macht, ein
Umschalter draus. Das eine Relais schaltet die Drehrichtung, das andere
den Motor ein und aus. Da braucht man nichts zu verriegeln. Aber immer
erst den Motor ausschalten, bevor man die Drehrichtung ändert.
Ich hab auch Steuerungen, bei den Motor Ein/Aus ein SSR direkt am ESP
mit Vorwiderstand erledigt. Das SSR ist kleiner als das Relais, spart
Platz und den BSS138.
Stückliste:
1 ESP mit 2 freien I/Os
1 SSR und 1 Vorwiderstand (wenn nicht schon im SSR eingebaut)
1 BSS138
1 Relais und 1 Freilaufdiode
MfG Klaus
Wegen 4000V Isolationsspannung möchte ich die FTR-K1CK005W verwenden. In
meiner ursprünglichen Schaltung sind zwei FTR-K1CK005W in Reihe
geschaltet. Am ESP8266 sind die GPIOs knapp. Deshalb kam mir die Idee
mit der abgewandelten CMOS-Tristate-Schaltung für die Relais.
Eignet sich der IRF7307 nicht oder habe ich einen Denkfehler in meiner
Schaltung?
Rene B. schrieb:> habe ich einen Denkfehler in meiner Schaltung?
Man kann nicht mit 3.3V einen PMOS an 5V sperren, tristate heisst weder
"Gate offen, MOSFET sperrt" und auch nicht VCC/2, und VCC/2 heisst nicht
dass beide MOSFETs aus sind, ausserdem sind beide MOSFETs falsch
eingezeichnet.
Also gleich ein Haufen konzeptioneller Fehler.
Al. K. schrieb:> Ist so was nicht anwendbar!
Du scheinst ja GAR NICHTS davon mitbekommen zu haben,
was im Thread schon alles erwähnt wurde. Schlaf bitte weiter.
Michael B. schrieb:> Du scheinst ja GAR NICHTS davon mitbekommen zu haben,
..na und ,ist das schlimm wenn man nochmals darauf hinweist.
Besser wie dein Kommentar,welcher völlig sinnfrei,nicht zielführend und
unnötig ist.
Al. K. schrieb:> ..na und ,ist das schlimm wenn man nochmals darauf hinweist.
passiert mir auch ab und an,
es wurde zwar schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem :)
Michael B. schrieb:> Du scheinst ja GAR NICHTS davon mitbekommen zu haben,> was im Thread schon alles erwähnt wurde. Schlaf bitte weiter.
war trotzdem unnötig, manchmal kann es für den TO hilfreich sein wenn
mehrere User was bestätigen