Forum: PC Hard- und Software Hterm unter Debian 9 starten - Library fehlt


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von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich kann hterm nicht starten:

> ./hterm: error while loading shared libraries: libpng12.so.0:
> cannot open shared object file: No such file or directory

Leider scheint diese Library in Debian 9 nicht zu existieren. Weiss 
jemand, wie man das in Ordnung bringt?

: Bearbeitet durch User
von npn (Gast)


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von Herr Müller-Lüdenscheidt (Gast)


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libpng-12 gibt es in Debian Stretch nicht (mehr).

https://packages.debian.org/stretch/libpng16-16 ist die aktuelle 
Version.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Kann ich denn einfach das Debian Package von der vorherigen Distribution 
installieren?

von Herr Müller-Lüdenscheidt (Gast)


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Du kannst die .deb-Datei herunterladen und mit dpkg -i <datei> 
installieren. Wenn die dependencies passen müsste es gehen.

von Herr Müller-Lüdenscheidt (Gast)


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Oder was evtl. sauberer ist: oldstable in die sources.list einfügen und 
über apt -t oldstable install libpng12-0 installieren.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ich konnte das Paket problemlos einzeln herunterladen und installieren.
Danke für die Hilfe

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Stefan U. schrieb:
> Ich kann hterm nicht starten:
>
>> ./hterm: error while loading shared libraries: libpng12.so.0:
>> cannot open shared object file: No such file or directory
>
> Leider scheint diese Library in Debian 9 nicht zu existieren.

>Herr Müller-Lüdenscheidt schrieb:
>> libpng-12 gibt es in Debian Stretch nicht (mehr).

> Weiss jemand, wie man das in Ordnung bringt?

Die Frage sollte eher lauten: wie hat man das denn so in Unordnung 
gebracht? Wenn es in Debian Stretch keine libpng-12 gibt, dann kann das 
hterm-Paket von Stretch auch nicht von dieser Library abhängig sein. 
Schlußfolgerung: das ist nicht das hterm von Stretch. Einfachste Lösung: 
installiere hterm für Debian Stretch.

Oh. Huch. Das ist gar kein genuines Linux-Programm. Der Autor hat das 
zwar irgendwann mal für Linux gebaut, aber anscheinend (jegliche?) 
Aktivität seit fast 10 Jahren eingestellt. Tja, dumm gelaufen. Wäre es 
Open Source, könnte man es neu bauen und gegen eine Version von libpng 
linken, die nicht steinzeitalt ist. Und vielleicht gäbe es dann auch ein 
offizielles Debian-Paket, das jemand pflegen würde. Aber so wie es ist, 
als binary-only Download mit Abhängigkeiten von uralten Libraries, ist 
es ... alles andere als "der Hammer".

Ich schlage vor, du nimmst irgendein anderes Terminalprogramm. 
Vorzugsweise aus dem Paketangebot von Debian.

von blupdidup (Gast)


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Er koennte auch seyon uebersetzen.
Das ist garantiert noch aelter.

von Possetitjel (Gast)


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Axel S. schrieb:

>>> libpng-12 gibt es in Debian Stretch nicht (mehr).
>
>> Weiss jemand, wie man das in Ordnung bringt?
>
> Die Frage sollte eher lauten: wie hat man das denn
> so in Unordnung gebracht?

Die Frage habe ich mir zugegebenermaßen auch gestellt.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Die Frage sollte eher lauten: wie hat man das denn so in Unordnung
> gebracht? ...

Wolltest du mir etwas mitteilen oder hast du nur laut gedacht?

> Ich schlage vor, du nimmst irgendein anderes Terminalprogramm.

Auf diese Idee wäre ich sicher von selbst gekommen. Aber wenn du das 
Programm kennen würdest, dann wüsstest du, dass es einige ganz spezielle 
Eigenschaften hat. Und genau wegen denen benutze ich es manchmal.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ich musste für HTerm unter Ubuntu eine Menge 32-Bit Dateien 
nachinstallieren.

Es gibt einen Bash-Befehl, mit dem man die benötigten Dateien ausgeben 
kann, (unter Windows wären das vergleichbar alle nötigen dll-Dateien). 
Ich weiß nicht mehr wie der heißt, damit hat es schließlich geklappt.

von uiuiui (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Es gibt einen Bash-Befehl, mit dem man die benötigten Dateien ausgeben
> kann,
1
ldd hterm
Das ist aber ein Shell-Kommando und gehört nicht explizit zur Bash. ;-)

von Martin H. (horo)


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uiuiui schrieb:
> Das ist aber ein Shell-Kommando und gehört nicht explizit zur Bash. ;-)

/usr/bin/ldd ist ein eigenständiges Binary und hat nix mit der Shell zu 
tun. Du kannst es aus der Shell aufrufen (das ist der normale Fall), 
Du kannst es aber auch auf jede andere bekannte Art starten. ;)

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Das dürfte es gewesen sein. Im 64-Bit Ubuntu kamen da eine Menge 
Dateinamen, die ich nachinstallieren musste, danach lief Hterm ohne 
weitere Installation. Das Programm ist ja schon seit Jahren nicht mehr 
weiterentwickelt worden, läuft aber soweit ich weiß auch noch unter dem 
neusten Ubuntu 17.10.

Auf dem Raspberry läuft HTerm nicht, als Ersatz benutze ich CuteCom.
Man beachte die seltsame Bezeichnung der Serial/USB-Schnittstelle als 
"ttyACM0". Das ACM bedeutet "abstract control model".

: Bearbeitet durch User
von Kaj (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Man beachte die seltsame Bezeichnung der Serial/USB-Schnittstelle als
> "ttyACM0".
Das ist keine seltsame bezeichnung, sondern voellig normal, wenn sich 
die Schnittstelle z.B. als 'Modem' meldet. Hat man z.B. oftmals bei 
Arduinos.

https://rfc1149.net/blog/2013/03/05/what-is-the-difference-between-devttyusbx-and-devttyacmx/

von Mac G. (macgyver0815)


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Axel S. schrieb:
> Aktivität seit fast 10 Jahren eingestellt. Tja, dumm gelaufen. Wäre es
> Open Source, könnte man es neu bauen und gegen eine Version von libpng
> linken, die nicht steinzeitalt ist


Wer eine tatsächliche open-source Alternative zu hterm kennt oder 
schreiben möchte: Gerne! Immer her damit.

Es gibt und gab da IMHO nie etwas was da ran kommt.
Es hat Macken, aber die nimmt man halt in Kauf weil das Programm einfach 
gut ist.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Jetzt läuft hterm wieder unter Ubuntu 17.10. Ich musste aber eine Menge 
libraries für i386 nachinstallieren.
Erst mal die i386 in die Paketliste aufnehmen:
sudo dpkg --add-architecture i386
danach konnte ich die meisten laut "ldd hterm" fehlenden Dateien 
nachinstallieren.

Es fehlte libpng12, da ist nur noch libpng16 vorhanden. längeres 
rumgooglen ergab:
wget 
http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/libp/libpng/libpng12-0_1.2.54-1ubuntu1_i386.deb
danach:
sudo dpkg -i libpng12-0_1.2.54-1ubuntu1_i386.deb

und dann noch ein paar Fehlermeldungen zu irgendwelchen 
gtk-Spezialitäten, die ich der Reihe nach "erschlagen" musste.

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Im einzelnen, soweit ich das noch nachvollziehen kann:

laut ldd fehlten schließlich nur:
libgtk2.0-0:i386
libSM.so.6:i386

danach kamen aber weitere Fehlermeldungen beim Start aus der bash:
gtk-engines (irgendeine Meldung mit "murrine")

eine Meldung mit "atk-bridge" verschwand irgendwann nach diesen Paketen 
die mit atk zusammenhängen, was davon nötig war kann ich nicht sagen:
guile-gnome2-gtk:i386
libatk1.0-0:i386
gir1.2-atk-1.0:i386

Ein Warnhinweis ist nur beim Start aus der bash zu lesen,ich habe noch 
keine Lösung dazu, aber es scheint nicht zu stören:
"GLib-GIO-Message: Using the 'memory' GSettings backend...."

das eingangs genannte Problem mit libpng12 hatte ich oben schon 
beschrieben, dazu gab es verschiedene Lösungsvorschläge im Web, ich hab 
den genannten benutzt.

: Bearbeitet durch User
von bingo (Gast)


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ich nehme immer minicom, hat zwar keine GUI läuft aber immer

von Huh (Gast)


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bingo schrieb:
> ich nehme immer minicom, hat zwar keine GUI läuft aber immer

...und das bietet die gleichen Möglichkeiten wie Hterm?

von Axel S. (a-za-z0-9)


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bingo schrieb:
> ich nehme immer minicom, hat zwar keine GUI läuft aber immer

Meins ist (zumindest dem Namen nach ;) noch kleiner: picocom.
Und tut auch.

Huh schrieb:
>
> ...und das bietet die gleichen Möglichkeiten wie Hterm?

Wahrscheinlich nicht. Da ich keine Binaries aus nichtvertrauenswürdigen 
Quellen starte, kann ich das nicht beurteilen. Auf den Screenshots sieht 
es nach einer Menge GUI aus. Brauche ich ohnehin nicht. Dafür kenne ich 
die Keyboard-Shortcuts von picocom.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Das CuteCom (siehe oben, Raspberry) hat doch auch eine schöne grafische 
Oberfläche.
https://github.com/neundorf/CuteCom
Ich habe es mal schnell auf meinem Ubuntu 17.10 installiert:
cutecom (Version 0.30.3-1) wird installiert
libqt5serialport5 (Version 5.9.1-2) wird installiert
dazu muss natürlich noch irgendein serieller Port vorhanden sein. Eine 
Windows-Version gibt es anscheinend auch.

Cutecom is a graphical serial terminal, like minicom. It is aimed mainly
at hardware developers or other people who need a terminal to talk to
their devices. It features lineoriented interface instead of character-
oriented, xmodem, ymodem, zmodem support (requires the lrzsz package) 
and hexadecimal input and output among other things. It is written using 
the Qt library originally by Trolltech (www.trolltech.com).

: Bearbeitet durch User
von bingo (Gast)


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Huh schrieb:
> bingo schrieb:
>> ich nehme immer minicom, hat zwar keine GUI läuft aber immer
> ...und das bietet die gleichen Möglichkeiten wie Hterm?

Ich kenne Hterm nicht, ein Terminal ist doch eine zeichenorientierte 
Anwendung, wozu brauche ich da eine GUI ??? Minicom kann jedenfalls 
ziemlich viel und ist in den Paketquellen vorhanden. Zudem kann man es 
über SSH bedienen.

Sollte ich wirklich ein Terminalprogramm mit einer GUI brauchen, würde 
ich dann  Cutecom nehmen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Ich kenne Hterm nicht, ein Terminal ist doch eine
> zeichenorientierte Anwendung, wozu brauche ich da eine GUI

Schau Dir hterm an, dann weist du warum. Das Programm hat einige 
Features, die speziell für Entwickler und zum Analysieren von 
Problemfällen hilfreich sind.

Dem End-Anwender würde ich auch Cutecom (oder ähnliches) empfehlen.

Das ist ungefähr so wie Notepad++ versus Notepad.
Oder PowerShell versus cmd.

von Mac G. (macgyver0815)


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Buttons für RTS und DTR, Darstellung als ASCII + Hex (mit einem Klick 
umschaltbar), freie Wahl von CR+LF beim senden+empfangen, beliebige 
Baudrate, config-Dateien, getrennte Darstellung von gesendet + empfangen 
usw...

Hier ein etwas vollständigerer Screenshot:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/32784/hterm_07_pre.png

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Die Byte-Zähler oben links sind auch manchmal hilfreich.
Das sind alles triviale Features, trotzdem machen sie dieses Programm 
einzigartig.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Update auf Ubuntu 18.04 klappte, HTERM startet immer noch.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Stefanus F. schrieb:
>> Ich kenne Hterm nicht, ein Terminal ist doch eine
>> zeichenorientierte Anwendung, wozu brauche ich da eine GUI
>
> Schau Dir hterm an, dann weist du warum. Das Programm hat einige
> Features, die speziell für Entwickler und zum Analysieren von
> Problemfällen hilfreich sind.

Entschuldige, das lese ich jetzt zum dritten Mal, werde aus den 
nebulösen Andeutungen aber nicht recht schlau. Was kann denn dieses 
Wunderding, das CuteCom, Gtkterm, minicom und screen nicht können?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Hterm ist kein Wunderding. Die spannendsten Features wurden in den 
obigen Beiträgen genannt. Sicher ist für mich auch, das die anderen 
alternativen Programme für die meisten Anwendungsfälle ebenso geeignet 
sind.

Kennt jemand noch aus DOS Zeiten das Programm Telix? Das war lange Zeit 
mein Standard-Terminalprogramm, sogar unter Windows. Unter Linux ist das 
Kommandozeilenprogramm Minicom ganz ähnlich.

von Le X. (lex_91)


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Sheeva P. schrieb:
> Was kann denn dieses Wunderding, das CuteCom, Gtkterm, minicom und
> screen nicht können?

Entgegen dem unglücklich gewählten Namen handelt es sich dabei eben 
nicht um ein Terminal.

Eigentlich ist es ein komfortables Analysetool für die serielle 
Schnittstelle für hardwarenahe Anwendungszwecke, z.B. bei der 
Kommunikation mit einem embedded device.

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