Ich kann hterm nicht starten:
> ./hterm: error while loading shared libraries: libpng12.so.0:> cannot open shared object file: No such file or directory
Leider scheint diese Library in Debian 9 nicht zu existieren. Weiss
jemand, wie man das in Ordnung bringt?
Stefan U. schrieb:> Ich kann hterm nicht starten:>>> ./hterm: error while loading shared libraries: libpng12.so.0:>> cannot open shared object file: No such file or directory>> Leider scheint diese Library in Debian 9 nicht zu existieren.>Herr Müller-Lüdenscheidt schrieb:>> libpng-12 gibt es in Debian Stretch nicht (mehr).> Weiss jemand, wie man das in Ordnung bringt?
Die Frage sollte eher lauten: wie hat man das denn so in Unordnung
gebracht? Wenn es in Debian Stretch keine libpng-12 gibt, dann kann das
hterm-Paket von Stretch auch nicht von dieser Library abhängig sein.
Schlußfolgerung: das ist nicht das hterm von Stretch. Einfachste Lösung:
installiere hterm für Debian Stretch.
Oh. Huch. Das ist gar kein genuines Linux-Programm. Der Autor hat das
zwar irgendwann mal für Linux gebaut, aber anscheinend (jegliche?)
Aktivität seit fast 10 Jahren eingestellt. Tja, dumm gelaufen. Wäre es
Open Source, könnte man es neu bauen und gegen eine Version von libpng
linken, die nicht steinzeitalt ist. Und vielleicht gäbe es dann auch ein
offizielles Debian-Paket, das jemand pflegen würde. Aber so wie es ist,
als binary-only Download mit Abhängigkeiten von uralten Libraries, ist
es ... alles andere als "der Hammer".
Ich schlage vor, du nimmst irgendein anderes Terminalprogramm.
Vorzugsweise aus dem Paketangebot von Debian.
Axel S. schrieb:>>> libpng-12 gibt es in Debian Stretch nicht (mehr).>>> Weiss jemand, wie man das in Ordnung bringt?>> Die Frage sollte eher lauten: wie hat man das denn> so in Unordnung gebracht?
Die Frage habe ich mir zugegebenermaßen auch gestellt.
> Die Frage sollte eher lauten: wie hat man das denn so in Unordnung> gebracht? ...
Wolltest du mir etwas mitteilen oder hast du nur laut gedacht?
> Ich schlage vor, du nimmst irgendein anderes Terminalprogramm.
Auf diese Idee wäre ich sicher von selbst gekommen. Aber wenn du das
Programm kennen würdest, dann wüsstest du, dass es einige ganz spezielle
Eigenschaften hat. Und genau wegen denen benutze ich es manchmal.
Ich musste für HTerm unter Ubuntu eine Menge 32-Bit Dateien
nachinstallieren.
Es gibt einen Bash-Befehl, mit dem man die benötigten Dateien ausgeben
kann, (unter Windows wären das vergleichbar alle nötigen dll-Dateien).
Ich weiß nicht mehr wie der heißt, damit hat es schließlich geklappt.
uiuiui schrieb:> Das ist aber ein Shell-Kommando und gehört nicht explizit zur Bash. ;-)
/usr/bin/ldd ist ein eigenständiges Binary und hat nix mit der Shell zu
tun. Du kannst es aus der Shell aufrufen (das ist der normale Fall),
Du kannst es aber auch auf jede andere bekannte Art starten. ;)
Das dürfte es gewesen sein. Im 64-Bit Ubuntu kamen da eine Menge
Dateinamen, die ich nachinstallieren musste, danach lief Hterm ohne
weitere Installation. Das Programm ist ja schon seit Jahren nicht mehr
weiterentwickelt worden, läuft aber soweit ich weiß auch noch unter dem
neusten Ubuntu 17.10.
Auf dem Raspberry läuft HTerm nicht, als Ersatz benutze ich CuteCom.
Man beachte die seltsame Bezeichnung der Serial/USB-Schnittstelle als
"ttyACM0". Das ACM bedeutet "abstract control model".
Axel S. schrieb:> Aktivität seit fast 10 Jahren eingestellt. Tja, dumm gelaufen. Wäre es> Open Source, könnte man es neu bauen und gegen eine Version von libpng> linken, die nicht steinzeitalt ist
Wer eine tatsächliche open-source Alternative zu hterm kennt oder
schreiben möchte: Gerne! Immer her damit.
Es gibt und gab da IMHO nie etwas was da ran kommt.
Es hat Macken, aber die nimmt man halt in Kauf weil das Programm einfach
gut ist.
Jetzt läuft hterm wieder unter Ubuntu 17.10. Ich musste aber eine Menge
libraries für i386 nachinstallieren.
Erst mal die i386 in die Paketliste aufnehmen:
sudo dpkg --add-architecture i386
danach konnte ich die meisten laut "ldd hterm" fehlenden Dateien
nachinstallieren.
Es fehlte libpng12, da ist nur noch libpng16 vorhanden. längeres
rumgooglen ergab:
wget
http://mirrors.kernel.org/ubuntu/pool/main/libp/libpng/libpng12-0_1.2.54-1ubuntu1_i386.deb
danach:
sudo dpkg -i libpng12-0_1.2.54-1ubuntu1_i386.deb
und dann noch ein paar Fehlermeldungen zu irgendwelchen
gtk-Spezialitäten, die ich der Reihe nach "erschlagen" musste.
Im einzelnen, soweit ich das noch nachvollziehen kann:
laut ldd fehlten schließlich nur:
libgtk2.0-0:i386
libSM.so.6:i386
danach kamen aber weitere Fehlermeldungen beim Start aus der bash:
gtk-engines (irgendeine Meldung mit "murrine")
eine Meldung mit "atk-bridge" verschwand irgendwann nach diesen Paketen
die mit atk zusammenhängen, was davon nötig war kann ich nicht sagen:
guile-gnome2-gtk:i386
libatk1.0-0:i386
gir1.2-atk-1.0:i386
Ein Warnhinweis ist nur beim Start aus der bash zu lesen,ich habe noch
keine Lösung dazu, aber es scheint nicht zu stören:
"GLib-GIO-Message: Using the 'memory' GSettings backend...."
das eingangs genannte Problem mit libpng12 hatte ich oben schon
beschrieben, dazu gab es verschiedene Lösungsvorschläge im Web, ich hab
den genannten benutzt.
bingo schrieb:> ich nehme immer minicom, hat zwar keine GUI läuft aber immer
Meins ist (zumindest dem Namen nach ;) noch kleiner: picocom.
Und tut auch.
Huh schrieb:>> ...und das bietet die gleichen Möglichkeiten wie Hterm?
Wahrscheinlich nicht. Da ich keine Binaries aus nichtvertrauenswürdigen
Quellen starte, kann ich das nicht beurteilen. Auf den Screenshots sieht
es nach einer Menge GUI aus. Brauche ich ohnehin nicht. Dafür kenne ich
die Keyboard-Shortcuts von picocom.
Das CuteCom (siehe oben, Raspberry) hat doch auch eine schöne grafische
Oberfläche.
https://github.com/neundorf/CuteCom
Ich habe es mal schnell auf meinem Ubuntu 17.10 installiert:
cutecom (Version 0.30.3-1) wird installiert
libqt5serialport5 (Version 5.9.1-2) wird installiert
dazu muss natürlich noch irgendein serieller Port vorhanden sein. Eine
Windows-Version gibt es anscheinend auch.
Cutecom is a graphical serial terminal, like minicom. It is aimed mainly
at hardware developers or other people who need a terminal to talk to
their devices. It features lineoriented interface instead of character-
oriented, xmodem, ymodem, zmodem support (requires the lrzsz package)
and hexadecimal input and output among other things. It is written using
the Qt library originally by Trolltech (www.trolltech.com).
Huh schrieb:> bingo schrieb:>> ich nehme immer minicom, hat zwar keine GUI läuft aber immer> ...und das bietet die gleichen Möglichkeiten wie Hterm?
Ich kenne Hterm nicht, ein Terminal ist doch eine zeichenorientierte
Anwendung, wozu brauche ich da eine GUI ??? Minicom kann jedenfalls
ziemlich viel und ist in den Paketquellen vorhanden. Zudem kann man es
über SSH bedienen.
Sollte ich wirklich ein Terminalprogramm mit einer GUI brauchen, würde
ich dann Cutecom nehmen.
> Ich kenne Hterm nicht, ein Terminal ist doch eine> zeichenorientierte Anwendung, wozu brauche ich da eine GUI
Schau Dir hterm an, dann weist du warum. Das Programm hat einige
Features, die speziell für Entwickler und zum Analysieren von
Problemfällen hilfreich sind.
Dem End-Anwender würde ich auch Cutecom (oder ähnliches) empfehlen.
Das ist ungefähr so wie Notepad++ versus Notepad.
Oder PowerShell versus cmd.
Buttons für RTS und DTR, Darstellung als ASCII + Hex (mit einem Klick
umschaltbar), freie Wahl von CR+LF beim senden+empfangen, beliebige
Baudrate, config-Dateien, getrennte Darstellung von gesendet + empfangen
usw...
Hier ein etwas vollständigerer Screenshot:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/32784/hterm_07_pre.png
Stefanus F. schrieb:>> Ich kenne Hterm nicht, ein Terminal ist doch eine>> zeichenorientierte Anwendung, wozu brauche ich da eine GUI>> Schau Dir hterm an, dann weist du warum. Das Programm hat einige> Features, die speziell für Entwickler und zum Analysieren von> Problemfällen hilfreich sind.
Entschuldige, das lese ich jetzt zum dritten Mal, werde aus den
nebulösen Andeutungen aber nicht recht schlau. Was kann denn dieses
Wunderding, das CuteCom, Gtkterm, minicom und screen nicht können?
Hterm ist kein Wunderding. Die spannendsten Features wurden in den
obigen Beiträgen genannt. Sicher ist für mich auch, das die anderen
alternativen Programme für die meisten Anwendungsfälle ebenso geeignet
sind.
Kennt jemand noch aus DOS Zeiten das Programm Telix? Das war lange Zeit
mein Standard-Terminalprogramm, sogar unter Windows. Unter Linux ist das
Kommandozeilenprogramm Minicom ganz ähnlich.
Sheeva P. schrieb:> Was kann denn dieses Wunderding, das CuteCom, Gtkterm, minicom und> screen nicht können?
Entgegen dem unglücklich gewählten Namen handelt es sich dabei eben
nicht um ein Terminal.
Eigentlich ist es ein komfortables Analysetool für die serielle
Schnittstelle für hardwarenahe Anwendungszwecke, z.B. bei der
Kommunikation mit einem embedded device.