Hallo Elektronikfreunde,
ich habe leider keine wirklich große Ahnung von Elektronik, möchte mich
aber aus Kostengründen selbst an einer Reparatur des eingebauten Blitzes
in der Kompaktkamera SonyNex3n versuchen. Also bitte verzeiht mir
fachliche Ungenauigkeiten und Fehler.
Der Defekt äußert sich darin, dass der Blitz entweder fast gar nicht
blitzt, d.h. die Blitzlampe sehr sehr schwach aufleuchtet aber ein
elektronisches Klicken von der Ansteuerung hörbar ist, oder der Blitz
einmal mit einem großen Knall blitzt. Die Anzeige auf dem LCD-Display
zeigt dabei immer an, dass der Blitz (Kondensator) laden würde. Für mich
war dann klar, der große Blitzkondensator ist kaputt. Hab den dann
ausgebaut und über nen Widerstand entladen. Dann hab ich ihn mit nem
Multimeter gemessen (kann dort Kapazitäten bis 100mF messen ( - der
Kondensator hat 46uF bei 330V und ist von Rubicon). Der Kapazitätswert
liegt fast genau bei 46uF und der Kondensator weist keine Beschädigungen
auf - also alles normal??. Ich hab dann noch ein wenig auf der mit dem
Flachbandkabel verbundenen Platine gemessen (vermutlich der Trigger für
die Xenonröhre, hat zumindest einen kleinen SMD-Transformator drauf).
Dort befindet sich ein kleiner SMD-Kondensator, der beim Messen einen
Durchgang zeigt und dessen Kapazität ich nicht messen kann
(Kurzschluss??). Weil es ein SMD-Kondensator ist, hab ich ihn beim
Messen nicht ausgelötet, er hat dummerweise auch keine Beschriftung (der
Größe nach zu urteilen vllt. ein 0805/2012, also 2mm*1,25mm in schwarzer
Färbung). Jetzt würde ich gerne wissen, ob ich schon mit der
Durchgangsprüfung einen Defekt dieses SMD-Kondensators herausfinden
kann. Wenn dieser defekt sein sollte, wie kann ich dann herausfinden
welchen ich verwenden kann (Sony hat leider keine Schaltpläne ins Netz
gestellt). Oder lässt sich nach der Fehlerbeschreibung auch ein anderer
Defekt vermuten.
Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen
Viele Grüße
Ein Amateurelektroniker
SonyNex3n schrieb:> (...). Weil es ein SMD-Kondensator ist, hab ich ihn beim> Messen nicht ausgelötet, er hat dummerweise auch keine Beschriftung (der> Größe nach zu urteilen vllt. ein 0805/2012, also 2mm*1,25mm in schwarzer> Färbung).
Schwarze "Kondensatoren" sind üblicherweise Ferrite. Da solltest Du
einige wenige Ohm Durchgang messen.
Kondensatoren aus Typ 2 Dielektrika (X7R, Z5U, ...) sind braun, Typ 1
(NP0, C0G) sind grau oder rosa.
...was du versuchst ist eine Herzkranz-OP obwohl du nur einen erste
Hilfe Kurs gemacht hast. Und wir können dir (als Fachärzte) kaum über
das Netz helfen. Zudem kann so ein Blitz RICHTIG (und das sage ich aus
eigener Erfahrung) weg tun! Deine Chancen gehen leider gegen 0% (wenn
eine Sichtkontrolle der Bauteile und Kabel nichts ergibt).
Klaus.
Tja, du könntest durch Anlöten kleiner Drähte Messpunkte am Kondensator
nach aussen führen und an denen dann in eingebautem Betriebszustand
messen, ob sich die ca. 300V aufbauen.
Oder ob der "Knall" irgendwas mit der real erreichten Spannung zu tun
hat.
Oder man könnte die Blitzröhre einfach mal probehalber gegen eine neue
ersetzen und gucken ob es dann besser geht.
Oder man testet den IGBT, ob der denn abschalten kann oder durchlegiert
ist woraufhin sich die ganze Kondensatorladung in die Blitzröhre
entlädt.
Vielen Dank für die schnellen Antworten!!
Zu soul eye: Ja stimmt, es sind so um die 1,1Ohm messbar. Für den Ferrit
spricht ja vielleicht auch, dass er sich kurz vor dem Kontakt des
Flachbandkabels befindet. Das wäre also sehr beruhigend.
Zu Klaus R.: den großen Kondensatoren wechseln bekomme ich noch hin, von
allem anderen lass ich die Finger, wenn das also nicht hilft, geb ich
auf.
Und weil diese Kondensatoren so schmerzhaft sind, wenn man sieh über die
Haut entläd, möchte ich sie ungern unter Betriebsspannung messen.
Viele Grüße
...ohne ein Messen unter Betriebsspg wird es schwieriger. Du musst
wissen, ob der Elko sich vll manchmal gar nicht auflädt. Mindestens aber
benötigt man Fotos, dann kann man ein paar weitere Tips geben. Beachte,
dass diese GUT sind (siehe Bildformate). Den IGBT testen ist eine gute
Idee, die Röhre tauschen auch - aber ich glaube nicht, dass man das so
eben macht :)
Klaus.
Fotos versuche ich morgen nachzureichen, wie gesagt ist mein Fotoapparat
gerade auseinandergebaut :). Die Röhre müsste ich bestellen, glaube
aber, dass die noch funktioniert, sonst würde der Blitz gar nicht
funktionieren. Welche Aufschrift hat so ein IGBT normalerweise?
...mach Fotos, dann beommst du mehr Infos (es gibt nicht "DEN" IGBT).
Eine Röhre könntest du in "ca. gleicher Größe" aus einem anderen Gerät
klauen (wobei ich nicht glaube, dass es an der Röhre liegt).
Klaus.
Da es noch blitzt, ist die Röhre sicherlich in Ordnung.
Du solltest Mal vorsichtig die Spannung am Blitzelko messen (im voll
geladenen Zustand). Sie müsste etwa 330v betragen. Mir sieht es hier
aber eher nach einem Fehler am IGBT oder gar am Treiber aus. Die
Blitzentladung wird unregelmäßig abgebrochen
Michael B. schrieb:> SonyNex3n schrieb:>> Die Röhre müsste ich bestellen>> https://www.pollin.de/p/xenon-blitzroehren-100-stueck-531481
Auf dem Bild fehlt die Zündelektrode. Ist das wirklich der Fall kann sie
nicht mittels klassischem Zündtrafo gezündet werden. Diese Röhren
brauchen eine spezielle Hochspannungszündung.
Die Kamera gibt es auf Amazon fuer ca. 500€ - wollte mich nur mal nach
dem Preis erkundigen.....
Willst Du wirklich riskieren diese Kamera durch "Reparaturarbeiten"
voellig ins Jenseits zu befoerdern?
Solange der Rest der Kamera funktioniert wuerde ich auf den Blitz
verzichten oder falls moeglich einen einen Externen verwenden.
Ich selbst verwende den eingebauten Blitz so gut wie gar nicht.Die
Kamera verfuegt ueber ein 16-50mm Objektiv und kann offensichtlich auch
bei hohen ISO-Werten noch gute Bildqualitaet abliefern.
Schon mal versucht ohne diese "Blitzpisse" Aufnahmen zu machen? Wenn
nicht wirst du ueberrascht sein ,was dir bisher entgangen ist.....
Und zur Reparatur selbst: Vergiss es - da wird wird ziemlich viel
uC-Technik
zur Blitzlichtkontrolle hinzugezogen.
Schade wenn man die Kamera nach der Rep in die Tonne werfen muesste.
Klaus R. schrieb:> Zudem kann so ein Blitz RICHTIG (und das sage ich aus eigener Erfahrung)> weg tun!
Full ACK, einmal als unwissender Bengel ne Einweg-Kamera mit Blitz
zerlegt (man möchte ja wissen wie sowas aufgebaut ist und funktioniert)
an die Platine fürn Blitz gelangt (war ja nur ne kleine Batterie drin
gewesen, was sollte schon passieren ;)? )
Der Schlag war echt beachtlich und der Schmerz zog sich von der Hand bis
in den Oberarm, naja Versuch macht kluch und aus Fehlern lernt man ja so
schön, seitdem passe ich deutlich besser auf und habe nie wieder von
einem Gerät einen Schlag bekommen.
Ich habe mal Bilder mit dem Handy gemacht (ich glaube mit akzeptabler
Qualität).
Zu Toxic: Ich habe dieses Modell für 200€ vor ca.2-3 Jahren gebraucht
erstanden. Würde ich es zur Reparatur schicken, würde der Preis hierfür
den Kaufpreis stark übersteigen. Viel kaputt machen kann ich ja
eigentlich nicht, weil ich diese kleinen SMD-Bauteile lieber nicht
allein behandeln will, dann gehe ich lieber in den Fotoladen. Trotzdem
möchte ich gerne wissen was defekt ist, denn diesen großen Elko
auszutauschen werde ich hoffentlich noch hinbekommen :). Die originalen
gibt es nicht mehr, ich musste einen mit 85uF und 330V nehmen, um einen
fast passgenauen zu finden. Sollte die Reparatur scheitern, werde ich
die Kamera einfach ohne Blitz weiterverwenden. Und ich weiß was für
tolle Bilder sie auch ohne Blitz macht. Trotzdem kann ich den Blitz in
einigen Situationen nicht verzichten - und einfach eine neue zu kaufen
wäre sinnlos. Externe Blitze kann ich mangels Blitzschuh und Schaltung
nicht betreiben.
Ja, das ist ein Ferrit. Der Optokoppler ist der IGBT, der Transistor
vermtl dessen Ansteuerung (uC). Sieht soweit alles gut aus. Man müsste
mal die Ansteuerimpulse des IGBT in den fehlerfällen messen.
Klaus.
Ich habe leider keine Ahnung wie man das messen könnte, ich glaube ich
lass das mal lieber, sonst mach ich wirklich noch etwas kaputt :) (es
müssen beim Messen ja die Kontakte kurzschließen. Würdest du den großen
Kondensator als Fehlerquelle generell ausschließen? Allgemein weist
dieses Bauteil auch keine Kurzschlüsse auf.
Der große Elko ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht - aber das
findest du auch nur raus, wenn du seine Spg im Betrieb misst.
Zudem gleichzeitig auf einem 2. Oszi Kanal den IGBT Impuls.
Aber ich vermute, das kommt das Thema mit dem Erste-Hilfe-Kurs zum
Tragen :)
Bau das Ding zusammen und nutz einen externen Blitz, das wird besser
sein...
Klaus.
Du hast Recht, vielen Dank für die Ratschläge bis hierhin :).
Ich habe ja leider keinen externen Blitzanschluss, deshalb werde ich
dann auf eine neue Kamera sparen müssen. Den Blitzelko hatte ich leider
schon bestellt, ich werde ihn einfach mal einlöten und schauen, ob das
was bringt (glaube ich inzwischen auch nicht mehr :/). Rein vom
Interesse her: Was würdest Du als andere Fehlerquelle in Betracht
ziehen? Oder würde es sich lohnen einfach ohne zu messen einen neuen
IGBT zu kaufen?
Viele Grüße
SonyNex3n schrieb:> Ich habe mal Bilder mit dem Handy gemacht (ich glaube mit akzeptabler> Qualität).
Nein.
SonyNex3n schrieb:> Oder würde es sich lohnen einfach ohne zu messen einen neuen> IGBT zu kaufen?
Nein.
der schreckliche Sven schrieb:> SonyNex3n schrieb:>> Ich habe mal Bilder mit dem Handy gemacht (ich glaube mit akzeptabler>> Qualität).>> Nein.>
Was hilft das jetzt noch, meine Kamera ist nicht funktionstüchtig mehr
habe ich nicht!!!! Man kann doch da genug erkennen oder nicht?!
SonyNex3n schrieb:> vielen Dank dafür. Den Elko habe ich mit ein wenig mehr Kapazität und> fast gleicher Größe gefunden:
Der Elko wird es nicht sein, da der Blitz ja auslöst.
Die Röhre braucht, um überhaupt blitzen zu können, eine Spannung von ca.
300V. Die Spannung wird also da sein. Mit defektem Elko geht das nicht.
Das sehr schwache Aufleuchten kommt daher, dass der IGBT sehr schnell
nach der Zündung abschaltet und damit den Blitzfunken unterbricht.
Ich tippe daher auf einen Fehler in der Ansteuerung.
Möglicherweise liegt es auch garnicht an der Blitzeinheit, sondern an
der Belichtungsmessung, wodurch die benötigte Blitzenergie falsch
berechnet wird.
Das heißt, du meinst, dass der IC kaputt ist? Ich meine, dass die
Ansteuerung nicht defekt ist. Der Blitz blitzt bei diesem Modell
normalerweise 3mal hintereinander. Er sollte automatisch blitzen, wenn
der Blitz ausgeklappt ist. Trotzdem zeigt die Elektronik aber immer
einen nie endenden Ladevorgang des Blitzes (Elkos) an.
Edit: Der Blitz löst nur teilweise aus, immer zu sehen ist dieses
schwache Leuchten von der Ansteuerung
Edit2: Wenn ich denn Kondensator unmittelbar mit dem Durchgangsprüfer
verbinde, zeigt er für 1-2 Sekunden einen Kurzschluss an?!
Falls in der Kamera ein Akku ist könnte es evtl. sein das sein
Innenwiderstand zu groß geworden ist und der Kondensator nicht mehr auf
die erforderliche Spannung geladen werden kann.
MfG Gisbert
SonyNex3n schrieb:> Edit2: Wenn ich denn Kondensator unmittelbar mit dem Durchgangsprüfer> verbinde, zeigt er für 1-2 Sekunden einen Kurzschluss an?!
Weil der Durchgangsprüfer den Kondensator auf eine kleine Spannung
auflädt.
SonyNex3n schrieb:> Was wäre die Folge, wenn ich den> einbauen würde?
Du meinst den mit 85 µF? Dann fliegt Dir viell. alles um die Ohren.
(Weder Blitzröhre noch IGBT sind dafür ausgelegt).
Hallo nochnal,
ein Kondensator macht im Moment des Einschaltens eine Kurzschluss. Da
der Kondensator doppelte Kapazität hat, ist die Aufladezeit auch länger.
Es kann durchaus sein, dass die davor geschaltette Elektronik den hohen
Strom nicht mehr standhält.
Den Entladevorgang mal außen vor gelassen.
SonyNex3n schrieb:> on welchen Komponenten würde das dan hauptsächlich abhängen. mMn> hauptsächlich vom IGBT
Der IGBT ist nicht für das Laden zuständig, sondern für das Auslösen des
Blitzes. Das Laden übernimmt ein kleiner Sperrwandler. Den maximal
verträglichen Strom gibt der Hochspannungstrafo und die zugehörigen
Brückentransistoren vor.
Passt der Elko nicht, könnten diese Transistoren hops gehen oder der
Trafo durchbrennen. Auf jenden Fall wird dann etwas heiß, was nicht so
heiß werden sollte.
Der IGBT muss aber den Endladestrom durch die Röhre aushalten.
Bei größerem Elko ist auch die Energiemenge bei vollen Elko größer und
damit auch der Endladestrom.
Vielen Dank,
leider habe ich den Elko schon bestellt. Es liegt immer noch die
Vermutung nahe, dass es sich bei dem defekten Teil nicht um den Elko
handelt. Der hat ja noch die angegebene Kapazität und weist keine
optischen Beschädigungen auf - leider ist das nun Lehrgelt. Ich versuche
nun an die ganze Platine als Ersatzteil zu kommen. Vielleicht hilft das
etwas. Sonst muss ich einen anderen Elko kaufen, diesen dann aber mühsam
in das Gehäuse einpassen.
Edit: gab es nicht eine Möglichkeit den Entladestrom mit den gegebenen
Größen zu berechnen? Wenn das möglich wäre könnte man die Werte mit den
maximalwerten der Komponenten vergleichen...
Brummbär schrieb:> Da es noch blitzt, ist die Röhre sicherlich in Ordnung.
Die Beschreibung, dass es manchmal blitzt oder nur blass, passt zu einer
defekten Blitzröhre. Ich habe mich vor Jahren mit Stroboskopen befasst,
da traten solche Effekte auf: Zündaussetzer und irgendwann garkeine
Zündung mehr.
SonyNex3n schrieb:> Wenn ich denn Kondensator unmittelbar mit dem Durchgangsprüfer> verbinde, zeigt er für 1-2 Sekunden einen Kurzschluss an?!
Normal, er muss ja aufgeladen werden.
SonyNex3n schrieb:> d.h. die Blitzlampe sehr sehr schwach aufleuchtet aber ein> elektronisches Klicken von der Ansteuerung hörbar ist, oder der Blitz> einmal mit einem großen Knall blitzt.
"Sehr schwach aufleuchtet" ist keine präzise Beschreibung. Blitzt es
zwar hell, aber nur sehr kurz, oder wie sonst?
"Mit einem großen Knall" ist schon eindeutiger. Das weist auf volle
Leistung hin, d.h., der Blitzkondensator wird (fast) vollständig
entladen.
Kleine Beschreibung:
Der Blitzvorgang wird gestartet, indem der IGBT eingeschaltet und an der
Blitzröhre ein hoher Spannungsimpuls (~ 2kV, das geschieht über eine
erstaunlich kleine Zündspule) angelegt wird. Und zwar außen, z.B. über
einen leitfähigen Reflektor. Gleichzeitig beginnt die Lichtmessung
mittels Fotodiode. Ist die vorher vom Kameracomputer bestimmte
Lichtmenge erreicht, unterbricht der IGBT den Stromfluss.
Dein Fehlerbild legt nun folgende möglichen Defekte nahe:
Kontaktprobleme zwischen Kameracomputer und Blitzelektronik. Die könnten
beseitigt sein, wenn Du einfach alles wieder zusammensteckst.
Das (winzige) Fenster für die Fotodiode an der Kameravorderseite ist
verschmutzt oder sonst irgendwie bedeckt.
Ein defekter Elko oder IGBT kann ausgeschlossen werden. Dann würde es
nämlich gar nicht mehr blitzen, oder bei kurzschließendem IGBT jedesmal
mit "Knall".
Wenn Du den Blitzkondensator durch einen wesentlich größeren Wert
ersetzt, wird das bei intakter Elektronik lange funktionieren. Bis Du
mal in einem großen Raum oder im Freien mit Blitz
fotografierst...........
So, hab ein bisschen nachgedacht. Vielen Dank für die Beschreibung, habe
viel gelernt :). Mit schwach blitzen meine ich, dass die Blitzlampe bei
sehr genauem Hinschauen einen leichten Leuchtschimmer zeigt. Leider kann
ich hier keine Fotos davon posten.
Nun zu meiner Frage: Wäre es nicht möglich bei genannten Erscheinungen,
dass das Flexbandkabel des Ausklappblitzes durch Materialermüdung kaputt
ist und deshalb gar keine bzw. nur teilweise eine Verbindung zum Blitz
besteht oder ein Kurzschluss in dem Kabel existiert. Dann würde sich für
mich aber die Frage stellen, warum die Ladeanzeige für den Blitz nicht
ausgeht? Fakt ist, dass ich auf einem Pol des Flexbandkabels keinen
Durchgang messe.
SonyNex3n schrieb:> Mit schwach blitzen meine ich, dass die Blitzlampe bei> sehr genauem Hinschauen einen leichten Leuchtschimmer zeigt.
Dann wohl doch die Blitzlampe. Hat vielleicht Luft gezogen.
Ich tausch mal den ganzen Blitz oben aus, kostet ja nicht so viel wie
die Schaltung. Wenn das Flachbandkabel defekt ist, weil es beim
Ausklappen ja immer belastet wird... Aber mir ist dann immer noch nicht
klar, wie diese Blitzladeanzeige funktionuggelt? Was wird dort
kontrolliert? Wenn diese erst ausgeht, wenn das Gas im Lämpchen
ionisiert ist, würde es evtl. Sinn machen, dass sie nicht ausgeht, wenn
das Flachbandkabel kaputt ist. Das würde vielleicht auch das Knallen
erklären.
SonyNex3n schrieb:> wie diese Blitzladeanzeige funktionuggelt? Was wird dort> kontrolliert?
Elektrisch gesehen ist der Blitz bereit, wenn der Blitzelko seine
Spannung erreicht hat. Wie Sony das konkret macht, weiß ich nicht.
Vielen Dank an alle, die geantwortet haben. Wirklich tolle und nette
Community hier :)!! Ich meine den Fehler gefunden zu haben. Ich habe
heute mal den Ausklappblitz selbst auseinandergenommen und das schwarze
Klebeband vom Datenkabel abgewickelt. Siehe da, beide Kontakte, die
keinen Durchgang zeigten, brachen sofort vom Kabel weg. Außerdem wies
einer der Metallstreifen Verbrennungsstreifen auf. Nun werde ich mal
einen Blitz bestellen, kommt so in einem bis zwei Monaten an :/. Ich
werde dann mal schreiben, ob es was gebracht hat. Und noch einmal vielen
Dank an alle Helfer - dank Eures Misstrauens gegenüber meinen
vorschnellen Entscheidungen und Schlüssen habt ihr eine kleine Platine
vor dem Tod bewahrt ;).
Viele Grüße
Keine Ironie. Es ist zu sehen, daß es da gefunkt hat.
Jetzt kann ich mir vorstellen, was Du gemeint hast:
SonyNex3n schrieb:> der Blitz> einmal mit einem großen Knall blitzt.
...aber für mich erklärt das nicht das dauernd aktive Ladesymbol? Naja,
vll ist ja auch noch der Akku schlapp. Schön dass du den Fehler (vermtl)
gefunden hast!
Klaus.
Klaus R. schrieb:> ...aber für mich erklärt das nicht das dauernd aktive Ladesymbol?
Falls die Unterbrechung zwischen Hochspannungserzeugung und Elko liegt,
könnte das schon eine Erklärung sein.
Korrektur: Der Fehler liegt zwischen Elko und Blitz. Also die andere
Seite und damit doch keine Erklärung dafür.
So, ich habe nun in einer sehr unprofessionellen Lötaktion unter dem
Bino (hab ich leider noch nie gemacht) die Stelle überbrückt. Dabei habe
ich auch meinen (bei dieser Aktion schon längst überfälligen) Schlag
bekommen (glücklicherweise war dieser nicht zu groß, da der Kondensator
sich schon mit der Zeit entladen hatte). Aber es hat sich gelohnt :) :
Der Blitz funktioniert ausnahmlos zuverlässig. Kein Knallen, kein
Ausfall und das Beste: mehr als 150€ Ersparnis für Reparaturkosten (-
ca. 30-50€ Ersatzteilkosten). Nocheinmal vielen Dank für die zahlreichen
Antworten.
Viele Grüße
Ein Amateurelektroniker