Guten Abend zusammen.
Ich habe in nächster Zeit mein erstes Vorstellungsgespräch (abgesehen
von den Gesprächen der Praktikumsstellen).
Das Thema und die Firma interessieren mich sehr und ich weiß schon
jetzt, dass ich einige Fragen habe.
Ist es in diesem Zusammenhang in Ordnung, einen Notizblock mit den
bereits notierten Fragen mit in das Gespäch zu nehmen? Ich will die mich
interessierenden Fragen vor mir liegen haben, da ich bei Nervosität
schnell schon mal das ein oder andere Detail vergesse. Fragen, die sich
für mich während des Gespäches ergeben, habe ich natürlich im
Hinterkopf.
Grüße
Life acclerates schrieb:> Ist es in diesem Zusammenhang in Ordnung, einen Notizblock mit den> bereits notierten Fragen mit in das Gespäch zu nehmen?
Klar. Das zeigt, dass du organisiert bist. Deine Gesprächspartner im
Vorstellungsgespräch werden auch Notizen benutzen.
Wirkt das nicht seltsam, wenn man zu viele Fragen stellt? Die meisten
Fragen kann man eigentlich so klären, oder?
So ad hoc würde ich es daher eher sein lassen.
Life acclerates schrieb:> Ist es in diesem Zusammenhang in Ordnung, einen Notizblock mit den> bereits notierten Fragen mit in das Gespäch zu nehmen?
Ja, das kann sogar zu deinen Gunsten gedeutet werden. Der Kandidat ist
organisiert und vorausschauend.
Nur nicht am Blatt hängen, während du sprichst. Das wirkt dann wieder zu
verkopft.
Danke für Eure (psychologischen)Bewertungen.
Ich hatte mich vielleicht ein wenig unklar ausgedrückt. Dass ordentliche
Fragen positiv wirken, ist mir klar. Ich meinte nur, ob man diese besser
abgespeichert im Kopf hat oder auch vor-notieren darf.
Grüße
Notiert ist doch völlig iO - nur halt nicht "ablesen", meistens kennt
man die ja eh auswendig, wenn man bei der Anfahrt 5x auf den Zettel
geschaut hat. Auch sind Fragen gut, die eine offene Antwort deines Ggü
ermöglichen (Thema Redezeit).
Klaus.
Was bist denn du für ein Bubi?
Ich stelle jedes Jahr ca. 5 Leute ein und mir ist es egal was die
mitbringen.
Hast du kein Selbstvertrauen? Wen interessiert so ein Detail schon?
In deinem Fall würde ich die Fragen auswendig lernen, um nicht in
Versuchung zu kommen, dauernd auf den Block zu starren!
Damit man bei 4836 Fragen nicht die eine oder andere vergisst, kann es
schon sinnvoll sein, diese zu notieren.
Bei weniger Fragen, wundere Dich aber nicht, wenn Dein(e) Gegenüber sich
Gedanken über Deine Merkleistung macht.
Normalerweise reicht es aus den Kopf mitzubringen.
Das Gegenteil, nämlich keine Fragen zu haben, zeigt aber auch, wieviele
Gedanken Du Dir zu Deiner neue Stelle/Firma gemacht hast.
Also noch ein Grund mehr die Rübe mitzubringen.
Ein Mittelweg ist ein kleiner Block mit Kuli, auf dem Du Dir zu Beginn
auch Dinge notierst (stichpunktartig, und nur, wenn es wichtig ist, z.B.
einen Ansprechpartner).
Und auf der zweiten Seite stehen mit dem gleichen Kuli stichpunkte
Deiner Fragen, die Du natürlich frei formulierst.
Du darfst natürlich nicht vergessen, die Stichpunkte auch
durchzustreichen, die schon genügend erörtert wurden ;-)
Fachverantwortlicher schrieb:> Ich stelle jedes Jahr ca. 5 Leute ein und mir ist es egal was die> mitbringen.
Dann lass' doch mal raus, was Dir nicht egal ist.
Also wichtig ist aus meiner Sicht:
1. Einigermassen gepflegte Erscheinung.
2. Einigermassen Selbstbewusstes auftreten. Etwas zwischen intelligent
zurückhaltend und Kandidat weiss genau was er will...
3. Lockerer Umgang, Kandidat macht den Eindruck, selbstständig
komplexere Sachverhalte aufarbeiten zu können. Ingenieurmässiges
Vorgehen halt ?.
4. Kandidat und Unternehmen sind sich der Diskrepanz zwischen 100%
Erfüllung des Profils und seines cv bewusst und sprechen darüber offen.
5. Bereitschaft für Offenheit, neues zu lernen und der
Weiterentwicklungsmöglichleiten innerhalb des Unternehmens.
6. Quereinsteiger Branche oder Skills: 200% Leistung während der ersten
3 Monate.
7. Keine Klitschenbastlermentalität oder Konzernverwalter Mentalität.
8. Erfahrung im Projektmanagement resp. Erfahrung in Teamarbeit.
9. Das fachliche muss natürlich zu mind. 80% stimmmen.
10. Bauchgefühl entscheidet... Der Kandidat will und kann und passt ins
Team.
Fachverantwortlicher schrieb:> 7. Keine Klitschenbastlermentalität oder Konzernverwalter Mentalität.
Den ersten Punkt kann ich auf jeden Fall nachvollziehen, das spricht für
unprofessionelles Arbeiten. Aber was hast du gegen Konzernverwalter?
Prozesse zu definieren und einzuhalten ist beispielsweise eine gute
Sache und spricht für ein strukturiertes und methodisches Vorgehen des
Bewerbers - eine wünschenswerte Eigenschaft.
Konzernverdorbene bewegen sich oft nicht, zeigen oft keine
Eigeninitiative wenn etwas nicht 100% linear nach Vorgabe läuft.
Neusprech agil, meiner Meinung nach aber gesunder Ingenieurverstand mit
etwas Kommunikationskompetenz gefordert ?.
Lösungsorientiertes Handeln und nicht verstecken, aussitzen, mit dem
Finger auf Andere zeigen meine ich...
Life acclerates schrieb:> Ist es in diesem Zusammenhang in Ordnung, einen Notizblock mit den> bereits notierten Fragen mit in das Gespäch zu nehmen?
Ja, kein Problem.
Stichworte reichen da sicher.
David S. schrieb:> Life acclerates schrieb:>> Ist es in diesem Zusammenhang in Ordnung, einen Notizblock mit den>> bereits notierten Fragen mit in das Gespäch zu nehmen?>> Ja, das kann sogar zu deinen Gunsten gedeutet werden. Der Kandidat ist> organisiert und vorausschauend.
Naja ich würde den Kanditaten als (unter Stress) vergesslich einschätzen
und entsprechend negativ bewerten. Denn "Hastu Kopp wie Sieb, musstu
aufschreiben".
Wenn man organisiert erscheinen will, dann hat man keinen Notizblock
dabei sondern ein vorbereitetes ausgedrucktes Formular "Bewertungsbogen
potentieller Arbeitgeber" , wenn nicht man nicht gleich mit Laptop
antanztt und zur besseren Auswertung, die Antworten gleich in die
Datenbank/Excel-Clone hackt und den resultierenden Score für die Firma
rot blinkend für alle Anwesenden gut sichtbar an die Wand projeziert.
Zettel brauche für Dinge die mich nicht interessieren, was wichtig ist
merkt man sich, das sind dann auch elementare Fragen zu einer Stelle,
das hat man im Blut, wer hier mit Noitzblock und Fragen darauf antanzt
hätte bei mir schon verloren: Eindruck=Vollhorst.
Der Schwenn schrieb:> wer hier mit Noitzblock und Fragen darauf antanzt> hätte bei mir schon verloren: Eindruck=Vollhorst.
Da wäre ich froh, nicht bei Dir anfangen zu müssen.
Hallo noch mal.
Frage zur Tasche: Was nehmt Ihr gerne für eine Tasche mit ins
Vorstellungsgespräch?
Ich bevorzuge einen normalen, mittelgroßen Rucksack.
Grüße
Life acclerates schrieb:> Ich bevorzuge einen normalen, mittelgroßen Rucksack.
Damit zeigst Du Flexibilität und Mobilität, anders als die Kofferträger.
Life acclerates schrieb:> Ich bevorzuge einen normalen, mittelgroßen Rucksack.
Der Rucksack ist nicht unbedingt die beste Wahl. Ich würde eher zu
Schreibmappe (A4) raten. Der Rucksack sagt aus ich bin Student oder will
gleich Wandern gehen. Gerade wenn der Rucksack etwas in Gebrauch ist
macht er oft einen abgenutzten Eindruck, das wird gerne auf den Bewerber
Projiziert.
Die Schreib Mappe wirkt Organisierter, Du hast nur das dabei was für das
Gespräch wichtig ist. In dem Zusammenhang kannst du dann neben deinen
Notizen (Stichpunkte sind Okay) auch gleich ein Frischen Block und einen
wertigen Stift rausziehen. Es muss kein Mont blanc Füller für Hunderte
von Euros sein, aber auch kein 90 Cent Kugelschreiber.
Denk dran die haben Dich zum Bewerbungsgespräch eingeladen, das heißt
irgendwer in der Firma denk, Du bist es wert eingestellt zu werden.
Alles was Du jetzt noch leisten musst ist, das Gefühl zu verstärken und
das kannst du am besten indem Du Zielgruppen gerecht auftrittst.
Life acclerates schrieb:>> Ich bevorzuge einen normalen, mittelgroßen Rucksack.
Rucksack/Bodybag Aktentasche sind völlig ok. Wir hatten vor ein paar
Wochen aber einen kuriosen Bewerber der mit piekfeinen Anzug, Hut,
Aktenkoffer und grauen Handschuhen ankahm. Ich hätte schwören können der
zaubert gleich Kaninchen hervor. Das war etwas over the Top.
Ob Bewerber Zettel/Block dabei haben oder nicht ist mir persönlich
ziemlich egal. Meinstens haben die Bewerber irgendwie das Bedürfnis sich
an irgendetwas festzuklammern. Deswegen bieten wir auch allen vorher
Geränke an, bevor das Kugelschreibergefummel los geht.
Die Fragen sollten sich aber nicht in 10 min Recherche auch auf der
Homepage beantworten lassen.
Klassische HR-Fragen solltest du auch vorher mit dem selbigen klären.
Life acclerates schrieb:> Hallo noch mal.>> Frage zur Tasche: Was nehmt Ihr gerne für eine Tasche mit ins> Vorstellungsgespräch?
Frag am besten Mutti, die kennt sich mit Kleinkinderproblemen am besten
aus.
> Ich bevorzuge einen normalen, mittelgroßen Rucksack.
Aber nur wenn es Mutti erlaubt. Die fährt dich auch bis zur Firma hin,
putzt dir vorher nochmal den Rotz aus dem Gesicht mit einem mit Spucke
angefeuchteten Taschentuch, trägt dir auch den Rucksack bis vor die
Firmentüre, wie damals zur Einschulung. Und danach gibts zur Belohnung
einen Brei und frische Windeln.
WER STELLT SOWAS EIN???
Nop schrieb:> Fabian F. schrieb:>> Bodybag>> Wenn man sich bei bei einem Bestattungsunternehmen bewirbt, dann> sicherlich.
Weiß der Geier warum die Modefuzzis die Dinger in Deutschland so
nennen...
Noch einmal eine andere Frage, danke aber für die Tipps bisher.
Habt Ihr bei Eurem Vorstellungsgespräch immer ein Paar Kopien Eures
Lebenslaufes und des Bewerbungsschreibens dabei (praktischer Weise in
einer Schreibmappe)?
Grüße
Life acclerates schrieb:> Habt Ihr bei Eurem Vorstellungsgespräch immer ein Paar Kopien Eures> Lebenslaufes und des Bewerbungsschreibens dabei (praktischer Weise in> einer Schreibmappe)?
Ja sicher. Und auch die Originale zu den Urkunden wie etwa den
Hochschulabschluß (wollte aber noch nie jemand sehen).
Nop schrieb:> Life acclerates schrieb:>>> Habt Ihr bei Eurem Vorstellungsgespräch immer ein Paar Kopien Eures>> Lebenslaufes und des Bewerbungsschreibens dabei (praktischer Weise in>> einer Schreibmappe)?>> Ja sicher. Und auch die Originale zu den Urkunden wie etwa den> Hochschulabschluß (wollte aber noch nie jemand sehen).
Reicht auch eine Kopie der Zeugnisse? Möchte nicht die Originale
mitnehmen.
Grüße
Life acclerates schrieb:> Reicht auch eine Kopie der Zeugnisse?
Also in der Realität hätte es bei mir bislang auch gereicht, gar keine
Zeugnisse mitzunehmen.
Life acclerates schrieb:> Wenn man eine Schreibmappe mitnimmt, würdet Ihr dann keinen Rucksack> mehr mitnehmen?
Wann kommt die Frage nach der Kleidung? Welche Schuhe (Farbe, Lederart)?
Krawatte ja oder nein? Brille oder Kontaktlinsen? Vorher zum Friseur
oder nicht? Parfüm ja oder nein? Mit dem Bus, Taxi oder eigenem Auto
hinfahren? Pünktlich sein oder lieber 10 Minuten zu spät aufkreuzen?
Fragen über Fragen, die ausschließlich ein Internetforum beantworten
kann.
Qwertz schrieb:> Wann kommt die Frage nach der Kleidung? Welche Schuhe (Farbe, Lederart)?> Krawatte ja oder nein? Brille oder Kontaktlinsen? Vorher zum Friseur> oder nicht? Parfüm ja oder nein? Mit dem Bus, Taxi oder eigenem Auto> hinfahren? Pünktlich sein oder lieber 10 Minuten zu spät aufkreuzen?> Fragen über Fragen, die ausschließlich ein Internetforum beantworten> kann.
Welche Krawatte ist wichtig!
Nach Aussage eines Personalentscheiders eines Konzern hat derjenige
schon verloren, der in der gleichen Krawatte zum Vorstellungsgespräch
auftaucht, die er auch auf dem Bewerbungsfoto trägt.
Es gibt Dinge, die wichtig sein, das glaubt man nicht!
Life acclerates schrieb:> Noch einmal eine Frage an die Erfahrenen:>> Wenn man eine Schreibmappe mitnimmt, würdet Ihr dann keinen Rucksack> mehr mitnehmen?
Man nimmt auch keine Mappe mit, weil seinen Lebenslauf und die
Ausschreibug hat man im Kopf und kann die auf Nachfrage fehlerfrei
wiedergeben. Zeugnisse und Anschreiben als elektronische Dokumente auf
einem USB-Stick.
Auf dem findet sich auch die Presentation, die man für das Interview
vorbereitet hat - als PDF.
Wer mit Tasche oder Rucksack kommt signalisiert nur das er/sie mental im
Schulranzenalter steigen geblieben ist.
Ich schrieb:> Nach Aussage eines Personalentscheiders eines Konzern hat derjenige> schon verloren, der in der gleichen Krawatte zum Vorstellungsgespräch> auftaucht, die er auch auf dem Bewerbungsfoto trägt.
In so einer Firma willst du nicht arbeiten...
Ich schrieb:> Welche Krawatte ist wichtig!> Nach Aussage eines Personalentscheiders eines Konzern hat derjenige> schon verloren, der in der gleichen Krawatte zum Vorstellungsgespräch> auftaucht, die er auch auf dem Bewerbungsfoto trägt.>> Es gibt Dinge, die wichtig sein, das glaubt man nicht!
Schwachsinn.
Ich schrieb:> Nach Aussage eines Personalentscheiders eines Konzern hat derjenige> schon verloren, der in der gleichen Krawatte zum Vorstellungsgespräch> auftaucht, die er auch auf dem Bewerbungsfoto trägt.
Weil das halt das Einzige ist, was der unfähige Personaler vom ganzen
Bewerbungsgespräch überhaupt kapiert, sich aber trotzdem wichtig machen
muß. Aber eine Firma, die solche Leute an irgendwelche Entscheidungen
läßt, braucht sich auch nicht über die Ergebnisse zu wundern.
Life acclerates schrieb:> Habt Ihr bei Eurem Vorstellungsgespräch immer ein Paar Kopien Eures> Lebenslaufes und des Bewerbungsschreibens dabei (praktischer Weise in> einer Schreibmappe)?
Nichts von all dem! diese Information hat die Firma im
Vorstellungsgespräch schon und wenn die eine Frage haben gut, die Daten
habe ich im Kopf.
Zeugnisse sind im Vorstellungsgespräch auch nicht nötig. Denk dran die
wollen Dich kennen lernen, das was auf dem Papier steht können die lesen
wenn du nicht dabei bist. Also wenn die Firma nicht in der Einladung
nach weiteren Unterlagen gefragt hat, bring das nicht mit.
Sollte es im Gespräch doch aufkommen das die noch was von dir wollen,
Perfekt! Sage Höflich das du das nicht dabei hast und das es kein
Problem ist das nachzureichen. Wenn du dann wieder Zuhause bist Reichst
du die Unterlagen nach und legst gleich noch eine kurze Notiz bei in der
du dich für das Interessante Gespräch bedankst.
Life acclerates schrieb:> Wenn man eine Schreibmappe mitnimmt, würdet Ihr dann keinen Rucksack> mehr mitnehmen?
Genau, du hast alles in der Mappe. Der einzige Grund mit mehr zu kommen
wäre eine längere Anreise.
Leider habe ich nicht so viele Vorstellungsgespräche, wie ich Leute
brauchen würde, aber doch gelegentlich.
Erlebt habe ich es noch nie, dass jemand mit Notizzettel dahergekommen
ist, aber ich würde das als "Hier nimmt jemand die Sache ernst"
auffassen und nicht im Traum etwas Negatives daran sehen.
Von den Fragen allerdings erwarte ich, da wir in einer fachlich doch
recht spezifischen Ecke unterwegs sind, dass sich die bewerbende Person
ein wenig über uns informiert hat. Die Latte liegt da freilich nicht
sehr hoch - man braucht nicht die gesamte Website auswendig können :-)
Ich lese meine Fragen übrigens immer ab, da wir eine Art von
standardisiertem semidirektiven Interview machen, um ein wenig
Vergleichbarkeit zu haben. Die Fragen sind allerdings nicht darauf
ausgelegt, "richtig" oder "falsch" beantwortet zu werden, sondern die
Person kennenzulernen und einschätzen zu können, ob eine Zusammenarbeit
passen würde oder eher nicht. Ich habe auch schon Leute abgelehnt, aber
anderswo weiterempfohlen, wo sie besser hinpassen.
Die Ansprüche die hier gestellt werden seitens der Arbeitgeber und die
Herangehensweise der Arbeitnehmer an ein VG zeigen, wie falsch die ganze
Arbeitswelt und VG ist.
Leute ich hatte jetzt in 5 Jahren BE einige VGs, alles Mittelständler.
Ich habe mir beim VG doch keine Gedanken dadrüber gemacht, welchen Kuli
oder Rucksack ich mitnehme! Kurz über das Unternehmen informieren und
hingehen.
Es hatte auch keiner was auszusetzen, dass ich nie im Anzug kam, sondern
nur in gepflegter Alltagskleidung.
Die Leute machen sich alle viel zu sehr einen Kopf, aber leider ist
diese Mentalität scheinbar auf beiden Seiten fest verankert, AG und AN.
Wahnsinn!
Ich hatte mit meiner lockeren Art der Herangehensweise noch absolut
keine Probleme. Es ist wirklich seltsame, wie manche hier noch denken!
Man muss doch menschlich und Inhaltlich überzeugen. Was interessiert
mich der Rucksack! Rucksack = Student, der gleich wandern geht? So ein
Blödsinn! Im VG im schicken Zwirn auftauchen und nach zwei Wochen in
Latschen am Arbeitsplatz...
Einige AG haben sogar gesagt, "klasse, finde ich toll". Für mich sind
das alles in Wirklichkeit albackene Methoden und insgeheim sind alle
froh, wenn man jemand wie ich da ankommt.
Nils N. schrieb:> Die Leute machen sich alle viel zu sehr einen Kopf, aber leider ist> diese Mentalität scheinbar auf beiden Seiten fest verankert, AG und AN.
Wieso beide Seiten? Ich seh hier im Thread nur potentielle AN die wegen
Äusserlichkeiten Schnappatmung kriegen und kurz vor Selbstbenässung
stehen.
Das kommt halt davon wenn DummDumm-Trolle ständig von Sklavenhaltung,
blutsaugenden Kapitalisten und Ausbeutung bis aufs Mark tröten.
Nils N. schrieb:> Aufgrund einiger Kommentare hier schließe ich, dass hier auch einige AG> vertreten sind, die Leute einstellen.
Ich bin Arbeitnehmer, der auch Leute einstellt.
Zumindest bei uns ist es so, dass die Personalabteilung unterstützt
(organisiert das Vorstellungsgespräch, beantwortet alle Formalia von
Einstufung bis Arbeitsrecht), die Entscheidungsmacht liegt aber bei der
Stelle, wo die/der Bewerber/in arbeiten wird.
Ich nehme auch immer die betroffenen Kollegen zum Vorstellungsgespräch
mit. Alle nehmen am Gespräch teil (das ergibt bei unserem Team keine
Volskmassen :-( ), zur Entscheidungsfindung ist Konsens angestrebt,
jeder hat ein "Vetorecht".
Zum Kleidungsthema: Die meisten kommen reichlich "overdressed" an, aber
das ist auch logisch: Zu schön ist niemals falsch, abgefuckt schon - es
sei denn, man will auf diese Weise selbst den Arbeitgeber selektieren.
Den passenden Dresscode für den Joballtag findet man dann schon raus.
Ich würde eines nie aus den Augen verlieren: Ein Arbeitsverhältnis
sollte eine Partnerschaft zum beiderseitigen Vorteil sein und das
funktioniert nur dann gut, wenn sich keiner der Partner allzusehr
verstellt (Wer existenziell auf den Job angewiesen ist, wird da aber
Kompromisse eingehen müssen).