Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Datenleitung kurz schließen, um Camera Auslöser zu triggern


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von Nico B. (vegetico)


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Moin,

kurze Frage: für ein Bastelprojekt würde ich gern den Auslöser einer 
Kamera automatisch über nen Controller triggern.

Das Ganze sollte eigentlich primitiv sein - die Dinger gibts fertig 
(https://www.amazon.de/Qualitaets-Kabelausloeser-A6000-NEX-3NL-RX100II/dp/B00J8KW3EE/ref=pd_rhf_ee_p_img_8?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=SS8AZ4CE2AK3N79FFJ9R), 
es werden nur zwei Leitungen kurz geschlossen, fertig.

Eigentlich dachte ich, könnte die eine Leitung auf GND, die andere auf 
nen PIN von nem Atmel legen - und dann einfach den PIN toggeln (als 
Ausgang geschaltet).

Jetzt hatte ich grad kurz geschaut, und seh  teilweise 'viel' Schlatung 
für das gleiche. Mit Freilaufdioden und sonst was.

Wenn ich einfach nur 2 Leitungen kurz schließen will - bei einer ganz 
bestimmten Kamera (also nicht generisch) - dann sollte das doch mitm dem 
PIN reichen, oder? N Strom sollte da auch nicht fließen.

von Falk B. (falk)


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@Nico B. (vegetico)

>Das Ganze sollte eigentlich primitiv sein - die Dinger gibts fertig
>(https://www.amazon.de/Qualitaets-Kabelausloeser-A6...),
>es werden nur zwei Leitungen kurz geschlossen, fertig.

Ja. Aber man weiß nicht genau, ob eine der beiden Leitungen auf Masse 
liegt, auch wenn das sehr wahrscheinlich ist.
Nimm ein Photo-MOS Relais, damit bist du auf der sicheren Seite.

>Eigentlich dachte ich, könnte die eine Leitung auf GND, die andere auf
>nen PIN von nem Atmel legen - und dann einfach den PIN toggeln (als
>Ausgang geschaltet).

Ich würde da wenigstens einen Transistor dazwischen schalten, damit hat 
man einen Open Drain Ausgang, der auch andere Spannungen als VCC vom uC 
schalten kann. Das vermeidet Probleme.

>Jetzt hatte ich grad kurz geschaut, und seh  teilweise 'viel' Schlatung
>für das gleiche. Mit Freilaufdioden und sonst was.

Wo denn?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Der schaltungstechnische Aufwand wird getrieben, um die doch eher teure 
Kamera vor irgendwelchen Missgeschicken in der Elektronik zu schützen.

Mir ist meine DSLR schlichtweg zu teuer, als daß ich sie direkt mit 
einem µC ansteuere - ich hab' da einen Optokoppler dazwischengehängt, 
dann kann auch meine µC mit Überspannung abfackeln, weil ich irgendeinen 
Fehler bei der Stromversorgung gebaut habe, aber die Kamera geht nicht 
drauf.

Wenn die Spannung, die von der Kamera an den (geöffneten) Schaltkontakt 
anlegt, nicht für Deinen µC zu hoch ist, und der Strom, der nötig ist, 
damit die Kamera erkennt, daß der Kontakt geschlossen ist, nicht größer 
ist als der zulässige "Sink"-Strom Deines µC-Pins, und Du Dir absolut 
verdammt sicher bist, daß Du nicht durch Fehlprogrammierung Deines µC 
oder Schaltungsfehler Deine Kamera ruinierst, dann kannst Du natürlich 
auch --korrekte Polarität vorausgesetzt-- Deinen µC direkt mit der 
Kamera verbinden.

Denk' dran: Klinkenstecker machen einen Kurzschluss beim Ein- und 
Ausstecken.

von Thomas M. (langhaarrocker)


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Oft schicken solche Fernauslöserbuchsen auch eine Spannung für die 
Stromversorgung der Fernbedienung mit raus. Wenn Du da mit einem auf 
Ausgang geschalteten IO Pin was drauf schickst, machen die beiden so 
eine Art elektronisches Armdrücken.
Also erst mal messen was da raus kommt.

Und noch besser: googeln. Du bist nicht der erste, der sowas bastelt. 
Nenne Deine Kamera und suche. Es gibt im Netz teilweise sehr gute und 
detaillierte Informationen welche Kamera, welcher Hersteller was für ein 
Protokoll verwendet. Mir hat das bei einem Projekt meine Pentax per 
Infrarotschnittstelle zu fernsteuern den Reverseengeneering Anteil auf 
Lesen reduziert.

von Olaf (Gast)


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Es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt. EMV!

Heute schon mal geknistert als ihr euren schicken Wollpullover 
ausgezogen habt? Das ist der eigentliche Grund fuer eine etwas 
aufwendigere Beschaltung.


Olaf

von Nico B. (vegetico)


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Ui,

danke für die vielen guten Antworten.
Der Auslöser (Sony Alpha) ist rein passiv - aber dann werde ich 
definitiv mal nach ner Schutzschaltung schauen - sprich Optokoppler oder 
Photo-MOS (kannte ich nicht).

So ist ja auch die Frage aufgekommen - durch googeln und wundern 'ups, 
doch mehr als gedacht'.

Danke schonmal

von michael_ (Gast)


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Nico B. schrieb:
> Das Ganze sollte eigentlich primitiv sein - die Dinger gibts fertig
> 
(https://www.amazon.de/Qualitaets-Kabelausloeser-A6000-NEX-3NL-RX100II/dp/B00J8KW3EE/ref=pd_rhf_ee_p_img_8?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=SS8AZ4CE2AK3N79FFJ9R),
> es werden nur zwei Leitungen kurz geschlossen, fertig.

Die gibt es doch auch mit Funk für wenig Geld.
Da ist man auf der sicheren Seite.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Nico B. schrieb:
> für ein Bastelprojekt würde ich gern den Auslöser einer
> Kamera automatisch über nen Controller triggern.

> Wenn ich einfach nur 2 Leitungen kurz schließen will - bei einer ganz
> bestimmten Kamera (also nicht generisch) - dann sollte das doch mitm dem
> PIN reichen, oder?

Oder.

Die kanonische Eingangsschaltung des Fernsteueranschlusses einer Kamera 
sieht so aus:
1
                            interne
2
   .--o--*--[Pullup]--- Kamera-Versorgungs-
3
   |     |                  Spannung
4
  TT     `---- µC-Eingang
5
   |
6
   `--o------- GND

TT ist der Taster im Fernauslöser. Der Pullup hat größenordnungsmäßig 
10K, die Kamera-Versorgungsspannung irgendwas zwischen 3V und 5V. Meist 
gibt es zwei Eingänge, einen für das Scharfstellen (focus) und einen zum 
Auslösen (shutter). Manche Kameras lösen nur aus, wenn beide aktiviert 
sind.

Wenn du da jetzt einen µC-Ausgang anschließt (richtig gepolt natürlich), 
dann kann der das zwar schön auf L ziehen. Aber wenn der µC ein H 
ausgibt, dann darf die H-Ausgangsspannung nicht größer sein als die 
Betriebsspannung der Kamera. Wenn nämlich doch, dann kann die 
Schutzschaltung am Kamera-µC zuschlagen und evtl. sogar zerstört werden.

Praktisch ersetzt man TT besser durch einen Transistor oder MOSFET. Die 
Polung muß natürlich stimmen. Für einen bestimmten Kameratyp ist die 
Polung aber bekannt und immer gleich. Praktisch kann man davon ausgehen, 
daß der gleiche Steckertyp beim gleichen Hersteller auch immer gleich 
belegt ist. Die Pinbelegung kann man auch googlen und landet dann z.B. 
hier: http://www.doc-diy.net/photo/remote_pinout/#sony. Azch der SmaTrig 
kann Sony (http://www.doc-diy.net/photo/smatrig21/?german=1).

Die kanonische Schaltung eines elektronischen Fernauslösers sieht dann 
so aus:
1
                .------o focus
2
µC-Ausgang ---|[. v1
3
  focus         |  
4
           GND --- 
5
                .------o shutter
6
µC-Ausgang ---|[. v2
7
 shutter        |
8
           GND --------o GND

v1 und v2 sind n-Kanal MOSFET a'la BSS123 oder BS170. Drain geht zur 
Kamera, Source auf GND, der µC steuert das Gate.

von Jim M. (turboj)


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Nico B. schrieb:
> Eigentlich dachte ich, könnte die eine Leitung auf GND, die andere auf
> nen PIN von nem Atmel legen - und dann einfach den PIN toggeln (als
> Ausgang geschaltet).

Da könnte es aber Potentialunterschiede geben, beispielweise weil die 
Kamera nicht GND sondern +5V durschschaltet. Oder weil die USB Wandwarze 
für den AVR nicht auf PE hängt.

Ich würde einfach einen Optokoppler benutzen...

von Wolfgang (Gast)


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Axel S. schrieb:
> v1 und v2 sind n-Kanal MOSFET a'la BSS123 oder BS170. Drain geht zur
> Kamera, Source auf GND, der µC steuert das Gate.

Für eine galvanische Trennung können v1 und v2 meist genauso gut 
Phototransistoren eines einfachen Optokopplers sein.

Erster Schritt wäre, mit einem Multimeter den Strom auf dem 
Fernauslöseanschluss zu messen
(bei einer Canon EOS 1200 fließen da z.B. jeweils 70uA).

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Wolfgang schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> v1 und v2 sind n-Kanal MOSFET a'la BSS123 oder BS170. Drain geht zur
>> Kamera, Source auf GND, der µC steuert das Gate.
>
> Für eine galvanische Trennung können v1 und v2 meist genauso gut
> Phototransistoren eines einfachen Optokopplers sein.

Man braucht aber keine galvanische Trennung. Bist du ein Hersteller 
von Optokopplern oder warum empfiehlst du das?

> Erster Schritt wäre, mit einem Multimeter den Strom auf dem
> Fernauslöseanschluss zu messen

Wenn es eine Sony Alpha ist, dann haben das schon Dutzende andere Leute 
gemacht und es im Web dokumentiert.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Axel S. schrieb:
> Man braucht aber keine galvanische Trennung.

Man braucht sie vielleicht nicht, aber bei einer Kamera, die viel 
Kohle kostet, beruhigt sie ungemein.

von Joachim B. (jar)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Mir ist meine DSLR schlichtweg zu teuer, als daß ich sie direkt mit
> einem µC ansteuere - ich hab' da einen Optokoppler dazwischengehängt,

bis jetzt haben alle DSLR mit einem open collector funktioniert, einfach 
mal messen wo + und wo - ist.
Da Cam und µC beide i.d.R. potenzialfrei sind ist es kein Problem. Große 
Schaltströme sind auch nicht zu erwarten ergo ist mit einem Basis Rv von 
1k-4,7k erst Recht kein Problem zu erwarten, viele Timer machen das so.

https://gwegner.de/know-how/lrtimelapse-pro-timer-free/
https://www.google.de/search?q=arduino+timer+dslr&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&dcr=0&ei=wmCQWsnJBbKE8QfBqY3IBQ

mit Canon, Nikon, Pentax gab es nie Probleme, Ausnahmen sind wohl einige 
die genaue Widerstandsbereiche für AF und Auslöser benötigen, denen kann 
man mit Widerständen in die Collectorleitung helfen.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Man braucht aber keine galvanische Trennung.
>
> Man braucht sie vielleicht nicht, aber bei einer Kamera, die viel
> Kohle kostet, beruhigt sie ungemein.

Die Kamera wird aus einem Akku gespeist. Der Fernauslöser-µC mußmaßlich 
auch. Der Krempel ist bereits galvanisch getrennt. Ob du Kamera-GND 
jetzt mit µC-GND verbindest oder mit dem Emitteranschluß eines 
Optokopplers, macht gar keinen Unterschied.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Axel S. schrieb:
> Die Kamera wird aus einem Akku gespeist. Der Fernauslöser-µC mußmaßlich
> auch.

Durchaus nicht in jedem Setup. Wer beispielsweise lange 
Zeitraffer-Intervall-Aufnahmen anfertigt, ist um den Betrieb an einem 
Netzteil froh.

Zumindest meine DSLR hat eine Buchse zum Anschluss eines Netzteils, die 
dient nicht zum Aufladen des Akkus in der Kamera.

> Der Krempel ist bereits galvanisch getrennt. Ob du Kamera-GND jetzt mit µC-GND 
verbindest oder mit dem Emitteranschluß eines Optokopplers, macht gar keinen 
Unterschied.


Erklär mir jetzt noch, wie eine galvanische Trennung funktioniert, bei 
der Kamera-GND und µC-GND miteinander verbunden sind.

Wir scheinen recht unterschiedliche Vorstellungen davon zu haben, was 
eine galvanische Trennung ist.

von Joachim B. (jar)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Erklär mir jetzt noch, wie eine galvanische Trennung funktioniert, bei
> der Kamera-GND und µC-GND miteinander verbunden sind.
>
> Wir scheinen recht unterschiedliche Vorstellungen davon zu haben, was
> eine galvanische Trennung ist.

offensichtlich,

wenn Cam GND und Fernsteuer(µC)GND aus verschiedenen Quellen sind und 
keinen gemeinsamen Bezug haben nenne ich das potenzialfrei und damit ist 
es egal ob es noch galvanisch getrennt ist.

Ich wüsste auch keine DSLR die an Netz ohne Potenzialtrennung hängt, 
dito kein µC.

Natürlich kann man alles "verbrechen" µC am Kondensatornetzteil und Cam 
an Spartrafo mit Gleichrichtung, aber derlei Ausnahmen betrachte ich nun 
mal nicht.

Cam üblicherweise mit Akku, µC üblicherweise ebenfalls weil beweglich.

Wer mag kann natürlich einen Optokoppler nehmen, ich mag das auch wo es 
geboten erscheint, aber nicht in jedem Fall!

von Markus L. (rollerblade)


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Nico B. schrieb:
> Eigentlich dachte ich, könnte die eine Leitung auf GND, die andere auf
> nen PIN von nem Atmel legen - und dann einfach den PIN toggeln (als
> Ausgang geschaltet).
Warum nimmst Du nicht einfach ein Relais wie das da: 
https://www.pololu.com/product/2480
klemmst es an ein Digital-Pin und GND deines Controllers und schließt 
das Auslöserkabel dran an.
Damit hab ich ca. 65.000 Aufnahmen remote über XBee von einem Arduino 
2560 aus ausgelöst.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Joachim B. schrieb:
> wenn Cam GND und Fernsteuer(µC)GND aus verschiedenen Quellen sind und
> keinen gemeinsamen Bezug haben nenne ich das potenzialfrei und damit ist
> es egal ob es noch galvanisch getrennt ist.

Wenn Du beide GNDs miteinander verbindest (was für die Verwendung von 
Open-Collector bzw. OpenDrain-Schaltungen zwingend nötig ist), dann 
haben sie einen gemeinsamen Bezug.

Wie sonst soll das funktionieren?


Die vom Threadstarter genannte Idee, direkt einen µC-I/O-Pin zu 
verwenden, würde natürlich auch funktionieren - den Open-Collector- bzw. 
Open-Drain-Betrieb bekommt man damit hin, daß man auf dem Pin 0 ausgibt 
und zwischen Ausgang (zieht dann auf Masse, entspricht also 
durchgeschalteten OC-Treiber) und Eingang (ist hochohmig, entspricht 
also "offenem" OC-Treiber) umschaltet.

Kann man machen. Funktioniert. Nur ist das Risiko, daß bei einem 
Softwarefehler der µC seine Versorgungsspannung in die Kamera bläst, 
nicht mit absoluter Sicherheit auszuschließen.

Mit einer in Reihe geschalteten Diode kann man das etwas sicherer 
ausschließen. Dann kann der I/O-Pin auf die gewohnte Weise mit 0 bzw. 1 
angesteuert werden, der "Trick" mit der Richtungsumschaltung ist dann 
nicht nötig.

Man verlässt sich hier halt auf die Diode und daß sie auf keinen Fall 
durchlegiert, was bei heftigen ESD-Einschlägen nicht mit absoluter 
Sicherheit auszuschließen ist.

von Joachim B. (jar)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> dann
> haben sie einen gemeinsamen Bezug.

aber bei getrennter Versorgung stört das nicht!

Rufus Τ. F. schrieb:
> Die vom Threadstarter genannte Idee, direkt einen µC-I/O-Pin zu
> verwenden, würde natürlich auch funktionieren - den Open-Collector- bzw.
> Open-Drain-Betrieb bekommt man damit hin, daß man auf dem Pin 0 ausgibt
> und zwischen Ausgang (zieht dann auf Masse, entspricht also
> durchgeschalteten OC-Treiber) und Eingang (ist hochohmig, entspricht
> also "offenem" OC-Treiber) umschaltet.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Mit einer in Reihe geschalteten Diode kann man das etwas sicherer
> ausschließen.

eine Diode hilft gegen falsche Spannungen aber wie immer

Rufus Τ. F. schrieb:
> Kann man machen. Funktioniert. Nur ist das Risiko, daß bei einem
> Softwarefehler der µC seine Versorgungsspannung in die Kamera bläst,
> nicht mit absoluter Sicherheit auszuschließen.

klar absolute Sicherheit gibts eben selten, auch ein Optokoppler kann 
überwunden werden, schliesslich gibt es welche mit 1,5kV oder 4kV 
Trennung und wenn alle Stricke reissen und 10kV durch einen 
schaltungsfehler im EVU ins Haus kommen......

also bitte nicht übertreiben,

OC Trasi mit 4,7k in die Basis, 2 getrennte Versorgungen auf Akku Basis 
reichen im Normalfall.

von Wolfgang (Gast)


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Markus L. schrieb:
> Warum nimmst Du nicht einfach ein Relais wie das da:
> https://www.pololu.com/product/2480

80mA Steuerstrom, um 80uA der Kamera zu steuern
Selbst der einfachste Optokoppler ist da um eine Größenordnung 
effektiver.
Wer die Kamera aus einem Akku speist, weil er irgendwo in der Landschaft 
seine Zeitraffer aufnimmt, wird da evtl. Rücksicht drauf nehmen wollen.

von Joachim B. (jar)


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Wolfgang schrieb:
> Selbst der einfachste Optokoppler ist da um eine Größenordnung
> effektiver.
> Wer die Kamera aus einem Akku speist

der kann auch die mA für den Optokoppler sparen wenn nur µA für die 
Basis eines OC Transistors gebraucht werden

von Daniel F. (df311)


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ich baue mir im moment einen intervaltimer zusammen. der einfache taster 
aus der originalen canon-fernbedienung wird bei mir durch einen 
optokoppler aus dem fundus "ersetzt" (irgendein cny17, liegt daheim auf 
dem tisch)

ist im moment vielleicht noch nicht notwendig, aber an die steuerung 
sollten später auch noch motoren dran. und der oc ist auf jeden fall 
billiger als die kamera ;-)

von Joachim B. (jar)


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Daniel F. schrieb:
> der einfache taster
> aus der originalen canon-fernbedienung wird bei mir durch einen
> optokoppler aus dem fundus "ersetzt" (irgendein cny17

da hat doch keiner was dagegen

es wurde ja nun schon öfter gesagt Optokoppler kann wer mag und meint er 
muss.
In JEDEM Fall ist es halt unnötig, kommt halt ganz auf das Umfeld an.

Ich bin ja nicht der erste der einfach einen open collector Transistor 
nimmt, also entweder liegen mehr falsch oder einige betrachten genau den 
Anwendungsfall wie ich ;)

Daniel F. schrieb:
> ich baue mir im moment einen intervaltimer zusammen

wenn du natürlich deinen Timer aus einem Kondesatornetzeil direkt an 
230V~ betreibst gönne ich dir den Optokoppler :)

von Wolfgang (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> der kann auch die mA für den Optokoppler sparen wenn nur µA für die
> Basis eines OC Transistors gebraucht werden

Den Transistor kann er sich dann auch sparen, wenn er es schafft, die 
Ausgangsstufe des uC als open drain zu betreiben, i.e. über DDR zu 
steuern.

von Joachim B. (jar)


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Wolfgang schrieb:
> Den Transistor kann er sich dann auch sparen, wenn er es schafft

klar auch das wäre möglich wer ganz genau alle Parameter kennt!

von michael_ (Gast)


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Wolfgang schrieb:
> Markus L. schrieb:
>> Warum nimmst Du nicht einfach ein Relais wie das da:
>> https://www.pololu.com/product/2480
>
> 80mA Steuerstrom, um 80uA der Kamera zu steuern
> Selbst der einfachste Optokoppler ist da um eine Größenordnung
> effektiver.

Mit einem Reed-Relais kommt man locker in den Bereich eines Optokoppler.
Ich würde da nichts riskieren.

Und obige 80mA stören doch nicht.
Der Impuls muß doch nur so stark sein, um das Relais anzusprechen.

von Markus L. (rollerblade)


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Wolfgang schrieb:
> Markus L. schrieb:
>> Warum nimmst Du nicht einfach ein Relais wie das da:
>> https://www.pololu.com/product/2480
>
> 80mA Steuerstrom, um 80uA der Kamera zu steuern
> Selbst der einfachste Optokoppler ist da um eine Größenordnung
> effektiver.
Mag sein, aber den OK kriegt der TO ja nicht selber auf die Reihe.

> Wer die Kamera aus einem Akku speist, weil er irgendwo in der Landschaft
> seine Zeitraffer aufnimmt, wird da evtl. Rücksicht drauf nehmen wollen.
Wirklich tolles Argument: 80mA für wie lange, damit die Kamera auslöst? 
30ms? Wow, was für ein horrender Verbrauch.

: Bearbeitet durch User
von Axel S. (a-za-z0-9)


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Wolfgang schrieb:
> Joachim B. schrieb:
>> der kann auch die mA für den Optokoppler sparen wenn nur µA für die
>> Basis eines OC Transistors gebraucht werden
>
> Den Transistor kann er sich dann auch sparen, wenn er es schafft, die
> Ausgangsstufe des uC als open drain zu betreiben, i.e. über DDR zu
> steuern.

Nein. Auch so wird das keinen echter open-drain Ausgang, denn die 
Schutzdiode vom Ausgang zu Vcc bleibt. Die Spannung kann deswegen nicht 
über Vcc + eine Diodenflußspannung steigen. Bei einem echten open-drain 
hingegen schon.

Mal ehrlich: das ist keine Raketentechnik. Ein kleiner MOSFET oder 
Transistor kostet Cents und der genaue Typ ist weitgehend unkritisch. Es 
gibt keinen vernünftigen Grund, den einsparen zu wollen. Den eigenen µC 
schützt man auf diese Weise übrigens auch noch.

Relais brauchen halt Strom, genauso wie Optokoppler. Wenn es keine Rolle 
spielt, wieviel Strom die Auslöseschaltung verbraucht, dann verbaut das 
halt in Gottes Namen. So was schnuckeliges wie den oben von mir 
verlinkten SmaTrig bekommt man dann natürlich nicht hin. Das Ding ist 
kleiner als eine Streichholzschachtel und läuft mit einer CR2032 
deutlich über ein Jahr.


Markus L. schrieb:
> Wirklich tolles Argument: 80mA für wie lange, damit die Kamera auslöst?
> 30ms? Wow, was für ein horrender Verbrauch.

Bei Langzeitbelichtungen fließen die 80mA für die gesamte 
Belichtungszeit.

: Bearbeitet durch User
von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Markus L. schrieb:
> Wirklich tolles Argument: 80mA für wie lange, damit die Kamera auslöst?
> 30ms? Wow, was für ein horrender Verbrauch.

Ich nutze seit Jahren einen selbstgebauten Timer um meine DSLR bei 
Langzeitaufnahmen im "Bulb"-Modus anzusteuern. Da wird der Auslöser 
solange betätigt, wie belichtet wird.

Die Belichtungsdauer liegt je nach Motiv im Bereich bis zu mehreren 
Minuten; Zeiten von bis zu 30 Sekunden kann die Kameraelektronik selbst 
steuern, da ist der Timer nicht unbedingt erforderlich.

von Wolfgang (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Nein. Auch so wird das keinen echter open-drain Ausgang, denn die
> Schutzdiode vom Ausgang zu Vcc bleibt.

Die Schnittstellenparamter der Sony Alpha kenne ich nicht, aber bei 
bspw. einer Canon EOS1200 arbeiten die Remote Anschlüssen mit 3.3V. 
Solange der Mikrocontroller also mit 3V oder mehr läuft, haben die 
Schutzdioden da überhaupt nichts zu melden und die Open-Drain-Steuerung 
funktioniert bestens.

Der Hinweis von Joachim gilt aber natürlich, wobei es nicht auf "ganz 
genau" ankommt ;-)

Joachim B. schrieb:
> klar auch das wäre möglich wer ganz genau alle Parameter kennt!

von Markus L. (rollerblade)


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Axel S. schrieb:
> Markus L. schrieb:
>> Wirklich tolles Argument: 80mA für wie lange, damit die Kamera auslöst?
>> 30ms? Wow, was für ein horrender Verbrauch.
>
> Bei Langzeitbelichtungen fließen die 80mA für die gesamte
> Belichtungszeit.
Richtig, aber Wolfgang schrieb von Zeitraffer.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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Markus L. schrieb:
> Richtig, aber Wolfgang schrieb von Zeitraffer.

Wieso schließen sich Langzeitbelichtung und Zeitraffer aus?

Guck dir mal die Belichtungszeiten für typischen Zeitraffer vom 
Sternhimmel an. Wenn du für eine Filmdauer von 30s auf eine 
Gesamtbelichtungszeit von 6h kommst, spielt der Stromverbrauch natürlich 
eine Rolle. Ein Strom von 80mA summiert sich da immerhin auf 1/2 Ah.

von Joachim B. (jar)


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michael_ schrieb:
> Und obige 80mA stören doch nicht.

Markus L. schrieb:
> 80mA für wie lange, damit die Kamera auslöst?
> 30ms? Wow, was für ein horrender Verbrauch.

Markus L. schrieb:
>> Bei Langzeitbelichtungen fließen die 80mA für die gesamte
>> Belichtungszeit.
> Richtig, aber Wolfgang schrieb von Zeitraffer.

der Appetit kommt beim Essen und wenn schon Timer dann doch auch 
langzeitfähig, also 80mA und Reedrelais würde mir ja nicht im Traum 
einfallen, selbst Optokoppler liegen mindestens eine Zehnerpotenz 
drunter!

Das mit dem Reed muss ein Blinder sein der über Farbe diskutiert.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Wolfgang schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Nein. Auch so wird das keinen echter open-drain Ausgang, denn die
>> Schutzdiode vom Ausgang zu Vcc bleibt.
>
> Die Schnittstellenparamter der Sony Alpha kenne ich nicht, aber bei
> bspw. einer Canon EOS1200 arbeiten die Remote Anschlüssen mit 3.3V.
> Solange der Mikrocontroller also mit 3V oder mehr läuft, haben die
> Schutzdioden da überhaupt nichts zu melden

Klar. Unter den passenden Umständen kann es trotzdem funktionieren. 
Nur ändert das genau gar nichts an der Tatsache daß ein derart 
benutzter µC-Ausgang eben kein open-drain Ausgang ist.

Mancher wird mit einem derartigen Gerät auch mal etwas anderes als eine 
Kamera steuern wollen. Vielleicht ein Blitzgerät? Denn da gibt es 
etliche, die deutlich mehr als 3.3V ausgeben.

von michael_ (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> Das mit dem Reed muss ein Blinder sein der über Farbe diskutiert.

Klar, ich taste mich gerade noch über BS und Tastatur :-)

Reed mit 10mA/5V ist Standardware. Sicher gibt es noch bessere.

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