Abradolf L. schrieb:> ... WENN man denn was kann und sich nicht nur einbildet was zu können.
Hahahahahahahahahahahaha.
Das spielt vielleicht zu 25% eine Rolle. Alles andere ist maßlose
Selbstüberschätzung mit dem Können sich perfekt zu verkaufen.
djm schrieb:> mit dem Können sich perfekt zu verkaufen.
Glückwunsch.
Du hast ein Defizit erkannt, nun sei ein guter Ingenieur und arbeite
daran.
Zum Ingenieur-Sein gehört dazu dass du Probleme selbstständig erkennen
und lösen kannst. Das müssen nicht zwangsläufig technische Probleme
sein.
Wenn deine Diagnose lautet "Ich bin fachlich gut aber kann mich schlecht
präsentieren." solltest du nicht noch mehr Fachbücher wälzen sondern an
deinem Auftreten arbeiten.
Die Mitleids-Schiene "Buhu, ich bin fachlich so gut aber die Personaler
wollen immer nur die hübschen Blender." ist zwar bequem, aber einem
Ingenieur unwürdig und bringt dich auch nicht weiter.
djm schrieb:> Hahahahahahahahahahahaha.> Das spielt vielleicht zu 25% eine Rolle. Alles andere ist maßlose> Selbstüberschätzung mit dem Können sich perfekt zu verkaufen.
+1 von mir. Allerdings gibt es schon vereinzelt auch Firmen, wo diese
Schaumschläger überhaupt nicht gerne gesehen sind. Man muss sie nur
finden. Scrum und Kommunikationsstärke in der Stellenanzeige deuten
allerdings schon darauf hin, dass hier Schwätzer gesucht werden.
https://pbs.twimg.com/media/CVUbwR_VEAAhthR.png
Ohgott, geht der Kindergarten wieder los.
Ich denke, 90% der Leute die ihr immer als Blender und Schaumschläger
bezeichnet sind in Wahrheit wirklich (fachlich) gute Leute.
Allerdings kommt euer kleines Frickelnerd-Ego nicht damit klar dass es
Leute mit sicherem Auftreten und guter Sozialkompetenz gibt und die
euch fachlich überlegen sind.
Weil nicht sein kann was nicht sein darf.
Natürlich gibt es auch echte Blender und Schaumschläger.
Allerdings wohl bei Weitem nicht in der Größenordnung wie die Forenelite
(lol) immer glauben machen möchte.
Abradolf L. schrieb:> https://www.golem.de/news/allensbach-studie-alters...>> Offensichtlich lässt sich hierzulande doch noch gutes Geld verdienen,> ... WENN man denn was kann und sich nicht nur einbildet was zu können.
Ist ja lustig. Das habe ich gerade auch gelesen. :-)
Leider wurde da nichts von den Arbeitszeiten geschrieben.
40-Stunden-Woche oder 40 Stunden plus Verwaltung/Organisation? Oder ganz
andere Zeiten?
Also bei embedded Software-Entwicklern erkennt man sehr schnell die
Blender.
Er muss ja schnell was liefern, und das sieht man sofort, sofern er/sie
vor Ort arbeitet.
M.E. erkennen Kunden sehr schnell, wenn jemand zu selbstsicher auftritt
und sich als Könner verkauft.
Blöd sind Kunden meistens nicht, d.h. die Fachabteilungen nicht.
(Personalabteilung und Einkauf sind schon blöd, keine Frage.)
Le X. schrieb:> Die Mitleids-Schiene "Buhu, ich bin fachlich so gut aber die Personaler> wollen immer nur die hübschen Blender." ist zwar bequem, aber einem> Ingenieur unwürdig und bringt dich auch nicht weiter.
Hab ich irgendwo "Buhu" gemacht? Dazuhin reißt du meine Aussage aus dem
Zusammenhang.
Es geht nur um Abradolfs Aussage und die ist einfach grundsätzlich
falsch. IT-Freelancer glänzen nicht durch fachliches und soziales
Können, sondern meist durch Inkompetenz und soziales Können.
Wir hatten hier in der Firma auch einige Freelancer, die dazu
beigetragen haben, eine Architektur aufzubauen (ging
Ressourcen-technisch nicht anders). Die waren in der GL hoch angesehen.
Mittlerweile ist fast jede Entscheidung von denen revidiert worden.
freelancer schrieb:> M.E. erkennen Kunden sehr schnell, wenn jemand zu selbstsicher auftritt> und sich als Könner verkauft.> Blöd sind Kunden meistens nicht, d.h. die Fachabteilungen nicht.> (Personalabteilung und Einkauf sind schon blöd, keine Frage.)
Das ist schon richtig, aber man erkennt es eben nicht im
Vorstellungsgespräch. Und auch in den Fachabteilungen gibt es genügend
Idioten, die nur Teamleiter geworden sind, weil sie am längsten in der
Firma sind oder weil Geschäftsführung und Personalabteilung, die über
die Besetzung entscheiden, fachlich keine Ahnung haben. In unserer
Klitsche jedenfalls wurden die fachlich kompetenten Vorgesetzten von den
intriganten Schwätzern und der unfähigen Geschäftsführung abgesägt.
Le X. schrieb:> Ich denke, 90% der Leute die ihr immer als Blender und Schaumschläger> bezeichnet sind in Wahrheit wirklich (fachlich) gute Leute.
Ich glaube nicht, dass du Schaumschläger das beurteilen kannst.
Le X. schrieb:> Ich denke, 90% der Leute die ihr immer als Blender und Schaumschläger> bezeichnet sind in Wahrheit wirklich (fachlich) gute Leute.
Nein. Ich bau jetzt viele Jahre Software und meine Erfahrungen mit
Freelancer sind hier wirklich 25%/75%.
Leute, die wirklich was entwickeln, haben was auf dem Kasten, da man
deren Arbeit qualitativ bewerten kann. Die haben wir aber selten, da die
Entwicklungsarbeit intern läuft.
Schlimmer sind da die, die Beratungsleistung abliefern. Die lässt sich
meistens nicht kurzfristig bewerten, sondern eher auf langfristige
Sicht. Und da fallen leider die meisten durch. Die können tolle bunte
pptx machen und sind dann imer ganz arg drauf bedacht, zu erklären in
welch tollen und großen Unternehmen sie doch sonst so sind. Aber ihre
Ergebnisse sind meistens für die Tonne.
F. B. schrieb:> Ich glaube nicht, dass du Schaumschläger das beurteilen kannst.
Interessante Aussage.
Auf was genau stützt du diese Einschätzung?
Ich kann mich an kein fachliches Gespräch mit dir erinnern dass dich
befähigen würde meine Kenntnisse zu beurteilen.
djm schrieb:> Wir hatten hier in der Firma auch einige Freelancer, die dazu> beigetragen haben, eine Architektur aufzubauen (ging> Ressourcen-technisch nicht anders). Die waren in der GL hoch angesehen.> Mittlerweile ist fast jede Entscheidung von denen revidiert worden.
Sind wir in derselben Firma?
Also die Schwätzer bei uns, die wussten zwar schon viel, weil sie
scheinbar viel gelesen haben. Sie konnten überall ihren Senf dazu geben
und mit Buzzwords um sich werfen. Das macht bei vielen Leuten Eindruck.
Es war aber meistens nur theoretisches Wissen. In der Praxis hatten sie
nicht viel drauf.
Le X. schrieb:> Interessante Aussage.> Auf was genau stützt du diese Einschätzung?> Ich kann mich an kein fachliches Gespräch mit dir erinnern dass dich> befähigen würde meine Kenntnisse zu beurteilen.
Lebenserfahrung. Ich erkenne das sofort an deinen selbstherrlichen
Beiträgen.
F. B. schrieb:> Lebenserfahrung. Ich erkenne das sofort an deinen selbstherrlichen> Beiträgen.
Interessante Aussage, ausgerechnet von dir.
Ich glaube, es fällt kleinen Frickelnerds sehr schwer anzuerkennen, dass
Menschen mit sicherem Auftreten, gepflegtem sportlichem
Erscheinungsbild, sozialkompatiblen Hobbys und hübscher Freundin auch
fachlich was auf dem Kasten haben können.
Ich glaube, das ist für die sehr deprimierend, deshalb wird es
verleugnet oder der Gegenüber kurzerhand als Blender bezeichnet um das
eigene Weltbild gerade zu rücken.
Aber es ist müßig hier in diesem Umfeld unser fachliches Wissen bewerten
zu wollen. Das klappt nicht.
Solang das mein AG aber erkennt und anerkennt reicht das für mich.
Le X. schrieb:> Ich glaube, es fällt kleinen Frickelnerds sehr schwer anzuerkennen, dass> Menschen mit sicherem Auftreten, gepflegtem sportlichem> Erscheinungsbild, sozialkompatiblen Hobbys und hübscher Freundin auch> fachlich was auf dem Kasten haben können.
Ach komm. Jeder hat so seine Defizite, den Supermann, der in allen
Bereichen top ist, den gibt es praktisch nicht. Ist wie bei einer
Optimierung, die du nicht in alle Richtungen gleichzeitig vornehmen
kannst, weil sich Faktoren gegenseitig beeinflussen oder sogar
gegensätzlich gelagert sind.
Aber ja, Neid und Missgunst können sicherlich dazu führen, dass Kollegen
auch mal unberechtigterweise als Blender verleumdet werden.
Le X. schrieb:> dass> Menschen mit sicherem Auftreten, gepflegtem sportlichem> Erscheinungsbild, sozialkompatiblen Hobbys und hübscher Freundin auch> fachlich was auf dem Kasten haben können.
Wenn man das mal durchdenkt: Man hat zwei Personen, der eine ist ein
"kleiner Frickelnerd", der Andere ein selbstbewusster Mann mit Freundin
und all das was du aufgezählt hast. Wir gehen von der gleichen
Intelligenz aus, wer wird dann mehr fachliche Kenntnisse haben? Der
Nerd, der sich auch in seiner Freizeit neben dem Studium mit technischen
Themen auseinandersetzt und reinfuchst, oder der Sozialkompatible, der
in seiner Freizeit sportlichen Hobbys nachgeht und Spaß mit seiner
Freundin hat? Imho muss man sich entscheiden, in was man seine Zeit
investiert. Wenn man sich Tag täglich sinnvoll mit einem Gebiet
beschäftigt, kann man demjenigen doch nur einen höheren Wissensstand
(sowohl theoretisch als auch praktisch) attestieren?
Ich sage damit nicht, dass der gut aussehende, sportliche Typ nicht
fachlich mehr auf dem Kasten haben kann, aber es ist wahrscheinlich sehr
viel seltener. Spaß hat er im Leben aber sicherlich mehr.
Max M. schrieb:> Spaß hat er im Leben aber sicherlich mehr.
Das kommt auf die Prioritäten an oder? Sport macht mir z.B. absolut
keinen Spaß. Wenn ich es dann vermeide habe ich(!) mehr Spaß, als mit
Sport.
Max M. schrieb:> mho muss man sich entscheiden, in was man seine Zeit investiert.
Ja. Aber Zeit ist nicht gleich Zeit. U.U. fragt der sozialkompatible
jemanden und laesst sich etwas gut erklaeren, und bekommt damit eine
tieferes Verstaendnis in 2h als der Einzelkaempfer durch 100h
trial-and-error.
Es gibt natuerlich gute Fehler aus denen man viel lernt, es gibt aber
auch Zeitverschwendung.
> Ich glaube, es fällt kleinen Frickelnerds sehr schwer anzuerkennen, dass> Menschen mit sicherem Auftreten, gepflegtem sportlichem> Erscheinungsbild, sozialkompatiblen Hobbys und hübscher Freundin auch> fachlich was auf dem Kasten haben können.
doch, die gibt es. Die haben aber keine Zeit, in sozialen Foren wie hier
viel Zeit zu verbringen.
Jeder, der hier viel Zeit verbringt (ich gehöre dazu) hat irgendwo ein
oder mehrere Defizite.
(Admins oder bezahlte Moderatoren zähle ich natürlich nicht dazu, diese
haben eine gewinnverdächtige Marktlücke entdeckt)
Vorallem sind die Denkmuster die man im MINT-Bereich braucht andere als
in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Der Mensch hat sich über
Jahrmillionen zu sozialen Wesen entwickelt. Die meiste Zeit in der
Menschheitsgeschichte gab es keine partiellen Schriftsysteme wie die
arabische Schrift. Das Denken in Zahlen ist deshalb keine natürliche
Funktion in unseren Köpfen. Das wird einem erst in der Schule und im
Studium in den Kopf eingehämmert.
Wenn man nun sehr viel Zeit mit einer Denkweise verbringt, dann
verkümmert die Andere allmählich, sofern man nicht für Ausgleich sorgt.
Hut ab an diejenigen, die in beiden Bereichen Spitze sind.
Max M. schrieb:> Imho muss man sich entscheiden, in was man seine Zeit investiert.
Genau mein Reden, man hat begrenzte Zeit und begrenzte Ressourcen zur
Verfügung, daher lässt sich nicht alles gleichzeitig optimieren.
Idealerweise sollte man jedenfalls sicher nicht zu einseitig optimieren,
da dies insgesamt zu negativen Effekten führt, beispielsweise ein
Mathegenie mit extrem gutem Fachwissen, der aber keinerlei Freunde hat
und Probleme, Brötchen beim Bäcker einzukaufen, weil er die Zähne nicht
auseinander bekommt.
Max M. schrieb:> Wenn man sich Tag täglich sinnvoll mit einem Gebiet> beschäftigt, kann man demjenigen doch nur einen höheren Wissensstand> (sowohl theoretisch als auch praktisch) attestieren?
Nö.
Qualität vor Quantität.
Ich hab die Erfahrung gemacht dass die Leute, die richtig was auf dem
Kasten haben meist auch ein "erfolgreiches" Privat- und Sozialleben
haben.
Das sind oft vielfältig interessierte Menschen mit ganz
unterschiedlichen Hobbys.
Daraus folgere ich dass es auch der fachlichen Entwicklung zuträglich
ist wenn man versucht einen kompletten, vielfältigen Charakter
auszubilden.
Das hat wohl was mit "Abschalten" zu tun.
Generell ist es immer von Vorteil über den eigenen Tellerrand
hinauszusehen, neues auszuprobieren oder sich auf unterschiedliche Dinge
einzulassen.
Le X. schrieb:> Daraus folgere ich dass es auch der fachlichen Entwicklung zuträglich> ist wenn man versucht einen kompletten, vielfältigen Charakter> auszubilden.> Das hat wohl was mit "Abschalten" zu tun.> Generell ist es immer von Vorteil über den eigenen Tellerrand> hinauszusehen, neues auszuprobieren oder sich auf unterschiedliche Dinge> einzulassen.
Vollkommen richtig.
@alle Fachexperten und Kellerfrickler: Wie viele Stunden muss man denn
neben der Arbeit aufwenden, um zu kapieren wie Komponenten wie
Kondensator, Spule, Widerstand, Schaltregler und co sich verhalten? Das
kostet Zeit, ja sicher, aber jegliches Privatleben und Sport dafür
aufgeben? Klingt nach einer faulen Ausrede!
Le X. schrieb:> Ich hab die Erfahrung gemacht dass die Leute, die richtig was auf dem> Kasten haben meist auch ein "erfolgreiches" Privat- und Sozialleben> haben.
Nein. Irgendwo muss jeder Abstriche machen. Den Typ, der in jedem
Lebensbereich erfolgreich ist, gibt es einfach nicht. Zudem ist es sehr
diskutabel, was "erfolgreich" überhaupt jeweils konkret bedeutet. Es
lässt sich auch nicht alles beliebig selber beeinflussen (Gene,
Charakter).
Ich finde es viel wichtiger, dass man selbst mit sich im Reinen ist, und
das subjektive Optimum für sich definiert und anstrebt.
Nicht jeder kann und will (!) das angebliche (Spießer-)Ideal erreichen:
eine junge, attraktive Ehefrau, zwei Kinder (Mädchen und Junge), eigenes
Haus mit Garten, mindestens ein Oberklassefahrzeug in der Garage,
sportlich durchtrainiert Körper, extrovertierte Persönlichkeit,
Projektleiter bei Audi.
Abradolf L. schrieb:> https://www.golem.de/news/allensbach-studie-alters...>> Offensichtlich lässt sich hierzulande doch noch gutes Geld verdienen,> ... WENN man denn was kann und sich nicht nur einbildet was zu können.
Daran habe ich nie gezweifelt. Sonst irgendwer?
Was aber viel wichtiger für jemanden wie mich ist: Es lässt sich
hierzulande sogar dann noch gutes Geld verdienen, selbst WENN man nicht
so viel kann.
Unwicht schrieb:> Wenn man nun sehr viel Zeit mit einer Denkweise verbringt, dann> verkümmert die Andere allmählich, sofern man nicht für Ausgleich sorgt.> Hut ab an diejenigen, die in beiden Bereichen Spitze sind.
Das sagst Du was Gutes! Und Ich gebe Dir auch Recht. Viele IT-Leute sind
unkommunikativ und verschroben.
Ich würde aber sagen, dass speziell die IT-Berater nur dann erfolgreich
sein können, wenn sie sehr kommunikativ sind und auf Menschen eingehen
können.
Kommen wir aber mal zum Thema:
Dieser Bericht, der hier gelinkt wurde, hat einen ganz anderen Zweck:
Es geht um die Thematik der angeblichen Nichtversorgung der
Selbständigen und deren mangelnden Altersrücklagen. Das Thema ist hier
das der Scheinselbständigkeit.
DESWEGEN HAT MAN DIESEN ARTIKEL AUFGELEGT!
Es soll suggeriert werden, dass es das Problem nicht gibt und kein
Handlungsbedarf besteht.
Ich sehe das aber anders: Bei vielen sogenannten Selbständigen besteht
dieses Problem sehr wohl.