mikrocontroller.net

Forum: HF, Funk und Felder Der Berg kreißte.und gebar den FA-NWT2


Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So, nun ist er endlich vorgestellt: Der FA-NWT2, also die zweite 
Generation des vor über 10 Jahren veröffentlichten Funkamateur-Wobblers 
bis ca. 160 MHz.

Ganz grundsätzlich ist es sehr zu begrüßen, daß es jetzt wieder einen 
bezahlbaren und amateurgeeigneten Wobbler gibt, der die Frequenzbereiche 
bis so etwa 160 MHz abdeckt.

Das muß mal gesagt werden - und dieser Wobbler ist auch allen an HF 
interessierten Leuten anzuraten, sofern sie nicht von Berufs wegen auf 
teurere kommerzielle Meßtechnik zurückgreifen können.

Was also haben wir denn nun vorliegen:

Die prinzipielle Gestaltung hat sich nicht geändert. Die Signalerzeugung 
macht wieder ein AD9951, der diesmal weder von einem 20 MHz XO noch von 
einer Oberwelle eines 80 MHz XO's angetrieben wird, sondern es gibt 
jetzt einen fertigen 400 MHz XO.

Die Detektorseite ist ebenfalls gleich geblieben, ein AD8307 für's 
Logarithmische und ein AD8361 für's Lineare. Mich würde dabei eher 
interessieren, ob die Ausgangspegel der Detektoren inzwischen an den 
Wandlerbereich des ADC im PIC angepaßt wurden. Bei dem alten NWT wurde 
nämlich durch Fehlanpassung glatt das MSB von den 10 Bit vergeigt.

Zwei Neuerungen hat es:
Es gibt jetzt optional (und garantiert gegen Aufpreis) den 
Reflexions-Meßzusatz TDC-10-1 (Mini-Circuits?) nebst einem zweiten 
AD8307 eingelötet. Normalfall: 0 Ohm über den Footprint.

Warum eigentlich so ein gewickeltes Bauteil und keine Impedanzmeßbrücke 
mit nem zweiten AD8000, 3..5 Widerständen und dritter BNC-Buchse? Nun, 
es ist halt so.

Sodann gibt es eine eingebaute Dämpfungsstrecke bis zu 64 dB Dämpfung - 
und das in Schritten zu 0.1 dB!
O ha, Schritte von nullkommaein Dezibel!
Na das ist wirklich was sehr, sehr feines.. Ich hab bei meinem 10 Jahre 
alten Gerät einfach ein paar auf den Ausgang steckbare Dämpfungsglieder. 
Das reichte mir bislang eigentlich, aber zu den Feinheiten beim 
Ausgangspegel komme ich noch.

Tja, als Steuerung werkelt wieder ein PIC im DIL-Gehäuse, diesmal ein 
PIC18F.. und die Kommunikation mit dem PC findet modernerweise per USB 
statt.....bis man mal genauer hinguckt. Da werkelt nämlich ein FT232RL 
auf der LP. Der hat zwar 13 benutzbare Signale (DBUS0..7 und CBUS0..4), 
aber soweit ich mich erinnere, kann der nur seriell und nicht parallel 
wie die FT245xx. Oder?

Das legt den Gedanken nahe, daß die Wobbeldaten nach wie vor über den 
seriellen Flaschenhals gehandhabt werden. Prost. Es gibt ja keine 
preisgünstigen Cortexe, die ein USB-VCP selber können, nee was? Nicht 
mal hier in diesem Forum, gelle? Gibt es eigentlich FA Leute, die hier 
mitlesen?

Bei so einem Flaschenhals im Datenweg ist es natürlich naheliegend, daß 
die  Analog-Kanäle, die so ein Mikrocontroller bietet und die sich für 
zusätzliche externe Sensoreingängen eignen würden, natürlich NICHT 
genutzt werden. Es wäre ja auch zu einfach, die HF und die ZF und die 
Demodulatorkennlinie zugleich zu erfassen und am PC darstellen zu 
können.

Ich weiß, was gleichzeitige 5 Analogkanäle schlußendlich für eine 
Daten-Drängelei auf der Seriellen bedeuten. Mit nem VCP direkt im µC 
wäre das überhaupt kein Problem gewesen.


Kommen wir zur Kalibrierung des Ganzen.

Hä - Kalibrierung?

Ja.

Die Amplitude eines DDS ist in weiten Teilen ja wirklich recht glatt und 
eben, aber nicht in allen Teilen. Insbesondere wenn man sich der 
Fsample/2 nähert, wird's kritisch. Nun hatte der erste NWT aud guten 
Gründen drei Tiefpässe drin: zwei vor den E+ und E- Eingängen des AD8000 
und einer noch danach. Ich nehme mal an, daß dieses Detail gleich 
geblieben ist.

Tja - aber ein Triumvirat aus DREI Tiefpässen hat so seinen Einfluß auf 
die Flachheit des Ausgangspegels über die Frequenz. Wenn man mal den 
ganzen Bereich von null bis 160 MHz durchwobbelt und sich den linearen 
Detektor anschaut, dann sieht man die Krummheit.

Auf die Idee, noch einen weiteren AD8361 zu spendieren, auf die 0.1 dB 
Einstellfeinheit zu verzichten und stattdessen die Ausgangsspannung nach 
dem letzten Filter zu regeln, ist keiner gekommen. Stattdessen wird in 
der PC-Software die Anzeige kalibriert.

Mal im Klartext: Der Verlauf des Ausgangspegels ist und bleibt so krumm 
wie er ist - und der Prüfling sieht natürlich genau diesen krummen 
Pegelverlauf, aber auf dem Bildschirm des PC wird das nachträglich 
geradegebogen. Und wer sich wundert, daß ggf. der Prüfling in mittleren 
Frequenz-Bereichen sich mal etwas anders benimmt als am Rande, ist 
selber schuld. OK, für schmalbandiges Ausmessen von Quarzfiltern spielt 
das keine Rolle.

OK, jedes Gerät hat seine Meriten und seine Grenzen. Wie gesagt, es ist 
gut, daß es da wieder was zu kaufen gibt. Schließlich wollte ich nicht 
drüber meckern, sondern den Machern ein Lob aussprechen.

W.S.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So ein Mist, ich hatte eigentlich BERG hinschreiben wollen..

W.S.

Autor: Vka (Gast)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Viele Funkamateure habe ich als alte, verbissene Säcke kennen gelernt. 
Da ist die vorliegende Lösung schon High-Tech und über jede Kritik 
erhaben.
Außerdem: Machs besser wenn du kannst. Bedarf scheint ja da zu sein

Autor: B e r n d W. (smiley46)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> daß die Wobbeldaten nach wie vor über den seriellen Flaschenhals

Theoretisch sind mit dem FT232RL 1MBit bzw. 100kByte/s möglich. Mehr als 
1-2kByte Ram wird der PIC18 nicht haben. Die Daten müssen also sofort 
während der Messung raus, sonst läuft was über.

IMO ist der FT232RL teurer als ein kleiner Cortex mit USB, z.B. der 
STM32F103c8t6 auf diesem Blue-Pill-Board. Und der hat immerhin 20kByte 
RAM.

Autor: Nautilus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> Ganz grundsätzlich ist es sehr zu begrüßen, daß es jetzt wieder einen
> bezahlbaren und amateurgeeigneten Wobbler gibt, der die Frequenzbereiche
> bis so etwa 160 MHz abdeckt.

Das Gerät kann aber etwas mehr als der klassische Wobbler.

Autor: Joe G. (feinmechaniker) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
4 lesenswert
nicht lesenswert
Warum setzt du dich nicht mit den Entwicklern
- Hardware Bernd, DK3WX
- Software Andreas, DL4JAL
zusammen und diskutierst deine Vorschläge?

Joe, DL3AKB

Autor: Olaf (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
> Viele Funkamateure habe ich als alte, verbissene Säcke kennen gelernt.

Das sind sie natuerlich....

> Da ist die vorliegende Lösung schon High-Tech und über jede Kritik
> erhaben.

...aber das Problem ist ein anderes. Die Programmierwelt heute ist 
deutlich komplexer geworden als noch vor 20Jahren. Das ist aehnlich 
aufwendig wie ein guter HF-Entwickler zu sein. Daher findest du heute 
alles in Personalunion nur noch selten. Fuer so ein Projekt braeuchtest 
du heute einen guten HF-Entwickler, einen guten Firmwareschreiber und 
einen guten PC-Programmierer.

Olaf

Autor: Test (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> Auf die Idee, noch einen weiteren AD8361 zu spendieren, auf die 0.1 dB
> Einstellfeinheit zu verzichten und stattdessen die Ausgangsspannung nach
> dem letzten Filter zu regeln, ist keiner gekommen. Stattdessen wird in
> der PC-Software die Anzeige kalibriert.
>
> Mal im Klartext: Der Verlauf des Ausgangspegels ist und bleibt so krumm
> wie er ist - und der Prüfling sieht natürlich genau diesen krummen
> Pegelverlauf, aber auf dem Bildschirm des PC wird das nachträglich
> geradegebogen. Und wer sich wundert, daß ggf. der Prüfling in mittleren
> Frequenz-Bereichen sich mal etwas anders benimmt als am Rande, ist
> selber schuld. OK, für schmalbandiges Ausmessen von Quarzfiltern spielt
> das keine Rolle.

Dieser "Wobbler" wie du ihn nennst ist doch eigentlich ein 
Netzwerkanalysator (wie der Name NWT2 = NetzWerkTester schon vermuten 
lässt). Die sind mMn für lineare Messaufgaben gedacht. Das mit dem 
"Geradebiegen" machen auch die Millionen-Euro-Netzwerkanalysatoren von 
R&S so, nennt sich Kalibration. Ich sehe darin kein Problem. Was wäre 
denn der Anwendungsfall im Amateurfunkbereich wo nichtlineare Messungen 
von Bedeutung wären?

Deine Anmerkung mit der "Rückführung" ist natürlich völlig richtig, 
erfordert aber wie jede Regelung recht viel Aufwand in der 
Implementierung und Charakterisierung. Wenn du einen möglichst glatten 
Frequenzgenerator suchst, dann würde ich nicht zu einem 
Netzwerkanalysator greifen.

Leider ist es - schon wieder - nur ein skalarer Netzwerkanalysator 
(http://www.qrpforum.de/index.php?page=Thread&threadID=11530). Sehr 
schade. Auch ist mir ein Rätsel wie man mit diesem Ding S-Parameter 
aufnehmen können sollte ... Das geht mMn nur mit einem vektoriellen 
Netzwerkanalysator.

W.S. schrieb:
> Es gibt ja keine
> preisgünstigen Cortexe, die ein USB-VCP selber können, nee was?

Ich denke das kommt auf das Produktionsvolumen an. Der klare Vorteil ist 
die Treiberpflege die FTDI deutlich besser macht als jeder 
Mikrocontroller-Hersteller. Das bleibt dann ordentlich bei dir als 
Entwickler hängen. (Verschiedene Betriebssysteme, Treibersignierung, 
alle möglichen Szenarien Testen, usw). Ich denke das kann man 
entschuldigen das ist ein Hobbyinstrument.

W.S. schrieb:
> Sodann gibt es eine eingebaute Dämpfungsstrecke bis zu 64 dB Dämpfung -
> und das in Schritten zu 0.1 dB!
> O ha, Schritte von nullkommaein Dezibel!

Hmmmm. Wenn ich das richtig sehe, ist das eine Firmwaresache im AD9951. 
Muss man mal sehen wie real das wirklich ist.

W.S. schrieb:
> OK, jedes Gerät hat seine Meriten und seine Grenzen. Wie gesagt, es ist
> gut, daß es da wieder was zu kaufen gibt. Schließlich wollte ich nicht
> drüber meckern, sondern den Machern ein Lob aussprechen.

Finde es auch cool, dass es den FA-NWT wieder gibt.

Autor: Günter R. (guenter-dl7la) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Man muss das aus der kommerziellen Perspektive der Fa. Funkamateur 
sehen; das Marktsegment ist eh klein und hat Preis-Beschränkungen. 98% 
der heutigen Funkamateure sind Steckdosenamateure, der Selbstbauanteil, 
der noch ernsthafter entwickelt, hat vermutlich längst ausgesondertes 
professionelles Equipment oder den VNWA von Tom Baier zu Hause. Insofern 
ist die Neuauflage mutig und zu begrüßen.

Technisch wird jeder irgendetwas zum Mäkeln finden können. Man ist nicht 
gezwungen, den MCL-Richtkoppler zu verwenden, wenn man einen besseren 
externen hat. Die 0,1-dB-Schritte erscheinen mir auch etwas übertrieben, 
0,5 dB hätte m.E. gereicht, aber gut. Der Ansatz mit dem FT232 
vereinfacht aber auf jeden Fall die Unterstützung des Linux und des 
Raspberrys, was auch zu begrüßen ist.

Nun zum OT:

Vka schrieb:
> Viele Funkamateure habe ich als alte, verbissene Säcke kennen gelernt.

Stimme dir insofern zu, dass das Gruppendynamik ist, die du in jedem 
Verein findest. Geh mal auf ein Dorffest oder in einen Kleingartenverein 
(da ist z.B. meine Frau Mitglied). Wenn man sich die "deutschen" 
Gespräche abends auf 160 und 80 m anhört und mit denen vergleicht, die 
(über Web-SDR gut machbar) in anderen Kontinenten geführt werden, wirst 
du mühelos jede Menge Parallelen finden. Nur tröstlich: DIE kaufen 
keinen NWT...

Autor: Ein Ham (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo

"Viele Funkamateure habe ich als alte, verbissene Säcke kennen gelernt."

Das ist leider wie überall:
Die am lautesten schreien (größte Sendeleistung an guten Antennen haben, 
das röhrendste Auto haben, den größten und spiesigsten Kleingarten ;-) , 
die durchdringenste Stimme...) fallen am meisten auf.

Um nun  zuverlässig (auch bei schlechten Ausbreitungsbedingungen und 
hohem Störpegel beim Empfänger) ein kräftiges Signal im 80m Band, und 
auch deutlich weniger ausgeprägt im 40m Band, zu erzeugen sind 
Leistungen von >400W an großen (auf 80m gezwungenermaßen auch mechanisch 
großen) Antennen notwendig.

So etwas etwas ist nicht billig, vor allem vom Platzbedarf her.
Ein eigens Haus und gleichzeitig mit großen Grundstück haben nun mal 
eher die älteren Leute.
Und Grundstücke mit "richtig" Platz für Antenne die auf 80m und erst 
recht auf 160m sogar noch Gewinn machen (gegenüber einen Dipol) gibt es 
eigentlich immer nur fernab der Städte.
Alte (relativ) Männer mit Geld (Eigentum) in ländlichen Gegenden und 
öfter recht ausgeprägten Hang zu einer "Alles muss ich bezahlen, alle 
anderen leben auf meine kosten und sind Faulenzer" Einstellung sind nun 
mal nicht unbedingt die Sympathischsten und angenehmsten Zeitgenossen.
Jetzt muss man nur noch 1 + 1 zusammenrechnen und es wird klar warum es 
so erscheint als wenn viele Funkamateure alt und verbissen sind - weil 
man besonders diese Hams regelmäßig jeden Abend (80m und 160m) ohne 
Probleme auch bei schlechten Ausbreitungsbedienungen, einfachsten 
Behelfsantennen (Nur Empfang) und recht hohen Störpegel noch aufnehmen 
kann, bzw. diese bei der (Online-) SDR Wasserfallanzeige am stärksten 
auffallen.

Natürlich gibt es auch andere in der Gruppe der Hams mit großen Antennen 
und viel Leistung, aber die weichen meistens aus, haben nicht ihre feste 
Pöbelfrequenzen, sprechen auch mit den "Kleinen", halten sich nicht für 
die geborenen HF Götter usw.
Und die weitaus größte Gruppe der Hams haben halt nur 100W und "normale" 
Antennen zu Verfügung -  was auf 80m und erst recht auf 160m im 
verkürzte Antennen mit Verlusten (gegenüber einen Dipol) sind - und 
somit natürlich keine "garantierten" 9+ Signale auch bei schlechten 
Bedingungen erzeugen.
Diese Hams sind aber zum Großteil freundlich, weltoffene und 
hilfsbereite Menschen die nicht die Wahrheit für sich gepachtet haben 
und bei den es auch Geburtsjahrgänge nach 1970 gibt.

Ein Ham

Ein Ham

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Erstmal ein Dank an die Mod's für die Korrektur der Überschrift.

  danke

B e r n d W. schrieb:
> Theoretisch sind mit dem FT232RL...

das ist immer noch erstmal seriell. Beim FT245 hätte man ein paralleles 
Interface - und das ist deutlich schneller als jede Serielle. Und man 
wäre bei FTDI geblieben.

Abgesehen davon gibt es bei den PIC's mittlerweile ja auch welche, die 
selbst USB können - und MicroChip hat es als einziger Hersteller 
fertiggebracht, daß seine USB-VCP quasi bei Microsoft gelistet sind.

Nautilus schrieb:
> Das Gerät kann aber etwas mehr als der klassische Wobbler.

und
Test schrieb:
> Dieser "Wobbler" wie du ihn nennst ist doch eigentlich ein
> Netzwerkanalysator

Es ist ein Wobbler. Tja. Sowas ist ein Gerät, was eine Amplitude über 
die Frequenz aufnimmt und darstellt. Das Wort "Netzwerkanalysator" 
klingt bloß gewaltiger, ist aber genau dasselbe wie ein Wobbler. Wo 
bittesehr siehst du die Unterschiede?

Test schrieb:
> Die sind mMn für lineare Messaufgaben gedacht.

Hä? Also mit nem Wobbler kann man je nach Meßaufbau 
Frequenzabhängigkeiten messen, Filter abgleichen, Demodulatorkennlinien 
betrachten, Radios und Sender abgleichen und so weiter. Ein Wobbler ist 
fast genau so vielseitig wie ein Oszi, glaub's mir.

Das, was nicht geht ist: Bandscope aka Spektrumanalysator und Messung 
von Blindanteilen. Letzteres ist hilfreich beim Ausmessen von Antennen. 
Aber sowas ist dann ein etwas anderes Gerät.

Und was den krummen Verlauf des Ausgangspegels betrifft: Sowas kommt zum 
Tragen, wenn man Grenzwerte finden will, z.B. den Kompressionspunkt (für 
Elektroniker: wenn die Schaltung irgendwo an den Anschlag geht). Dafür 
aber hätte man lieber eine echt geregelte Ausgangsamplitude des 
Generators als eine kalibrierte Darstellung der Detektorpegel. Sonst 
haut man sich womöglich selber die Taschen voll beim Messen...

Joe G. schrieb:
> Warum setzt du dich nicht...

Weil z.B. der Andreas mir vor Jahren ausgesprochen pampig gekommen ist. 
OK, durch jahrelangen "Genuß" dieses Forums bin ich mittlerweile auch 
ein bissel mehr abgehärtet, aber damals eben nicht. Ich merke mir sowas. 
Auch hier im Forum.

Ich hatte damals stattdessen die FA-NWT Hardware nach meinem Gusto 
geändert und die FA-NWT-Firmware und PC-Programm komplett durch meine 
eigenen Elaborate ersetzt. Ich kann sowas und wenn ich mit dem Zeugs von 
anderen unzufrieden bin, dann tu ich das auch.

W.S.

Autor: DH1AKF W. (wolfgang_kiefer) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> Und was den krummen Verlauf des Ausgangspegels betrifft:

Informiere Dich doch erst mal, bevor Du irgendwelche Behauptungen 
aufstellst, z. B. hier:

http://www.qrpforum.de/index.php?page=Thread&postID=91927#post91927

Autor: Meister Röhricht (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Abgesehen davon gibt es bei den PIC's mittlerweile ja auch welche, die
> selbst USB können

Ja, statt des "teuren" FTDI haette man auch einen 18F2550 o.ä. nehmen
können. Die "emulierte" Baudrate wäre da nicht zum Tragen gekommen und
das Interface ca. 2-3 dezimale Grössenordnungen fluffiger.

Und einen ADC richtig anzutreiben, dass keine Bits leiden sollte
man eigentlich auch im Griff haben.

Ein PGA mit einer hinterlegten Kalibrierung des Ausgangspegels
wäre an sich auch kein Hexenwerk gewesen. Das auf der Eingangsseite
wegzurechnen finde ich auch unzweckmässig.

HP benutzte z.B. da früher ganz einfach einen 12 Bit-DA in Verbindung
mit ein paar PIN-Dioden. Und fertig war die Kalibrierung des
Ausgangssignals.


Ich hab aber keine Not. Hier liegt noch ein AD9853-Evalkit
mit einem AD8320 PGA drauf.
Das steuere ich mit einem LPC1768-Board.
Ein TDC-10-1 nebst einem TDC-10-2 werkelt hier auch schon
geraume Zeit.

@W.S.:
Wenn Du Dich berufen fühlst, könntest Du ja auf der Grundlage
des NWT-2 was neues machen.

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Datenblatt zum TDC-10-1:
https://www.minicircuits.com/pdfs/TDC-10-1+.pdf

Zur Bezeichnung: man unterscheidet skalare und vektorielle NWA, das hier 
ist ein skalarer, da keine Phasenmessung stattfindet, nur Amplituden. 
Damit können auch keine S-Parameter vollständig gemessen werden, nur 
deren Amplitudenverlauf (Betragsquadrat). Das ist im Artikel etwas 
ungenau benutzt, der Autor schreibt tatsächlich S21 und S11.

Autor: Der Andere (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Was soll eigentlich diese unsinnige Überschrift. Steht nicht irgendwo in 
der Netiquette daß man sinnvolle Überschriften wählen sollte.
Eigentlich gebietet das auch der gesunde Menschenverstand, denn jeder 
hat hier wohl auch schon mal gesucht.
Aber nein, statt dessen muss der TO zeigen daß er Zitate römischer 
Dichter kennt.

Kopfschüttel

Autor: Ralph B. (rberres)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Test schrieb:
> Dieser "Wobbler" wie du ihn nennst ist doch eigentlich ein
> Netzwerkanalysator

Ich würde es mal so definieren.

Wobbler ist der reine Senderteil. Zum Netzwerkanalyzer fehlt dann noch 
der Demodulator und Anzeigeeinhait.

Der Netzwerkanalyzer kann aber muss nicht den Wobbler beinhalten.

Der eigentliche Empfängerteil gibt es den skalaren Netzwerkanalyzer. Der 
beinhaltet in der Regel einen breitbandigen Demodulator und kann nur den 
Betrag erfassen. Es gibt aber auch cen vektoriellen Netzwerkanalyzer.

Der besitzt in der Regel zwei schmalbandigen Demodulatoren und kann 
sowohl die Phase zwischen den beiden an den Demodulatoren anliegende 
Signale und die Amplituden messen und anzeigen.

Ralph Berres

Autor: npn (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Der Andere schrieb:
> Was soll eigentlich diese unsinnige Überschrift.

Damit will er lediglich ausdrücken, wie lächerlich er den FA-NWT2 
findet.
Er selbst hätte ihn natürlich viel besser gebaut...

Der Spruch geht insgesamt so:
"Der Berg kreißte und gebar eine Maus."
Mit anderen Worten wollte er sagen "Viel Wind um Nichts"

Autor: Plim (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Poste lieber mal den Schaltplan, die Leiterplattenfiles und den 
Quelltext!
So viel Text zu lesen mach ich jetzt nicht!

Autor: Test (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> Test schrieb:
>> Dieser "Wobbler" wie du ihn nennst ist doch eigentlich ein
>> Netzwerkanalysator
>
> Es ist ein Wobbler. Tja. Sowas ist ein Gerät, was eine Amplitude über
> die Frequenz aufnimmt und darstellt. Das Wort "Netzwerkanalysator"
> klingt bloß gewaltiger, ist aber genau dasselbe wie ein Wobbler. Wo
> bittesehr siehst du die Unterschiede?

Ein Wobbler ist für mich ein Frequenzgenerator der über einen 
definierten Frequenzbereich sweept. Meiner Meinung nach ist da keine 
"Rückführung" des Signals inbegriffen. Ein Netzwerkanalysator hat dieser 
Rückführung inbegriffen. Da mit dem FA-NWT(2) nur Amplitude und nicht 
Phasenlage gemessen wird ist es ein skalarer Netzwerkanalysator. Evtl 
bin ich aber auch schief gewickelt was die Begrifflichkeit eines 
Wobblers betrifft ...

Autor: Der Andere (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
npn schrieb:
> Der Spruch geht insgesamt so:
> "Der Berg kreißte und gebar eine Maus."
> Mit anderen Worten wollte er sagen "Viel Wind um Nichts"

und ist von Horaz, einem römischen Dichter.
Ja ich weiß :-)

Was ich sagen wollte: Man hätte auch in den Betreff schreiben können:
"Besprechung des neuen Wobblers 'FA-NWT2'" oder so ähnlich und seinen 
Missmut dann im Beitrag ausleben können.

Autor: Test (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Plim schrieb:
> Poste lieber mal den Schaltplan, die Leiterplattenfiles und den
> Quelltext!
> So viel Text zu lesen mach ich jetzt nicht!

Wie geil, dass du denks das wäre Open Source.

Autor: Plim (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Test schrieb:
> Plim schrieb:
>> Poste lieber mal den Schaltplan, die Leiterplattenfiles und den
>> Quelltext!
>> So viel Text zu lesen mach ich jetzt nicht!
>
> Wie geil, dass du denks das wäre Open Source.

Alles Andere entspricht nicht dem Ham-Spirit!

Autor: dietmar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
W.S., wenn dir der neue FA-NWT2 nicht passt, dann lass es eben bleiben 
oder kauf dir einen anderen. Warum soviel herablassendes Gejammere?

Autor: Golimar (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
HAM = PIC

Autor: Karl M. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Golimar schrieb:
> HAM = PIC

Was soll uns das sagen?

Autor: Meister Röhricht (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> > HAM = PIC

> Was soll uns das sagen?

Das senile alte Tappergreise sich nur 35 Instruktionen merken koennen.

Autor: demenz_alarm (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Das senile alte Tappergreise sich nur 35 Instruktionen merken koennen.

Tatterich: Man will eigentlich das 'T' auf der Tastatur betätigen,
trifft aber das 'P', welches 10 Zentimeter daneben liegt. ;-)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.