Hallo miteinander. Ich möchte einen Schnellen ADC über einen FPGA ansteuern. Im Datenblatt wird die LVDS Schnittstelle beschrieben. Etwas unsicher bin ich mir aber ob Ich das ganze mit den einfachen Bastler-Methoden realisieren kann. Ich würde den FPGA mit dem Rücken auf eine Lochrasterplatine anbringen und für die LVDS Leitungen gleichlange Drähte oder Litzen verwenden. Natürlich würde das ganze dann möglichst kurz gehalten werden. Kann ich so eine brauchbare Ansteuerung realisieren? Mich graut es vor speziell entwickelten Platinen mit sonderbaren Materialien und genereller HF Problematik.
grueneneune schrieb: > Im Datenblatt wird die LVDS Schnittstelle beschrieben. Etwas unsicher > bin ich mir aber ob Ich das ganze mit den einfachen Bastler-Methoden > realisieren kann. Kann man. grueneneune schrieb: > Ich würde den FPGA mit dem Rücken auf eine Lochrasterplatine anbringen > und für die LVDS Leitungen gleichlange Drähte oder Litzen verwenden. > Natürlich würde das ganze dann möglichst kurz gehalten werden. Aber nicht so. grueneneune schrieb: > Mich graut es vor speziell entwickelten Platinen mit sonderbaren > Materialien und genereller HF Problematik. Brauchst du nicht. Aber ein Board wirst du schon machen muessen. Die Serdes haben halt keinen EQ und so Zeug.
Moin, grueneneune schrieb: > Ich würde den FPGA mit dem Rücken auf > eine Lochrasterplatine anbringen und für die LVDS Leitungen gleichlange > Drähte oder Litzen verwenden. Natürlich würde das ganze dann möglichst > kurz gehalten werden. > Kann ich so eine brauchbare Ansteuerung realisieren? Nein. Entscheidend sind auch definierte Masseverhaeltnisse zu den LVDS Leitungen. Die kannst du so nicht einhalten. > Mich graut es vor > speziell entwickelten Platinen mit sonderbaren Materialien und > genereller HF Problematik. Soo speziell sind die nicht und sonderbarere Materialien als FR4 und Kupfer braucht's auch nicht. Von deinem FPGA-Hersteller wirds sicher AppNotes fuer die HiSpeedSerDes Geschichten geben, von anderen Halbleiterherstellern auch. Gruss WK
LVDS an sich sagt erst mal nichts über die Geschwindigkeit aus. Das kann auch mit Einzeldrähten klappen. Zu empfehlen ist aber Flachbandkabel. Die zulässigen Längenunterschiede untereinander ergeben sich aus der Geschwindigkeit.
Moin, Roland E. schrieb: > LVDS an sich sagt erst mal nichts über die Geschwindigkeit aus. Das ist prinzipiell richtig. Allerdings ist LVDS ein deutlich hoeherer Aufwand, als ein einzelnes (nicht-differenzielles) Signal. Also wird man das nicht aus Jux und Dollerei an irgendwelchen langsamen einzelnen LED-Anzeigen oder I2C Bussen machen, sondern eher wenns "schneller" sein muss. Ueblicherweise vielleicht so ab ein paar 100MBit/sec > Das kann > auch mit Einzeldrähten klappen. Zu empfehlen ist aber Flachbandkabel. Die Empfehlung find' ich sehr mutig, denn alle LVDS-Signale die ich so kenne (HDMI, S-ATA, Displayanbindungen, PCIe...) gehen gerade nicht ueber normaleFlachbandkabel. Wahrscheinlich aus Gruenden. Gruss WK
Guest schrieb: > grueneneune schrieb: >> Ich würde den FPGA mit dem Rücken auf eine Lochrasterplatine anbringen >> und für die LVDS Leitungen gleichlange Drähte oder Litzen verwenden. >> Natürlich würde das ganze dann möglichst kurz gehalten werden. > > Aber nicht so. Sehe ich auch so. Mit Hobby-Mitteln wie Steckbrett oder Lochrasterplatine wird das eher frustig. Gibt es evtl. von deinen Bauteilen entsprechende Entwickler-Boards für schmales Geld?
grueneneune schrieb: > Mich graut es vor > speziell entwickelten Platinen mit sonderbaren Materialien und > genereller HF Problematik. Dann mach es doch ohne HF Problematik, dann funktioniert es auch. Probleme sind nie gut. Guest schrieb: >> Natürlich würde das ganze dann möglichst kurz gehalten werden. > > Aber nicht so. Wer so pauschalisiert, ist im Allgemeinen auch AfD-Wähler und hat keine Ahnung von der Materie. Dergute W. schrieb: > Die Empfehlung find' ich sehr mutig, Es geht um Tatsachen, nicht um dein Empfinden. > denn alle LVDS-Signale die ich so > kenne (HDMI, S-ATA, Displayanbindungen, PCIe...) Mit so beschränkter Kenntnis sollte man sich einfach mal zurückhalten, wenn Fachleute diskutieren. > gehen gerade nicht ueber normale Flachbandkabel. Siehst du, das wäre mal eine Tatsache, wenn du recht hättest. Aber leider liegst du falsch.
Dergute W. schrieb: > Die Empfehlung find' ich sehr mutig, denn alle LVDS-Signale die ich so > kenne (HDMI, S-ATA, Displayanbindungen, PCIe...) gehen gerade nicht > ueber normaleFlachbandkabel. Wahrscheinlich aus Gruenden. > > Gruss > WK Also wenn ich zum Beispiel an Laptops denke, ist es schwer vorstellbar, dass, beipsielsweise Display-LVDS, nicht über ein Flachbandkabel geht :D Flachbandkabel haben tatsächlich erstaunlich gute HF-Eigenschaften, wenn man keinen ganz großen Unsinn bei der Pin-Belegung und der Verlegung des Flachbandkabels macht.
>> Das kann >> auch mit Einzeldrähten klappen. Zu empfehlen ist aber Flachbandkabel. > Die Empfehlung find' ich sehr mutig, denn alle LVDS-Signale die ich so > kenne (HDMI, S-ATA, Displayanbindungen, PCIe...) gehen gerade /nicht/ > ueber normaleFlachbandkabel. Wahrscheinlich aus Gruenden. Probiers mal aus! HDMI habe ich bisher nicht getestet, aber S-ATA geht problemlos (sogar über 10m Netzwerkkabel, SATA-150), Display 1024x768 mit ~50cm Kabel geht, PCIe ging in meinem Test nur bis ca. 20cm. Flachbandkabel ist für sowas viel besser als irgendwelche unverdrillten Rundkabel. Ich habe schon mehrfach PCIe, SGMII, Ethernet und LVDS über einfachen verdrillten Kupferlackdraht angeschlossen. Wenn man das ordentlich macht geht das problemlos.
Moin, genervt schrieb: > Mit so beschränkter Kenntnis sollte man sich einfach mal zurückhalten, > wenn Fachleute diskutieren. Oh. Axo. Ja, dann bitt' ich vielmals um Entschuldigung und will die Fachleute mal nicht weiter in der Fachdiskussion unterbrechen. Gruss WK
genervt schrieb: > Guest schrieb: >>> Natürlich würde das ganze dann möglichst kurz gehalten werden. >> >> Aber nicht so. > > Wer so pauschalisiert, ist im Allgemeinen auch AfD-Wähler und hat keine > Ahnung von der Materie. Ach, wir werden politisch? Na gut, wer so wenig zur tatsächlichen Problemlösung beiträgt und nur mit völlig nutzlosen (wenn auch vielleicht fachlich richtigen) Kommentaren ankommt ist wohl Merkel-Wähler. genervt schrieb: >> denn alle LVDS-Signale die ich so >> kenne (HDMI, S-ATA, Displayanbindungen, PCIe...) > Mit so beschränkter Kenntnis sollte man sich einfach mal zurückhalten, > wenn Fachleute diskutieren. Ja komm. HDMI ist halt TMDS, und? Ist natürlich DER gigantische Unterschied. genervt schrieb: >> gehen gerade nicht ueber normale Flachbandkabel. > Siehst du, das wäre mal eine Tatsache, wenn du recht hättest. Aber > leider liegst du falsch. Ach ja? Du willst vermutlich einerseits auf SATA raus, die Kabel dafür sind ähnlich zu Flachbandkabeln. Ja, die Adern sind nicht verdrillt. Trotzdem sind die Paare einzeln geschirmt. Andererseits willst du auf diverse Flex-PCBs raus die LVDS führen. Ob dus nun ein normales Fachbandkabel ist sei mal dahin gestellt. Bei den Flex PCBs kann wengistens auf einigermaßen passende Impedanz geachtet werden. Außerdem sind die Anschlussstellen klein und nicht quer über einen IC gefädelt. Alles in allem ist es natürlich schon so dass man mäßig schnelle LVDS Signale auch über das vorgeschlagene Gefrickel hinbekommt. Aber steht es wirklich außer Frage dass der OP einfach ne Platine dafür machen soll? Willst du wirklich sagen dass er am Ende mit ner Büroklammer und Klebeband seinen semi-stabilen LVDS Link debuggen soll? Meine Güte, wenn der hier fragt ob das geht will er doch nicht bewiesen haben dass es nicht unmöglich ist, er will wissen ob das eine angebrachte und zuverlässige Lösung ist. Das ist es wohl eher nicht.
Omega G. schrieb: > HDMI habe ich bisher nicht getestet, aber S-ATA geht problemlos Omega G. schrieb: > PCIe ging in meinem Test nur bis ca. 20cm. Vorsicht hier. SATA und PCIe Interfaces haben oft Equalizer. Außerdem kannst du den Packet Loss nicht wirklich feststellen. Ob das dann tatsächlich mit BER von 1e-10 oder sowas läuft weiß keiner. Ein ungeschützter LVDS Link ist da schon etwas kritischer.
Guest schrieb: > Ach ja? Du willst vermutlich einerseits auf SATA raus, die Kabel dafür > sind ähnlich zu Flachbandkabeln. Ja, die Adern sind nicht verdrillt. > Trotzdem sind die Paare einzeln geschirmt. Andererseits willst du auf > diverse Flex-PCBs raus die LVDS führen. Ich will auf gar nichts hinaus. Ich will DICH raushaben, weil deine Beiträge hier nur stören.
Als "Dead Bug" wird das wohl eher nichts. Aber auf einem Break-Out montiert, und wenn die LVDS-Pins benachbarte Pins belegen, sollte es mit verdrilltem Kabel, schon tun. Es sind je wohl keine Signale im GHz-Bereich, sondern "nur" einige 10-100 MHz. Eine serielle Terminierung muesste dann wohl zwischen Anschlusspad des Breakoutboards und dem Kabel untergebracht werden. Ob man die verdrillten Adern dann noch abschirmt, haengt sicher auch vom entgueltigen Einbauort ab. Bei einer abschirmenden Metallkonstruktion wird es wohl auch ohne gehn.
genervt schrieb: > Ich will auf gar nichts hinaus. Ich will DICH raushaben, weil deine > Beiträge hier nur stören. Wenn mans genau nimmt habe ich im ersten Post die selbe Information geliefert die jetzt während der Diskussion durchgekaut wird. Du dagegen hast noch absolut garnichts zum Thema beigetragen.
Tauscht doch bitte Eure Email-Adressen oder Telephonnummern aus und setzt die Diskussion anderswo fort. Danke.
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