Häufig liest man ja bei Messtechnik oder speziellen Geräten auf dem Gebrauchtmarlt das der Käufer die Hardware nicht testen kann und sie deswegen als defekt verkauft. Hier im Forum würde ja schon öfters angedeutet das die Geräte dann mit hoher Sicherheit defekt sind. Nun würde mich mal eure Erfahrung interessieren, habt ihr schon mal ein solches Gerät erstanden und war es dann wirklich defekt? Ich habe zum Beispiel mal ne Kiste mit Tablets ohne Netzteile aus den USA bestellt, diese beinhaltete 10 von diesem Tablet, mit Einfuhrumsatzsteuer und Zoll habe ich etwa den Preis bezahlt der in Deutschland für ein funktionierendes ausgerufen wurde. Als ich sie angeschlossen habe ging jedes Tablet, abgesehen von einem bei dem war der Akku hinüber.
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Mein Grundsatz, der mir von einem weisen alten Nachbarn beigebracht wurde: Bezahle auf dem Flohmarkt nur das, was es dir kaputt wert wäre. Damit habe ich recht gute Erfahrungen auch bei Käufen von der Industrie, auf Auktionen oder bei ebay gemacht. Die Menge der positiven Erfahrungen übersteigt die der schlechten um ein Vielfaches. Das Risiko muss aber mit mindestens 50% Ersparnis gegenüber der geprüften Variante massiv eingepreist sein. Vorsatz kann man wirklich nicht verallgemeinern. Wie immer gibt es solche und solche. Ein Blick auf die weitere "Angebotspalette" oder bei ebay die Angebotshistorie hilft schonmal den Verkäufer einzuschätzen. Wenn bei anderen grundsätzlich ähnlichen Angeboten derselben Person Expertise da ist, dann stinkt es im allgemeinen. Andererseits gibt es auch viele "Industrie - Entrümpler" mit geringer formaler naturwissenschaftlicher Ausbildung, die aber guten Draht zu Insolvenzverwaltern und Firmen haben und zum Beispiel die Nachberäumung der Reste nach Industrie-Versteigerungen durchführen. Die sind oft schlicht und ergreifend zu ungebildet um komplexe Geräte zu testen. Wenn dann die erste Gier mit hohen Preisen (übernommene Preise getesteter Geräte von Fachunternehmen) nach einigen Monaten überteuertem Angebots verflogen ist - kann man schöne Schnäppchen machen. Da beobachte ich aber auch gern mal die Tendenz, Geräte mit leuchtetender Einschaltkontrollampe als funktionsfähig zu bezeichnen... Wenn entscheidende Details nicht abgebildet sind, ist meist etwas zu verbergen - oder ein echtes Schnäppchen da, wenn sich andere deshalb nicht herantrauen. Wenn der Gerätewert so gering ist, dass sich echtes Testen gar nicht lohnt (und das wird vieles unter etwa 100-300 Euro sein) - ist es natürlich das einfachste, das ganze als ungeprüft zu verkaufen. Viel Erfolg bei der Jagd.
Maik .. schrieb: > Mein Grundsatz, der mir von einem weisen alten Nachbarn beigebracht > wurde: > Bezahle auf dem Flohmarkt nur das, was es dir kaputt wert wäre. > > Damit habe ich recht gute Erfahrungen auch bei Käufen von der Industrie, > auf Auktionen oder bei ebay gemacht. Die Menge der positiven Erfahrungen > übersteigt die der schlechten um ein Vielfaches. Ja, hier dasselbe. Ich habe schon einiges an gebrauchter Messtechnik erstanden und bisher funktionierten die Geräte immer einwandfrei. Ein seriöser Käufer wird aber bereitwillig weitere Infos/Photos liefern, wenn man echtes Interesse bekundet. Ein sehr gutes Zeichen ist es natürlich auch, wenn er vor dem Ende der Auktion den Test durch einen selbst anbietet. > Das Risiko muss aber mit mindestens 50% Ersparnis gegenüber der > geprüften Variante massiv eingepreist sein. Bei ebay-Kleinanzeigen findet man mittlerweile auch viele Dinge und hat dort ja immer die Möglichkeit, bei Abholung den Kauf zu verweigern. Dort findet man auch immer öfter wirklich gute Sachen (Umrichter, Werkzeuge etc.) > Vorsatz kann man wirklich nicht verallgemeinern. > > Wie immer gibt es solche und solche. > > Ein Blick auf die weitere "Angebotspalette" oder bei ebay die > Angebotshistorie hilft schonmal den Verkäufer einzuschätzen. Wenn bei > anderen grundsätzlich ähnlichen Angeboten derselben Person Expertise da > ist, dann stinkt es im allgemeinen. Genau. Die Bewertungen sind zumindest ein Indiz. > Viel Erfolg bei der Jagd. MMn die wichtigste Regel bei ebay etc.: man muss man Zeit haben, dann findet man mit ziemlicher Sicherheit ein echtes Schnäppchen. Wenn man etwas sehr dringend benötigt, ist Gebrauchtkauf bei ebay eine schlechte Wahl.
Ich kaufe über Ebay recht häufig NF-Messtechnik aus den 70ern und 80ern. Dabei achte ich eigentlich nicht nur auf den Preis, sondern in erster Linie auf die Unversehrtheit des Gehäuses, vor allem der Frontplatte (keine Aufkleber, alle Knöppe da, keine Markierungen mit Edding...). Auf die Beschreibung (wenn überhaupt vorhanden) des Einstellers gebe ich einen Scheiß. Weil: solche Messtechnik elektronisch in den Originalzustand zu versetzen, ist der wesentliche Bestandteil meines Hobbies. Bin damit gut gefahren. Bis auf eine Ausnahme: Ich habe mal ein Zweikanal-Millivoltmeter von Trio für Appel und Ei ersteigert, und an dem Ding war absolut NICHTS zu reparieren oder zu justieren. Habe nur die PL-Buchsen gegen BNC getauscht, und fertig war die Laube.
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