Folgende Anfrage wurde an mich herangetragen: Ein Museum für antike Kunst will auch Jugendliche bzw. Kinder ereichen. Dazu (u.a.) die Idee, eine Kopie der berühmten Statue "Zeus wirft Blitze" in einer Raumecke aufzustellen. Die ca. 1m hohe Figur wird aus einem Gemisch von Marmorstaub und Kunstharz erstellt. Der Blitz in der Hand des Gottes aus einer Metall-Legierung gegossen. Und - jetzt kommts - der Blitz soll mit einem Tesla-Generator verbunden werden, so dass er im abgedunkelten Raum von prächtigen Entladungen bzw. Elms-Feuer umgeben ist. Das soll über einen Bewegungsmelder gesteuert werden, so dass es nur eingeschaltet wird, wenn auch Zuschauer da sind. Grundlage der Idee ist es, dass hochfrequente Hochspannung, wie sie von entsprechend konfigurierten Tesla-Generatoren erzeugt wird, für den Menschen weitgehend ungefährlich ist, weil sie ja über die Oberfläche abgeleitet wird. Also niemand soll die Figur anfassen, es wird ein Abstand von ca. 1,50m geben. Frage nun: Ist sowas in der Öffentlichkeit denkbar? Oder sind da so viele Vorschriften oder Verbote, die so etwas völlig undenkbar machen?
Leider kann ich Dir keine fundierte Antwort geben, da ich mich mit den dafür relevanten Vorschriften nicht gut auskenne. Ich möchte nur zu bedenken geben, dass unter anderem folgende Aspekte zu beachten wären: - EMV (so ein Ding sendet sicherlich heftige Störstrahlung aus), - Ozonbildung (ist giftig, sollte ich nicht im Zuschauerraum konzentrieren). Davon (und evtl. anderen Gefahren) abgesehen, gefällt mir diese Idee aber ganz ausgezeichnet. :)
Frank E. schrieb: > Und - jetzt kommts ... Mit Begeisterung geschrieben, sensationell. :-) M.A. S. schrieb: > Davon (und evtl. anderen Gefahren) abgesehen, gefällt mir diese Idee > aber ganz ausgezeichnet. :) Mir auch. Das Gerät kann ja auch per Knopfdruck bedient werden und an dem Knopf stehen dann die ganzen Gefahren aufgelistet (lauter Knall, Ozonbildung, EMV für unsere Herzpatienten, ...). Das ist dann vielleicht nicht mehr so spektakulär aber dafür sicherer.
Michael M. schrieb: > Mir auch. Das Gerät kann ja auch per Knopfdruck bedient werden und an > dem Knopf stehen dann die ganzen Gefahren aufgelistet (lauter Knall, > Ozonbildung, EMV für unsere Herzpatienten, ...). > > Das ist dann vielleicht nicht mehr so spektakulär aber dafür sicherer. Kompletter Quatsch. Das bringt gar nichts. Denkst du, du darfst in der Öffentlichkeit nen Knopf aufstellen, auf dem steht: "Wer hier drückt stirbt" und dann bist du aus dem Schneider? Allerdings solche Generatoren werden ja schon öfter im Schulunterricht vorgeführt und in entsprechenden Museen im großen Maßstab gezeigt. Es sollte also möglich sein, die Gefahren dadurch so weit in den Griff zu bekommen damit das legal betreibbar ist.
Cyblord -. schrieb: > die Gefahren dadurch so weit in den Griff zu > bekommen damit das legal betreibbar ist. Aber nur durch eine entsprechend eingewiesene Person und nicht automatisch.
Harald W. schrieb: > Aber nur durch eine entsprechend eingewiesene Person und nicht > automatisch. Ist einfach: Statt einer Figur aus Staub und Harz stellt man einen Museumswärter da hin, und schlägt so zwei Fliegen mit einer Patsche.
Frank E. schrieb: > Frage nun: Ist sowas in der Öffentlichkeit denkbar? In verschiedenen Technikmuseen ist so etwas ausgestellt - z.B. im Deutschen Museum in München oder im Technikmuseum Berlin. Sieh Dir an, wie dort derartige Exponate gesichert werden.
@Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat) >Und - jetzt kommts - der Blitz soll mit einem Tesla-Generator verbunden >werden, so dass er im abgedunkelten Raum von prächtigen Entladungen bzw. >Elms-Feuer umgeben ist. Mach's lieber wie Hollywood und nimm dafür LEDs. Ist einfacher und ungefährlich, ggf. ist der Effekt sogar besser.
@Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) >In verschiedenen Technikmuseen ist so etwas ausgestellt - z.B. im >Deutschen Museum in München oder im Technikmuseum Berlin. >Sieh Dir an, wie dort derartige Exponate gesichert werden. In Dresden steht so ein Ding in den technischen Sammlungen in einem Drahtkäfig . . . http://www.tsd.de/de/mm/Startseite/
Falk B. schrieb: > In Dresden steht so ein Ding in den technischen Sammlungen in einem > Drahtkäfig . . . Yep, wollte ich auch gerade schreiben. Der Drahtkäfig wirkt einerseits als Faradayscher Käfig gegen die EMV-Verschweinung, andererseits als Berührungsschutz, dass die Gäste nicht in den „Blitz“ reinfassen können. Außerdem ist meiner Erinnerung nach ein Schild angebracht, welches die Träger von Herzschrittmachern vor erhöhter elektromagnetischer Strahlung warnt, die ihrem Schrittmachen gefährlich werden könnten. Zudem braucht das Teil eine ganze Weile Ruhe, bevor es wieder betriebsbereit ist. Möglicherweise reduziert man dadurch den EMV-Mittelwert für die Besucher? (Die Grenzwerteinhaltung wird ermittelt, indem man über ein Intervall von 6 min dem Mittelwert bildet.) Frank E. schrieb: > Grundlage der Idee ist es, dass hochfrequente Hochspannung, wie sie von > entsprechend konfigurierten Tesla-Generatoren erzeugt wird, für den > Menschen weitgehend ungefährlich ist, weil sie ja über die Oberfläche > abgeleitet wird. Sie könnte übrigens (je nach Energie) dennoch zu Verbrennungen führen.
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