Mikrocontroller Takt mit Sinus

Gast #5333410
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Ich habe eine Schaltung, wo ich einen OCXO verbaut habe. Ein kleiner 
STM32 soll auch noch mit rein.
Nun möchte ich den Takt des Microcontrollers an den OCXO anbinden. Der 
OCXO liefert +7dBm an 50 Ohm und der Mikrocontroller ist ein 
STM32F303K6. Ich frage mich, ob ich als externes Oszillatorsignal den 
Sinus des OCXO dem STM füttern darf?
Beitrag #5333429 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5333970
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Mein OCXO hat 7 dBm an 50 Ohm, mit Sinus.
Vom OCXO geht das Signal zuerst auf einen Abschlusswiderstand, und 
danach auf einen Verstärker.

Beim Verstärker könnte ich das Signal für den Microcontroller abgreifen. 
Ich frage mich, ob es zulässig ist. 7 dBm an 60 Ohm sind 1.4Vss. Es ist 
also knapp. Was denkt ihr?

Dass man über einen Kondensator gehen sollte, ist klar.
Gast #5335170
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> Weiß jetzt nicht wie die Zahlen die Signalformen beschreiben aber okay.

Die Zahlen sagen aus, dass das Taktsignal innerhalb von 20ns von Low 
nach High und zurück wechseln muss. Und es muss mindestens 15ns High und 
Low sein. High ist mindestens 0,7 mal Versorgungsspannung und Low ist 
maximal 0,3 mal Versorgungsspannung.

Ich bin mathematisch nicht so fit, daher würde ich mir das OXCO Signal 
einfach mal auf Papier aufmalen und mit einem Lineal ablesen, ob es die 
gerade genannten Bedingungen erfüllt.
Gast #5335240
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Basti B. schrieb:
> 7 dBm an 60 Ohm sind 1.4Vss. Es ist also knapp. Was denkt ihr?

"The external clock signal has to respect the I/O characteristics in 
Section 6.3.14"
3.3V * (0.7-0.3) = 1.32V

Einen Offset (Figure 6 AN2867) von +-40mV um VDD/2 kann ich mir gut 
vorstellen. Dann ist die Funktion nicht mehr garantiert. In den meisten 
Fällen wird es funktionieren. Pech ist einfach, wenn es im Feld wegen 
fehlendem Störabstand zu Taktaussetzern kommen sollte. Dann geht das Hin 
und Her los. Keine Ahnung wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist.
Angehängte Dateien:
#5335533
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Der Ansatz der Vergleiche ist leider nicht passend.

Es gibt einen "Externen Clock Mode", und einen "Oszillator Mode". Bei 
Sinus am Eingang wuerde man im Oszillatormode laufen lassen. Auf OSC-In 
einpeisen, Osc_Out leerlassen. Und 0dBm reichen sicher.
Zur Sicherheit einfach mal nachmessen, bei einem Aufbau, der im 
Oszillatormode laeuft. Am Osc_Out messen.

Der "Externe Clock Mode" verlangt LVCMOS, und ist mit den Pegeln 
beschrieben.
Gast #5335541
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Basti B. schrieb:
> Ich habe eine Schaltung, wo ich einen OCXO verbaut habe. Ein kleiner
> STM32 soll auch noch mit rein.
> Nun möchte ich den Takt des Microcontrollers an den OCXO anbinden. Der
> OCXO liefert +7dBm an 50 Ohm und der Mikrocontroller ist ein
> STM32F303K6. Ich frage mich, ob ich als externes Oszillatorsignal den
> Sinus des OCXO dem STM füttern darf?

Der STM32 hat Schmitt-Trigger-Eingänge.
Soweit ich das sehe, trifft das auf den OSC_IN (Typ: FT) zu.

Das Feature garantiert dir, dass der STM32 einen schönen Rechteck sieht, 
obwohl außen ein sich langsam änderndes Signa (=Sinus) ansteht. Die 
Hysterese garantiert, dass nur jeweils zwei Flanken pro Signalperiode 
generiert werden.

Das ist wie wenn du außen ein Gatter setzt, welches dir ein TTL-Signal 
generiert.
Du musst möglicherweise mit etwa erhöhtem Jitter leben, aber selbst da 
bin ihc nicht sicher.

Wenn du also deinen Sinus soweit verstärkst, dass die nötigen Low- und 
High-Pegel eingehalten werden (zu finden in Kapitel 6.3.14) spricht 
wahrscheinlich nichts dagegen.
Gast #5336039
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Ja, die Frage ist ob der STM einen Rechteck mit 50% Duty Cycle braucht. 
Evtl. ergeben sich nicht genau 50% wenn man den Sinus auf den 
Schmitt-Trigger los lässt.
Wegen des Jitters - ich würde gern so wenig Jitter wie möglich haben, im 
Datenblatt sind für die PLL des STM 300ps maximal spezifiziert. Den Wert 
würde ich gerne einhalten.
Ziel des ganzen ist, die PLL zu benutzen, um den Takt vom OCXO zu 
vervielfachen und dann mit einem Timer eine hohe Auflösung zu erzielen. 
Der Timer soll aber wenig Jittern, da ich damit was messen will.
Gast #5336299
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Basti B. schrieb:
> Mein OCXO hat 7 dBm an 50 Ohm, mit Sinus.
> Vom OCXO geht das Signal zuerst auf einen Abschlusswiderstand, und
> danach auf einen Verstärker.

Und wozu soll das alles gut sein? Zuerst auf 50 Ohm und dann auf nen 
Verstärker...?

Also, wenn du das Signal deines OCXO's über ein langes Koaxialkabel 
transportieren willst, dann ist es einzusehen, daß du selbiges am Ende 
angepaßt abschließt.

Aber wenn du mal bloß ein paar Zentimeter auf deiner Leiterplatte 
zurücklegen willst, dann kannst du dir den 50 Ohm Abschluß sparen. 
Allenfalls einen eher hochohmigen Spannungsteiler (2x 4k7..22k) zwischen 
VCC und GND, falls der Ausgang des OCXO's mit einem C abgeblockt ist und 
deine Eingänge, die du damit versorgen willst, sich ihren mittleren 
Pegel nicht per Anschlagdioden selber machen.

Für einen µC-Eingang, der für den Anschluß eines externen Quarzes 
gedacht ist, sollte jedoch ein 1 .. 2.2nF zwischen OCXO und µC 
ausreichen, so wie m.n. dir das schon gesagt hat.

W.S.
Gast #5348236
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Also wenn ich euch richtig verstehe, dann soll ich meinen STM32 so 
konfigurieren, als ob ich einen externen Quarz benutzen möchte, sodass 
der Verstärker für den Oszillator aktiv ist, ja? und dann statt des 
externen Quarzes einfach das Signal vom OCXO über einen Kondensator 
einkoppeln?

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