Ingo L. schrieb:
> HF und Masseflächen vertragen sich oft nicht... Ich würde sie weg lassen
Das ist mit Abstand der größte Blödsinn den ich je gelesen habe. Geh auf
irgend eine Website von einem HF-Hersteller, nimm dir ein Bauteil und
schau dir den Layout-Vorschlag an. Da wirst du von Masse und Massevias
nur so erschlagen.
Der Grund ist einfach: Wo Strom hin fließt, muss er auch wieder zurück.
Wenn der Massepfad schlecht ist (geringer Querschnitt -> hoher
Widerstand, hohe Induktiviät) wird natürlich das Gesamtsystem kaputt
gemacht. Probier es aus - nimm ein Oszi und schau ein Rechtecksignal an
(von mir aus auch das aus dem Taktgenerator am Oszi zum Tastkopf
einstellen). Mit dem Masseclip den der Tastkopf dran hat. Dann
verlängere diesen Masseclip um 20 cm und schau dir das Signal nochmal
an.
Wieso nimmt man Kupferflächen? Es ist sehr schwer vorherzusagen (und
wenn überhaupt simulierbar) wo der Strom genau auf einer Massefläche
zurückfließen will. Gibt man ihm eine Massefläche wählt er selbst den
besten Weg (innerhalb der Massefläche). Je höher die Frequenz, desto
eher fließt der Rückstrom direkt in der Nähe des Hinstroms. Wenn dieser
Weg (aus elektrischer Sicht) "verbaut" ist (Ausschnitte im Kupfer) muss
der Strom einen Umweg fließen. Das resultiert in einem höheren
Widerstand / Induktivität (HF-Betrachtung, kein DC) und einer
entsprechenden Degradierung des Signals. Darum macht man getreu dem
Motto viel hilfe viel einfach viel Masse hin. Die parasitäre Kapazität
die man damit einführt ist bedeutend weniger schlimm als die parasitären
Elemente die man sich mit einer schlechten Masseführung einhandelt.