Audiosignale ausgeben - Last?

Gast #5336055
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Hallo Forum,

mit einem ATMEGA8 erzeuge ich verschiedene Töne, die ich am Oszilloskop 
auch schön messen kann und mit einem kleinen Schallwandler auch hörbar 
machen kann.

Diese Signale möchte ich nun so aufbereiten, dass man sie z.B. auch auf 
ein Mischpult legen kann, auf einen Kopfhörerverstärker, eine Aktivbox, 
etc.

Zudem möchte ich die Schaltung gern so auslegen, dass nichts kaputt 
geht, wenn jemand mal auf die Idee kommt, ein Y-Kabel zu bauen anstatt 
einen Line Splitter zur Verteilung des Signals zu verwenden.

Hat jemand einen Tip für mich, wie man so einen Ausgangsstufe aufbauen 
kann? Oder kennt jemand evtl. sogar einen Link, wo man sich sowas 
anschauen kann?

Merci, Armin :)
Gast #5336127
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Hallo und schonmal vielen Dank für die Hinweise.
Ich schaue mir die Links jetzt mal genauer an.

@Karl: Du hast richtig geraten. Momentan endet der Schaltplan beim 
Ausgang des uC. Mir ist natürlich klar, dass das nicht so bleiben kann, 
daher auch die Frage hier ;)
#5336130
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Hi,
wo werden die Töne abgegriffe?
Ich darf raten: Direkt an den Ports.
Der Pegel ist dann maximal so groß, wie Vcc (also zwischen ca. Ov und 
ca. +5V)
Das gibt schon einen ordentlichen NF-Pegel, der jeden "normalen" 
Vorverstärker übersteuern würde.
Dann: Soll das Signal noch geglättet werden?
Oder die puren Rechteckschwingungen hörbar gemacht werden?

Für letzteres gibt es die Orgel-Frequenzteilerschaltungen/Ausgänge.
Da reichte es pro Ton einen Widerstand im 10-er Kiloohmbereich in Reihe 
zu schalten. Das Schaltbild für die Orgel hätte ich da.
Soll noch gefiltert werden, kommen OP-Amps in Frage

ciao
gustav
Gast #5336145
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Karl B. schrieb:
> Dann: Soll das Signal noch geglättet werden?
> Oder die puren Rechteckschwingungen hörbar gemacht werden?

Hi Karl,

"Glätten" wäre sicher angebracht. Am Oszi sehe ich, dass bspw. beim 
Wechsel von Lo nach Hi der Pegel kurzzeitig über dem Rechteck liegt. Ich 
glaube, man nennt das "Overshooting", oder?

Und bzgl. des Pegels: Ja - derzeit spielt sich das ganze immer zwischen 
0V und +5V ab. Wenn Du sagst, dass jeder "normale" Verstärker dann 
übersteuert, muss man vermutlich noch was zwischen Port und Verstärker 
packen, oder?

Danke für eure rege Unterstützung!!!!

Armin
Gast #5336148
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Armin K. schrieb:
> mit einem ATMEGA8 erzeuge ich verschiedene Töne, d

Wie denn das ?

Quitschen über Rechtecksignal am PortPin ?

Der Versuch eines 1 bit Wandlers durch PWM mit einer Basisfrequenz weit 
unter 44kHz an einem PortPin ?

Selbstgebauter D/A Wandler durch 8 Widerstände an einen I/O-Port ?

Richtiger Sound kommt durch Audio-D/A Wandler, das könnte in CD Qualität 
erfolgen.

PCM1789 wird gern genommen für Stereo.

Da muss der ATmega8 sich aber ganz schön anstrengen, um die Fazen 
seriell über SPI rauszusenden.

Wer nicht ganz solche Fatenraten mag und den sound sowieso komprimiert 
abgespeichert hat, kann auch MP3 zu Audio Decoder verwenden wie VS1033 
oder STA1052.
#5336159
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Armin K. schrieb:
> Karl B. schrieb:
>> Dann: Soll das Signal noch geglättet werden?
>> Oder die puren Rechteckschwingungen hörbar gemacht werden?
>
> Hi Karl,
>
> "Glätten" wäre sicher angebracht. Am Oszi sehe ich, dass bspw. beim
> Wechsel von Lo nach Hi der Pegel kurzzeitig über dem Rechteck liegt. Ich
> glaube, man nennt das "Overshooting", oder?
>
> Und bzgl. des Pegels: Ja - derzeit spielt sich das ganze immer zwischen
> 0V und +5V ab. Wenn Du sagst, dass jeder "normale" Verstärker dann
> übersteuert, muss man vermutlich noch was zwischen Port und Verstärker
> packen, oder?
>
> Danke für eure rege Unterstützung!!!!
>
> Armin

Rechteckssignale aus dem uC sind für größere Verstärkung bzw 
Lautsprecher nicht wirklich geeignet. Für einen Piepser oder ein 
Spielzeug - ok.
Aber ein echter Ton ist eine Sinuswelle und besteht in der Ausgabe aus 
mehreren Samples.
Durch reines Glätten wird das Rechteck zwar weniger hart, aber mit einem 
echten „Ton“ hat es noch nichts zu tun.
Sinus bekommst Du aus Rechteck nicht mit 2 Bauteilen hin.
Gast #5336255
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Ich lese mich gerade fleißig in eure Links ein und erstelle mir dabei 
Schritt für Schritt ein Blockschaltbild, dass ich dann später in einen 
Schaltplan umwandeln werde.

Nun frage ich mich gerade, ob es sinnvoll ist, zwischen uC und 
Audioausgang noch einen Trafo zu platzieren, damit das ganze galvanisch 
getrennt ist.
Macht das Sinn? Wenn ja, wo würde man den platzieren? Zwischen DAC und 
Verstärker?

Ubrigens handelt es sich hier nicht um eine HiFi Anwendung. Der 
Frequenzbereich liegt zwischen 1000 und 4000 Hz.

Die Signale dienen zur Übermittlung von Messwerten, sollen aber über ein 
Audio-Setup verteilt werden, weil hierfür die Infrastruktur bereits 
vorhanden ist.
Gast #5336363
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Conny G. schrieb:
> Verstärker-IC:
.
> Hier eine ganz primitive Variante
.
> Diskreter Gegentaktverstärker
usw.

Er braucht doch keinen dieser Verstärker, ein Ausgang mit 3.3V Hub ist 
mehr als genug für einen Mischpulteingang. Auch eine Aktivbox hat häufig 
zusätzlich einen Eingang für Mikrofonpegel.
Er braucht eher einen Teiler!
Siehe:
Ach Du grüne Neune schrieb:
> Damit kannst Du Dir Deine schrägen Töne zumindest schon mal gefahrlos
> anhören. Fang aber ganz leise an!
Und wenn du nach dem linken 2k2 noch einen C an GND spendierst, dann 
wird das Ganze auch nicht mehr so schrill. Vermutlich muss aus 
Pegelgründen dieser 2k2 eher auf 22k erhöht werden - würde ich zu Anfang 
wenigstens mal machen.
Gast #5336402
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HildeK schrieb:
> Und wenn du nach dem linken 2k2 noch einen C an GND spendierst, dann
> wird das Ganze auch nicht mehr so schrill.

Armin K. schrieb:
> Nun frage ich mich gerade, ob es sinnvoll ist, zwischen uC und
> Audioausgang noch einen Trafo zu platzieren, damit das ganze galvanisch
> getrennt ist.

Aus diesen beiden Gründen wollte ich erst ein Bandpassfilter mit 
Übertrager vorschlagen, dann hätte man sowohl eine galvanische Trennung, 
als auch eine sinusförmigere Signalspannung, die nicht mehr so schrill 
klingt.

Armin K. schrieb:
> Die Signale dienen zur Übermittlung von Messwerten

Dadurch wird mein Vorschlag hinfällig.
Angehängte Dateien:
Gast #5336437
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@Ach Du grüne Neune (Gast) :

Warum meinst Du, würde der Vorschlag hinfällig?

Die Informationen, die in dem Signal enthalten sind, sind doch 
eigentlich nicht relevant, oder?

Ich habe so ein Buch über serielle Datenübertragung und da steht ein 
Verfahren beschrieben, was ich ganz interessant fand - Biphase Mark.

Hier mal ein Bildchen, wie das dann aussieht.

http://einstein.informatik.uni-oldenburg.de/rechnernetze/bi-phase1.htm

Die Datenrate ist natürlich nicht sonderlich hoch - muss sie aber auch 
nicht.

In meinem Fall erzeuge ich also dieses Signal, basierend auf den Daten, 
die ich übertragen will. Ein zweiter uC kann das dann auch wieder 
entsprechend zurückwandeln, wobei ich nochmal mein Sync-Zeichen 
überdenken muss.

Die resultierenden Frequenzen im Versuchsaufbau sind 2kHz und 4kHz.
Klingt ein bisschen wie eine Grille ;)

Mit ein bisschen Protokoll-Optimierung kommer ich aber auch vielleicht 
mit weniger Daten aus und kann eine niedrigere Frequenz verwenden.

Das Signal muss aber, meiner Meinung nach, nicht rechteckig sein. Es 
geht ja nur um Flankenerkennung und solange es sich um ein gleichmäßiges 
Signal handelt, wäre doch auch ein Sinus geeignet. Oder ein abgerundetes 
Trapez.

Da ich das Signal ja über Audioleitungen/Splitter verteilen will, ist 
ein Rechteck ja denkbar ungeeignet. Deshalb würde ich das ganze gern von 
vorn herein so umformen, dass die Audiotechnik problemlos damit zurecht 
kommt
und ich allenfalls mal mit dem Pegel am Ende der Leitung Probleme 
bekomme - nicht aber mit der Signalform.

Soweit die Idee.

Naja, und praktisch suche ich nun nach Möglichkeiten, die 
Übertragungsebene zu realisieren. Möglichst robust, möglichst simpel.

Ich finde einen Trafo daher eigentlich ein gutes Mittel, um den uC zu 
schützen.
Gast #5336689
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Armin K. schrieb:
> Die momentane Variante ist die erste....die mit dem Quietschen und
> Rauschen

Dann reicht ein Transistor um den Strom für einen (8Ohm/32Ohm) 
Lautsprecher zu verstärken, und an ein Line-In geht das Signal ohne 
Transistor über einen Koppelkondensator.

Allerdings ist man qualitätsmässig unter der Grasnarbe.
Gast #5336796
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Armin K. schrieb:
> Die Signale dienen zur Übermittlung von Messwerten, sollen aber über ein
> Audio-Setup verteilt werden, weil hierfür die Infrastruktur bereits
> vorhanden ist.

Warum führst du dann alle auf die Audio-Spur? Jeder dachte, du willst 
Töne zum Anhören erzeugen ...

Zur Datenübertragung wurde schon vor Jahrzehnten das MODEM erfunden, um 
auf gewöhnlichen Telefonleitungen eine Datenfernübertragung zu machen.
Der ZX81 hat mit 300 Baud seine Programme auf einfachsten 
Kasettenrecordern aufzeichnen können - mit einer c't-Erweiterung sogar 
mit 7200 Baud!
All diese Signale laufen problemlos über eine Audioanlage, solange du 
die Klangregelung neutral lässt und sie möglichst nicht auf einen 
Lautsprecher gibst - das könnte ev. den und auch deine Ohren über Gebühr 
belasten.

Zur Anpassung sollte das Bild im Beitrag von
Ach Du grüne Neune schrieb:
reichen.

Wer Tippfehler findet, darf sie behalten! Meine tapsigen Finger und der 
Touchscreen mögen sich nicht besonders ...

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