Gast
#5338105
Hallo, Ich verwende den DS4303 (https://www.maximintegrated.com/en/products/analog/voltage-references/DS4303.html) fuer Referenzspannungen (aus historischen Gruenden in einem gewachsenem Projekt). Wenn so eine (DC) Referenzspannung zu einem IC geht filtert man diese fuer gewoehnlich so nahe wie moeglich am IC. In vielen Faellen ist es nicht moeglich die Referenzen direkt am Verbraucher zu positionieren (z.B. wenn viele benoetigt werden wie in meinem Fall). Meine Vorgaenger haben das so gemacht - und 1uF verwendet. Nun lese ich aber im Datasheet dass "max load: 100pF" sind. Dazu habe ich ein paar Fragen: 1.) Stimmt das wirklich? 100pF ist nichts ... das summiert sich ueber ein bisschen Copper und pads zusammen 2.) Meine Vorgaenger haben das nicht beachtet (siehe oben) - funktioniert trotzem. Was kann passieren wenn das eben nicht eingehalten wird? 3.) Falls Instability: Lt. Datenblatt kommt der Ausgang direkt ueber einen Buffer vom DAC. Es wird anscheinend nicht mal die Spannung reguliert (d.h. der Last angeglichen). Feedback loop fehlt also. Abgesehen davon dass die Referenz jetzt lastabhaengig ist - wieso kann das instabil werden? 4.) Das Datenblatt ist ziemlich mager ... wie koennte ich den Ausgang modellieren? Derzeit verwende ich eine perfekte Spannungsquelle in Serie mit 1mOhm und 10nH. 5.) Was mache ich nun wenn ich den Ausgang ueber ein paar cm ueber ein mixed signal PCB schicken muss? Lt. Simulation muesste ich da um die 10uF haben um keine Resonanz zu haben. Natuerlich kann ich mit R de-Q-en, aber das wuerde ich gerne vermeiden. 100pF ergibt jedenfalls ein riesiges Q mit der Induktivitaet der Zuleitung 6.) Falls man wirklich nur max. 100pF anschliessen darf: Wofuer verwendet man denn den DS4303 eigentlich? Er kann keinen Strom liefern, keine Cap treiben und regelt nicht mal die Last ... Vielen Dank! Peter