Forum: Offtopic [S] Meinungen zu Bausatz Röhrenverstärker


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Stefan W. (swesch)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Forum!

Was haltet ihr von folgendem Bausatz um mal in die Röhrentechnik 
hineinzuschnuppern:

Ebay-Artikel Nr. 261625961395

Bitte keine Hinweise wie Transistoren sind besser, die Übertrager taugen 
nichts sondern einfach nur die Einschätzung des Gesamtpakets.

Für den Preis scheint es doch eigentlich ganz attraktiv um mal mit der 
Röhrentechnik im allgemeinen anzufangen.

Klar, besser geht immer.

Danke

von Ralph B. (rberres)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Für den Preis scheint es doch eigentlich ganz attraktiv um mal mit der
> Röhrentechnik im allgemeinen anzufangen.

kann man schlecht was zu sagen.

1. Man weis nichts über die Qualität der Ausgangstrafos, welche aber die 
Übertragungsqualität entscheident beeinflusst.

2. 2*12 Watt RMS ist ja auch nicht gerade viel.

3. Papier ist geduldig.

Der Preis ist für mal mit sowas anzufangen schon ziemlich hoch.

Um anzufangen würde ich mir ein passendes Buch mit Bauanleitungen von 
Röhrenverstärker suchen und damit beginnen.

Ralph Berres

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Für den Preis scheint es doch eigentlich ganz attraktiv um mal mit der
> Röhrentechnik im allgemeinen anzufangen.

Ist nur Löten und Schrauben. Die Leiterplatte bietet
nicht so viel Freiheiten an der Schaltung zu spielen
wie eine freie Verdrahtung.
Ist der Schaltplan irgendwo downloadbar?

Wer mehr kann, kann sich Übertrager und Netztrafo
auch so kaufen. Glaube nicht, dass das teuer wird.
Aber man weis was man hat.

Wenn die Endstufe in UL arbeiten kann,
ist der Übertrager wohl so schlecht nicht. ;-)

Nach allen Eskapaden landet man doch bei der EL84.

LG
old.

von Ralph B. (rberres)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Nach allen Eskapaden landet man doch bei der EL84.

naja 2*12W bekommst du bei einen EL84 Päärchen aber nicht im A-Betrieb, 
wie hier angegeben. Aber im AB-Betrieb währen sogar 15W bei 2*EL84 drin.
2*EL34 würde hier locker das doppelte bis dreifache bringen.

Im Angstbetrieb könnte man sogar 100W aus 2*EL34 rauskitzeln. Allerdings 
bei 800V Anodenspannung.

Ralph Berres

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Ralph B. schrieb:
> naja

Wenn Du wüsstest mit wie wenigen Watt man sehr gut klar kommt.

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Hab mir genau das Teil gerade aufgebaut.
Gut finde ich, das für den Einstieg erstmal alles vorhanden ist: 
Netztrafo, Übertrager und vor allem Gehäuse. Mag sein, dass man die 
Teile einzeln günstiger, oder in besserer Qualität bekommt, aber hier 
hat man erstmal alles zusammen was man braucht um einen funktionierenden 
Verstärker aufzubauen (Und einen Einstig in die Röhrenverstärkerwelt zu 
wagen).
Für Modifikationen ist auch noch ausreichend Platz im Gehäuse, die oben 
kritisierte Platine muss ja nicht verwendet werden. Obwohl ich dies im 
ersten Schuss definitiv machen würde.
Die beigelegte "Anleitung" ist bescheiden und besteht nur aus einem 
Schaltplan. Trotzdem ist es damit und im Zweifel mit ein bisschen 
googeln ohne Weiteres möglich, das Teil aufzubauen, wenn man prinzipiell 
Elektronik- und Löterfahrung hat.
Klanglich: Wie gesagt, ich habe das Teil gerade heut erst fertig 
aufgebaut und es funktioniert erstmal. Ich habe ein leichtes Brummen, 
was erstmal "normal" zu sein secheint, mit diversen kleineren 
Modifikationen soll man das wohl vollständig wegbekommen. So weit habe 
ich noch nicht draufgeschaut. Ansonsten sollten man nicht die total 
unempfindlichen Lautsprecherboxen haben (welche ich habe), sondern eher 
welche mit höherer Eingangsempfindlichkeit. Trotzdem klingt der 
Verstärker out-of-the-Box bei mir erstmal ganz passabel.
Das mitgelieferte Poti ist Müll, der Ein- Ausschalter auch, den 
Entstörkondensator über dem Schalter habe ich durch einen X2-Typ 
ersetzt. Ansonsten ist das Teil im Originalzustand.

Bis jetzt würde ich den Kauf empfehlen, vor allem weil man sich im 
ersten Schritt keine Gedanken über Teile, Gehäuse un Übertrager machen 
muss.

Hth,
Hannes

von Stefan W. (swesch)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Wer mehr kann, kann sich Übertrager und Netztrafo
> auch so kaufen. Glaube nicht, dass das teuer wird.
> Aber man weis was man hat.

Ich bin halt in Sachen Röhren blutiger Anfänger.
Während meiner Ausbildung 84-87 war die Technik kein Thema mehr aber es 
reizt mich schon.

Der Kit wäre eine Möglichkeit erst mal anzufangen und dann ggf 
weiterzumachen.

Ausserdem habe ich schon auch Respekt vor den Spannungen

von Peter D. (peda)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Ich habe ein leichtes Brummen,
> was erstmal "normal" zu sein secheint

Nein, das ist nicht normal.
Elkos sind ja kein Kostenfaktor mehr, daß man wie früher nur 16µF 
genommen hat.
Da scheint sogar ne Siebdrossel verbaut zu sein. Die könnte natürlich 
falsch dimensioniert sein (in Sättigung). So ne EL34 braucht schon mehr 
Strom als die typische EL84.
Gegen Brummen muß die GND-Verdrahtung gut überlegt sein (Sternpunkt). 
Das Chassis darf nur an einem einzigen Punkt mit GND verbunden sein. 
Die Heizleitungen müssen verdrillt sein und mit nem Entbrummerpoti (100 
Ohm) gegen GND. Die Leitungen zum Poti und den Eingangsbuchsen müsssen 
geschirmt sein (Schirm nur einseitig auflegen!).

Da scheint auch kein Gehäuse oder wenigstens ein Schutzkäfig dabei zu 
sein. Daher ist so ein offener Aufbau saugefährlich für Laien (Kinder, 
Frauen).

Hannes H. schrieb:
> Das mitgelieferte Poti ist Müll, der Ein- Ausschalter auch

Warum?
Knarzt es oder ist es eine lineare Ausführung?

von Hannes H. (mui)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Hannes H. schrieb:
>> Ich habe ein leichtes Brummen,
>> was erstmal "normal" zu sein secheint
>
> Nein, das ist nicht normal.
> Elkos sind ja kein Kostenfaktor mehr, daß man wie früher nur 16µF
> genommen hat.

Mit normal meine ich, nach Erstinbetriebnahme. Also bis man rausgefunden 
hat, was man am Aufbau verbessern kann. Hier sehe ich bei meinem 
Massekonzept (Audio) noch Verbesserungspotential.
Als Siebelko ist ein großer mit 220µF / 450V, sowie zwei kleinere mit 
22µF / 400V beigelegt. Das erscheint erstmal ausreichend.

> Da scheint sogar ne Siebdrossel verbaut zu sein. Die könnte natürlich
> falsch dimensioniert sein (in Sättigung). So ne EL34 braucht schon mehr
> Strom als die typische EL84.

Die Drossel ist zumindest mechanisch ziemlich groß (so groß wie ein 
Trafo), schwer zu glauben, dass die unterdimensioniert ist (3H / 200mA).

> Gegen Brummen muß die GND-Verdrahtung gut überlegt sein (Sternpunkt).
> Das Chassis darf nur an einem einzigen Punkt mit GND verbunden sein.

Ja, hier gibt es bei mir bestimmt noch Verbesserungspotential. Die 
mitgelieferte Platine erleichtert einem auf jeden Fall den Aufbau, da 
die Masseflächen dort den Sternpunkt schon mehr oder weniger vorgeben. 
Von dort gehe ich auch nur mit einer einzigen Leitung zum Chassis.

> Die Heizleitungen müssen verdrillt sein und mit nem Entbrummerpoti (100
> Ohm) gegen GND. Die Leitungen zum Poti und den Eingangsbuchsen müsssen
> geschirmt sein (Schirm nur einseitig auflegen!).

Die Heizleitungen sind verdrillt, so gut es geht (direkt am Sockel 
schwierig), Entbrummwiderstände nach Masse sind noch nicht drin (da auch 
nicht vorgesehen). Das werde ich als nächstes ergänzen.

Ich vermute, ich habe auch die Audio-Masse nicht komplett richtig 
ausgeführt: Die Buchsen sind zum Gehäuse hin zwar isoliert, aber letzten 
Endes hängt die Audio-Masse doch am gemeinsamen GND, und zwar einmal an 
der linken und einmal an der rechten Eingangsstufe. Weiß nicht, ob das 
so optimal ist.

Dies ist tatsächlich auch ein Manko dieses "Bausatzes": Es liegt nur ein 
Schaltplan bei, aber keine Anleitung (Aufbau, best practices, etc.)
>
> Da scheint auch kein Gehäuse oder wenigstens ein Schutzkäfig dabei zu
> sein. Daher ist so ein offener Aufbau saugefährlich für Laien (Kinder,
> Frauen).
>
Definiere Gehäuse: Das Teil ist vollumfänglich von einem geerdeten 
Metallgehäuse umgeben. Die Sockel der Röhren sind auf einer eigenen 
Platte etwas nach unten versetzt angebracht. Mit dem Finger kommt man da 
erstmal nirgendwo dran. Die größte Gefahr sehe ich eher durch eine 
mechanische Beschädigung (fliegender Ball, o.ä.). Aber man möchte ja 
eigentlich auch die offene Optik.
Unbeaufsichtigt werde ich das Teil nicht betreiben...

> Hannes H. schrieb:
>> Das mitgelieferte Poti ist Müll, der Ein- Ausschalter auch
>
Das Poti ist das billigste, was man für Geld erwerben kann. Aktuell tut 
es seinen Dienst, ob das von Dauer ist, ist schwer zu sagen. Da ich 
nichts besseres da hatte, habe ich es erstmal verbaut.

Der Ein-Ausschalter ist allerdings wenig vertrauenswürdig (aber auch den 
habe ich erstmal verbaut und er tut). Den werde ich tauschen, wenn ich 
einen geeigneten Ersatz gefunden habe. Am besten gegen einen zweipoligen 
Schalter. Kann jemand einen zweipoligen Drehschalter mit 230V und 1A 
Schaltleistung empfehlen?
> Warum?
> Knarzt es oder ist es eine lineare Ausführung?

Trotz allem, denke ich ist der Bausatz gut für den Einstieg geeignet 
(you get what you pay for...)

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Die beigelegte "Anleitung" ist bescheiden und besteht nur aus einem
> Schaltplan.

Lass doch mal bitte sehen.

Peter D. schrieb:
> (Sternpunkt).
> Das Chassis darf nur an einem einzigen Punkt mit GND verbunden sein.

Geht auch anders, aber wie Du schon schreibst muss das durchdacht sein.

Peter D. schrieb:
> Die Heizleitungen

Eigentlich heizen die Chinesen die Vorröhren mit DC.
Bifilare Heizfäden bauen die deshalb gar nicht erst.
Man ist mit den Noval-Doppeltrioden besser bedient.

Hannes H. schrieb:
> Entbrummwiderstände

Nützen nichts, wenn die Fäden in der Doppelröhre
in Serie geschaltet sind. Kann je nach Hersteller
abweichen.


Peter D. schrieb:
> Elkos sind ja kein Kostenfaktor mehr, daß man wie früher nur 16µF
> genommen hat.

Bei der Gleichrichterrähre gibt es da maximal zulässige
Kapazitätswerte.


LG
old.

von Hannes H. (mui)


Angehängte Dateien:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Hannes H. schrieb:
>> Die beigelegte "Anleitung" ist bescheiden und besteht nur aus einem
>> Schaltplan.
>
> Lass doch mal bitte sehen.
Ist angehängt.
>
> Peter D. schrieb:
>> (Sternpunkt).
>> Das Chassis darf nur an einem einzigen Punkt mit GND verbunden sein.
>
> Geht auch anders, aber wie Du schon schreibst muss das durchdacht sein.
Ja, die Masseleitung von den Lautsprecheranschlüssen zur Platine 
parallel zu den 315V-Leitungen des Trafos ist vielleicht auch nicht ganz 
optimal.
>
> Peter D. schrieb:
>> Die Heizleitungen
>
> Eigentlich heizen die Chinesen die Vorröhren mit DC.
> Bifilare Heizfäden bauen die deshalb gar nicht erst.
> Man ist mit den Noval-Doppeltrioden besser bedient.
>
Die hier sind mit AC geheizt.

> Hannes H. schrieb:
>> Entbrummwiderstände
>
> Nützen nichts, wenn die Fäden in der Doppelröhre
> in Serie geschaltet sind. Kann je nach Hersteller
> abweichen.

Keine Ahnung, wie kann ich das rausfinden?

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Keine Ahnung, wie kann ich das rausfinden?

Hineinsehen.


Erstmal eingrenzen wo der Brumm her kommt.
R105 und R205 überbrücken. (Stück Draht drüber Löten.)
Ist das Brummen dann weg?

LG
old.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Ist angehängt.

Vielen Dank. Schön puristisch, keine Überallesgegenkopplung.
Die Daten der Vorröhre muss ich mir noch ansehen,
die Lösung mit R104 gefällt mir natürlich nicht.

Netzteil:
Drossel aus der Plus-Leitung raus. Pluspol von
C301 und C302 verbinden.

Minuspol von C301 und Mittelpunkt der Wicklung
von GND trennen. Diesen Knoten über die Drossel
an C302 und GND. Hat mehrere Vorteile.

LG
old.

von Holm T. (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Die 6N9P ist eine 6SL7.

Gruß,

Holm

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Weitere Bilder und Spannungsangaben gibt es in einem
Thread im Hifi-Forum.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-111-5386.html
Der Tipp dort die Vorröhre zu ziehen ist schlecht,
dann habt Ihr die Brummspannung von B2 auf dem Gitter
der Endröhre.

Die Vorröhre ist eine 6SL7.
Ich gehe mal davon aus, dass der Brumm daher kommt.

6SN7 rein. Katode verblocken.
47µF ... 470µF.
Also parallel zu R204, Pluspol an Katode.
Man braucht dann allerdings etwas mehr als
2Vss zur Vollaussteuerung.
Die Heizspannung würde ich mit der Katode
der Endröhre verbinden, wenn sie bisher
kein definiertes Potential hatte.

LG
old.

PS: Falls jemand aus SG dabei ist, können wir gerne
mal gemeinsam nachschauen was zu machen ist.

von Peter D. (peda)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Der Tipp dort die Vorröhre zu ziehen ist schlecht,
> dann habt Ihr die Brummspannung von B2 auf dem Gitter
> der Endröhre.

2 Trioden parallel ist sinnlos. Man könnte besser eine Triode als 
Konstantstromlast für die andere schalten. Dann ist nur noch R105 der 
Arbeitswiderstand.

von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Der Kit wäre eine Möglichkeit erst mal anzufangen und dann ggf
> weiterzumachen.
>
> Ausserdem habe ich schon auch Respekt vor den Spannungen

Dann nimm Batterieröhren wie die 1SH24B (bei Pollin für 0.90 €) und such 
Dir eine Schaltung bei Kainka etc,

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Der Tipp dort die Vorröhre zu ziehen ist schlecht,
> dann habt Ihr die Brummspannung von B2 auf dem Gitter
> der Endröhre.

Also ist er doch gut, um die Ursache des Brumm zu finden. Zieht man die 
Röhre und es brummt, dann ist B2 ungenügend gesiebt.
Dann kann man eine höhere Brummunterdrückung durch eine 
Konstantstromlast (Rk = R104) erreichen. Falls dann die Verstärkung zu 
groß wird, kann man R105 auf 75k verringern.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Also ist er doch gut, um die Ursache des Brumm zu finden. Zieht man die
> Röhre und es brummt, dann ist B2 ungenügend gesiebt.

Bei nahezu jedem Röhrenradio brummt es wenn Du die
Vorstufentriode (EABC80) ziehst.
Überlege mal warum!

Peter D. schrieb:
> Dann kann man eine höhere Brummunterdrückung durch eine
> Konstantstromlast (Rk = R104) erreichen.

? Konstantstromquelle für Rk bedeutet 0 Verstärkung.
Der Brumm von B2 würde dann auch voll durchschlagen.
Probiere das doch einfach mal mit LTspice.
Das kann durchaus helfen die Zusammenhänge zu verstehen.

Holm T. schrieb:
> Die 6N9P ist eine 6SL7.

Danke, Dein Beitrag kam während ich schrieb.

LG
old.

von Peter D. (peda)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Bei nahezu jedem Röhrenradio brummt es wenn Du die
> Vorstufentriode (EABC80) ziehst.

Vorausgesetzt, die Siebung ist ausreichend dimensioniert, brummt da 
nichts.

Aus der W. schrieb:
> ? Konstantstromquelle für Rk bedeutet 0 Verstärkung.

Nochmal ganz langsam:
Die Last ist doch R103 (100k). Und den durch das 2. System ersetzen:
- R103 entfernen
- 4,5,6 trennen,
- zwischen 4 und 6 auch 2k
- 6 mit 2 verbinden,
- 5 an B2

von oldeurope O. (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Ja, die Masseleitung
@
https://www.mikrocontroller.net/attachment/358926/IMG_20180303_204339.jpg


Der Mittelpunkt der Sekundärwicklung gehört nicht
an den "Sternpunkt", sondern an den Ladekondensator.
Musst Du freischubbeln und dort (siehe Bild) anlöten.

Das ist jetzt sicher nicht der Hauptgrund für den
Brumm, aber Eines kommt zum Anderen.

Peter D. schrieb:
> - 6 mit 2 verbinden

2 ist die Anode vom unteren System und
6 die Katode vom oberen System.

Autsch. Frage Cortana mal nach SRPP.


LG
old.

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Autsch. Frage Cortana mal nach SRPP.

Nö, ich meinte einfach als Konstantstromer. Dann ist er deutlich 
hochohmiger als 100k, d.h. der Brumm auf B2 koppelt nicht auf das 
Signal.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Nö, ich meinte einfach als Konstantstromer.

Na dann mach mal.
So wie bisher von Dir beschrieben gibt das nix.
LTspice ist Dein Freund. ;-)

LG
old.

von oldeurope O. (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> 6SN7 rein. Katode verblocken.

Unbedingt!

Brummunterdrückung:
6SL7
5,4dB

6SN7
23dB

Verstärkung unmerklich geringer:
6SL7
27dB

6SN7
25dB

Anbei die Vergleichsschaltung und natürlich die asc.

LG
old.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Frage Cortana mal nach SRPP.

Ja, schade, das sie das hier nicht verwirklicht haben. Dabei wäre es so 
einfach gewesen, anstatt die Systeme einfach parallel zu schalten.

: Bearbeitet durch User
von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Matthias S. schrieb:
> Ja, schade, das sie das hier nicht verwirklicht haben.

Sind halt klug geworden in China. :-)
Ich würde da auch keine SRPP reinstricken.

https://www.frihu.com/roehrentechnik/srpp/

Das obere System arbeitet nicht als gute Stromquelle
und bringt deshalb nicht die psrr-Steigerung die man (peda)
sich davon verspricht.
http://1.bp.blogspot.com/_oCEpds9YoPw/RrBVaWyVD1I/AAAAAAAAACE/e7Er6y-qlXc/s1600-h/Widerstandsmultiplizierer+RIAA2007+Darius+01th+Aug.png

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Zusammen,

erstmal danke für die ganzen Tipps. Vielleicht<muss ich nochmal 
ergänzen, dass das Brummen recht dezent ist und nicht so drastisch, wie 
es hier vielleicht rüberkommt. Trotzdem möchte ich das soweit möglich 
natürlich reduzieren. Hierzu würde ich aber gerne "minimalinvasiv" 
vorgehen, d.h. erstmal die Ursachen eingrenzen und mit möglichst kleinen 
Maßnahmen Anhile schaffen, ohne die Schaltung komplett umzuwerfen.

Ich versuche mal ein paar geschilderte Maßnahmen zu sortieren:

Aus der W. schrieb:
> Erstmal eingrenzen wo der Brumm her kommt.
> R105 und R205 überbrücken. (Stück Draht drüber Löten.)
> Ist das Brummen dann weg?

Was bewirkt das? Wird hier die Endstufe auf Null gezogen, sprich keine 
Verstärkung, wenn Brummen dann noch da ist, muss es aus der Vorstufe 
kommen?


Aus der W. schrieb:
> Netzteil:
> Drossel aus der Plus-Leitung raus. Pluspol von
> C301 und C302 verbinden.
>
> Minuspol von C301 und Mittelpunkt der Wicklung
> von GND trennen. Diesen Knoten über die Drossel
> an C302 und GND. Hat mehrere Vorteile.

Das habe ich nicht genau verstanden. Kannst du das bitte erläutern? 
Welche Vorteile ergeben sich aus dieser (doch größeren) Umbaumaßnahme?

Aus der W. schrieb:
> Weitere Bilder und Spannungsangaben gibt es in einem
> Thread im Hifi-Forum.
> http://www.hifi-forum.de/viewthread-111-5386.html
> Der Tipp dort die Vorröhre zu ziehen ist schlecht,
> dann habt Ihr die Brummspannung von B2 auf dem Gitter
> der Endröhre.

Den Thread kenne ich. Dort war wohl das Hauptproblem, dass die beiden 
Gitter der Doppeltriode nicht miteinander verbunden waren. Der TE dort 
hat auch Entbrummwiderstände eingebaut. Letzten Endes war das Brummen 
wohl weg, was aber die entscheidende Verbesserung gebracht hat geht 
daraus nicht hervor (nur die Triodengitter, oder auch die 
Entbrummwiderstände)?

Aus der W. schrieb:
> Aus der W. schrieb:
>> 6SN7 rein. Katode verblocken.
>
> Unbedingt!

Nach dem was google dazu so hergegeben hat, sind die beiden Röhren nicht 
1:1 austauschbar - allerdings kenne ich mich zu wenig aus, um das 
gescheit beurteilen zu können.

Meine Vorgehensweise wäre erstmal:

- Audiomasse ggfs neu machen, bzw. den Mittelabgriff direkt am Elko 
anzuflanschen
- Generell größere Elkos für das NT verwenden: 470µ statt 150 (es ist 
ohnehin ein 330µ  statt 150µ beigelegt), und 47 oder 68µ statt 22µ
- Entbrummwiderstände an die Heizleitungen

Gibt es sonst noch was, was ich erstmal noch probieren / verbessern 
könnte?

Wenn es für die Analyse hilft: Das Brummen ist unabhängig von der 
eingestellten Lautstärke eigentlich immer gleich, es sei denn, man dreht 
den Lautstärkeregler mehr als 3/4 auf, dann wird das Brummen etwas 
lauter, aber auch dann konstant...

Viele Grüße,
Hannes

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Was bewirkt das? Wird hier die Endstufe auf Null gezogen, sprich keine
> Verstärkung, wenn Brummen dann noch da ist, muss es aus der Vorstufe
> kommen?

Ja.
_________________________________________
Hannes H. schrieb:
> Das habe ich nicht genau verstanden.

Dann lass das erstmal.
_________________________________________
Hannes H. schrieb:
> Der TE dort
> hat auch Entbrummwiderstände eingebaut.

Aus der W. schrieb:
> Die Heizspannung würde ich mit der Katode
> der Endröhre verbinden, wenn sie bisher
> kein definiertes Potential hatte.
_________________________________________
Hannes H. schrieb:
> Nach dem was google dazu so hergegeben hat, sind die beiden Röhren nicht
> 1:1 austauschbar

Korrekt. Mache es doch einfach so wie ich es beschrieben und mit
LTspice gezeichnet habe. Musst halt noch einen Elko für jede
6SN7 parallel zum 2K Ohm Katodenwiderstand löten.
Ist eine auf Deinen Amp zugeschnittene Lösung.

Die 6SL7 ist, da sie eine Stromgegenkopplung zur
Verstärkungsminderung hat, deutlich störempfindlicher.
Die 6SN7 benötigt diese Stromgegenkopplung nicht.
Mit dem Parallelkondensator zum Katodenwiderstand
verhinderst Du die Stromgegenkopplung.
(Ist bei der Endstufe ja auch so.)

_________________________________________
Hannes H. schrieb:
> Generell größere Elkos für das NT verwenden: 470µ statt 150 (es ist
> ohnehin ein 330µ  statt 150µ beigelegt), und 47 oder 68µ statt 22µ

Erstmal so lassen bis klar ist wo der Brumm herkommt.
Den 22µ bitte nicht vergrößern.
_________________________________________
Hannes H. schrieb:
> es sei denn,

Bei kurzgeschlossenem Eingang und geschlossenem
Bodenblech?
Hat der Brumm 50Hz oder 100Hz?

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Aus der W. schrieb:
>> Die Heizspannung würde ich mit der Katode
>> der Endröhre verbinden, wenn sie bisher
>> kein definiertes Potential hatte.

Also zwei 100 Ohm Widerstände in Reihe zwischen die beiden Heizleitungen 
und den Mittelabgriff direkt an die Katode? Sowohl für die Heizung der 
Vorröhre und auch der Endröhre? Dann jeweils nur an eine Katode einer 
Seite?

Aus der W. schrieb:
> Bei kurzgeschlossenem Eingang und geschlossenem
> Bodenblech?

Bodenblech ist zu, Eingang nicht kurzgeschlossen (Signalquelle dran). 
Mal die Eingänge kurzschliessen?

> Hat der Brumm 50Hz oder 100Hz?
Bin mir nicht sicher, würde schätzen 100Hz.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Also zwei 100 Ohm Widerstände in Reihe zwischen die beiden Heizleitungen
> und den Mittelabgriff direkt an die Katode? Sowohl für die Heizung der
> Vorröhre und auch der Endröhre?

Ja. Die Heizwicklungen phasenrichtig parallelschalten.

Bitte vorher sicher stellen, dass die Heizwickel "in der Luft" hängen.

Hannes H. schrieb:
> Dann jeweils nur an eine Katode einer
> Seite?

Ja.

Hannes H. schrieb:
> Mal die Eingänge kurzschliessen?

Klar. Nichts weiter als die Lautsprecher anklemmen.

LG
old.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nur mal interessehalber. Was ist denn draus geworden?

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wollte mich nachher oder morgen mal dran setzen. Komme leider nur am WE 
dazu.

Habe mir jetzt 100 ohm Widerstände für die Heizung(en) bestellt und 
ggfs. größere Elkos.

Ansonsten habe ich schon folgendes geprüft: Brummen tritt auch auf bei 
kurzgeschlossenen Eingängen, allerdings habe ich hier auch festgestellt, 
das nur die Audio masse an einem Kanal angeschlossen ist, das werde ich 
noch ändern, obwohl ich nicht glaube, dass das die Ursache ist.

Das Brummen tritt erst kurz nach dem Einschalten auf, beträgt doch 50 
statt den geschätzten 100 Hz und hört auch auf, wenn ich den Verstärker 
ausschalte und er noch mit dem Rest in den Kondensatoren läuft.

Außerdem (falls das Rückschlüsse auf die Ursache zulässt): das Brummen 
klingt nicht nach einem Sinus, sondern eher nach einem Dreieck oder 
so...

Eine Frage noch zu den Heizungswiderständen: bisher habe ich nur 
gelesen, das sie direkt an masse hängen, du hast gesagt, ich soll die an 
die Katode hängen...Macht das einen Unterschied?

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Macht das einen Unterschied?

So ca. 22V laut Hifi-Forum.

Hannes H. schrieb:
> Habe mir jetzt 100 ohm Widerstände für die Heizung(en) bestellt

Komm doch mal mit dem Amp vorbei. Habe alles da zum Experimentieren.

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Komm doch mal mit dem Amp vorbei. Habe alles da zum Experimentieren.

Hmm...SG ist leider ziemlich weit weg von mir.

Mir ist gerade noch ein Gedanke gekommen, woran es liegen könnte: Ich 
habe ja die Masse der Sekundärseite des Trafos mit der "Gerätemasse" 
verbunden und aber auch mit dem Schutzleiter, also dem Gehäuse. Kann ich 
mir dadurch eine Masseschleife einfangen?

Ich hätte jetzt mal versucht, die Verbindung aufzutrennen, bin mir aber 
nicht sicher, ob ich das machen kann. Ich hätte jetzt gesagt ja, aber 
vielleicht habe ich was übersehen? Kann ich das versuchen? Kann es daran 
liegen?

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Erstmal eingrenzen wo der Brumm her kommt.
> R105 und R205 überbrücken. (Stück Draht drüber Löten.)
> Ist das Brummen dann weg?

Habe gerade mal auf dem linken Kanal R105 nach Masse gebrückt. Das 
Brummen ist dann weg (auf dem linken Kanal).

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Habe gerade mal auf dem linken Kanal R105 nach Masse gebrückt. Das
> Brummen ist dann weg (auf dem linken Kanal).

Fein, dann ist die Endstufe in Ordnung, auch das Netzteil dafür.
C301 und C302 sind korrekt ausgelegt. Da solltest Du nichts
dran ändern.

Was ist wenn Du stattdessen R102 brückst?

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
So, das Brummen ist weg. Letzten Endes waren es die Entbrummwiderstände 
an der Heizung der Vorröhren. Seit die drin sind ist Ruhe.

Der Vollständigkeit halber: Das Brummen war immer noch vorhanden mit 
Widerständen an der Heizung der Endstufenröhre und auch bei Brücken des 
Eingangs (R102) nach Masse.

Vielen Dank für die Unterstützung!

Um jetzt den Thread nicht nur gekapert zu haben:
Durch die Bastelei und Fehlersuche habe ich viel gelernt. Das Ergebnis 
ist ein funktionierender Verstärker mit anständigem Klang. Sicher keine 
Highend-Produkt im Bereich der Röhrenverstärker, aber eben ein guter 
Einstieg in die Röhrenverstärkertechnik, wenn man sich im ersten Schritt 
nicht um Gehäuse, Trafos, Übertrager, etc. kümmern möchte.
Es bleiben auch noch genug Möglichkeiten, was am Setup zu ändern: 
Beschaltung, Röhren, Übertrager, etc.. Mehr braucht man als Anfänger 
nicht.
Vor dem Hintergrund würde ich den Verstärkerbausatz empfehlen - Falls 
der TE immer noch Interesse hat.

von Stefan W. (swesch)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Vor dem Hintergrund würde ich den Verstärkerbausatz empfehlen - Falls
> der TE immer noch Interesse hat.
Ich habe mittlerweile den Kit mit Versand aus D bestellt.
Kam auch schon an und mittlerweile ist alles ausgepackt und gecheckt.

Leider sind die beiden Vorstufenröhren scheinbar falsch gelagert worden 
und haben Korrossion am Metall und bei einer an den Pins ( siehe Foto ).

Der freundliche Chinese hat aber nach der Reklamation schon 2 neue Röhre 
auf den Weg geschickt :-)


> So, das Brummen ist weg. Letzten Endes waren es die Entbrummwiderstände
> an der Heizung der Vorröhren. Seit die drin sind ist Ruhe.
Prima! Nur leider ist mir noch nicht ganz klar wie die Widerstände 
geschaltet werden müssen.

Die Heizung ist bei den Vorröhren ja Pin 7+8. Soweit so klar, die 
Heizung wird im Schaltplan ja nicht mit gezeichnet.

Kannst Du das bitte noch mal erklären wo und wie die Entbrummwiderstände 
hingehören? Danke!

Eine Frage habe ich noch: Der Trafo hat 2 Sekundärwicklungen für die 
Heizung, einmal mit 1A und einmal mit 3,5A.
Ich vermute jetzt mal dass die 1A Wicklung für die Vorstufe und die 3,5A 
für die EL34 ist. Oder liege ich da falsch?

Vielen Dank und Gruß

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Ich vermute jetzt mal dass die 1A Wicklung für die Vorstufe und die 3,5A
> für die EL34 ist. Oder liege ich da falsch?

Ein Blick ins Datenblatt der EL34 verrät sofort, die braucht 1,5A 
Heizstrom, also 3A für beide. Die 1A Wicklung zu nehmen, könnte ungesund 
für den Netztrafo sein und auch nicht mehr die 6,3V bereitstellen.

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> So, das Brummen ist weg. Letzten Endes waren es die Entbrummwiderstände
> an der Heizung der Vorröhren.

Natürlich sind die Vorröhren für Brummeinkopplung empfindlicher. Ich 
hatte nicht darauf geachtet, daß 2 Heizwicklungen verwendet werden, d.h. 
man sollte dann auch beide erden.
Oftmals braucht man keine exakt symmetrische Erdung, sondern es reicht, 
einen Pin der 6,3V Wicklung auf GND zu legen. Einfach ausprobieren.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Prima! Nur leider ist mir noch nicht ganz klar wie die Widerstände
> geschaltet werden müssen.
>
> Die Heizung ist bei den Vorröhren ja Pin 7+8. Soweit so klar, die
> Heizung wird im Schaltplan ja nicht mit gezeichnet.
> Kannst Du das bitte noch mal erklären wo und wie die Entbrummwiderstände
> hingehören?

Beide Vorröhren  hängen parallel mit der Heizung (PIN 7+8) am Trafo (an 
den schwarzen Kabeln, die orangefarbenen sind für die EL34).
Ich habe an der einen Röhre zwei 100 ohm Widerstände in Reihe zwischen 
PIN 7 und 8 angeschlossen und den mittelabgriff zwischen den beiden 
Widerständen an Masse angeschlossen.

Du musst übrigens auch drauf achten an den Vorröhren PIN 1+4 miteinander 
zu verbinden (Fehler im Schaltplan) und an den endröhren PIN 1+8. Das 
war nicht so eindeutig. Viel Spaß beim basteln!

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> So, das Brummen ist weg. Letzten Endes waren es die Entbrummwiderstände
> an der Heizung der Vorröhren. Seit die drin sind ist Ruhe.
>
> Der Vollständigkeit halber: Das Brummen war immer noch vorhanden mit
> Widerständen an der Heizung der Endstufenröhre und auch bei Brücken des
> Eingangs (R102) nach Masse.

Heizwickel phasenrichtig parallelschalten und den Mittelpunkt
an eine Katode einer EL34.
Beitrag "Re: [S] Meinungen zu Bausatz Röhrenverstärker"


LG
old.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> die beiden Vorstufenröhren

Danke für die schönen Bilder.
Die Fäden sind da übrigens in Serie geschaltet.
https://www.mikrocontroller.net/attachment/359590/20180310_152625.jpg

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Heizwickel phasenrichtig parallelschalten und den Mittelpunkt
> an eine Katode einer EL34.

Das musst du mir jetzt doch nochmal erklären. Wenn du den Mittelabgriff 
an die Kathode hängst, hat er ja kein Massepotential, sondern, ca 22V.:

Aus der W. schrieb:
> Hannes H. schrieb:
>> Macht das einen Unterschied?
>
> So ca. 22V laut Hifi-Forum.

Vor allem hängt der Mittelabgriff der Heizung der Vorröhre an der 
Kathode der Endröhre.

Wo ist der Unterschied zu der Lösung, den Mittelabgriff an Masse zu 
hängen, bzw. Gibt es vor- und Nachteile? Ich habe den an Masse gehängt, 
weil es nach meinem Verständnis der Heizung ein Bezugspotential gibt und 
diese Spannung nicht 'floatend' gegenüber den andren Spannungen ist. Das 
macht dein Vorschlag zwar auch irgendwie, aber mit anderem Bezugspunkt.

Oder liege ich da völlig falsch?

von Holm T. (Gast)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
...das sind weniger "Entbrummwiderstände" sondern die legen die 
Heizfäden erst mal überhaupt an ein Potential..was sein MUSS!

Möglicherweise ist das Brummen auch schon weg wenn man ein Ende des 
Heizkreises an Masse legt. ein Entbrummer wird es erst, wenn ein 
niederohmiges Poti (Drahtpoti 100..500 Ohm) mit dem Schleifer an Masse 
gelegt wird und die Enden an die beiden Heizungsanschlüsse, damit kann 
man die Phasenlage und die Apmlitude des Brumms verändern der über 
Faden-Kathode Kapazitäten in die Vorröhre eingespeist wird, mit dem Poti 
läßt sich der "Summenbrumm" minimieren.


Ein gegen die restliche Schaltung floatender Heizkreis führt zu den 
putzigsten Effekten wie z.B. in den Kathodenröhrchen von EL34 
scheppernden Heizfäden, das habe ich selbst schon erlebt. wie lange das 
die Fadenisolation das mit macht weiß ich nicht..
Der Heizfaden glüht, unisolierte Stellen emittieren Elektronen, die 
Zuleitungen zur Anode unten in der Röhre fangen die auf, es fließt ein 
pulsierender Elektronenstrom der für seltsame Potentiale des Heizkreises 
sorgt. (Anhebung)

Also: ein floatender Heizkreis ist ein NONO, auch an den Endröhren.

Die eingebauten Widerstände sind nicht falsch, besser wirds mit 
Entrummer, allerdings wird es in einem Stereoverstärker kein 
gleichzeitiges Minimum für beide Kanäle geben.


Gruß,

Holm

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke für die ausführliche Erklärung. Es geht also tatsächlich erstmal 
darum, die Heizung auf ein potential zu legen:

Holm T. schrieb:
> ...das sind weniger "Entbrummwiderstände" sondern die legen die
> Heizfäden erst mal überhaupt an ein Potential..was sein MUSS!

Aber ist es hierbei egal, an welches potential die Heizung gelegt wird? 
Ich habe jetzt verstanden man kann:
- Direkt an Masse
- über Widerstände / Poti (Spannungsteiler) an Masse
- an die Kathode (+22V) der Endröhre.

Die ersten beiden Möglichkeiten leuchten mir ein, aber bei der dritten 
hänge ich. Wieso an die Kathode? Und wieso hängt die Heizung der 
Vorstufe an der Kathode der Endröhre? Und ist es egal, das dort 22V 
anliegen, weil es nur darum geht der Heizung irgendein potential der 
restlichen Schaltung zuzuordnen und die Heizungswicklung sowieso 
getrennt von der restlichen Schaltung ist?

Holm T. schrieb:
> Also: ein floatender Heizkreis ist ein NONO, auch an den Endröhren.

Das werde ich auf jeden Fall noch ändern.

von Peter D. (peda)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> - an die Kathode (+22V) der Endröhre.

Nö, das ist Quatsch.
Die Heizwicklung(en) werden mit am GND-Sternpunkt geerdet.
Oftmals hatte man in kommerziellen Geräten als Heizwicklung 2*3,15V, 
dann liegt die Mittelanzapfung am Sternpunkt.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Hannes H. schrieb:
>> - an die Kathode (+22V) der Endröhre.
>
> Nö, das ist Quatsch.

Holm T. schrieb:
> Der Heizfaden glüht, unisolierte Stellen emittieren Elektronen

Und nun denk mal nach !!!

LG
old.

von Holm T. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Hannes H. schrieb:
>> - an die Kathode (+22V) der Endröhre.
>
> Nö, das ist Quatsch.
> Die Heizwicklung(en) werden mit am GND-Sternpunkt geerdet.
> Oftmals hatte man in kommerziellen Geräten als Heizwicklung 2*3,15V,
> dann liegt die Mittelanzapfung am Sternpunkt.

Das kannst du aber so auch nicht sagen!

Die Spannung zwischen Faden und Kathode ist auf Grund der 
Isolierfähigkeiten des Heizers begrenzt.

Es gibt Sonderfälle (Kaskode, SRPP) bei denen die Kathoden beider 
Röhrensysteme zwar ein einheitliches mittleres Fadenpotential haben, 
aber die Kathodenpotentiale weit auseinander liegen und wo man mit einem 
Heizfaden an Masse in Schwulitäten mit UfKmax der entsprechenden Röhre 
kommt.
Bei solchen Heizkreisen kommt der Mittenabgriff der Widerstände (oder 
halt ein ende des Heizkreises) nicht an Masse, sondern an ein durch 
einen Spannungsteiler angehobenes Potential das in der Mitte zwischen 
dem der beiden Kathoden liegt, damit hat man kein Problem mit der 
Spannungsfestigkeit mehr.

Ein weiteres Problem das dadurch entschärft wird ist Folgendes, ich 
sprach das schon an:

Der Heizfaden an Massepotential hat u.U. unisolierte Enden die glühen 
und somit Elektronen emittieren, auch wen er nicht die eigentliche 
Kathode ist, so liegt er meist negativer als diese, mit überlagerten 
6,3Veff Heizspannung über beide Enden.
Zuleitungen zu den Elektroden unten am Sockel fangen diese Elektronen 
auf, auch wenn an der Zuleitung nicht Anode steht..damit kann man sich 
den hybschesten Brumm einfangen. Legt man das mittlere Fadenpotential 
über das der Kathode wird dieser Effekt gehörig entschärft weil dann die 
Elektronen lieber übe die Kathode fließen.

Gruß,

Holm

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holm T. schrieb:
> Zuleitungen zu den Elektroden unten am Sockel fangen diese Elektronen
> auf, auch wenn an der Zuleitung nicht Anode steht..damit kann man sich
> den hybschesten Brumm einfangen.

Dieser Effekt spielt in der Praxis keinerlei Rolle. Der Heizfaden 
besteht nicht wie die Katode aus gut emittierendem Material und ist 
außerdem mit einer Isolierschicht umgeben. Z.B. sind bei der ECC83 bis 
zu 180V~ zwischen Heizung und Katode zulässig.
Selbst in empfindlichen Vorverstärkern für Mikrofone oder Tonköpfe wurde 
die Heizung der EF86 immer mit GND verbunden. Probleme gab es weniger 
mit Brummen, sondern mit Mikrofonie (Klirren), wenn die Gummipuffer 
unter der Fassung verhärtet waren.

Separate Heizwicklungen findet man nur für die Anodengleichrichter 
(EZ80, AZ11) und dann sind sie mit der Katode verbunden.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Separate Heizwicklungen findet man nur für die Anodengleichrichter
> (EZ80, AZ11) und dann sind sie mit der Katode verbunden.

Gar nicht nett von Dir.
Und lass Dir mal den Unterschied zwischen Anodengleichrichter
und Netzgleichrichter erklären.


LG
old.

von Stefan W. (swesch)


Angehängte Dateien:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Der freundliche Chinese hat aber nach der Reklamation schon 2 neue Röhre
> auf den Weg geschickt :-)

Die Chinesen haben nun doch keine Ersatzlieferung losgeschickt mit der 
Begründung:

Das ist kein Rost sondern das sind Reste der Masse die zur Verbindung 
des Glases mit dem Sockel verwendet wird....

Mag sein dass das solche Reste sind aber die Pins der rechten Röhre 
sehen doch irgendwie nicht gut aus oder?

Was meint Ihr zum Zustand?

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Was meint Ihr

Sauber machen.

Schade, dass das hier nichts mit dem Umbau auf 6SN7 gibt.

LG
old.

von Stefan W. (swesch)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Sauber machen.

Ich habe aus der alten Vermittlungstechnik noch Schmirgelstäbchen damit 
würde ich da mal versuchen das clean zu bekommen.

Ist auf dem Pin eine Beschichtung die ich möglichst nicht verletzen 
sollte oder ist das wurscht?

von Peter D. (peda)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Mag sein dass das solche Reste sind aber die Pins der rechten Röhre
> sehen doch irgendwie nicht gut aus oder?

Röhren stammen oft aus alten Lagerbeständen aus dem vorigen Jahrhundert.
Da sind solche Ablagerungen normal.
Die Kontaktfedern in den Fassungen haben genug Kraft, um sich die 
Kontaktfläche freizukratzen. Steck sie rein und gut is.

Saubere Pins braucht man nur, wenn man sie mit bleifreiem Lot einlöten 
will.

von oldeurope O. (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Saubere Pins braucht man nur, wenn man sie mit bleifreiem Lot einlöten
> will.

Ja, wieder mal sehr trollig, hi hi.

Jetzt mach ich Euch mal den "Kurt".
Anbei ein Auszug aus dem Steinhauser.

Könnt Ihr Euch ja nun überlegen ob man saubere Pins nur
zum bleifreien Einlöten braucht.

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die röhren sind keine NOS, sondern neu. Ich würde trotzdem freikratzen 
und einsetzen.
Habe mir zum Vergleich nochmal andere röhren bestellt, werde berichten 
ob das einen Unterschied macht.

Ich habe übrigens noch einen Kathoden-Bypass-Kondensator eingelötet, 
wegen besserer Eingangsempfindlichkeit...

von Stefan W. (swesch)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Die röhren sind keine NOS, sondern neu. Ich würde trotzdem freikratzen
> und einsetzen.
Der freundliche ChinaMann schrieb dass das Produktionsdatum so 70er/80er 
gewesen ist.

> Ich habe übrigens noch einen Kathoden-Bypass-Kondensator eingelötet,
> wegen besserer Eingangsempfindlichkeit...
Das ist doch ein parallel zum R104/204 (2k) geschalteter Kondensator 
oder?
Welchen Typ hast du da verwendet?

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan W. schrieb:
> Das ist doch ein parallel zum R104/204 (2k) geschalteter Kondensator
> oder?
> Welchen Typ hast du da verwendet?

Richtig. Ich habe einen normalen Elko mit 16V, 220uF genommen, weil ich 
den gerade da hatte.
Der Kondensator bestimmt die untere Grenzfrequenz, er sollte nicht zu 
klein sein, weil du damit die tiefen abschneidest, aber auch nicht zu 
groß (ich werde meinen testhalber verkleinern auf ~47 - 100uF. Gibt auch 
Rechner dafür, einfach googeln.

Stefan W. schrieb:
> Der freundliche ChinaMann schrieb dass das Produktionsdatum so 70er/80er
> gewesen ist

Meine sahen neu aus. Aber wahrscheinlich packen die rein, was sie gerade 
haben...

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Die röhren sind keine NOS, sondern neu. Ich würde trotzdem freikratzen
> und einsetzen.

Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Bei genauerer 
Betrachtung findet sich dort der Datecode 69 XII ;-)

Hannes H. schrieb:
> Stefan W. schrieb:
>> Der freundliche ChinaMann schrieb dass das Produktionsdatum so 70er/80er
>> gewesen ist

Das scheint auf jeden Fall zu stimmen...

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Gibt auch
> Rechner dafür

Oder LTspice. Hier mal ein Beispiel:
Beitrag "6SL7 durch 6SN7 ersetzen."

Hannes H. schrieb:
> Ich habe übrigens noch einen Kathoden-Bypass-Kondensator eingelötet,
> wegen besserer Eingangsempfindlichkeit...

Was ist daran besser?
Von einem CD-Spieler bekommst Du locker 4Vss.
Die 6SL7 mit Katodenblock, so nennt man den
Kondensator hier in Deutschland, steuert bei 1,6Vss
voll aus. Da ist die 6SN7 mit Katodenblock oder eben
die 6SL7 ohne diesen geeigneter.
Ich würde den Katodenblock der Stromgegenkopplung vorziehen.

Ich schaue mir mal den Frequenzgang oben -3dB an:

6SL7 ohne Katodenblock 27KHz
6SL7 mit Katodenblock  13KHz
6SN7 mit Katodenblock  33KHz

Angaben ohne Gewähr, muss das nochmal bei Tag kontrollieren.

LG
old.

von Holm T. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Zuleitungen zu den Elektroden unten am Sockel fangen diese Elektronen
>> auf, auch wenn an der Zuleitung nicht Anode steht..damit kann man sich
>> den hybschesten Brumm einfangen.
>
> Dieser Effekt spielt in der Praxis keinerlei Rolle.

Ja klar doch, deswegen hatte ich ihn auch extra beschrieben (OMG!)

>Der Heizfaden
> besteht nicht wie die Katode aus gut emittierendem Material und ist
> außerdem mit einer Isolierschicht umgeben. Z.B. sind bei der ECC83 bis
> zu 180V~ zwischen Heizung und Katode zulässig.
> Selbst in empfindlichen Vorverstärkern für Mikrofone oder Tonköpfe wurde
> die Heizung der EF86 immer mit GND verbunden. Probleme gab es weniger
> mit Brummen, sondern mit Mikrofonie (Klirren), wenn die Gummipuffer
> unter der Fassung verhärtet waren.

Ja und nein.
>
> Separate Heizwicklungen findet man nur für die Anodengleichrichter
> (EZ80, AZ11) und dann sind sie mit der Katode verbunden.

Achwas.

Ich halte Dich zwar durchaus für kompetent, aber nicht im Sachgebiet 
Röhren.

Gruß,

Holm

von Peter D. (peda)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Holm T. schrieb:
> Ja klar doch, deswegen hatte ich ihn auch extra beschrieben (OMG!)

Ich weiß, daß es heutzutage in ist, bei Röhrenschaltungen die Esoterik 
raushängen zu lassen.
Ich hab früher viel mit Röhrengeräten zu tun gehabt, auch kommerzielle 
(ELA-Anlagen, Meßgeräte). Daher weiß ich, welche Schaltungen da 
verwendet wurden und was man wirklich noch raushören konnte.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Ich weiß, daß es heutzutage in ist, bei Röhrenschaltungen die Esoterik
> raushängen zu lassen.

Frech!
Ich kann in Holms Erklärungen keinen esoterischen Aspekt finden.
Zeige mir den.
Sei froh, dass Holm Lebenszeit dafür aufbringt Dir den Sachverhalt
beizubiegen. Ich hatte da keine Lust zu:
Beitrag "Re: [S] Meinungen zu Bausatz Röhrenverstärker"

LG
old.

von oldeurope O. (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Angaben ohne Gewähr, muss das nochmal bei Tag kontrollieren.

Jetzt mit der Kapazitiven Last der EL34.

In dieser Schaltung kommt eigentlich nur die 6SN7 in Frage.

Aus der W. schrieb:
> 6SN7 rein. Katode verblocken.
> 47µF ... 470µF.

Aus der W. schrieb:
> Heizwickel phasenrichtig parallelschalten und den Mittelpunkt
> an eine Katode einer EL34.

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> In dieser Schaltung kommt eigentlich nur die 6SN7 in Frage.

Hmmm...ich habe gerade mal in das Datenblatt der 6SN7 geschaut. Das 
Problem ist hier, dass die Heizung 0,6A statt 0,3A bei der 6SL7 
benötigt. Macht bei zwei Vorstufenröhren 1,2A. Der Trafo kann aber nur 
1A :-(

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Hmmm...

Dann versuche ich es für Dich mal in englisch:

Pelase connect the heater windings in parallel.
Ensure correct phasing of the windings.

OK?

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Hannes H. schrieb:
>> Hmmm...
>
> Dann versuche ich es für Dich mal in englisch:
>
> Pelase connect the heater windings in parallel.
> Ensure correct phasing of the windings.
>
> OK?

Dann versuche ich es nochmal für Dich auf Deutsch:

Der Trafo liefert für die Heizung der Vorröhren nur 1,0A. Wenn ich zwei 
Heizungen á 0,6A parallel schalte (nämlich die der zwei 6SN7 für linken 
und rechten Kanal) fließen 1,2A. 1,2A > 1,0A.

OK?

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Hmmm...ich habe gerade mal in das Datenblatt der 6SN7 geschaut. Das
> Problem ist hier, dass die Heizung 0,6A statt 0,3A bei der 6SL7
> benötigt.

Die 6SN7 ist mit 5W Anodenleistung schon eine ausgewachsene NF-Endröhre, 
da brauchts halt mehr Heizleistung.
Die 6SL7 entspricht etwa der bekannten Vorstufenröhre ECC83.
Die ECC83 kann bequem eine EL34 betreiben. Nur darf man dann die EL34 
nicht als Triode vergewaltigen.

Wenn man Klirr und Frequenzgang verbessern will, hilft eine 
Gegenkopplung von der Sekundärseite des Trafos zur Katode der Vorröhre. 
Sah man früher regelmäßig in hochwertigen UKW-Radios. Auch die ELA 50W 
Einschübe mit 2*EL34 hatte diese.

: Bearbeitet durch User
von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> OK?

Nein. Habe keine Lust mehr.

LG
old.

von Peter D. (peda)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Nur darf man dann die EL34
> nicht als Triode vergewaltigen.

Korrektur:
Die EL34 ist hier als Pentode geschaltet und mit 
Schirmgittergegenkopplung.
Hatte irgendwie im Hinterkopf, das heutige Bastler Endröhren immer nur 
als Triode schalten.

: Bearbeitet durch User
von Hannes H. (mui)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Nein. Habe keine Lust mehr.

Ja, schade. Ich dachte eigentlich, dass es klar ist, dass ich Einsteiger 
in Sachen Röhrentechnik bin. Du hast da mehr Erfahrung, deswegen mag ich 
aus deiner Sicht dumme Fragen stellen.

Ich stelle eine normale Frage, auf die du eine patzige Antwort gibst - 
ich präzisiere meine Frage (wenn auch im selben patzigen Tonfall) und 
jetzt haust du beleidigt ab.

Stattdessen hättest du auch einfach schreiben können:
"Die Heizungen der beiden 6SN7 parallel zu schalten und an den Trafo 
anzuschließen ist deshalb kein Problem, weil..."

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Trafos sind nicht so pingelig.
Du kannst ruhig 1,2A aus der 1A Wicklung ziehen, wenn Du magst. 
Vielleicht brechen die 6,3V etwas ein, mal nachmessen. Vorstufenröhren 
schadet leichtes Unterheizen nicht.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Die Heizungen der beiden 6SN7 parallel zu schalten und an den Trafo
> anzuschließen ist deshalb kein Problem, weil

ich die Heizwickel phasenrichtig parallel schalten kann.

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Trafos sind nicht so pingelig.
> Du kannst ruhig 1,2A aus der 1A Wicklung ziehen, wenn Du magst.
> Vielleicht brechen die 6,3V etwas ein, mal nachmessen. Vorstufenröhren
> schadet leichtes Unterheizen nicht.

Okay, dann wäre das ja eine Option, die man versuchen kann. Wobei ich 
auch sagen muss, die 6SL7 macht gar keinen so schlechten Job im 
Verstärker. Aber wenn es da noch Optimierungspotential gibt, würde ich 
auch mal ne 6SN7 probieren.

Aus der W. schrieb:
> ich die Heizwickel phasenrichtig parallel schalten kann.

Okay, danke für die Antwort. Ich muss gestehen, ich verstehe sie nicht 
richtig. Kannst du vielleicht mal skizzieren, wie das schaltungsmäßig 
aussieht?

von oldeurope O. (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Kannst du vielleicht mal skizzieren, wie das schaltungsmäßig
> aussieht?

Siehe Anhang.
Aber ich habe Zweifel, dass Dir das mit dem Phasenrichtig
gelingt. Deshalb lasse das besser bleiben mit der 6SN7.
Wenn Du das falsch machst, fackelt Dir der Trafo ab.

Hannes H. schrieb:
> Okay, dann wäre das ja eine Option

Die Überlastung würde ich nicht riskieren.

LG
old.

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Wenn Du das falsch machst, fackelt Dir der Trafo ab.

Das würde ich auch nicht machen. Niemand kann Dir garantieren, daß die 
Windungszahlen nicht leicht unterschiedlich sind und dann zusätzliche 
Ausgleichsströme fließen.

Mit den 1,2A wird ja nicht die Gesamtleistung überschritten, d.h. die 
eine etwas wärmere Wicklung wird durch die anderen gekühlt.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Niemand kann Dir garantieren, daß die
> Windungszahlen nicht leicht unterschiedlich sind und dann zusätzliche
> Ausgleichsströme fließen.

Besorge Dir doch mal ein sog. Amperemeter.
Dann überlege Dir die Stromrichtungen von Ausgleichs- und Laststrom
und denke nach! Hinweis: Bei 4,5A ist der Ausgleichsstrom = 0.

Peter D. schrieb:
> Mit den 1,2A wird ja nicht die Gesamtleistung überschritten, d.h. die
> eine etwas wärmere Wicklung wird durch die anderen gekühlt.

[Ironie] Dann können wir uns ja die Stromangaben in Zukunft 
schenken.[/Ironie]

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Siehe Anhang.
> Aber ich habe Zweifel, dass Dir das mit dem Phasenrichtig
> gelingt. Deshalb lasse das besser bleiben mit der 6SN7.
> Wenn Du das falsch machst, fackelt Dir der Trafo ab.

Aaaah, jetzt ist der Groschen gefallen. Ich war gedanklich immer bei den 
Heizungen (Stichwort phasenrichtig) der Röhren und nicht beim Trafo. 
Okay, ist jetzt verstanden.
Die Phase bzw. WIcklungsrichtung müsste sich ja mit dem Oszi ausmessen 
lassen. Naja, trotzdem die Frage, ob ich so ein Risiko eingehe. Die 6SL7 
funktionieren ja ganz gut. Es ist ja nicht so, dass der Verstärker 
schlecht klingt, das Brummen ist seit dem symmetrieren der Heizung auch 
weg.

Aus der W. schrieb:
> Was ist daran besser?
> Von einem CD-Spieler bekommst Du locker 4Vss.
> Die 6SL7 mit Katodenblock, so nennt man den
> Kondensator hier in Deutschland, steuert bei 1,6Vss
> voll aus.
Das ist das Problem bei mir. Ich habe aktuell keinen gescheiten 
Zuspieler. Das Einzige was ich aktuell dranängen kann ist der 
Kopfhörerausgang von einem Fernseher oder eine PS3. Leider finde ich bei 
beiden keine Angaben, was der Ausgang liefert.
Ich habe noch einen CD-Player mit Toslink-Ausgang, konnte aber auch 
keine Angaben finden, was ein Toslink-Cinch-Wandler am Ausgang liefert. 
Evtl. würde ich den Kathodenblock dann wieder rausschmeissen.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Evtl. würde ich den Kathodenblock dann wieder rausschmeissen.

Ich nicht weil:

Aus der W. schrieb:
> Die 6SL7 ist, da sie eine Stromgegenkopplung zur
> Verstärkungsminderung hat, deutlich störempfindlicher.
> Die 6SN7 benötigt diese Stromgegenkopplung nicht.
> Mit dem Parallelkondensator zum Katodenwiderstand
> verhinderst Du die Stromgegenkopplung.
> (Ist bei der Endstufe ja auch so.)


Hannes H. schrieb:
> Die Phase bzw. WIcklungsrichtung müsste sich ja mit dem Oszi ausmessen
> lassen.
12V Prüflampe reicht.

LG
old.

von Hannes H. (mui)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Da ist die 6SN7 mit Katodenblock oder eben
> die 6SL7 ohne diesen geeigneter.
> Ich würde den Katodenblock der Stromgegenkopplung vorziehen.
>
> Ich schaue mir mal den Frequenzgang oben -3dB an:
>
> 6SL7 ohne Katodenblock 27KHz
> 6SL7 mit Katodenblock  13KHz
> 6SN7 mit Katodenblock  33KHz

Okay. Das bedeutet dann ich habe bei der 6SL7 mit katodenblock zwar eine 
bessere Eingangsempfindlichkeit, aber einen schlechteren Frequenzgang.
Hätte ich einen Zuspieler mit genügend Ausgangsspannung, könnte ich den 
Kathodenblock zugunsten eines besseren Frequenzgangs entfallen lassen. 
Nur, was müsste ich an Vss haben? Und würde es ggfs Sinn machen einen 
(Transistor)Vorverstärker davor zu hängen?
Oder würde das ganze gebastel eher zu einer Verschlimmbesserung führen?

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Und würde es ggfs Sinn machen einen
> (Transistor)Vorverstärker davor zu hängen?

Für mich nicht. Deine Desigenrichtlinie erkenne ich bisher nicht.
Bei 6SL7-Pflicht, und gewünschter Verstärkungsziffer wie Katodenbasis,
würde ich einen asymmetrischen Katodenfolgerverstärker in Betracht 
ziehen.

Bis dahin kannst Du ja mal ein 50K Poti einbauen.
Dadurch gewinnst Du noch einige KHz nach oben.
asc, Gerät und Oszilloskop hast Du ja.

Peter D. schrieb:
> Die 6SL7 entspricht etwa der bekannten Vorstufenröhre ECC83.

Dem Triodensystem der EABC80.

LG
old.

von Holm T. (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> Ja klar doch, deswegen hatte ich ihn auch extra beschrieben (OMG!)
>
> Ich weiß, daß es heutzutage in ist, bei Röhrenschaltungen die Esoterik
> raushängen zu lassen.
> Ich hab früher viel mit Röhrengeräten zu tun gehabt, auch kommerzielle
> (ELA-Anlagen, Meßgeräte). Daher weiß ich, welche Schaltungen da
> verwendet wurden und was man wirklich noch raushören konnte.

Aus Phono-Preamps mit Entzerrern oder Mikrofonverstärkern hängt ganz 
gewiß keine Esotherik heraus.
Akzeptiere einfach das du nicht unbedingt alles wissen mußt oder schon 
weißt und gut ist.

Gruß,
Holm

von Holm T. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Aus der W. schrieb:
>> Nein. Habe keine Lust mehr.
>
> Ja, schade. Ich dachte eigentlich, dass es klar ist, dass ich Einsteiger
> in Sachen Röhrentechnik bin. Du hast da mehr Erfahrung, deswegen mag ich
> aus deiner Sicht dumme Fragen stellen.
>
> Ich stelle eine normale Frage, auf die du eine patzige Antwort gibst -
> ich präzisiere meine Frage (wenn auch im selben patzigen Tonfall) und
> jetzt haust du beleidigt ab.
>
> Stattdessen hättest du auch einfach schreiben können:
> "Die Heizungen der beiden 6SN7 parallel zu schalten und an den Trafo
> anzuschließen ist deshalb kein Problem, weil..."

Du hast schon Recht mit Deiner Meinung, aber Du fragst hier an der 
falschen Stelle. Weder Old noch ich, die wir hier beide eine eigene aber 
nicht unbedingt immer gleiche Meinung haben, sind hier mit unseren 
Ansichten sonderlich opportun. Das ist hier ein Forum mit eindeutiger 
Präferenz zu Halbleitern, der Kram ist also von vornherein schon 
überholter Mist. Man verliert die Lust zum erklären wenn man von 
verschiedenen Seiten mit gesundem Halbwissen beschossen wird.

Ehe hier die Standardkritik kommt:
Ich bin auch der Überzeugung das man mit Halbleitern qualitativ 
hochwertige und hochwertigere HIFI Komponenten teilweise einfacher als 
mit Röhren bauen kann, aber es ist eine urban Legend das 
Röhrenverstärker nach dem einschalten hörbar brummen müssen oder 
astronomische Klirrfaktoren zum Standard gehören.
Einigen Leuten macht es eben heute noch Spaß sich mit dem alten Kram zu 
befassen, völlig unabhängig davon ob es moderneres gibt. Es lamentiert 
doch auch Niemand über Oldtimer die sich Jemand wieder hübsch macht oder 
gar sammelt. Laßt die Leute doch!

Gruß,

Holm

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holm T. schrieb:
> aber es ist eine urban Legend das
> Röhrenverstärker nach dem einschalten hörbar brummen müssen oder
> astronomische Klirrfaktoren zum Standard gehören.

Ich hatte mehrere hochwertige Röhrenradios, davon hat keins hörbar 
gebrummt.
Auch meine Selbstbauverstärker haben nicht gebrummt.
Brummen tun nur viele heutige Makerschaltungen, da bei der Masseführung 
die Erfahrung fehlt.
Leicht brummen auch die billigen Radios, wo die Siebdrossel eingespart 
wurde und über eine Anzapfung am Ausgangstrafo die Brummspannung 
kompensiert wird. Die Kompensation ist stark arbeitspunkabhängig und 
daher selten optimal. Ich hab dann die Kompensationsschaltung abgeklemmt 
und dafür die 2*32µF Elkos durch CRC-Siebung mit 2*200µF/100R ersetzt. 
Danach war das Brummen weg.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Holm T. schrieb:
> Das ist hier ein Forum mit eindeutiger
> Präferenz zu Halbleitern

Was Röhrenthemen nicht ausschließt.
In diesem Forum darf jeder zum Thema schreiben.
Jeder darf sich anmelden.
Anhänge können ohne Anmeldung angesehen werden.
Auch die Nutzer anderer "Spezialforen" lesen hier,
man erreicht deshalb viele interessierte Leser.
Wo gibt es das sonnst noch?
Deshalb ist das hier genau der richtige Ort für
solche Themen.


LG
old.

von oldeurope O. (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Bei 6SL7-Pflicht, und gewünschter Verstärkungsziffer wie Katodenbasis,
> würde ich einen asymmetrischen Katodenfolgerverstärker in Betracht
> ziehen.

Und den habe ich jetzt mal simuliert.
(Auf den Longtail habe ich dabei jetzt mal verzichtet.)
Der "Katodenfolger" puffert Dir jetzt das Poti,
und eliminiert den Katodenblockkondensator.
Habe fg@3dB für 30KHz, im ungünstigsten Fall, ausgelegt.
Verdrahte das am besten so, das bei jedem Kanal
das andere System die Gitterbasisstufe ist.

LG
old.

PS: Weitere Erklärungen zu dem asymmetrischen Katodenfolgerverstärker
findest Du da:
http://radio-darius.blogspot.de/
Etwa 1/3 runterscrollen.

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> Und würde es ggfs Sinn machen einen
> (Transistor)Vorverstärker davor zu hängen?

Das geht sehr gut. Ich hatte mal ein Radio mit defekter EF86 und da 
Röhren sehr teuer waren, habe ich sie durch 2 Stück SF128 ersetzt. Der 
erste SF128 in Kollektorschaltung für hohen Eingangswiderstand.

von Holm T. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@peter:
...ein Radio mit EF86? ist mir wohl noch nicht untergekommen.
Da das mit dem SF128 so gut geht kannst Du mir sicher auch eine 
Ersatzschaltung für einen Verstärker eines Kondensatormikrofons 
vorschlagen bei dem SF128 die EF86 ersetzen?


@old:
>Deshalb ist das hier genau der richtige Ort für solche Themen.

Ich hatte das begründet damit, das man bei jedem Röhrenthema erst einmal 
die Ggrundsätzliche Berechtigung von Röhren überhaupt diskutieren muß 
und darauf habe ich keine Lust -> ungeeignet.
Du kannst das freilich halten wie Du willst, Du hast ja auch weniger 
Auswahl als ich.

Gruß,

Holm

von oldeurope O. (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Holm T. schrieb:
> erst einmal
> die Ggrundsätzliche Berechtigung von Röhren überhaupt diskutieren

Ist doch bei Netzteilen mit 50Hz Trafo vs. Schaltnetzteil so
und bei Transistorverstärkern mit analog vs. d-Amp auch.

Holm T. schrieb:
> Du hast ja auch weniger
> Auswahl als ich.

Welche Auswahl? Das Buden-Forum, welches Du "betreust" in dem man
nicht mal Anhänge sehen kann und sich nur Deine Freunde anmelden
können?

Hannes H. schrieb:
> Nur, was müsste ich an Vss haben?

Mit dem Katodenfolgerverstärker im Bild genügen 0,6Vspitze
zur Vollaussteuerung.
Als Alternative zum Long Tail habe ich eine Katodendrossel
eingesetzt. Der peda kann da eine low drop (Transistor-)stromquelle
verwenden.
Es gibt eine Vielzahl weiterer Optionen mit Doppeltriode.
Gegenkopplung und Runterbelasten mag ich nicht und weitere
Kondensatoren im Signalweg auch nicht.

LG
old.

von Holm T. (Gast)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> erst einmal
>> die Ggrundsätzliche Berechtigung von Röhren überhaupt diskutieren
>
> Ist doch bei Netzteilen mit 50Hz Trafo vs. Schaltnetzteil so
> und bei Transistorverstärkern mit analog vs. d-Amp auch.
>

Ja, ist auch so und deshalb vermeide ich solche Themen hier wenn es 
geht.

> Holm T. schrieb:
>> Du hast ja auch weniger
>> Auswahl als ich.
>
> Welche Auswahl? Das Buden-Forum, welches Du "betreust" in dem man
> nicht mal Anhänge sehen kann und sich nur Deine Freunde anmelden
> können?

Forum-chef ist Matt, er zahlt die Rechnung und der hat von vornherein 
festgelegt "Du nicht", weil er Dich wohl u.a. auch schon aus dem 
Wellenkino oder was weiß ich wo raus geschmissen hat. Daran habe ich 
überhaupt keinen Anteil, beschwere Dich darüber nicht bei mir.
Die Bude hat zum jetzigen Stand 352 registrierte Mitglieder, denkst Du 
das bin nur "ich und meine Freunde"?
So weit mir bekannt ist gibts aber für Dich noch mehrere 
"nicht-Alternativen". Wir müssen das IMHO aber nicht hier diskutieren.
[..]
> LG
> old.

Gruß,
Holm

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Holm T. schrieb:
> ...

Ich vermeide doch keine Diskussion weil andere User eine andere
Ansicht haben.
Ich weiss jetzt nicht wieviele Leute hier angemeldet sind.
Aber die Handvoll echter Nutzer aus der Bude lesen auch hier.
Kommt doch einfach hier her, statt die Nutzer von hier
abzuwerben.
Ich habe den Eindruck, Ihr schreibt nur da, wo Ihr die
100%ige Kontrolle habt.
Bei Foren, in denen unangemeldet nicht alles einsehbar ist,
melde ich mich nicht mehr an.

Holm T. schrieb:
> Matt, er zahlt die Rechnung

Eigentlich sollte es doch umgekehrt sein.

LG
old.

von Holm T. (Gast)


Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Holm T. schrieb:
>> ...
>
> Ich vermeide doch keine Diskussion weil andere User eine andere
> Ansicht haben.

Ich schreibe Dir doch nicht vor was Du tun solltest, Du denkst aber 
scheinbar schon das tun zu müssen..

bist Du sicher, das Du diese Art Diskussion hier haben möchtest?
Könnte mir vorstellen das das auße dir nicht wirklich Jemanden 
interessiert.

> Ich weiss jetzt nicht wieviele Leute hier angemeldet sind.
> Aber die Handvoll echter Nutzer aus der Bude lesen auch hier.
> Kommt doch einfach hier her, statt die Nutzer von hier
> abzuwerben.

Das tut doch Keiner und hier sind mir einfach die Anonymen zu stark 
vertreten und auch die Löscherei nimmt überhand.

> Ich habe den Eindruck, Ihr schreibt nur da, wo Ihr die
> 100%ige Kontrolle habt.

Ja, ein Eindruck kann manchmal täuschen.

> Bei Foren, in denen unangemeldet nicht alles einsehbar ist,
> melde ich mich nicht mehr an.
>
> Holm T. schrieb:
>> Matt, er zahlt die Rechnung
>
> Eigentlich sollte es doch umgekehrt sein.
>
> LG
> old.

-v bitte.

Gruß,

Holm

von Peter D. (peda)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Holm T. schrieb:
> ...ein Radio mit EF86? ist mir wohl noch nicht untergekommen.

Die war in der DDR sehr gebräuchlich.
Z.B.
https://www.radiomuseum.org/r/gerufon_ultra_ferrit_58w_58_w.html

Wenn keine Kombiröhre (ECL86) benutzt wurde, dann war die Vorröhre für 
die EL84 entweder die EABC80 oder eben die EF86.

Auch in Tonbandgeräten und Plattenspielern habe ich die EF86 oft 
gesehen, die war ja recht rauscharm. Allerdings mußte man darauf achten, 
daß es ein RFT-Typ war, die aus dem sozialistischen Ausland hatten 
oftmals starke Mikrofonie.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Hannes H. schrieb:
> konnte aber auch
> keine Angaben finden, was ein Toslink-Cinch-Wandler am Ausgang liefert.

Der reicht im Allgemeinen 1:1 durch. D.h. bei einem 0dBu TOS Signal 
kommen etwa 0,775V (RMS), also etwa 2,2 Vss aus den RCA Buchsen.

: Bearbeitet durch User
von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Auch in Tonbandgeräten und Plattenspielern habe ich die EF86 oft
> gesehen, die war ja recht rauscharm.

Es gibt von Fritz Kühne eine interessante Abhandlung
Ein- oder Mehrgitterröhren?
von 1967.
Die Doppeltriode ist da der Sieger.

Damals musste aus dem Verstärker etwas rauskommen.
Ob der Röhrenverstärker dann letztendlich dank
Steilheitsverzerrungen und Gegenkopplung wie ein
Transistorgerät klingt, war nicht wichtig.

Trotzdem sehr interessant.
Bei Interesse kann ich Euch das mal scannen.

LG
old.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Matthias S. schrieb:
> also etwa 2,2 Vss aus den RCA Buchsen.

Für die 6SN7 mit Katodenblock braucht es 2,5Vss.
Ich würde sie trotzdem nehmen weil andere Vorteile
überwiegen und ein 50K Poti einbauen.

Es bleibt einem ja unbenommen die 6SL7 für mehr
Verstärkung reinzustecken.

LG
old.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail, Yahoo oder Facebook? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen | Mit Facebook-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.