Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Platine präventiv reinigen?


von Jan (Gast)


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Moin!
Hab da ne kurze Frage an die Spezialisten.

Ich habe mir gestern mal das Innenleben von meinem Schweißinverter 
angesehen.
Dabei ist das angehängte Bild entstanden.

Meine Frage ist ob ich die Platine vielleicht mal von dem Glibber 
befreien sollte um möglichen Kurzschlüssen vorzubeugen.

Die Platine ist mit einem mir unbekannten Mittel versiegelt.
Diese Versiegelung kann man jedoch reicht einfach mit nem Fingernagel 
abkratzen und ist teilweise schon abgelöst.

Womit könnte ich die Platine reinigen und anschließend versiegeln?

Würdet ihr das Kram entfernen oder lieber so lassen? Stichwort 
Kaputtrepariert.

Besten Dank

von Olaf (Gast)


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Ich würde einfach alle mit Pressluft rausblasen und danach so lassen.

Olaf

von Stefan F. (Gast)


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> Dabei ist das angehängte Bild entstanden.

Wow, heftig. Ich würde sie sauber machen.

von keen jlaskujel (Gast)


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Olaf schrieb:
> Ich würde einfach alle mit Pressluft rausblasen und danach so
> lassen.
>
> Olaf

Aber nicht zu heftig!

Vorher aber:

Erst absaugen und mit einem kleinen Pinsel den Dreck weg fegen.

von Jan (Gast)


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Ich bau das Ding erst mal aus und schaue mir den Teppich dann genauer 
an.

von herbert (Gast)


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Ich reinige solche Sachen erstmal in der Badewanne mit dem 
Brauseschlauch warm. Klingt brachial ist es aber nicht wenn man 
anschließend  mit einem Gebläse das anhaftende Wasser entfernt. Danach 
muß man sich aber einige Tage gedulden ehe man das nach sorgfältiger 
Kontrolle wieder in Betrieb nehmen kann. Sachen welche bei mir in den 
Backofen passen trockne ich bei 50 Grad etwa 1 Stunde, dabei lasse ich 
die Tür einen Spalt offen. Größere Sachen lasse ich dann schon mal 
einige Tage liegen und lagere es auch mal um damit sich nicht versteckt 
Nässe sammeln kann. Schädlich bei diesem Prozedere ist nur die UNGEDULD.

von Stefan F. (Gast)


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> Ich reinige solche Sachen erstmal in der Badewanne
> mit dem Brauseschlauch warm.

Bist du mein ehemaliger Ausbilder? Der hatte nämlich mal von einer 
Dummheit erzählt, die er gebracht hatte als er selbst Azubi war.

Eine Bundespost-Telekom Kundin beklagte sich wiederholt darüber, dass 
ihr Telefon nicht mehr so laut klingelt, wie gewohnt. Darauf empfahl er 
der Frau, sich die Ohren zu waschen, und dann das Telefon. Das hat sie 
auch gemacht..... dafür bekam er mächtig Ärger.

von herbert (Gast)


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Nachtrag. Versiegelt ist das Teil weil weil da Hochspannung im Spiel ist 
und Kriechströme verhindert werden sollen. Ist das Zeug schon spröde, 
kann sich darunter beim reinigen auch Nässe festsetzen. Deshalb sollte 
man die Platine wirklich gut mit einem Fön trocknen und dann zb.mit 
Lötlack oder Plastikspray nachversiegeln.

von Jan (Gast)


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Ich würde mit den ersten beiden Vorschlägen beginnen.

Aber trotzdem Danke.

von herbert (Gast)


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Stefan U. schrieb:
> Eine Bundespost-Telekom Kundin beklagte sich wiederholt darüber, dass
> ihr Telefon nicht mehr so laut klingelt, wie gewohnt. Darauf empfahl er
> der Frau, sich die Ohren zu waschen, und dann das Telefon. Das hat sie
> auch gemacht..... dafür bekam er mächtig Ärger.

Man sollte das auch nur mit Verstand machen und Das nicht mit 
Hörkapseln, Mikrofonen Kopfhörern und auch nicht mit Displays 
machen...wobei Nixieröhren total unempfindlich sind 7 Segmentanzeigen 
auch. LCD Geschichten ...weniger Grins.... Mechanik die vorher gefettet 
war muß man dann natürlich wieder nachfetten... Ein wenig denken beim 
tun schadet aber nicht. Meine Teile haben die Badewanne immer überlebt. 
Aber die waren vor dem einschalten wieder knochentrocken.

von Jan (Gast)


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So.
Platine liegt vor mir.

Und jetzt?

Saubermachen?

Oder so lassen und auf den Shutdown warten?

Mit Druckluft kann ich den groben Grummel wegpusten.
Der Rest ist eine klebrige Mischung aus Öl und Metall.


Isopropanol?

von Teo D. (teoderix)


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herbert schrieb:
> Ich reinige solche Sachen erstmal in der Badewanne mit dem
> Brauseschlauch warm.

Ja gerne, aber empfehle sowas lieber nicht Leuten, die sich nicht 
auskennen!

Jan schrieb:
> Und jetzt?
>
> Saubermachen?

Erstmal Pinsel und Staubsauger. Letzteres ist dringend zu empfehlen! :)
Das wirds dann auch schon gewesen sein. Mehr Aufwand eventuell wenn du 
es verkaufen willst. ;)

von ich wer sonst (Gast)


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Jan schrieb:
> klebrige Mischung aus Öl und Metall.

Benzin oder Bremsenreiniger. Draußen und gut ablüften lassen! Mit 
Spiritus, Isoprop oder - am besten - mit Kontakt LR nachwaschen.

von ich wer sonst (Gast)


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Ach so, vergessen: Grobe Verschmutzungen wie Staub u.ä. natürlich vorher 
entfernen.

von Alexander S. (alex998)


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ich wer sonst schrieb:
> Benzin oder Bremsenreiniger.

Lieber sanften Kaltreiniger und Bürste.

von Jan (Gast)


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Nochn paar Fragen bzgl Lösungsmittel:

Sind alle genannten Mittel kompatibel zu den allgemeinen 
Elektronikkomponenten?

Kann mir vorstellen das Brause, Benzin und Bremsenreiniger vielleicht 
nicht die besten Kandidaten sind.

Mein Plan ist folgender:
Absaugen
Mit Pinsel grob reinigen
Mit Isopropanol schrubben und nachspülen
Trocknen
Mit z.B. Leiterplattenlack versiegeln

Wäre das ok?

von Teo D. (teoderix)


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Jan schrieb:
> Wäre das ok?

Ja, nur Punkt 1 u. 2 würde ich zusammen fassen.

Den Lack würde ich weglassen, dafür ist die Platine bereits zu versaut. 
Da handelt man sich nur neue Probleme ein.

von Jan (Gast)


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Kannst du mir erklären warum man sich damit Probleme einhandelt?

von Schreiber (Gast)


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Jan schrieb:
> Sind alle genannten Mittel kompatibel zu den allgemeinen
> Elektronikkomponenten?

Empfehle Isopropanol oder notfalls(!) Spiritus. Bei wasserlöslichem 
Dreck kann man auch destilliertes Wasser nehmen.
Zum groben Saubermachen einen Naturhaarpinsel (wegen elektrostatischer 
Aufladung) und reichlich Druckluft

>
> Kann mir vorstellen das Brause, Benzin und Bremsenreiniger vielleicht
> nicht die besten Kandidaten sind.

Durchaus. Damit sollte man vorsichtig sein. Manchmal verträgt es die 
Elektronik und manchmal eben nicht. Das erkennt man dann nach der 
Reinigung, wenn es schon zu spät ist...

von Teo D. (teoderix)


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Jan schrieb:
> Kannst du mir erklären warum man sich damit Probleme einhandelt?

Weil man keine Ahnung hat, was man da alles mit ein lackiert.

von michael_ (Gast)


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Ich würde auf keinen Fall mit Lösungsmitteln hantieren.
Zur Not mit Spiritus.

Ist sicher nicht nötig.

Zuerst wie genannt Pinsel und Staubsauger.
Danach mit Hand-Flüssigseife einschäumen.

Was für Ölhände gut ist, ist auch für die Elektronik nicht schädlich.

Für schwierige Fälle (Nikotin) habe ich dann Linda-Neutral (DDR) 
genommen.
Das ist eine neutrale Schmierseife, die es wohl immernoch gibt.

von ich wer sonst (Gast)


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Jan schrieb:
> Kann mir vorstellen das Brause, Benzin und Bremsenreiniger vielleicht
> nicht die besten Kandidaten sind.

Benzin und Bremsenreiniger sind sogar sehr gute Kandidaten, weil sie Öle 
perfekt und sehr schnell lösen, beim Nachspülen perfekt abtransportieren 
und sehr schnell flüchtig sind. Zugegeben, Bestückungsdruck und 
Farbringe könnten danach auch weg sein, aber bei der Pampe (wenn sie 
denn wirklich Ölhaltig ist) gibts kaum Alternativen.

Isoprop und Laugen (Seife...) brauchen viel zu lange und lösen nur 
wenig. Spiritus wirkt erst, wenn das Ölige schon weg ist.

Also, groben Dreck mechanisch entfernen, Rest anlösen und zügig und 
üppig abspülen & abschütteln. Für gute Belüftung sorgen, dann 
verflüchtigen sich die Reste in Sekunden.

BTDT. Keine Probleme.

Oder aber Tage später noch Waser- und Seifenreste unter Bauteilen 
finden...

von ich wer sonst (Gast)


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Kleine Ergänzung: Sollten Komponenten mit Wärmeleitpaste verbaut sein, 
der Kühlkörper könnte darauf hinweisen, die Paste nach dem Waschen 
kontrollieren oder gleich ersetzen.

von Teo D. (teoderix)


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ich wer sonst schrieb:
> Oder aber Tage später noch Waser- und Seifenreste unter Bauteilen
> finden...

Wenn man wirklich weiß was man tut, die beste und bequemste weise!
Warm Wasser, Spühli und wenn nötig erst mal ne Stunde einweichen.
Natürlich kann man auch einen /Sicherheits/-Reiniger aus der Dose 
nehmen. Aber erst aufs Etikett gugen, nich das da Wasser und Tenside 
drin is!

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