Alu "färben"

Gast #5344338
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Jörg Willkotz schrieb:
> wird erwähnt, man könne eloxiertes Alu mit z.B. Naphtholblauschwarz
> färben.
>
> Hat das schonmal jemand versucht?

Lesen sollte man können. Die Arbeitsfolge ist Eloxieren - Färben - 
Verdichten. Nachträgliches Einfärben der Eloxalschicht nach dem 
Verdichten ist nicht möglich, man kann die Aluplatte nur mit Edding 
anmalen o.ä.

Wenn man es kann (Eloxierwerkstatt), dann kann man alle möglichen Farben 
benutzen, auch farbig bedrucken. Das ist Standard.

Georg
Gast #5344453
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Mann sollte aber darauf achten das richtige Aluminium zu verwenden.
Denn nicht jede Aluminium Legierung lässt sich gleich gut eluxieren.

Well man die falsche Aluminium-Legerung erwischt, wird die Farbe nicht 
ordentlich angenommen oder extrem fleckig.
Fragt bitte nicht woher ch das weis ;o)
Gast #5344461
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war eine zeit lang richtig angesagt im fahrradforum haben viele ihre 
teile selber eloxiert, das war aber noch zu Zeiten als die 
gewichtsfetischisten ihr bike mit allen möglichen leichtbauteilen 
ausgestattet haben, diese ware anfang aber meist nur alu Natur oder 
super Schweine teuer

hab selber einiges eloxiert aber das betraf keine leichtbauteile
es funzt jedenfalls

schau mal dort, die seite habe ich damals als Anleitung benutzt
ist mittlerweile auch ein shop wo man getestete Hilfsmittel bestellen 
kann

http://www.electronic-thingks.de/de/eloxieranleitung.html
Gast #5344471
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;o) schrieb:
> Mann sollte aber darauf achten das richtige Aluminium zu
> verwenden.
Ist klar, nur das transparente.
> Denn nicht jede Aluminium Legierung lässt sich gleich gut eluxieren.
Hat das "Eluxieren" etwas mit dem "Fluxkompensator" zu tun?
>
> Well man die falsche Aluminium-Legerung erwischt, wird die Farbe nicht
> ordentlich angenommen oder extrem fleckig.
Diese Legerung sieht dann eher leger aus...
> Fragt bitte nicht woher ch das weis ;o)
Woher weißt du das?
Gast #5344517
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Hallo,

ich würde dazu raten, das Teil einem Oberflächenveredler zu übergeben.
Wenn Du keinen Zeitdruck hast, dann hängen die (zumindest die, die ich 
kenne) solche Einzelteile bei Gelegenheit (je nach Farbwunsch) für ein 
paar EUR in die Kaffeekasse mit an's Gestell.

Das ganze selber zu machen ist doch Schmarrn. Umweltsauerei, gefährlich, 
und wenn Du Dir extra dafür ein paar säurebeständige Handschuhe 
anschaffst, vermutlich schon teurer als der Kaffee für den Eloxierer.

Wenn das Teil bereits eloxiert ist und Du jetzt eine andere Farbe 
willst, dann bekommen die Eloxierer das alte Eloxal, je nach Tiefe/Härte 
auch wieder runter und eloxieren dann neu. Das kann man zwei/drei mal 
machen...

LG
Gast #5344615
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Danni schrieb:
> ich würde dazu raten, das Teil einem Oberflächenveredler zu übergeben.

Das musst Du aber erstmal einen finden, der daran Interesse hat. Bei 
kleinen Stückzahlen eher nicht.

Ich hab mal ein bißchen rumgesucht: Entweder richtig teuer oder ewig 
lange Bearbeitungszeiten, gern auch in Kombination. Klar haben die keine 
Lust auf unbekanntes Material, was ihnen die Bäder versaut, und für 5 
Eur lohnt sich nichtmal eine Antwortmail, rein kalkulatorisch.

Danni schrieb:
> Das ganze selber zu machen ist doch Schmarrn. Umweltsauerei, gefährlich

Naja, so schlimm isses nun auch nicht. Die Schwefelsäure bekommt Du im 
Baumarkt. Wichtig ist absolut sauberes Arbeiten, also zum Beispiel nach 
dem Elox die Schwefelsäure auch wirklich aus allen Sacklöchern zu 
spülen, bevor man färbt, sonst wird das nichts. Und die Teile müssen 
sauber sein, keine Fettflecken. Elox natur ist kein Problem, Elox 
eingefärbt kann schiefgehen. Und dann hat man richtig ein Problem, denn 
die Eloxschicht wieder runterzubekommen ist nahezu unmöglich.
#5344783
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georg schrieb:
> Durchgeknallte DoItYourSelfer machen das ganz lässig mit heisser
> konzentrierter Natronlauge...

Da brauchst du nicht mal Konz. Natronlauge. 3,5% langen. Badtemperatur 
50°C.
Viel hilft nicht auch zwangsläufig viel. Außerdem sollte die Abtragrate 
noch steuerbar sein. Was nutzt es dir, wenn nach 5s alles runter ist und 
noch weiteres intaktes Material?
Normale Dekorschichten sind so 10-15µ stark. Ca die Hälfte davon wächst 
auf, die Hälfte geht ins Material. Wenn es um Passungen geht, dann muß 
man ca. die Hälfte vom unbehandelten Rohling abätzen, damit er nach dem 
Eloxieren wieder maßhaltig ist. Wenn du es vergeigst und die Oxidschicht 
erneut abätzt, dann wird es schon verdammt eng, das Teil noch maßhaltig 
zu bekommen.
Als Harteloxierung sind 60 bis vielleicht maximal 90µ machbar. Das dann 
allerdings nur mit Eloxalbädern die auf 0°C gekühlt werden.
Selbst bei 10-15µ sollte die Badtemparatur nicht über 10° ansteigen.
Gast #5344966
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Gerald B. schrieb:
> Da brauchst du nicht mal Konz. Natronlauge. 3,5% langen. Badtemperatur
> 50°C.

Du hast meinen Post viel zu ernst genommen. Jetzt bist du schuld, wenn 
sich jemand wertvolle Körperteile verätzt.

Fehlt nur noch der Tipp, nachher Salzsäure in die Brühe zu schütten, 
dann wird die Natronlauge ganz harmlos...

Irgendwie hast du das Wort "durchgeknallt" überlesen oder als Kompliment 
verstanden.

Georg
Gast #5345002
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georg schrieb:
> Irgendwie hast du das Wort "durchgeknallt" überlesen oder als Kompliment
> verstanden.

georg schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Da brauchst du nicht mal Konz. Natronlauge. 3,5% langen. Badtemperatur
>> 50°C.
>
> Du hast meinen Post viel zu ernst genommen. Jetzt bist du schuld, wenn
> sich jemand wertvolle Körperteile verätzt.
>
> Fehlt nur noch der Tipp, nachher Salzsäure in die Brühe zu schütten,
> dann wird die Natronlauge ganz harmlos...
>
> Irgendwie hast du das Wort "durchgeknallt" überlesen oder als Kompliment
> verstanden.

Das ist unnötige Panikmache. Ich habe neulich von ein paar Alu-Teilen 
das Eloxal entfernt. Ich habe einen normalen, handelsüblichen, 
verdünnten Abflussreiniger dafür benutzt. Das ging super, auch ohne das 
Bad zu erwärmen. Natürlich ist Abflussreiniger (=Natronlauge) ätzend, 
auch bildet sich nicht unerheblich Wasserstoff. Die platzenden Bläschen 
können ein Aerosol bilden. Darum macht man sowas natürlich im Freien und 
mit Schutzbrille und natürlich taucht man die Teile nicht mit der Hand 
ein.

Im Übrigen kann man Natronlauge auch zum Backen kaufen, braucht man 
für...Laugengebäck :)
#5345071
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butsu schrieb:
> Darum macht man sowas natürlich im Freien und
> mit Schutzbrille und natürlich taucht man die Teile nicht mit der Hand
> ein.

Man sollte sich auch bei nur 3,5% Konzentration nicht in falscher 
Sicherheit wiegen. Lauge ist gefährlicher als Säure, weil sie Gewebe 
auflöst - Säure dagegen lässt Eiweiß gerinnen, so das benetzte Stellen 
meist verschorfen.
Ein Spritzer von den "nur 3,5%" Lauge ins Auge und du hast 20 Sekunden 
zum spülen. In diesen 20s mußt du aber das Auge auch noch irgendwie 
aufkriegen, der Lidschlussreflex zieht dir das Auge bei Schmerzen erst 
mal zu.
Eine Verätzung ist mit einer Verbrennung gleichzusetzen. Nur ist eine 
Verbrennung ungleich schmerzhafter und man sieht sich deshalb mehr vor 
und reagiert schneller.
Ohne vernünftigen Arbeitsschutz sollte man nicht mal dran denken damit 
zu hantieren.
Dadurch das viele Reiniger verdünnte Lauge enthalten ist der Laie 
geneigt, das Gefahrenpotential zu unterschätzen.
Gast #5346176
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Karl schrieb:
> Das musst Du aber erstmal einen finden, der daran Interesse hat. Bei
> kleinen Stückzahlen eher nicht.

Auch meine Erfahrung. Privatkunde, 1 Teil in lila-blass-blau und die 
erste Frage, was koscht dees - darauf wartet jedes Eloxalwerk. Glück hat 
man hier eher in einer Hinterhofklitsche mit Sparschweinchen auf der 
Theke, falls man noch eine findet.

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