DC-Motor: runde, glatte, Welle WHY??

Gast #5344514
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Hallo!

Ich habe das Glück, einige schöne Faulhaber Mini-Bürstenlos-Motoren mit 
Drehzahlregelung (1525...BRC) ergattert zu haben. Meine Freude wird 
leicht dadurch getrübt, dass ich mich frage, wie eigentlich vorgesehen 
ist, auf diese kleine, runde, glatte, fipsige Welle (D=1,44mm) überhaupt 
irgendwelche Antriebselemente (Zahnrad) zu befestigen.
Einfach nur Raufpressen ist mir zu schnöde- zumal das Angebot von 
1,4mm-Bohrungs-Zahnrädern überschaubar ist.
Gast #5344558
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Jetzt isses soweit. Man regt sich auf über runde Wellen bei Motoren!
Wie konnte Faulhaber nur, und so...

Was kommt demnächst? Man bräuchte einen Transistor, aber der hat so 
unübersichtlich viele Anschlüsse?!
Gast #5344604
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Walter T. schrieb:
> Weil eine Preßverbindung für diese Drehmomente völlig ausreichend und
> zudem sehr kostengünstig ist.

Und weil natürlich eine Presspassung für beste Zentrierung des Zahnrades 
sorgt, während eine Schraube in Verbindung mit einer Spielpassung das 
Zahnrad immer leicht seitlich versetzt. Und nein, zwei gegenüberliegende 
Schrauben sind keine Lösung, sondern Schrott.

Gerade bei kleinen Abmessungen ist gute Zentrierung wichtig.
Gast #5344611
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keen jlaskujel schrieb:
> Sonst evtl. eine Buchse aufsetzen und mit Madenschrauben befestigen???

oder eine passende Spannzange

Michael B. schrieb:
> Zahnrad heiss machen, locker drüberschieben, und festschrumpfen lassen.

Zusätzlich noch Welle kalt machen (Gefrierschrank), dann geht es 
leichter
Teilweise nimmt man auch flüssigen Stickstoff zum kühlen der Welle, dann 
geht es noch leichter.
Beitrag #5344633 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5344636 wurde von einem Moderator gelöscht.
#5357314
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Schreiber schrieb:
> Zusätzlich noch Welle kalt machen

Habt ihr das wirklich ausprobiert, oder ist das blanke Vorstellung? Ich 
tippe stark auf ersteres.

Wenn man mal grob überschlägt, wieviele Angstrom dünner eine 1,4 mm 
dicke Welle bei 30° Temperaturunterschied wird, müßte doch klar sein: in 
sinnvollen Toleranzen für Bohrung und Welle (System Einheitswelle) ist 
das Abkühlen völlig irrelevant.

Leicht warm machen ist OK. Nicht weil die Bohrung größer würde, sondern 
weil der Kunststoff weniger spröde wird.
#5357700
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Walter T. schrieb:
>> Zusätzlich noch Welle kalt machen
>
> Habt ihr das wirklich ausprobiert, oder ist das blanke Vorstellung? Ich
> tippe stark auf ersteres.

Keine Angst, das funktioniert schon. Das ist Stand der Technik seit 
mehreren zig Jahren. Auch bei so kleinen Durchmessern.

> Leicht warm machen ist OK. Nicht weil die Bohrung größer würde, sondern
> weil der Kunststoff weniger spröde wird.

Der Kunststoff des Messingritzels?
Beitrag #5362594 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5362769 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5362812
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Hirnschaden, H. schrieb im Beitrag #5362769:
> Du hast nur einen bestimmten Spielraum. Und bei sehr kleinen
> Wellen ist er eben sehr klein.

Dir ist aber schon aufgefallen, dass sich sowohl Toleranzmaße als auch 
Durchmesseränderung durch Wärmedehnung proportional zum Durchmesser 
verhalten?
Beitrag #5362836 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5362945
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Hallo!

Mal eine Zwischenfrage zum Aufschrumpfen, kenne es nur aus der Theorie. 
Wie macht man das am Besten mit Hausmittel im Hobbybereich? Reicht ein 
einfacher Gasbrenner? Ist das nicht problematisch bei 
Kunstsoffzahnrädern? Oder macht man das besser im Backofen?

Danke! Habe nämlich in näherer Zukunft dieses "Problem" und würde mich 
gern mal informieren...
Gast #5363002
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dfa schrieb:
> Ist das nicht problematisch bei
> Kunstsoffzahnrädern?

Funktioniert wunderbar, man muss sie nur vor dem erwärmen durch welche 
aus Messing ersetzen

dfa schrieb:
> Reicht ein
> einfacher Gasbrenner?

Backofen ist besser, weil Temperatur besser reproduzierbar

dfa schrieb:
> Wie macht man das am Besten mit Hausmittel im Hobbybereich?

Welle ins Gefrierfach, Zahnrad/Lager in den Backofen, warten, beides 
rausholen und zügig montieren.
Gast #5363127
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Walter T. schrieb:
> Ich kenne Motorwellen nur M toleriert. Aber man lernt ja dazu.

Soweit ich das bei diversen Angeboten sowohl bei Motoren als auch bei 
Reibahlen gesehen habe, wird am häufigsten h7 oder h8 bei den 
Motorwellen und H8 und H8 bei den Ahlen angeboten. Das ist etwa 10..14 
µm unter/über dem nominalen Durchmesser.

Allerdings kommt man auch ohne Aufschrumpfen klar: per Klebung. Von 3M 
z.B. gibt es passende dünnflüssige Acrylkleber, die auf einer Passung H7 
auf h7 gut den Spalt füllen und dann bombenfest halten - vorausgesetzt, 
es wird nicht stinkeheiß.

W.S.

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