Bad-Armatur mit Zitronensäure grau verfärbt

Gast #5347231
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Hallo,

ich habe gestern eine arg verkalkte (? ich vermute es war Kalk, auf 
jeden Fall eine Art grau-weiße Ausblühung) Bad-Armatur in Zitronensäure 
gelegt um sie zu entkalken.
Ich hab es dann vergessen, das Teil lag also ca. 5h in anfangs heißer 
Zitronensäure-Lösung. Die Ausblühunen haben sich aufgelöst, jedoch kam 
darunter zu meiner Verwunderung eine graue Grundsubstanz zum Vorschein, 
und in der Schüssel lagen unten silberfarbene Flitter. Da wo innen kein 
Chrom mehr war, sondern eine graue Oberfläche war richtig in die 
Substanz rein gefressen, ca. 0,5 bis 1mm. Kann das die Zitronensäure 
gewesen sein? Die Flitter könnten die Verchromung sein die sich 
Teilweise abgelöst hat. Zum Glück nicht außen im Sichtbereich, sondern 
nur innen.
Ich dachte das Teil wäre verchromtes Messing, aber die graue Schicht da 
wo sich die Verkrustung gelöst hat lässt mich zweifeln. Magentisch ist 
das Teil auf jeden Fall nicht. Und es ist schwer, also auf keinen Fall 
verchromter Kunststoff.
Was könnte das sein? Und: Hab ich es mit der Zitronensäure-Behandlung 
kapuut gemacht? Ist diese graue Substanz gegen Wasser beständig oder 
korridiert mir das Teil jetzt recht schnell weg?
#5347273
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>ich habe gestern eine arg verkalkte (? ich vermute es war Kalk, auf
>jeden Fall eine Art grau-weiße Ausblühung) Bad-Armatur in Zitronensäure
>gelegt um sie zu entkalken.

Wenn das wirklich Ausblühungen waren, dann war es nicht einfach nur 
Kalk, sondern schon das Chrom unterwandernde Korrosion. Der Schaden 
bestand also schon vorher, und Du hast mit deiner Zitronenbehandlung dem 
ganzen nur noch den Rest gegeben.
Gast #5347510
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Wolfgang schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> Man nimmt auch keine Zitronensäure zu Entkalken sondern
>> Amidosulfonsäure.
>
> Warum steht dann auf gängigen Entkalkungsmitteln, wie sie im Laden um
> die Ecke verkauft werden, z.B. drauf "Reine Citronen Säure - Das
> vielseitige Hausmittel gegen Kalk"?

Weil sie auch funktioniert - nur eben bei weitem nicht so gut...
#5347556
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Wolfgang schrieb:
> Warum steht dann auf gängigen Entkalkungsmitteln, wie sie im Laden um
> die Ecke verkauft werden, z.B. drauf "Reine Citronen Säure - Das
> vielseitige Hausmittel gegen Kalk"?

Weil viele dem Irrglauben anhängen das sei DAS Mittel der Wahl 
(wahrscheinlich weil die Oma das auch geglaubt hat oder im Krieg nix 
anderes zur Verfügung stand, genauso wie mit dem stinkenden Essig für 
den selben Zweck) und weil es mehr nach "Bio" klingt als das mit dem 
gefährlich klingenden schwefelhaltigen Namen, so lässt sich die billige 
Zitronensäure teuer verkaufen.

Daß Chromteile kaputt gehen, die Wirkung eher mäßig ist und die Garantie 
der Kaffeemaschine verfällt wenn man mit den aggressiven "Hausmitteln" 
rangeht die alles andere stärker angreifen als den eigentlichen Kalk 
wird natürlich nicht auf der Vorderseite der Verpackung erwähnt sondern 
bestenfalls im Kleingedruckten, wenn überhaupt.
Gast #5347564
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Essig oder Zitronensäure KANN man nehmen, wenn das zu entkalkende 
Material Edelstahl ist.
Wenn es Zinkdruckguss oder Alu ist dann auf jeden Fall Amidosulfonsäure.

Ich habe mir mit Zitronensäure mal einen Kaffevollautomaten (DeLonghi 
ESAM) geschrottet, weil die Heizeinheit (Thermoblock) aus Aluguss war. 
Der Dichtungssitz zum Brühkolben (mit einem O-Ring) war danach 
zerfressen und die Maschine siffte raus.
War eine neue Heizung fällig und ich um eine Erfahrung reicher.
Gast #5347595
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Harald W. schrieb:
> Der Andere schrieb:
>
>> War eine neue Heizung fällig und ich um eine Erfahrung reicher.
>
> Ich habe mal meine (Sicherheits-)Schuhe mit destillierten Wasser
> gesäubert. Am nächsten Tag war die Sohle zerfressen. Da war ich
> auch um eine Erfahrung reicher.

Kannst du das bitte mal erläutern?
Destilliertes Wasser zerfrißt Schuhsohlen?
Gast #5347796
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>Ja, destilliertes Wasser kann recht agressiv wirken.

Soweit ich weiß, ist Wasser nicht als Gefahrstoff eingestuft.

Könntest du vielleicht die chemisch-physikalischen Hintergrunde näher 
erläutern. Das würde mich brennend interessieren.
#5347832
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Pendragon schrieb:

> Könntest du vielleicht die chemisch-physikalischen Hintergrunde näher
> erläutern. Das würde mich brennend interessieren.

Ich bin weder Chemiker noch Physiker, deshalb kann ich nur die
allgemeinen Begleitumstände schildern. Wir mussten einen 2t-Tisch
in einem Reinraum sozusagen per Hand von einem Meßraum in einen
anderen schaffen. Deshalb Sicherheitsschuhe. Meine lagen schon
längere Zeit in meinem Büro, sodas ich sie vor der Benutzung im
Reinraum säubern wollte. Destilliertes Wasser, was wir übrigens
im Reinraum aus dem Wasserhahn zapfen konnten erschien mir da
am geeignesten. Beim Säubern habe ich auch noch nichts gemerkt.
Erst am nächsten Tag stellte ich fest das die Sohle in kleine
Stücke zerbröselte. Die Schuhe waren reif für die Mülltonne.
Der chemisch-physikalische Hintergrund würde mich da selbst
interessieren. Ich weiss nur, das das Wasser im Reinraum von
besonders hoher Reinheit ist, also nicht nur "entionisiert",
wie man es von Autoakkus kennt.
Gast #5347869
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Versuch doch mal, das Ergebnis zu reproduzieren.

Mir sind übrigens vor einiger Zeit die Sohlen meiner 8 Jahre alten 
Wanderschuhe ohne VE-Wasserbehandlung nach wenigen Schritten zerbröselt.

Ich tippe mal ganz trivial auf Altersschwäche.
Gast #5347896
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> War vermutlich verchromter Zinkdruckguss.

Jetzt wo du's sagst. Genau. Es sah genau so aus wie die Weller 
Lötkolbenständer mit Schwamm bei meinem letzten Firma. Wenn da ein 
Kratzer in der Beschichtung war hat das auch Ausblühungen gegeben, nur 
wesentlich größer. Ich frag mich wie man Zinkdruckguss an Stellen 
einsetzen kann die im Normalbetrieb Wasser abbekommen, wenn nur ein 
Kratzer in der Beschichtung ist nimmt die Korrosion fahrt auf.
Ich besorg' ein neues Teil, diesmal aber aus Messing... (Falls es 
interessiert: Das Teil war der 90° Winkel zwischen Duschkopf und 
Schlauch.)
#5348080
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Harald W. schrieb:
> Irgendwie wundert es mich dann aber, das man im Aussenbereich
> ausgerechnet Zink als Korrosionsschutz benutzt.

Habe ich erst vor 2 Tagen im FS gesehen, Zink wurde und wird noch
immer bei U-Booten eingesetzt, vorzugsweise die für Drogenschmuggel...

Die werden dann öfters benutzt, für Hin- und Rückfahrt im Salzwasser...


Quelle: N24, Phoenix oder anderer Doku-Sender...
Gast #5348112
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Mani W. schrieb:
> Zink wurde und wird noch
> immer bei U-Booten eingesetzt

Ist halt billiger als das in Trinkwasserinstallationen als Opferanode 
verwendete Magnesium.

Harald W. schrieb:
> Beim Säubern habe ich auch noch nichts gemerkt.
> Erst am nächsten Tag stellte ich fest das die Sohle in kleine
> Stücke zerbröselte. Die Schuhe waren reif für die Mülltonne.
> Der chemisch-physikalische Hintergrund würde mich da selbst
> interessieren.

Das Wasser wird nicht Schuld gewesen sein, sondern hat eine 
Vorschädigung durch Säure oder Lauge lediglich zum Ende gebracht.
Ganz ähnlich wie Säurespritzer auf Laborkitteln erst nach dem Waschen 
als Löcher zu Tage treten.

Beidesmal werden zu langen Ketten polymerisierte Moleküle (Bei Zellulose 
und Stärke sind das Zuckermoleküle, beim Kollagen des Leders sind es 
Aminosäuren) durch die katalytische Wirkung von Säuren wieder in ihre 
Bausteine, also Zucker bzw. Aminosäuren, zerlegt, wobei an jeder 
Trennstelle ein Wassermolekül eingebaut wird.

Zum Zeitpunkt der Schädigung halten die bereits zerbrochenen Ketten 
durch zwischenmolekulare Kräfte noch etwas zusammen, aber wenn dann viel 
Wasser hinzukommt, lösen sich die Zucker bzw. Aminosäuren darin auf, und 
der ganze Kram fällt auseinander.
#5348297
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Dirk D. schrieb:
> Wolfgang schrieb:
>> Warum steht dann auf gängigen Entkalkungsmitteln, wie sie im Laden um
>> die Ecke verkauft werden, z.B. drauf "Reine Citronen Säure - Das
>> vielseitige Hausmittel gegen Kalk"?
>
> Auf Supermarktwerkzeug steht auch "Profi", und auf Billig-Schrott steht
> "Premium".
>
> Das steht da, damit es sich TROTZDEM verkauft :)
Eben,
Wenn es wirklich wirkt, dann ist ein Gefahrenstoffsymbol drauf und es 
gibt ein REACH Sicherheitsdatenblatt.
Der Verkäufer hat das Sicherheitsdatenblatt bereitzustellen (es reicht 
ein Verweiss auf einen download).
Gast #5348989
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Man muss das evolutionär sehen. Vor der Zitronensäure entkalkten
> die
> meisten mit Essig, was einfach nur blöde stinkt. Und da wird die
> Zitronensäure schon als großartiger Fortschritt angesehen.

Richtig. Genauso ging es mir auch. Vor allem, weil die Zitronensäure 
wesentlich weniger die Dichtungen angreift.
Bis ich dann auf die Amidosulfonsäure gestoßen bin. Seitdem will ich 
nichts anderes mehr. Geht schnell, ist sparsam, ist noch weniger 
angriffslustig bei Dichtungen :-)
Beitrag #5350803 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5352614
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Was ist eigentlich der Kalk Bestandteil der nicht durch (Amidusulfon-) 
Säure aufgelöst wird? Bei mir lassen sich Kalkflecken zum grössten Teil 
damit entfernen, aber so dünne Ränder bleiben immer noch da. Ich vermute 
mal da ist neben Mg und Ca noch was anderes im Wasser was ausfällt, nur 
in geringeren Konzentrationen? Weiss jemand was das ist und wie man es 
entfernt?
Gast #5352619
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Shellfishgene schrieb:
> Bei mir lassen sich Kalkflecken zum grössten Teil
> damit entfernen, aber so dünne Ränder bleiben immer noch da.

Kenne ich auch. Frage mal bei deinen Wasserwerken nach der 
Zusammensetzung des Wassers nach. Da gibt es große Unterschiede.
Welche An-/KatIonen Kombinationen die sind die sich nur schwer entfernen 
lassen weis ich jatzt aber auch nicht.
Gast #5352648
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Bernd K. schrieb:
> Man nimmt auch keine Zitronensäure zu Entkalken sondern
> Amidosulfonsäure.

Was ist Amidosulfonsäure, habe ich noch nie gehört? Wo lernt man diese 
Zungenbrecher? Wo kann man das kaufen? Mir wurde bisher immer Essigsäure 
empfohlen. Ich nehme Essigessenz, funktioniert auch.
Gast #5352679
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c.m. schrieb:
> aber er hat den vorteil das er verdunstet.

Wie oben gesagt aber den Nachteil, daß er Alu, Zink, und Zinkmischgusse 
aber rel. stark angreift. Amidosulfonsäure greift diese Materialien 
nicht oder nur sehr wenig an (wahrscheinlich bildet sich ähnlich wie bei 
Phosphorsäure eine Passivisierungsschicht).
Bei Edelstahlspülen oder z.B. Perlatoren nehme ich auch Essigessenz, 
aber in Kaffeemaschinen/Automaten etc. kommt mir das und Zitronensäure 
nicht mehr rein, da ich gesehen habe was passiert (siehe Beitrag oben)
Beitrag #5353003 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5353008 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5353463
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Leuchtstoff Gast schrieb im Beitrag #5353003:
> gut Wasseröslich 10-15g/Liter, 6x stärker und 10x schneller als Zitrone,
> kein Geruch, wirkt auch kalt, Vorsicht reizend.

Den Kaffeelöffel Amidosulfonsäure würde ich lieber in heißes Wasser 
geben. Salz löst sich in kaltem Wasser weniger.
Gast #5353577
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oszi40 schrieb:
> Leuchtstoff Gast schrieb:
>> gut Wasseröslich 10-15g/Liter, 6x stärker und 10x schneller als Zitrone,
>> kein Geruch, wirkt auch kalt, Vorsicht reizend.
>
> Den Kaffeelöffel Amidosulfonsäure würde ich lieber in heißes Wasser
> geben. Salz löst sich in kaltem Wasser weniger.

Ja, geht schon ein wenig schneller (das Auflösen).
Aber auch mit kaltem Wasser ist die Löslichkeit gut.
Das Entkalken braucht definitiv kein heißes Wasser.
Gast #5453550
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Welche Erfahrungen gibt es bei Amidosulfonsäure bei Heiß-Entkalkung? Ich 
meine z.B. klassische Kaffemaschine ohne spezielles Entkalkungsprogramm, 
bei der man die Entkalkerlösung in Wasserbehälter kippt und einen 
normalen "Kochvorgang" ohne Kaffee durchlaufen lässt. Im Netz findet man 
Hinweise, dass es bei Heißentkalkung vor allem bei höheren 
Konzentrationen von Amidosulfonsäure zu Säureausfall (-> unlöslicher 
Belag) kommen kann. Aus dem Grund wird von Amidosulfonsäure als 
Heiß-Entkalker abgeraten.

Hat jemand Erfahrungen damit als Heiß-Entkalker?
#5453714
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Das gleiche gilt auch für die Zitronensäure. Die Ca-Salze beider Säuren 
(die beim "Entkalken" entstehen) sind nicht gut wasserlöslich, besonders 
in  der Kälte.
Also, auch hier gilt nicht: viel hilft viel. Immer mit kleinen 
Konzentrationen arbeiten und noch warm spülen. (am besten auch hier von 
vorherein kalt arbeiten)

Edit: Gerade gesehen: Ca-citrat ist in der Kälte besser löslich. Also 
bei Zitronensäure auf jeden Fall kalt arbeiten.
Gast #5453722
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Flüssigentkalker wie "Durgol", die für den Einsatz in Kaffeemaschinen
> gedacht sind, enthalten auch Amidosulfonsäure, aber offensichtlich in
> geeigneter Konzentration.

Und da wird ein Fläschchen mit 125ml(?) auf 1 Liter mit Wasser verdünnt, 
das dann in Intervallen durch die Heizung und Dampfdüse geleitet wird.
Gast #5453726
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Man könnte ja auch einfach die Konzentration reduzieren.

> enthalten auch Amidosulfonsäure, aber offensichtlich in
> geeigneter Konzentration.

Ja. Aber dann relativiert sich jedoch der gegenüber der Zitronensäure 
oft erwähnte Vorteil der höheren Wirksamkeit. Es lässt sich wohl aus 
Erfahrung (Vergleich in der Praxis) am schnellsten sagen, ob der Vorteil 
dann noch bleibt oder nicht. Vielleicht hat jemand hier diese Erfahrung?
Gast #5453737
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Andreas B. schrieb:
> Edit: Gerade gesehen: Ca-citrat ist in der Kälte besser löslich. Also
> bei Zitronensäure auf jeden Fall kalt arbeiten.

Der Andere schrieb:
> Wenn ich mich richtig an meine Versuche erinnere funktioniert kalte
> Zitronensäurelösung nicht gut. Essig besser.


Jetzt ist die Verwirrung komplett!

Ich habe auch schon oft gelesen, dass die Zitronensäure erst bei 
Erwärmung die volle Wirksamkeit entfaltet, während Amidosulfonsäure auch 
kalt sehr gut wirkt (was zu ihren Vorteilen gehört). Zudem geht es mir 
hier ja speziell um ein Mittel, das sich als Heiß-Entkalker besser als 
die (neben Essig mit Geruchsnachteilen) allbekannte Zitronensäure 
eignet.
Gast #5453751
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noips schrieb:
> Jetzt ist die Verwirrung komplett!

Essig (5%) oder noch besser Essigessenz (25%) wirkt auch kalt gut bis 
hervorragend. Getestet hauptsächlich mit Wasserhahnperlatoreinsätzen.
Nur für Edelstahl, Keramik und Kunststoff.

Amidosulfonsäure: Benutze ich als Kaffeevollautomat-Entkalker. 
Konzentration: Inhalt des Fläschchens ca 1:8 verdünnt. Mit der 
durchgelaufenen Brühe entkalke ich gerne noch Duschköpfe oder auch 
generell Leisten etc von Duschumrandungen.

Zitronensäure: habe ich ab und an mal mit experimentiert: funktionierte 
(bei mir) kalt nicht gut, heiss (ca. 60°C) sehr gut. Aber 
Materialeinschränkungen wie bei Essigsäure.

Das sind meine subjektiven Erfahrungen
Gast #5453785
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Christopher B. schrieb:
> Ich entkalke damit die Aldi Kapselmaschine (Heiß). Konzentration 1
> El
> Pulver auf den ganzen Tank (1L). Bisher keine Schwierigkeiten.

Hallo Christopher, danke für den Bericht. Hast du Erfahrung am gleichen 
Objekt mit anderen Mittel (vor allem Zitronensäure)? Der Vergleich, was 
wirkungsvoller ist würde mich sehr interessieren.
#5453953
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Der Andere schrieb:
> Wenn ich mich richtig an meine Versuche erinnere funktioniert kalte
> Zitronensäurelösung nicht gut. Essig besser.

Der Andere schrieb:
> Zitronensäure: habe ich ab und an mal mit experimentiert: funktionierte
> (bei mir) kalt nicht gut, heiss (ca. 60°C) sehr gut.

Hmm, dann muß man aber auf jeden Fall mit kleiner Konzentration 
arbeiten, sonst fällt das Calciumcitrat vorzeitig aus. Oder aber 
anschließend mit viel kaltem Wasser spülen.

Amidosulfonsäure ist auf jedem Fall effektiver als Zironensäure. 
Zironensäure ist halt leichter erhältlich.
#5454017
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Andreas B. schrieb:
> Zironensäure ist halt leichter erhältlich.

Auch nicht leichter als Amidosulfonsäure. Beides kann man kiloweise in 
Säcken kaufen für kleines Geld, oder auch in handlichen Dosen mit 
Schraubverschluss, es ist frei verkäuflich: 
https://www.google.com/search?q=Amidosulfons%C3%A4ure&newwindow=1&safe=off&client=ubuntu&hs=Gl9&channel=fs&source=lnms&tbm=shop&sa=X&ved=0ahUKEwj12rz57tDbAhUQxqYKHYmBBZMQ_AUICigB&biw=1390&bih=873
Beitrag #5456714 wurde von einem Moderator gelöscht.

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