Ein Delta Sigma Modulator gibt erstmal nur ein Bit raus, meistens bei
einer Sampleratevon zig MHz. Das zeitliche Mittel über die Ausgangsbits
entspricht dabei dem analogen Eingangswert. Also z.B. Eingang ist bei
3/4 des Bereichs, Ausgang wäre evtl ....011111011011.... Um von diesem
Bitstream zu nem brauchbaren Wert zu kommen, wird ein digitaler Tiefpass
genutzt. Da kommt ein Bit mit ner Samplerate von 10MHz oder so rein, und
meistens sowas mit 12-16 bit Breite bei dutzenden kHz raus.
Das Samplen mit nem 1-bit ADC (effektiv ein Komparator) fügt natürlich
enormen Fehler zum Signal hinzu. Der Trick bei der ganzen Sache ist,
dass dieser Fehler im Frequenzspektrum weit neben dem Eingangssignal bei
höheren Frequenzen liegt. Der Tiefpass entfernt damit effektiv wieder
den Fehler aus dem Ausgangssignal. Je stärker du filterst (also mit der
Eckfrequenz runtergehst), desto mehr Bits kommen am Ende raus, dafür
wird aber auch die Dynamik geringer.
Ein Vorteil sind die enormen Auflösungen die mit relativ geringem
Hardwareaufwand erreicht werden kann. Dann ist das auch zur optischen
Übertragung praktisch, da die nur einen Optokoppler für das Ausgangsbit
des Modulators braucht. Der digitale Tiefpass sitzt dann auf der anderen
Seite.
Das die generell langsamer sind stimmt so erstmal nicht, liegt eher
daran, dass Delta Sigma bei den 20 Sample/Sekunde 24 Bit ADCs dransteht.
Das ist aber auch oft bei Audio ADCs zu finden.