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Forum: Haus & Smart Home Schutzleiter Zweckentfremden


Autor: Carsten R. (kaffeetante)
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Hallo liebes Forum,

ich gehe gerade folgender Überlegung nach.

Normalerweise darf der Schutzleiter nicht zwechentfremdet werden. Das 
ist mehr der weniger allgemein bekannt. Das regelt die DIN VDE 0100-540. 
Leider habe ich keine Möglichkeit darin nachzuschlagen. Und irgendwie 
macht es auch nicht so recht Sinn für eine Frage ein Exemplar teuer zu 
erwerben. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.

Ich würde gerne für eine Gleichstromverkabelung im Kleinspannungsbereich 
die alte 230 Volt Verteilung nutzen, die natürlich dafür vom Netz 
getrennt wird. 230 Volt wird dort nicht gebraucht und ich könnte mir 
eine nachträgliche Unterputzverlegung sparen. Der Querschnitt reicht für 
meine Zwecke allemal.

Die Frage die sich mir stellt:

Ist dieses Verbot allgemeingültig oder darf man den ehemaligen 
Schutzleiter fernab des Anwendungsgebietes Netzstrom/Niederspannung 
anderwertig verwenden,  z.B. in einem 24 Volt Kleinspannnungsnetz als 
Masse verwenden, wenn dies komplett vom 230 Volt Netz getrennt ist?

Autor: ??? ?. (wookiee)
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Die DIN-VDE-Normen sind für den Privatanwender nichts weiter als 
Empfehlungen. Zuhause darfst du eigentlich alles machen. Problematisch 
wirds nur, wenn aufgrund grober Fahrlässigkeit oder gefährlichem 
Halbwissen deine Bude abfackelt oder noch schlimmer, jemand zu Schaden 
kommt.

Wenn du der Meinung bist, dass du weißt was du tust, dann sehe ich darin 
kein Problem.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jemand (Gast)
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Hallo

Gesetzlich verboten ist das nicht, auch bei der "normalen" Verwendung 
als 230V 1Phase Elektroversorgung.
Nur wird sich immer auf die aktuellen Elektrotechnikregelierungen (aber 
eben nicht im Sinne von Regulierung => Gesetz) berufen und die stammt 
hier in Deutschland halt von der VDE.
Passiert jetzt irgendwas wird sich der Richter (die Versicherung, der 
gegnerische Anwalt usw.) immer auf die VDE Richtlinien stützen können, 
bzw. werden die Gutachter sich nach diesen richten.
Wurden diese nicht eingehalten kann dann der Richter  dann entsprechend 
die Gesetze anwenden, bzw. eine Versicherung Zahlungen rechtssicher 
verweigern oder auch nur beschränken.

Wenn dein Schutzkleinspannungssystem jetzt nicht öffentlich nutzbar ist 
und du möglichst nicht die normalen Steckdosen verwendest sollte nicht 
dagegen sprechen.
In meinen eigenen Haus, Wohnung - und selbst in einer gemieteten Wohnung 
wäre es mir aber auch egal falls es doch verboten ist, ich würde es 
einfach machen - in der Mietwohnung bei einen Auszug natürlich komplett 
zurückbauen.

Jemand

Autor: Photovoltinator (Gast)
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Nimm einen Schrumpfschlauch und ziehe den über den Schutzleiter. Überall 
dort, wo er zu sehen ist, darf er nicht mehr gn/gb sein! Denke auch an 
alle Dosen! Aufpassen musst du natürlich, dass die Leitung nirgendwo 
versteckt abzweigt und du dann auf PE ein Potential legst! Gerade bei 
alten Leitungen ist das oftmals schwierig...

Natürlich ist das nicht zu 100% sauber und man sollte es vermeiden wo es 
nur geht. Wir haben das zwar so in der Ausbildung gelernt, heißt aber 
nicht das es VDE-Konform ist.

Aber mach dir keine Gedanken, solange es nicht um gefährliche Spannungen 
geht. Bist du kleiner als die maximal zulässige Berührungsspannung, ist 
das sowie nur halb so tragisch. Und wenn man das macht, sollte man auf 
jeden fall sauber arbeiten!

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Carsten R. schrieb:
> Ich würde gerne für eine Gleichstromverkabelung im Kleinspannungsbereich
> die alte 230 Volt Verteilung nutzen, die natürlich dafür vom Netz
> getrennt wird.

Halte ich für massiven Pfusch.

Autor: Jemand (Gast)
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Warum?
Und bitte rein Technisch und freundlich ohne persönliche Angriffe.

Autor: Esmeralda P. (Firma: privat) (max707)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Carsten R. schrieb:
>> Ich würde gerne für eine Gleichstromverkabelung im Kleinspannungsbereich
>> die alte 230 Volt Verteilung nutzen, die natürlich dafür vom Netz
>> getrennt wird.
>
> Halte ich für massiven Pfusch.

Wieso?

Wenn ich kein 230 Volt Netz habe, dann kann ich alle Leitungen für jeden 
Zweck (Murks) nutzen. Wo liegt dein Problem?

Autor: Jemand (Gast)
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Und davon ausgehen das, dieses Schutzkleinspannungsnetz wie beschrieben 
tatsächlich vollständig getrennt ist - bitte jetzt nicht mit "Es 
könnte", "Wie will er das Sicherstellen" und anderen Spitzfindigkeiten 
kommen, sondern davon ausgehen das was er schreibt Fakt ist.

Danke

Autor: Karl B. (gustav)
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Carsten R. schrieb:
> Ich würde gerne für eine Gleichstromverkabelung im Kleinspannungsbereich
> die alte 230 Volt Verteilung nutzen, die natürlich dafür vom Netz
> getrennt wird.

Hi,
von der letzten Baustelle her kenn ich es nur so:
Für die Notbeleuchtung waren mindestens 2,5 qmm Adernquerschnitt 
vorgeschrieben. Die Adernfarben waren dieselben wie bei der 230V 
Verkabelung.
GeGn ist immer PE. Und nichts anderes.

ciao
gustav

Autor: Photovoltinator (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Halte ich für massiven Pfusch.

Jeder Heizungsbauer legt für den Temperaturfühler ein NYM 3x1,5. Da 
liegen auch keine 230V an.

Das einzige, was ich als unsauber erachte, ist das man nicht weiß wo die 
Leitung liegt und somit auch nicht weiß, ob es irgendwo versteckte 
Abzweigungen gibt. Ansonsten finde ich das völlig legitim.

Autor: Esmeralda P. (Firma: privat) (max707)
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Karl B. schrieb:

> GeGn ist immer PE. Und nichts anderes.
>
> ciao
> gustav

Quark!

Rat von mir: überall wo diese Leitungsenden zugänglich sind diese 
Schwarz ummanteln. Auch die Blauen, Roten... etc...

Autor: Der Andere (Gast)
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Eindeutig kennzeichnen. Ggf zusätzlich einen Zettel (laminiert) in jede 
Dose mit dem Hinweis daß es sich um ein DC Kleinspannungsnetz ohne PE 
handelt.
Wie oben genannt den PE eventuell ummanteln.

Autor: Karl B. (gustav)
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Esmeralda P. schrieb:
> Quark!

Karl B. schrieb:
> von der letzten Baustelle her kenn ich es nur so:

Und der Meister wird wohl wissen, was er sagte.
Wenn die Anlage hinterher nicht abgenommen wird, ist der Ärger groß.

Zumindest ist ein nachträgliches "Umlabeln" immer für den späteren 
Reparateur  ein zusätzliche Arbeit, wenn nichts ausreichend dokumentiert 
wurde.


ciao
gustav

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Jemand schrieb:
> Und davon ausgehen das, dieses Schutzkleinspannungsnetz wie beschrieben
> tatsächlich vollständig getrennt ist - bitte jetzt nicht mit "Es
> könnte", "Wie will er das Sicherstellen" und anderen Spitzfindigkeiten
> kommen, sondern davon ausgehen das was er schreibt Fakt ist.

Fakt ist, dass nach einigen Jahren niemand mehr weiss, ob und wie die 
Adern auf diese außergewöhnliche Weise angeschlossen wurden.

Dann kommt der nächste Mieter/Eigentümer/Sohn und meint, dass man das 
Kabel ja wunderbar für die Erweiterung verwenden kann - und schon klemmt 
dort der PE bzw. 230V drauf.

Ich sehe das hier im Haus. Ohne genauen Plan überlegt man schon nach 
zwei Jahren "Ja, wie war das denn noch ..."

Die Gefahr einer Verwechslung ist in meinen Augen einfach sehr groß.

Autor: Paul (Gast)
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Esmeralda P. schrieb:
> Rat von mir: überall wo diese Leitungsenden zugänglich sind diese
> Schwarz ummanteln. Auch die Blauen, Roten... etc...

Der Andere schrieb:
> Ggf zusätzlich einen Zettel (laminiert) in jede
> Dose mit dem Hinweis

Und überall da, wo sie irgendwann mal angebohrt oder geschnitten und 
repariert wird.

Es ist und bleibt Pfusch.

Autor: Walter K. (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Ich sehe das hier im Haus. Ohne genauen Plan überlegt man schon nach
> zwei Jahren "Ja, wie war das denn noch ..."
>
> Die Gefahr einer Verwechslung ist in meinen Augen einfach sehr groß.

Da kann ich nur zustimmen!
Grün-Gelb hat ne besondere Bedeutung - und Basta!

Im Strassenverkehr kommt ja auch keiner auf die Idee, statt ner Hupe n 
Martinshorn einzubauen!!!

Autor: Esmeralda P. (Firma: privat) (max707)
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Chris D. schrieb:
...
>
> Ich sehe das hier im Haus. Ohne genauen Plan überlegt man schon nach
> zwei Jahren "Ja, wie war das denn noch ..."
>
> Die Gefahr einer Verwechslung ist in meinen Augen einfach sehr groß.

Aha, da haben wir es, ein Meisterbetrieb macht keinen Plan für den 
Auftraggeber? Dann soll er es lassen mit den Installationen.

Autor: Esmeralda P. (Firma: privat) (max707)
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Gehört jetzt hier konkret nicht hinzu, aber: Nur wegen der 
Dokumentation...


So jetzt haltet euch mal richtig fest:

Ein Haus was nachweislich vor dem ersten Weltkrieg schon stand mußte 
abgerissen werden weil die Eigentümer keine Baugenehmigung nachweisen 
konnten. Das Haus war im Grundbuch eingetragen und die zuständigen Ämter 
haben wohl in den Kriegswirren ihre Unterlagen verloren!

Das nur mal zur Dokumentationspflicht.

Es gilt mittlerweile sogar beim Finanzamt, obwohl die Unterlagen dem Amt 
vorlagen wird der Eigentümer verpflichtet sie für das Fa zu 
archivieren!!!

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Esmeralda P. schrieb:
> Aha, da haben wir es, ein Meisterbetrieb macht keinen Plan für den
> Auftraggeber? Dann soll er es lassen mit den Installationen.

Zeig mir mal ein altes Haus wovon ein Plan exestiert? Wo also jede 
Leitung,Dose, Schalter und Steckdose eingezeichnet ist. Nach 50++ Jahren 
weiss keiner mehr was da verlegt wurde und was alles nachtraeglich dran 
gebaut wurde. Die die es gemacht haben sind laengst im Himmel Strippen 
am ziehen. Darum gruen-gelb ist und bleibt PE.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Esmeralda P. schrieb:
> Aha, da haben wir es, ein Meisterbetrieb macht keinen Plan für den
> Auftraggeber? Dann soll er es lassen mit den Installationen.

Willkommen in der Wirklichkeit :-)

Oder es läuft so: "Wo hatten wir denn nochmal den Plan?" "Puuuh, keine 
Ahnung ..."

Naja, mittlerweile habe ich glücklicherweise einen Überblick. Aber das 
ist viel Arbeit.

Davon abgesehen machen ja viele Privatleute eigene Verkabelungen - so 
wie es der OP hier vor hat.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Helmut L. schrieb:
> Zeig mir mal ein altes Haus wovon ein Plan exestiert? Wo also jede
> Leitung,Dose, Schalter und Steckdose eingezeichnet ist. Nach 50++ Jahren
> weiss keiner mehr was da verlegt wurde und was alles nachtraeglich dran
> gebaut wurde. Die die es gemacht haben sind laengst im Himmel Strippen
> am ziehen. Darum gruen-gelb ist und bleibt PE.

So ist es.

Nach 30 Jahren erben die Kinder und niemand weiss mehr, wo der 
Verdrahtungsplan liegt - der eh schon längst nicht mehr stimmt, weil 
zwischenzeitlich vom Hausherren oder Firmen hier etwas einzogen, dort 
etwas rausgerissen wurde.

Autor: Heinz R. (heijz)
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Darf ich denn den gelb-grün isolierten Draht zum Tomatenpflanzen 
anbniden verwenden? Oder ist das auch zu gefährlich?

Autor: soso (Gast)
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Jemand schrieb:
> Warum?
> Und bitte rein Technisch und freundlich ohne persönliche Angriffe.

Wenn irgendein Elektriker auf die Idee kommt, irgenwas in einer Dose 
umzuklemmen, und nimmt deinen DC als Schutzleiter her, ist die 
Schutzfunktion nicht mehr gegeben.

Bei einem Erdschluss in einem Gerät kann das zu Personenschäden führen.

Man tut das nicht, und sei es auch noch so bequem.

ich würde sowieso ein eigenes Kabel ziehen. Wenn sich irgenwer verklemmt 
(L1 auf deine Kleinspannung...) hast du ein Feuerwerk.

Nimm den PE, binde dein Kleinspannungs-Kabel dran, und zieh es damit 
durch die Rohre. Alles andere ist gefährlicher Pfusch.

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Heinz R. schrieb:
> Darf ich denn den gelb-grün isolierten Draht zum Tomatenpflanzen
> anbniden verwenden? Oder ist das auch zu gefährlich?

Aber nur wenn du gelbe Tomaten anbaust, bei roten Tomaten ist roter 
Draht vorgeschrieben :=)

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
auf der oben genannten Baustelle bestand der Auftrag einmal darin, 
sämtliche alten Anlageteile vollständig zu entfernen.
Dann wurden Kabelkanäle gestemmt. Für jede Steckdose, für jeden Schalter 
etc. ein eigenes Rohr zur Unterverteilung. Kabel eingezogen. Dort im 
großen Einschleifraum "Ordnung" geschaffen und über Klemmen geführt zu 
den LS und Fi.etc.

Nachteil: Die Wand vor dem Verteilerkasten ist so mit Rohren voll, dass 
man da keinen Nagel zum Bildaufhängen mehr reinschlagen möchte.
Vorteil: Fehlersuche stark vereinfacht, Austausch leichter möglich.

Helmut L. schrieb:
> Aber nur wenn du gelbe Tomaten anbaust, bei roten Tomaten ist roter
> Draht vorgeschrieben :=)

vorher abisolieren.

ciao
gustav

Autor: Feldkurat K. (feldkurat)
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Heinz R. schrieb:
> Darf ich denn den gelb-grün isolierten Draht zum Tomatenpflanzen
> anbniden verwenden? Oder ist das auch zu gefährlich?

Schutzleiter werden sogar auf pflanzlicher Basis gezüchtet:

https://www.gardens4you.ie/sansevieria-trifasciata-futura-superba-ie-en.html

Autor: Carsten R. (kaffeetante)
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Ich wollte da jetzt kein Roenkrieg vom Zun brechen

 Rufus Τ. F. schrieb:
> Carsten R. schrieb:
>> Ich würde gerne für eine Gleichstromverkabelung im Kleinspannungsbereich
>> die alte 230 Volt Verteilung nutzen, die natürlich dafür vom Netz
>> getrennt wird.
>
> Halte ich für massiven Pfusch.

Technisch ist dem Strom die Farbe des Kabels egal.
Ob die methodisch bezüglich der Vorschriften Pfusch wäre, möchte ich ja 
gerade wissen.

Jemand schrieb:
> Und davon ausgehen das, dieses Schutzkleinspannungsnetz wie beschrieben
> tatsächlich vollständig getrennt ist - bitte jetzt nicht mit "Es
> könnte", "Wie will er das Sicherstellen" und anderen Spitzfindigkeiten
> kommen, sondern davon ausgehen das was er schreibt Fakt ist.
>
> Danke

Die theoretische Verwechslungsgefahr ist mir bewußt.

Aber es ist so, wie "Jemand" schrieb. Die Trennung vom 230 Volt Netz ist 
Fakt. Nach dem Umbau soll nirgends mehr 230 Volt vorhanden sein! Die 230 
Volt Versorgung soll inklusive der Steckdosen komplett entfernt werden 
und durch Gleichstrom auf Kleinspannungsniveau mit unverwechselbaren 
Steckdosen ersetzt werden.

Es ist schon bemerkenswert, daß die allein schon die Frage nach dem 
Geltungsbereich der grün/gelben Kennzeichnung negativ bewertet wird. War 
der Minusmann zu besuch?

Die Frage ist doch recht simpel:
Gilt die grün/gelbe Kennzeichnung nur im Netzpannungsbereich oder ist 
sie allgemeingültig bis hinab zu Kleinspannung oder gar Datenleitungen?

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Carsten R. schrieb:
> Die Frage ist doch recht simpel:
> Gilt die grün/gelbe Kennzeichnung nur im Netzpannungsbereich oder ist
> sie allgemeingültig bis hinab zu Kleinspannung oder gar Datenleitungen?



In Bezug auf die Erdung von PELV-Stromkreisen ist der Einsatzfall zu 
betrachten. Für allgemeine Installationen (z. B. in Gebäuden) ist in der 
DIN VDE 0100-410:2007-06 in Abschnitt 414.4.1 festgelegt: 
„PELV-Stromkreise und/oder Körper der durch die PELV-Stromkreise 
versorgten Betriebsmittel dürfen geerdet werden.“ Für die „Elektrische 
Ausrüstung von Maschinen“ ist in der EN 60204-1:2006 (VDE 0113-1), in 
Abschnitt 6.4.1 festgelegt, dass eine Seite des Stromkreises oder ein 
Punkt der Energiequelle des PELV-Stromkreises an das Schutzleitersystem 
angeschlossen werden muss.

Das sagt doch schon alles. Eine Seite muss an den Schutzleiter und damit 
ergibt sich automatisch das ein PE mitgefuert werden muss.

Autor: temp (Gast)
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Ich frage mich wirklich ob manche hier nichts besseres zu tun haben als 
ueber andere her zu ziehen. Fakt ist doch, wenn ihm die Wohnung oder das 
Haus nicht gehört, dann darf er an der Installation sowieso nicht rum 
fummeln. Ist es seine würde ich keine Sekunde überlegen. Ich hacke doch 
nicht das halbe Haus auf wenn da eine Leitung liegt die keiner braucht. 
Ich gehe mal davon aus, dass diese Leitung nicht durch 20 Abzweigdosen 
gezogen ist und mit dem anderen Kram vermischt wurde. Dann ordentlich 
kennzeichnen und gut ist. Wenn die Wohnung oder das Haus verkauft wird 
baut man das wieder zurück und gut.
Außerdem kann sich niemals ein Elektriker ungeprüft auf die Farben 
verlassen. Wenn er das doch tut liegt es dann in seiner Verantwortung.

Autor: Leroy M. (mayl)
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temp schrieb:
> Außerdem kann sich niemals ein Elektriker ungeprüft auf die Farben
> verlassen.

Weil Spaßvögel nur allzuoft meinen den PE zweckentfremden zu müssen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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temp schrieb:
> Ich frage mich wirklich ob manche hier nichts besseres zu tun haben als
> ueber andere her zu ziehen.

Wo zieht denn hier jemand über andere her? Ich lösche aber gerne den 
Beitrag, in dem sich beleidigend über andere geäußert oder "über andere 
hergezogen" wird.

> Wenn die Wohnung oder das Haus verkauft wird
> baut man das wieder zurück und gut.

Sorry, aber da spricht meine Erfahrung mit mittlerweile diversen Häusern 
und Wohnungen deutlich dagegen. Da wird nix rückgebaut, meist erinnert 
sich derjenige auch gar nicht mehr daran.

Und oft genug stirbt derjenige auch einfach, ohne vorher zurückzubauen 
und mit ihm geht dieses Wissen schlicht verloren.

> Außerdem kann sich niemals ein Elektriker ungeprüft auf die Farben
> verlassen. Wenn er das doch tut liegt es dann in seiner Verantwortung.

Eben weil sich nicht nur unser OP und Elektriker sondern auch andere 
Laien an der Unterverteilung zu schaffen machen, sollte man dann 
besondere Vorsicht walten lassen, wenn man etwas Ungewöhnliches (und das 
ist eine komplette Unterverteilung für Kleinspannung) durchführt.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Carsten R. schrieb:
> Es ist schon bemerkenswert, daß die allein schon die Frage nach dem
> Geltungsbereich der grün/gelben Kennzeichnung negativ bewertet wird. War
> der Minusmann zu besuch?

Nein, das ist nichts Bemerkenswertes.
Es gibt genug Spaßvögel, die grundsätzlich jedes Eröffnungsposting 
negativ bewerten.

Darüber würde ich mir also keine Gedanken machen :-)

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: B.Sison (Gast)
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Hallo

Den sich keine Gedanken machen stimme ich zu, aber nicht den Smiley.

Es ist einfach nur traurig bis beschämend das Fragen zu Elektrotechnik 
wenn die mit Netzspannung oder Umbauten am Auto zusammenhängen, diese 
nicht einfach nur beantwortet werden, sondern immer von mehreren die 
dummen Standardbelehrungen Beigesteuert werden.
Antwortet einfach sinnvoll (was der jeweilige TO will bzw. wozu er 
Bereit ist lässt sich fast immer erkennen) wenn ihr helfen könnt - und 
macht nicht den Moralpapst, die Forenmami oder den Hilfepolizist.

B.Sison

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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B.Sison, bitte bei einem Nick pro Thread bleiben -> siehe 
Nutzungsbedingungen.

(B.Sison = Jemand)

Autor: Feldstecher (Gast)
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Die Problematik an der hier beschriebenen Instellation ist doch, dass 
der gruen-gelbe Leiter einen Schutzleiter vortaeuscht. Und zwar nicht 
nur anhand der Farbe, sondern auch in Verbindung mit dem Verlegeort. In 
einem ferngesteuerten Auto kann man natuerlich solch eine Leitung 
zweckentfremden.

Ich wuerde als Geschaedigter so argumentieren, dass der Schutzleiter 
aufgrund seiner Beschaffenheit auch nach der Manipulation noch ein 
Schutzleiter darstellt und daher seine Funktion - spannungsfreie sichere 
Verbindung mit dem Erdpotential auch weiterhin gegeben sein muss.

Autor: Günter Lenz (Gast)
Datum:

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Ich habe schon oft zweckentfremdete Schutzleiterbenutzung
gesehen, zum Beispiel Wechsellichtschaltung, also eine
Zimmerdeckenbeleuchtung die von zwei Lichtschaltern
an und aus geschaltet werden kann. Da gehen dann einfach
nur dreiadrige Kabel zum Lichtschalter hin.

Autor: Karl (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Nach 30 Jahren erben die Kinder und niemand weiss mehr, wo der
> Verdrahtungsplan liegt

Hach Gottchen. Vor 30 Jahren haben wir noch Klassische Nullung und 
Alukabel verbaut.

In 30 Jahren geht eh alles über Funk und Glasfaser, da interessieren 
keinen mehr irgendwelche alten Kupferkabel. Außer die Telekom 
vielleicht.

Carsten R. schrieb:
> Gilt die grün/gelbe Kennzeichnung nur im Netzpannungsbereich oder ist
> sie allgemeingültig bis hinab zu Kleinspannung oder gar Datenleitungen?

Ja, sie ist allgemeingültig, wenn grn/ge, dann ist das Schutzerde. Du 
darfst dem grn/ge aber durch Änderung der Farbe eine andere Funktion 
geben. Diese Änderung muss unverlierbar und dauerhaft sein. Also 
Schrumpfschlauch ist ok, mit Edding anmalen ist nicht ok.

Und nein, für die Nitpicker: Der Schrumpfschlauch muss nicht über die 
ganze Leitungslänge, an den freistehenden Enden reicht.

Autor: Karl (Gast)
Datum:

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Feldstecher schrieb:
> Ich wuerde als Geschaedigter so argumentieren, dass der Schutzleiter
> aufgrund seiner Beschaffenheit auch nach der Manipulation noch ein
> Schutzleiter darstellt

Da würde ich gegenargumentieren: Was hast Du als Unkundiger eigentlich 
an der Installation zu suchen?

Autor: Possetitjel (Gast)
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Carsten R. schrieb:

> Die Frage ist doch recht simpel:
> Gilt die grün/gelbe Kennzeichnung nur im Netzpannungsbereich
> oder ist sie allgemeingültig bis hinab zu Kleinspannung oder
> gar Datenleitungen?

Die Frage ist zwar simpel -- aber es ist die falsche Frage.

Die richtige Frage wäre: Welcher elektrotechnisch Kundige
erwartet, dass eine Leitung, die wie eine stinknormale
230V-Leitung aussieht, und die genau dort liegt, wo seit
Jahrezehnten 230V-Leitungen verlegt sind, KEINE normale
230V-Leitung ist, sondern eine DC-Kleinspannungsleitung?

Erfahrungsgemäß lautet die Antwort: Niemand.

Genauso könntest Du fragen: Ist es verboten, Abwasserrohre
für den Transport von Abluft zu verwenden?
Auch wenn die Antwort "Nein" wäre -- Du müsstest damit
rechnen, dass irgendwann die Scheisse von der Decke fällt,
weil jemand die Rohrleitungen verwechselt hat.

Autor: Karl (Gast)
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Possetitjel schrieb:
> Welcher elektrotechnisch Kundige
> erwartet, dass eine Leitung, die wie eine stinknormale
> 230V-Leitung aussieht, und die genau dort liegt, wo seit
> Jahrezehnten 230V-Leitungen verlegt sind, KEINE normale
> 230V-Leitung ist, sondern eine DC-Kleinspannungsleitung?

Welcher elektrotechnisch Kundige schließt dann an eine unbekannte 
Leitung mal eben eine Steckdose für die Waschmaschine an nach dem Motto: 
braun, blau, grüngelb, wird schon passen?

Und natürlich werden solche Leitungen seit Jahrzehnten für andere 
Aufgaben verwendet, zum Beispiel für Lichttaster, Kreuzschaltungen...

Der umgekehrte Fall, auf eine Klingelleitung 230V geben ist eher 
kritisch.

Autor: Elektrorentner (Gast)
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Werden hier mal wieder gewisse "Lehrmeinungen" vertreten, publiziert, 
und alles drum herum vergessen?
Hatte dieser sinngemäße Verein auf den sich so viele berufen, beziehen, 
nicht auch diesen sinngemäßen Murks zu verantworten?

Damals zu Zeiten der klassischen Nullung behauptete dieser Verein, alles 
sei in bester Ordnung. Erst nach etlichen Todesfällen gab es dann diesen 
Schutzleiter mit unverwechselbarer Farbe!
Nur, was genau ist denn dieser Schutzleiter, die Betonung liegt auf 
genau!

genau genommen ist das nichts weiter als ein separater Neutralleiter, 
denn er ist meistens mit dem Neutralleiter an einer bestimmten Stelle 
gebrückt. Je nach Netzform bekommt dieser Schutzleiter erst ab einem 
gewissen Schaltpunkt seine separate Funktion.

Von Netzformen und vor allem Fehlern die sich auf VDE zurück führen 
lassen, ist hier nie die Rede. Außerdem gilt doch, VDE hat einzig und 
alleine einen Bezug auf Fachbetriebe, nie auf Private Bereiche. Privat 
kommt niemand an irgendwelche überteuerten VDE Empfehlungen ran. 
Empfehlungen wohl gemerkt, keine Vorschriften, wie so oft unterstellt.

Wieso darf ein Schutzleiter keine Erdverbindung in anderen Netzformen 
haben? Wenn sein Schutzleiter genau das verwirklicht was damit 
beabsichtigt ist, also sein Niederspannungspotential sinngemäß geerdet 
ist, was ist dagegen ein zu wenden?

Apropos Schutzleiter. Was taugt ein Schutzleiter, also eine grün-gelbe 
Ader in einem TT-Netz? Ist dort immer sicher gestellt, dass alle 
Schutzleiter das gleiche Potential zur Erde haben?

Gab es hier irgendeinen Bezug auf irgendeine Netzform, oder spielt 
irgendeine Netzform überhaupt niemals iregendeine relevante Rolle?
Hauptsache alle reden von regelkonformen Vermutungen, angeblichen 
Vorschriften und verweisen auf Richter, die sich an VDE orientieren?

Wieso macht niemand einen gewissen sinngemäßen Murks von VDE solcherlei 
deutlicher? Wieso gibt es tausende Seiten von diesem Verein, also 
ständig irgendwelche Anpassungen an vorher definierte Regularien, 
ähnlich klassische Nullung sei Stand der Technik, dann es muss einen 
Schutzleiter geben? Weil VDE das Maß der Dinge ist? Niemand mehr selber 
denken muss?

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Possetitjel schrieb:
> Die richtige Frage wäre: Welcher elektrotechnisch Kundige
> erwartet, dass eine Leitung, die wie eine stinknormale
> 230V-Leitung aussieht, und die genau dort liegt, wo seit
> Jahrezehnten 230V-Leitungen verlegt sind, KEINE normale
> 230V-Leitung ist, sondern eine DC-Kleinspannungsleitung?

Das gilt dann aber nicht nur für GnGe, sondern auch für alle anderen 
Leitungsfarben.

Ketzerische Frage: Wie muss dann eine DC-Leitung aussehen, damit man sie 
als solche erkennt?

Autor: Karl (Gast)
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Christian H. schrieb:
> Ketzerische Frage: Wie muss dann eine DC-Leitung aussehen, damit man sie
> als solche erkennt?

So: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:HVDC_Submarine_Cable_Cross_Section_-_from_New_Zealand_Inter-island_scheme.jpg

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Christian H. schrieb:
> Wie muss dann eine DC-Leitung aussehen, damit man sie als solche
> erkennt?

Irgendwelche Farben, die in der Kombination nicht als normale 
Elektroinstallation verwendet werden. Weiß/Braun, Rot/Schwarz, was auch 
immer.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Aber das Kabel scheint doch schon dreiadrig zu sein, wenn da der SL 
mitgeführt wird. Dann hast du doch 2 Leitungen für die Kleinspannung.

So habe ich das im Garten gemacht, als ich die alte 230V~ Kabelei auf 
Niedervolt umgestellt habe, weils mir zu gefährlich war. Der SL führt 
nun immer noch Erde und die 6V sind auf blau und schwarz. Dann knackt 
der FI immer noch raus, wenn das 6V Netzteil mal Isolationsprobleme 
bekommt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Possetitjel (Gast)
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Karl schrieb:

> Possetitjel schrieb:
>> Welcher elektrotechnisch Kundige
>> erwartet, dass eine Leitung, die wie eine stinknormale
>> 230V-Leitung aussieht, und die genau dort liegt, wo seit
>> Jahrezehnten 230V-Leitungen verlegt sind, KEINE normale
>> 230V-Leitung ist, sondern eine DC-Kleinspannungsleitung?
>
> Welcher elektrotechnisch Kundige schließt dann an eine
> unbekannte Leitung mal eben eine Steckdose für die
> Waschmaschine an nach dem Motto: braun, blau, grüngelb,
> wird schon passen?

Jemand, der Leitungen verwechselt hat, beispielsweise.

Es ist schon zu Kernschmelzen gekommen, weil (angeblich)
die Anschlüsse von Druckluft- und Wasserschläuchen nicht
unverwechselbar waren und prompt verwechselt wurden
(Three Mile Island).

Keine Technik, die wirklich zuverlässig funktionieren
soll, darf sich auf einen einzigen Sicherheitsmechanismus
verlassen.

Autor: Karl (Gast)
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Possetitjel schrieb:
> Jemand, der Leitungen verwechselt hat, beispielsweise.

Ja, und dann hat er 24V DC an der Steckdose. Und? Spätestens dann wirds 
wohl auffallen.

Possetitjel schrieb:
> Three Mile Island

Klar, wenn Du Dein eigenes AKW zu Hause betreibst...

Rufus Τ. F. schrieb:
> Rot/Schwarz, was auch
> immer.

Rot? ROT? Bist Du des Wahnsinns? Rot ist Schutzleiter in alten 
Installationen, das kannst Du nicht für was anderes verwenden!

Ja, ich arbeite immer mal an Geräten, bei denen der Schutzleiter noch 
Rot ist.

Autor: lalala (Gast)
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Was ich nicht ganz verstehe, warum kannst Du den PE nicht geerdet sein 
lassen? 24V plus dann an P und Masse an N?

Autor: Relais (Gast)
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Ich wundere mich wie der Mensch überhaupt noch überleben kann. In meinem 
Haus entscheide ich selbst ob ich einen Schutzleiter zweckentfremde.

Autor: Conny G. (conny_g)
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Bei Dingen die lange Bestand haben oder die von vielen genutzt werden 
werden sollte man immer im Kopf behalten:

„Anything that can go wrong will go wrong“

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz

Und genau dafür gibts die Vorschriften, die die Wahrscheinlichkeit 
drastisch senken.

Und man kann natürlich zuhause machen was man möchte, da geht es dann 
möglicherweise nahtlos in Darwins Gesetz über...

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Karl schrieb:
> Rot? ROT? Bist Du des Wahnsinns? Rot ist Schutzleiter in alten
> Installationen, das kannst Du nicht für was anderes verwenden!

Das stimmt so nicht immer.


Kabelfarben früher

Gerade bei bestehenden Installationen in Altbauten kann es sein, dass 
die Adernfarben der Kabel mit den heutigen nicht mehr übereinstimmen. 
Auch die Schutzmaßnahmen sind heute anders als früher.

Jedoch bestehen diese Anlagen in Deutschland unter gültigem 
Bestandschutz. Früher (bis 1965) konnte daher der Neutralleiter auch 
grau sein, er wurde damals als Nullleiter (PEN) bezeichnet. Der 
Schutzleiter war nicht grüngelb, sondern „rot“. Eine rote Ader konnte 
auch als geschalteter Draht verwendet werden.

Bei Starkstromanschlüssen waren früher: L1 schwarz, L2 rot, L3 blau und 
der PE (PEN damals) war grau.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Karl schrieb:
> Ja, und dann hat er 24V DC an der Steckdose. Und? Spätestens dann wirds
> wohl auffallen.

Oder er hat 230V an all' den Dingen, die er nur mit 24V DC versorgen 
wollte.

Pöff.

Autor: Günter Lenz (Gast)
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Matthias S. schrieb:
>Der SL führt
>nun immer noch Erde und die 6V sind auf blau und schwarz. Dann knackt
>der FI immer noch raus, wenn das 6V Netzteil mal Isolationsprobleme
>bekommt.

Hast du die zwei Drähte von deinem 6V Netzteil durch einen
FI-Schutzschalter geführt?
Der FI-Schutzschalter knackt nicht raus, wenn auf einen Schutzleiter
ein Fehlerstrom fließt, er knackt nur raus wenn auf L und N
unterschiedliche Ströme fließen.
Es gab früher mal FU-Schutzschalter, da war daß so, der knackt raus
wenn der Schutzleiter eine Fehlerspannung bekommt.

Autor: Photovoltinator (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Weiß/Braun, Rot/Schwarz

Schon mal ein 7-adriges NYM gesehen? Da hast du alle von dir 
aufgezählten Farben und mehr (außer Schwarz).

https://www.etoh24.de/diverse-nym-jb-7x1-5mm2-ring-50m.html

Und BTW: Rot? Geh mal in Elektroinstallationen von vor 1965...

-------

Hier wird sich an Kram hochgezogen, unglaublich. Ja, es ist nicht schön 
und auch nicht ganz OK. Wenn es eine ungeschnittene Leitung (ohne 
Klemmstellen) ist, würde ich das auch mit Schrumpfschlauch machen. Wenn 
es unterhalb der Berührungsspannung ist, ist es sowieso nicht so 
dramatisch.

PS: Was glaubt ihr eigentlich, was passiert, wenn jemand eine 
NYY4*150mm² Leitung im Boden oder der Wand erwischt? Bildet sich da auf 
wundersame Weise ein Blauer Kringel um den PEN am Leitungsende? Muss das 
NYY4*XXXmm² jetzt deswegen verboten werden?

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Photovoltinator schrieb:
> Bildet sich da auf
> wundersame Weise ein Blauer Kringel um den PEN am Leitungsende?
                                             ^^^
Was meinst du was die Abkuerzung PEN bedeutet?

Ab einem bestimmten Querschnitt kann der kombiniert mit dem N sein.

Autor: Relais (Gast)
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Conny G. schrieb:
> Und man kann natürlich zuhause machen was man möchte, da geht es dann
> möglicherweise nahtlos in Darwins Gesetz über...

Das Gesetz schlägt auch zu wenn ich unachtsam über die Straße gehe. In 
meinem Heim bin ich selbst für mich verantwortlich. Eine Fähigkeit die 
immer mehr verloren geht.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Günter Lenz schrieb:
> er knackt nur raus wenn auf L und N
> unterschiedliche Ströme fließen.

Genau. Wenn also mein 6V Netzteil über L mehr Strom zieht, als über N 
wieder zurückfliesst, löst der FI aus. Das bedeutet ein 
Isolationsproblem im Netzteil.

Autor: Conny G. (conny_g)
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Relais schrieb:
> Conny G. schrieb:
>> Und man kann natürlich zuhause machen was man möchte, da geht es dann
>> möglicherweise nahtlos in Darwins Gesetz über...
>
> Das Gesetz schlägt auch zu wenn ich unachtsam über die Straße gehe. In
> meinem Heim bin ich selbst für mich verantwortlich. Eine Fähigkeit die
> immer mehr verloren geht.

Das war ein Scherz :-)

Autor: Jörg B. (jbernau)
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Also Leute, ich bin nur ein armer kleiner Wurm, aber wer die 60204 in 
Zusammenhang mit einer Hausinstallation zitiert, der möge doch noch 
einmal nachdenken in welchem Normungsgebiet er sich bewegt => 
Hausinstallation oder Maschine(nrichtlinie)....

So Leute, was denn bitte ist der Unterschied zwischen JYM-J und NYM-O? 
Ein bewährter Trick aus der Praxis: Ich mache aus einem -J ein -O, indem 
ich den NYM-Mantel zurückziehe und den GN/YE absetze; dann schiebe ich 
eine Isolierung von einem anderen, vorher abgesetzen Leiter wieder drauf 
und schiebe das NYM wieder zurück. So sieht niemand mehr, dass es mal 
ein NYM-J war.

Viel wichtiger finde ich, dass SELV-Kreise separat geführt werden. Also 
AC 240V und SELV in der selben Abzweigdose... Aber ich habe verstanden, 
dass das hier nicht der Fall sein soll..

VG Jörg

Autor: Walter K. (Gast)
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Jörg B. schrieb:
> Viel wichtiger finde ich, dass SELV-Kreise separat geführt werden. Also
> AC 240V und SELV in der selben Abzweigdose...

Und was ist mit PELV und FELV?

Autor: Jörg B. (jbernau)
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Walter K. schrieb:
> Jörg B. schrieb:
>> Viel wichtiger finde ich, dass SELV-Kreise separat geführt werden. Also
>> AC 240V und SELV in der selben Abzweigdose...
>
> Und was ist mit PELV und FELV?

Walter, die natürlich auch, besonders PELV, da dort im Schlussfall keinn 
Sicherungsorgan kommt und es zu Rückspannungen kommen kann.

VG Jörg

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael R. (fisa)
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Conny G. schrieb:
> Und man kann natürlich zuhause machen was man möchte,

Ja, aber, wie schon ganz oben steht:

Jemand schrieb:
> Passiert jetzt irgendwas wird sich der Richter (die Versicherung, der
> gegnerische Anwalt usw.) immer auf die VDE Richtlinien stützen können,
> bzw. werden die Gutachter sich nach diesen richten.
> Wurden diese nicht eingehalten kann dann der Richter  dann entsprechend
> die Gesetze anwenden, bzw. eine Versicherung Zahlungen rechtssicher
> verweigern oder auch nur beschränken.

Wenn dir die Bude abfackelt (auch aus einem ganz anderen Grund) und 
jemand findet den "vergewaltigten" PE, stell dich zumindest auf Probleme 
ein (die du dann sicher nicht brauchen kannst)

ich hatte vor ein paar Jahren einen ähnlichen Fall: Schwiegereltern 
bitten mich, mal die Kühltruhe im Keller zu kontrollieren, manchmal 
kriegten die wohl einen Schlag beim Öffnen, aber nur manchmal...

Nach langem Suchen (speziell wegen dem "manchmal") war die ursache: 
5-poliges (Drehstromstrom-)Kabel vom Verteiler in den keller: 1xP, 1xN, 
1xgeschalteter P fürs licht, 2x korrespondierende für die 
Wechselschaltung. Für PE leider keine Ader mehr übrig, also hat man 
grün/gelb für einen korrespondierenden verwendet. Und Jahre später hat 
man dann die Keller-Installation weiter ausgebaut....

Daher mein dringender rat an den TO: Versuch die 230V-Installation 
auszuziehen, und zieh gleichzeitig Kleinspannungs- oder Steuerleitungen 
ein. Das ist in 1 Stunde erledigt, und du hast ein gutes gewissen.

Autor: temp (Gast)
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Michael R. schrieb:
> Wenn dir die Bude abfackelt (auch aus einem ganz anderen Grund) und
> jemand findet den "vergewaltigten" PE, stell dich zumindest auf Probleme
> ein (die du dann sicher nicht brauchen kannst)

Jetzt bitte aber an einem konkreten Beispiel wo die Versicherung die 
Leistung verweigert hat wegen einem Umstand der mit dem Brand überhaupt 
nichts zu tun hatte. Aber bitte mit Links und nicht nur Geschafel. Es 
ist fast wie mit den abnehmbaren Anhängerkupplungen. Da wird auch immer 
gefaselt die Versicherungen beteiligen einem am Schaden wenn sie nicht 
abgenommen wird. Leider konnte noch keiner ein wirkliches Beispiel 
nennen.

Autor: Michael R. (fisa)
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Michael R. schrieb:
> 5-poliges (Drehstromstrom-)Kabel vom Verteiler in den keller: 1xP, 1xN,
> 1xgeschalteter P fürs licht, 2x korrespondierende für die
> Wechselschaltung.

Sorry, vertippselt: P = L, also: 1xL, 1xN, 1x geschalteter L fürs licht, 
2x korrespondierende für die Wechselschaltung.

Autor: Michael R. (fisa)
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temp schrieb:
> Jetzt bitte aber an einem konkreten Beispiel wo die Versicherung die
> Leistung verweigert hat wegen einem Umstand der mit dem Brand überhaupt
> nichts zu tun hatte.

Ich kenne zwei konkrete Fälle aus meinem Bekanntenkreis, in beiden 
Fällen kam es zu einer mehrmonatigen Verzögerung wegen Unklarheiten, in 
einem Fall hat erst ein (teures) Gegengutachten die Versicherung zum 
(natürlich "kulanten") Einlenken bewegt. Selbst wenn ich "Links" hätte 
würde ich sie nicht veröffentlichen. Und aus eigener Erfahrung 
(allerdings mit Wasser) weiss ich, dass Versicherungen nach jedem 
Strohhalm greifen, wenn es darum geht Leistungen zu kürzen (und es ist 
denen herzlich egal, wenn du danach kündigst). ich habe gelernt, da kein 
Risiko einzugehen.

Autor: Roland L. (roland2)
Datum:

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Michael R. schrieb:
> Ich kenne zwei konkrete Fälle aus meinem Bekanntenkreis, in beiden
> Fällen kam es zu einer mehrmonatigen Verzögerung wegen Unklarheiten, in
> einem Fall hat erst ein (teures) Gegengutachten die Versicherung zum
> (natürlich "kulanten") Einlenken bewegt. Selbst wenn ich "Links" hätte
> würde ich sie nicht veröffentlichen.

du musst ja nicht Name und Adresse veröffentlichen, aber du könntest 
schreiben, was die wirkliche Brandursache war und welchen Umstand die 
Versicherung zum Anlass genommen hat, die Zahlung zu verweigern.

Autor: Michael R. (fisa)
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Roland L. schrieb:
> du musst ja nicht Name und Adresse veröffentlichen, aber du könntest
> schreiben, was die wirkliche Brandursache war und welchen Umstand die
> Versicherung zum Anlass genommen hat, die Zahlung zu verweigern.

in einem Fall ein vermutlich (nach innen) übergreifender Kaminbrand, im 
anderen weiss ich es nicht. Und in beiden Fällen wurden vom Hausherren 
Modifikationen an der E-Installation vorgenommen (Starkstrom-leitung in 
den garten, bzw. Hausinstallation sowieso komplett selbst gemacht). 
Beide haben sich vermutlich (im Schock) verplappert... und dann werden 
die hellhörig und suchen... was der zusätzliche Stress für eine Familie 
mit Kindern bedeutet, kann man sich ausmalen.

In meinem Fall wars eine recht eigenartige Definition von 
"Oberflächenwasser" vs. "Niederschlagswasser", woraufhin die 
Eigentümergemeinschaft auf grob 700k€ Schaden sitzen geblieben ist. 
Sowas merkt man sich...

Autor: Karl (Gast)
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Michael R. schrieb:
> Und Jahre später hat
> man dann die Keller-Installation weiter ausgebaut...

Ach "man" hat ausgebaut?

Jeder Elektriker hätte da einen Leitungstest gemacht und sich nicht 
"blind" auf die Farbe des Leiters verlassen.

Und spätestens bei dem sicher ordnungsgemäß andersfarbig 
gekennzeichneten Draht hätte man drauf kommen müssen.

Autor: Michael R. (fisa)
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Karl schrieb:
> Michael R. schrieb:
>> Und Jahre später hat
>> man dann die Keller-Installation weiter ausgebaut...
>
> Ach "man" hat ausgebaut?
>
> Jeder Elektriker hätte da einen Leitungstest gemacht und sich nicht
> "blind" auf die Farbe des Leiters verlassen.
>
> Und spätestens bei dem sicher ordnungsgemäß andersfarbig
> gekennzeichneten Draht hätte man drauf kommen müssen.

Ach, genau darauf läuft es ja hinaus: "man" baut weiter. Ohne 
Leitungstest. ohne "ordnungsgemäß andersfarbig gekennzeichneten Draht". 
"Man" lebt sogar jahrzehntelang mit der Kühltruhe die einen manchmal 
ohrfeigt. Man" arbeitet jahrzehntelang mit diversen heimwerker-Geräten 
(Bohrmaschine, Kreissäge, ...) im Keller ohne PE, bzw. mit Phase auf PE.

Deshalb: wehret den Anfängen (momentan in Ö grad ein heisses Thema ;-)

Autor: Conny G. (conny_g)
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Michael R. schrieb:

> Ach, genau darauf läuft es ja hinaus: "man" baut weiter. Ohne
> Leitungstest. ohne "ordnungsgemäß andersfarbig gekennzeichneten Draht".
> "Man" lebt sogar jahrzehntelang mit der Kühltruhe die einen manchmal
> ohrfeigt. Man" arbeitet jahrzehntelang mit diversen heimwerker-Geräten
> (Bohrmaschine, Kreissäge, ...) im Keller ohne PE, bzw. mit Phase auf PE.
>
> Deshalb: wehret den Anfängen (momentan in Ö grad ein heisses Thema ;-)

Schrieb ja schon: sind wir nicht mehr weit vom Darwin-Gesetz :-)

Autor: Michael R. (fisa)
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Conny G. schrieb:
> Schrieb ja schon: sind wir nicht mehr weit vom Darwin-Gesetz :-)

Grundsätzlich richtig, aber wenns um die eigenen Schwiegis geht, stellt 
sich das etwas anders dar (ja, ich mag meine Schwiegereltern ;-)

Ach ja, das Ende der geschichte: ich hätte das gerne sauber korrigiert, 
alles neu eingezogen. Leider ging das nicht, weil wir eine Abzweigdose 
nicht gefunden haben, vermutlich im laufe der Jahrzehnte eingemauert. 
Keller stromlos machen fand nun mein Schwiepa nicht so prickelnd... also 
mussten wir uns den PE irgendwoher "fangen", was uns auch gelungen ist. 
aber "schön und sauber" geht anders...

also nochmal an den TO: mach das "schön und sauber", deine 
Schwiegersöhne werden es dir danken ;-)

Autor: Harlekin (Gast)
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Photovoltinator schrieb:
> Nimm einen Schrumpfschlauch und ziehe den über den Schutzleiter. Überall
> dort, wo er zu sehen ist, darf er nicht mehr gn/gb sein! Denke auch an
> alle Dosen! Aufpassen musst du natürlich, dass die Leitung nirgendwo
> versteckt abzweigt und du dann auf PE ein Potential legst! Gerade bei
> alten Leitungen ist das oftmals schwierig...
Solange nicht garantiert werden kann, dass es keine Zwischenabgriffe 
gibt, ist und bleibt es Pfusch.

Photovoltinator schrieb:
> Wenn es unterhalb der Berührungsspannung ist, ist es sowieso nicht so
> dramatisch.
Das ist nicht der Punkt. Es geht darum, dass gn/gb einen Schutzleiter 
vorgaukelt, welcher dann vom nächsten Hobbyinstallateur, wieder als 
vermeintlicher Schutzleiter verwendet wird.

Michael R. schrieb:
> Daher mein dringender rat an den TO: Versuch die 230V-Installation
> auszuziehen, und zieh gleichzeitig Kleinspannungs- oder Steuerleitungen
> ein. Das ist in 1 Stunde erledigt, und du hast ein gutes gewissen.
Sehe ich auch so. Notfalls kann man die Steuerleitungen unter 
Sockelleisten und Aufputzkanälen verstecken.

Autor: Wo bitte (Gast)
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Mach mal die Sicherung raus und schau nach ob das Licht noch brennt.

Ehrlich, den Fall hatte ich auch schon. Grübel...

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Wo bitte schrieb:
> Mach mal die Sicherung raus und schau nach ob das Licht noch brennt.
>
> Ehrlich, den Fall hatte ich auch schon. Grübel...

Dann freue dich, du hast freie Energie gefunden :=)

Autor: Zeno (Gast)
Datum:

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Carsten R. schrieb:
> Die Frage ist doch recht simpel:
> Gilt die grün/gelbe Kennzeichnung nur im Netzpannungsbereich oder ist
> sie allgemeingültig bis hinab zu Kleinspannung oder gar Datenleitungen?

Für Gleichspannungsnetze  die mit Schutzkleinspannung (<42V) betrieben 
werden, gibt es wohl keine verbindliche Regelung zu den Kabelfarben, 
sondern nur Empfehlungen. Für + sollte rot, für 0 blau und für - schwarz 
benutzt werden. Grün/Gelb sollte vermieden werden, eben wegen der 
Verwechslungsgefahr aber verboten ist es wohl nicht. Ansonsten ist man 
in diesem Bereich bei der Farbwahl so ziemlich frei.

So wie der TO schreibt möchte er ja nur die Verteilung und die Kabel 
weiter benutzen. Da dort dann keine 230V/400V mehr anliegen (soll ja 
vollständig) entfernt werden, besteht dort auch nicht mehr die Gefahr 
des Auflegens on 230V auf den PE.

Dennoch würde ich den PE nicht belegen.  Es spricht auch in einem 
Niederspannungs DC Netz nichts dagegen, einen PE vorzuhalten bzw. 
mitzuführen.

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