Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Welcher Lötkolben eignet sich für SMD (TQFP > 144)?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Peter (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi.

Ich wollte/sollte mir einen neuen Lötkolben kaufen, weil es mit meinem 
alten WECP-20 einfach keinen Spass macht TQFP > 144 Pins an zu löten.

Vielleicht habe ich auch nur die falsche Spitze (Meisel-Form)!

Aber ich merke auch oft das grössere Teile bzw Teile an Masseflächen 
nicht so gut gehen wie andere Stellen.

Hat jemand einen Tipp was man für die TQFP am besten nimmt?

Viele Grüsse, Peter

von Timmo H. (masterfx)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also ich löte mit meinem LF-1600 eigentlich alles. Für TQFP nehme ich 
eher eine große anstatt eine kleine Spitze. Einfach Flux rauf und dann 
lang draggen. Dann ist auch ein TQFP in weniger als 2 Minuten sauber 
gelötet.

von Bastian W. (jackfrost)


Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Mit einer Hohlkehle und Flussmittel kannst du TQFP gut löten.

Ob mun Weller, JBC oder Ersa ist mehr oder weniger Glaubenssache.

Ich selber hab die Ersa Icon pico und hab keine Probleme mit TQFP. Ich 
hab nur den 1,6er Meißel, die abgeschrägte Spitze und eine Hohlkehle

Gruß JackFrost

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
TQFP lässt sich auch mit 'ner Magnastat löten. Deswegen muss man 
keinen neuen Lötkolben anschaffen.

von Peter (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Entweder Weller hat für meinen Lötkolben keine Hohlkehle oder ich 
übersehe die ständig.

Mir fällt da noch ein das ich noch im Keller einen anderen Lötkolben 
habe.
Da passten die Wellerspitzen nicht rein, mit etwas glück passen die Ersa 
rein.

Die RT Kolben wären für den normalen Kram wohl eine gute Wahl oder?

Mir ist die Firma egal, hauptsache ich kann löten!
Peter

von MaWin (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter schrieb:
> Hat jemand einen Tipp was man für die TQFP am besten nimmt?

Jeder 5W Lötkolben tut es für die kleinen Pads, Hauptsache ist viel 
Flussmittel und wenig Lötzinn.

Peter schrieb:
> Aber ich merke auch oft das grössere Teile bzw Teile an Masseflächen
> nicht so gut gehen wie andere Stellen.

Dafür braucht man Leistung und kurze dicke Lötspitzen.

Also 2 völlig untrrschiedliche Anforderungsprofile.

von c.m. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bastian W. schrieb:
> Mit einer Hohlkehle und Flussmittel kannst du TQFP gut löten.

https://www.youtube.com/results?search_query=smt+soldering

von Bastian W. (jackfrost)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
c.m. schrieb:
> Bastian W. schrieb:
>> Mit einer Hohlkehle und Flussmittel kannst du TQFP gut löten.
>
> https://www.youtube.com/results?search_query=smt+soldering

Mit der gehts auch , aber mit der Hohlkehle ist es einfacher :)

Gruß JackFrost

von L. N. (derneumann)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ich hab hier eine metcal ps-900 und eine jbc BT-2BWA und bin mit beiden 
sehr zufrieden.

beide werden mit meißelspitzen ausgeliefert, die bei der metcal 
mitgelieferte gefällt mir aber besser. von der breite her sind die 
metcal und jbc spitzen ähnlich, allerdings ist die der metcal vorne 
dünner. für beide gibt es eine riesige auswahl an spitzen, jbc hat eine 
der mit der metcal mitgelieferten sehr ähnliche spitze im angebot.

das löten ist mit beiden ein traum (auch tqfp und ähnliche mittels drag 
methode).

bei masseflächen (speziell bei richtig fetten, bei 4- und mehr-layer 
boards) tut sich die jbc subjektiv um einiges leichter, dafür tendiert 
die jbc eher zu „zipfelmützen“-lötstellen. mit der metcal hab ich sowas 
noch nie geschafft.

die jbc kann manuell geregelt werden, bei der metcal legt die spitze die 
temperatur fest. bei beiden sind die spitzen nicht gerade teuer. das 
heizelement ist bei der metcal im griff (austauschbar), daher sind dort 
die spitzen etwas billiger. bei der jbc ist das heizelement in der 
spitze.

die kabel sind bei beiden extrem flexibel und nie im weg. die kolben 
selber sind beide sehr leicht und liegen gut in der hand (auch vom 
schwerpunkt her).

die jbc hat eine standby funktion, wenn man den kolben in die station 
legt. die metcal kann das wohl auch, aber nur mit einem after market 
ständer.

ich mag beide stationen.

: Bearbeitet durch User
von TM F. (p_richner)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich benutze für zum Löten fast ausschliesslich die Hohlkehle 
(Gull-Wing). Habe noch kein fast keine Anwendung gehabt, bei der diese 
Lötspitze nicht reichte. Nur etwa bei grossen Kühlflächen benutze ich 
noch eine breite Meissellötsptize.

von Thomas S. (doschi_)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Timmo H. schrieb:
> Also ich löte mit meinem LF-1600 eigentlich alles. Für TQFP nehme ich
> eher eine große anstatt eine kleine Spitze. Einfach Flux rauf und dann
> lang draggen. Dann ist auch ein TQFP in weniger als 2 Minuten sauber
> gelötet.

Hallo Timmo, (oder andere Mitleser),
hast Du einen Tipp, wo man eine Hohlkehlspitze für die LF-1600 bekommt?

Danke, Thomas

von Jack (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter schrieb:
> Entweder Weller hat für meinen Lötkolben keine Hohlkehle oder ich
> übersehe die ständig.

WECP-20? Dann könnte vermutlich eine LT GW1 Hohlkehlspitze mit ET-LT 
Adapter (Weller T0058720781) funktionieren:

https://www.reichelt.de/WELLER-Loetspitzen-und-Zubehoer/SPITZE-LTGW/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=137241&GROUPID=4116
https://www.reichelt.de/WELLER-Loetspitzen-und-Zubehoer/WELLER-ET-LT/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=145392&GROUPID=4116

Eine Hohlkehlspitze macht Drag-Soldering zwar etwas einfacher, ist aber 
nicht unbedingt notwendig. Beim Drag-Soldering rollt/zieht man im 
Prinzip einen Ball aus geschmolzenem Lötzinn über die Pins.  Das kann 
man auch mit einer breiten Meißelspitze und etwas zusätzlicher Übung. 
Wichtig ist nicht so sehr die Spitze, sondern Flussmittel!

von L. N. (derneumann)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ich löte auch sehr gern entlang (in richtung) der IC pins, also mit 
einer meißelspitze je nach breite der spitze und pin abstand immer 2-4 
pins auf einmal.
auch hier ist das flussmittel entscheidend.
ich habe mit dem chemtronics CW8300 extrem gute erfahrungen gemacht. 
andere flussmittel sind mir immer viel zu schnell verdampft (tw. noch 
bevor ich mit der lötspitze ansetzen konnte) und hatten bei weitem nicht 
dieselbe wirkung wie der CW8300.

von Jack (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas S. schrieb:
> Hallo Timmo, (oder andere Mitleser),
> hast Du einen Tipp, wo man eine Hohlkehlspitze für die LF-1600 bekommt?

In die LF-1600 passen doch die alten 900M-T Typen von Hakko, oder? Das 
wären dann Hakko 900M-T CM Typen, wie die 900M-T-2CM oder 900M-T-3CM. Im 
Original und sogar als Fälschung/Nachbau mittlerweile etwas schwierig zu 
bekommen.

von Thomas S. (doschi_)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jack schrieb:
> Thomas S. schrieb:
>> Hallo Timmo, (oder andere Mitleser),
>> hast Du einen Tipp, wo man eine Hohlkehlspitze für die LF-1600 bekommt?
>
> In die LF-1600 passen doch die alten 900M-T Typen von Hakko, oder? Das
> wären dann Hakko 900M-T CM Typen, wie die 900M-T-2CM oder 900M-T-3CM. Im
> Original und sogar als Fälschung/Nachbau mittlerweile etwas schwierig zu
> bekommen.

Danke, ich werde mal danach suchen.

von Peter (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die 2 geteilten Spitzen für meinen Lötkolben kannte ich nicht.
Ich hatte die kleinen zwar gesehen, aber da die nicht passen gleich 
ignoriert.

Hatte ganz vergessen das an der WECP-20 Basis ja ein LR-21 dran hängt 
und diese Info nicht unwichtig gewesen wäre.

Der Lötkolben aus dem Keller Karton ist nun im Müll, Trafo und Heizspule 
def.
War ein ELV ????.

Ich habe gesehen das es für meine Basisstation auch andere Kolben (zB 
MLR21) gibt die alle möglichen Spitzentypen für SMD aufnehmen können. 
Mal sehen wo ich so einen günstig her bekomme.

Bis dahin werden es wohl zum testen diese 2 geteilten Spitzen.

VG Peter

von W.S. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter schrieb:
> Ich wollte/sollte mir einen neuen Lötkolben kaufen, weil es mit meinem
> alten WECP-20 einfach keinen Spass macht TQFP > 144 Pins an zu löten.
>
> Vielleicht habe ich auch nur die falsche Spitze (Meisel-Form)!

Nee, du hast schon das richtige Werkzeug, es fehlt dir aber vermutlich 
am nötigen Gewußt-Wie.

Ich hab privat ne Magnastat und damit sind TQFP's bis 208 Pins kein 
Problem. Also stell dich nicht so an. Rezepte zum Löten gibt's hier 
reichlich.

W.S.

von Peter (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Löten kann ich eigentlich sehr gut.

Aber vielleicht liegt es auch nur am Flußmittel.

Egal, habe gerade alles neu geordert und hoffe das es dann besser geht.


Da wir schon dabei sind was taugen diese ganzen billigen (WEP 937D) 
Stationen eigentlich und was für spitzen kann man da benutzen?
So als zweit Station für nicht mal 40€ habe ich da schon etwas 
interesse, nur eine gute Weller / Ersa ... Spitze sollte da schon 
passen.

VG, Peter

von René F. (therfd)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter schrieb:
> So als zweit Station für nicht mal 40€ habe ich da schon etwas
> interesse, nur eine gute Weller / Ersa ... Spitze sollte da schon
> passen.

Wenn du Markenspitzen möchtest brauchst du auch nen Markenlötkolben...

Bezüglich Qualität, man kann damit schon arbeiten wenn man löten kann.

von Jack (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter schrieb:
> Da wir schon dabei sind was taugen diese ganzen billigen (WEP 937D)
> Stationen eigentlich

Sie funktionieren. Sie sind besser als die ungeregelten Brateisen aus 
dem Baumarkt. Sie halten nicht ewig. Nach dem Kauf besser erst 
aufschrauben um zu kontrollieren ob man eine halbwegs sichere 
Clone-Version bekommen hat.

Für den ein- oder andere 936- oder 937-Clone gibt es Modifikationen und 
eigene Firmware.

> und was für spitzen kann man da benutzen?

Da das Original die Hakko 936 war 
https://www.hakkousa.com/products/soldering/936-esd-soldering-station/hakko-936-esd-soldering-station-6556.html 
sollten die schon erwähnten 900M-T oder T18 passen. Als 
Fälschungen/Nachbauten werden die Spitzen einem auf E-Bay, Ali, etc. 
nachgeworfen.

Insgesamt ist die Ersatzteilversorgung für 936-, 937-Clones gut. Was bei 
Chinaware selten ist.

> So als zweit Station für nicht mal 40€ habe ich da schon etwas
> interesse, nur eine gute Weller / Ersa ... Spitze sollte da schon
> passen.

Zum Preis von 20 bis 30 Spitzen von E-Bay 
(Ebay-Artikel Nr. 282522729118), garantiert nicht originalen, 
bekommst du eine gute original Hakko-Spitze aus dem Fachhandel. Es ist 
damit dir überlassen ob du gute oder Wegwerf-Spitzen verwendest.

von Peter (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich schraube alles aus China auf, ich bin ja nicht lebesmüde.
Das beste war ein gut Isolierter Schutzleiter, wer braucht auch schon so 
was.

Habe mir die Spitzen mal angesehen, die Original kosten ja wirklich 
nicht viel. Ich denke ich werde mir mal so was kaufen (Lager DE), dann 
muss ich nicht immer die Spitzen wechseln.

von Peter (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So heute ist Material gekommen.

Habe es gleich mal getestet.

Hohlkehle und Löthonig als erstes!
Funktonierte sofort, muß man halt nur mer ISO zum reinigen nehmen.

Die nonclean Mittel werde ich demnächst testen, eilt jetzt nicht.

Würden die günstigen Flußmittel aus dem Baumarkt nicht auch 
funktionieren?
Wenn man bedenkt das man für 3,5€ 70G Zinkchlorid Mittel bekommen kann.
Stellt sich dann halt nur die Frage ob das was taugt, besonders auf 
dauer.

Peter

von Timmo H. (masterfx)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter schrieb:
> Würden die günstigen Flußmittel aus dem Baumarkt nicht auch
> funktionieren?
> Wenn man bedenkt das man für 3,5€ 70G Zinkchlorid Mittel bekommen kann.
> Stellt sich dann halt nur die Frage ob das was taugt, besonders auf
> dauer.
Ich benutze als Flux immer das MG-Chemicals 8341. Ist zwar etwas teurer 
ist aber auch sehr ergiebig. Gibts z.B. bei Mouser. Ist m.M.n. aber um 
welten besser als die Pampe die es bei Reichelt etc. gibt. Benutze es 
von TQFP, über QFN bis hin zu BGA.

von L. N. (derneumann)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter schrieb:
> Würden die günstigen Flußmittel aus dem Baumarkt nicht auch
> funktionieren?
> Wenn man bedenkt das man für 3,5€ 70G Zinkchlorid Mittel bekommen kann.
> Stellt sich dann halt nur die Frage ob das was taugt, besonders auf
> dauer.

Ich habe gute und wirklich weniger gute Erfahrungen mit Fluxstiften um 
10-15€ pro Stück gemacht. Ein Stift trocknet bei mir wohl eher aus als 
dass ich ihn verbrauche. Die Frage ist nun, wie viel Flussmittel du 
brauchen kannst und ob es dann was bringt so viel billig zu kaufen. 
Lieber einmal ordentliches Werkzeug...

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.