Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Halbjahresgespräch: verhandeln wie beim Zeugnis?


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von Simon (Gast)


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Hallo Zusammen,

mein Chef will mich loswerden. Die starke soziale Kontrolle in der Firma 
hält das Ganze einigermaßen in Grenzen z.B. vor großer Öffentlichkeit 
erniedrigt er mich nicht usw. Es ist wirklich an der Grenze des 
Erträglichen, aber da ich Berufsanfänger bin und mein letztes 
Arbeitverhältnis nur 2 Jahren dauerte, entschloss ich mich auch hier 2 
Jahren durchzuhalten (das heißt, noch ein Jahr).

Es ist offensichtlich, dass seine Abneigung so groß ist, dass es ihm 
nicht reichen wird mich draußen zu wissen, sondern er wird aktiv 
versuchen mir das schlechtmöglichste Zeugnis zu geben. Im 
Halbjahresgespräch war er ziemlich positiv, aber was die eigentliche 
Bewertung angeht, die in die Personalakte ging, so war diese 
unterirdisch, besonders wenn man sie in Zeugnissprache interpretiert. 
Meine Frage ist: ist die Bewertung in der Zeugnissprache zu verstehen 
und ist es eine gute Idee zu verhandeln und meine Leistung zu 
verteidigen?

Ich fürchte, wenn ich erst bei der Kündigung etwas entgegensetzen will, 
dann wird es zu spät sein. Bis dahin wird es ja 5x in der Personalakte 
stehen, dass er „sich bemüht“, dass er „ordentlich arbeitet“ und 
ähnliche Karrierekiller.

Gruß
Simon

von Curby23523 N. (Gast)


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Simon schrieb:
> „ordentlich arbeitet“

Ich bin naiv und gestehe, dass ich habe keine Ahnung habe: „ordentlich 
arbeitet“ - wieso ist das etwas schlechtes? Mir fällt spontan nicht ein, 
wie ich das ins negative wenden kann?

von Simon (Gast)


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Wenn das als einziges Positivum dasteht, wie bei mir, und das im 
Zeugnis, ist das schon negativ.

von Berater (Gast)


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Simon schrieb:
> Wenn das als einziges Positivum dasteht, wie bei mir, und das im
> Zeugnis, ist das schon negativ.

Schon den Gewerkschaftsbeitritt hinter dir?

von Normal (Gast)


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Zusätzlich zur Gewerkschaft empfehle ich eine Rechtschutzversicherung, 
welche auch Arbeitsrecht beinhaltet (persönlich habe ich die Advocard 
und kann die empfehlen: da kann man bei juristischen Fragen auch mal 
kurz anrufen; ist bei anderen Versicherern wahrscheinlich ähnlich).

Zusätzlich empfehle ich das Buch „Rausfliegen mit Erfolg“.

von A. S. (achs)


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Gab es denn zwischen Ende der Probezeit und erstem halben Jahr einen 
Grund?

Falls ja, ist daran vielleicht was möglich?

von Simon (Gast)


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Ich bin nicht in der Gewerkschaft, ich dachte, ich würde notfalls andere 
hochrangige Kollegen, an denen ich berichtet habe, als "Zeugen" 
heranziehen. Aber wie gesagt, wenn mein eigener Manager weiterhin pro 6 
Monate eine solche Lästerschrift über mich ausstellt, dann mag es wohl 
nicht mehr helfen.

von Simon (Gast)


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Achim S. schrieb:
> zwischen Ende der Probezeit und erstem halben Jahr einen
> Grund?

Wie meinst Du das, was für ein "Grund"?

von Normal (Gast)


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Manche Vorgesetzte werden von deren Vorgesetzten und/oder HR dazu 
angehalten, bei der Bewertung der Teammitglieder eine Normalverteilung 
(Gaussche Glockenkurve) herzustellen.

Als Frischling bekommt man da in der Regel die Arschkarte. Erst nach 
etwas Zeit, wenn man sich bewährt hat und wenn neue Frischlinge 
dazukommen, wird man besser bewertet und kommt ins Mittelmaß. Ist ein 
Scheiss System.

von Stephen (Gast)


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Erste Stelle nur zwei Jahre, zweite auch, da interessiert das Zeugnis 
auch niemanden mehr.

von Normal (Gast)


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Stephen schrieb:
> Erste Stelle nur zwei Jahre, zweite auch, da interessiert das
> Zeugnis auch niemanden mehr.

Quatsch mit Soße.

von cha-ar-196 (Gast)


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Simon schrieb:
> Gruß
> Simon

Was ist dein Anliegen an uns?

von A. S. (achs)


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Simon schrieb:
> Wie meinst Du das, was für ein "Grund"?

Wenn ihm Deine Nase nicht passt, hätte er Dich in der Probezeit 
rausgeworfen. Bei 3 oder 6 Monaten (geraten) ist das nicht lange her.

von Markus (Gast)


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Ich würde mir um das Arbeitszeugnis keine Sorgen machen. Wenn es nicht 
gut ist dann schreibt man sich das halt selber um. Deshalb dem Chef in 
den Arsch zu kriechen lohnt nicht...

von Hüter der öffentlichen Ordnung (Gast)


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Wenn das Zeugnis später deinen Vorstellungen nicht entspricht, dann ab 
zum Anwalt. Arbeitsrechtsschutzversicherung vorher abschließen.

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Anwalt? So lange schreiben lassen bis es einem gefällt. Nachteil: Der 
neue AG ruft sowieso bei der HR an.

@TE_: Die Bewertung deines Chefs ist maßgeblich für eine eventuelle 
Lohnerhöhung. Im übrigen bist du nach 2 Jahren BE kein Anfänger mehr.

von Der Andere (Gast)


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Michael X. schrieb:
> Der neue AG ruft sowieso bei der HR an.

Telefonische Aussagen zu ehemaligen Mitarbeitern?
Das ist gegen jegliche Datenschutzbestimmungen! Da kann der HR 
Mitarbeiter sich gleich selbst die Kündigung schreiben!

von Hans Gruber (Gast)


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Der Andere schrieb:
>> Der neue AG ruft sowieso bei der HR an.
>
> Telefonische Aussagen zu ehemaligen Mitarbeitern?
> Das ist gegen jegliche Datenschutzbestimmungen! Da kann der HR
> Mitarbeiter sich gleich selbst die Kündigung schreiben

das passiert auf nicht-offiziellen Kanälen. Ich wurde auch schon 2x 
gefragt, ob ich einen Bewerber kennen würde. Ob man ihn zum Gespräch 
überhaupt einladen sollte und ob die Person was können würde. Hätte ich 
das mal seingelassen. Denn aufgrund meiner Empfehlung leiden jetzt eine 
ganze Reihe Unschuldiger, da sich der Typ als A-Loch, verlogen und 
karrieregeil herausgestellt hat. Ich habe mit ihm vorher 2 Jahre gut 
zusammengearbeitet im Studium. Tja, so täuscht man sich in den Menschen. 
Inzwischen mache ich lieber gar keine Aussagen oder sage, dass ich es 
nicht genau beurteilen kann. So wie letztens meinem GF gegenüber, als es 
erneut um einen Bewerber ging, den ich vielleicht kennen könnte....

von Max M. (zbmax)


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Ja Hans, so ähnlich ist mir das auch passiert.
Ich spreche mich bei solchen Dingen auch nicht mehr aus, zu viel 
Schadenspotential das man Null in der Hand hat

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