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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Alte Siemens Styroflex (?) Kondensatoren


Autor: Helge (Gast)
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Hallo zusammen,

ich habe letztens bei Pollin zum Styroflex-Sammelsurium gegriffen und 
bin etwas stutzig geworden.
Da liegen unter Anderem auch Siemens Kondensatoren mit 10µF (10V?) im 
Metallgehäuse bei. Die Aufschrift ist:


[Siemens-Logo] 03.73
+ 10 / 10

Formfaktor ist etwa 11x3mm.

Sind das wirklich Styroflex Kondensatoren, bzw. sind die bis 10V 
Spannungsfest (würde dann wohl die Kapazität erklären), oder ist mit der 
Aufschrift +-10% gemeint?

Falls jemand, der von den alten Teilen Ahnung hat mich aufklären könnte, 
wäre das sehr hilfreich :)

Viele Grüße,   Helge


PS: Farbcodierung an einer Seite ist für mich nicht erkennbar. Da wurde 
offenbar irgendein Gummi hinter der Bördelung benutzt, mal schwarz, mal 
rot bräunlich.

Autor: Tassilo H. (tassilo_h)
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Hmm, ich glaube die waren schon vor 15 Jahren in dem Sortiment ;-)

Das ist wohl ein Elko, 10uF 10V Plus an der Seite mit der Kerbe.

Autor: Georg A. (georga)
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Für mich sieht das nach steinalten Elkos aus, die nur aufgrund der 
silbernen Farbe von der Entsorgungsfachkraft in den Styroflex-Container 
gekippt wurden.
10u Styroflex hätten wohl eher die Grösse einer Klorollenhülse ;)

Autor: Helge (Gast)
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Sowas in der Art hatte ich schon befürchtet, zu gut um wahr zu sein :(

Autor: nachtmix (Gast)
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Könnten auch nasse Tantal-Elkos sein.
Das kann man fühlen: Tantal Elkos sind deutlich schwerer als 
vergleichbare Al-Elkos.

Wenn du viele davon hast, könntest du auch mal einen öffnen.
Al-Elkos haben zwei zusammen aufgewickelte gewickelte Al-Folien als 
aktives Element, während der Pluspol von Ta-Elkos aus einem 
Sinterkörper aus Mangandioxid (Braunstein) besteht.

Anschliessend die Reste nicht herum liegen lassen sondern entsorgen und 
die Finger gut mit Seife waschen, denn in nassen Ta-Elkos dient etwas 
verdünnte Schwefelsäure als Elektrolyt.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Für mich ist das auch ein ganz alter Elko in Alu-Gehäuse...

Aber sehr alt, wenn das Siemens-Logo drauf ist, schätze mal 40 Jahre...

Eher mehr...

: Bearbeitet durch User
Autor: Nils P. (torus)
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Jup! Das ist ein uralt Elko von Siemens. Die Bauform war schon veraltet 
als ich vor 30 Jahren mit dem Basteln angefangen habe.

Ein klarer Fall für die Tonne. Den wirst Du nicht mal an audiophile 
Vintage-Freaks los :-)

Autor: Mani W. (e-doc)
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Autor: Gerald B. (gerald_b)
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So sahen damals auch die Frolyt Kondensatoren in der DDR aus. Die hatten 
blautransparenten Schrumpfschlauch drüber, waren ansonsten aber wie 
eineiige Zwillinge.

Autor: Peter D. (peda)
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Noch kleiner ging das Bild wohl nicht?

Mußt mal auf die linke Seite schauen.
Ist da ein Gummistopfen, dann ist es ein Alu-Elko.
Ist dort Glas, dann ist es ein Tantal.

Autor: michael_ (Gast)
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Gerald B. schrieb:
> So sahen damals auch die Frolyt Kondensatoren in der DDR aus. Die hatten
> blautransparenten Schrumpfschlauch drüber, waren ansonsten aber wie
> eineiige Zwillinge.

Nein, die sehen ganz anders aus!
Sind die wirklich 10µ?

Hast du mal gemessen?
Am Reststrom kann man abschätzen, was es ist.

Styroflex mit 10V hab ich nie gesichtet.

Ich vermute Tantal.

Autor: Der Andere (Gast)
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michael_ schrieb:
> Ich vermute Tantal.

Tnatal im Alubecher hab ich nie gesehen. Aber die Bauform als Elko war 
früher  gängig.

Egal, so oder so für die Tonne

Autor: michael_ (Gast)
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Autor: Harald W. (wilhelms)
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Nils P. schrieb:

> Ein klarer Fall für die Tonne.

Bitte nicht! Sowas gibt man an der Elektroschrottsammelstelle
ab, die dann (hoffentlich) weiss, wie man sowas entsorgt.

Autor: Jens G. (jensig)
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@Gerald B. (gerald_b)

>So sahen damals auch die Frolyt Kondensatoren in der DDR aus. Die hatten
>blautransparenten Schrumpfschlauch drüber, waren ansonsten aber wie
>eineiige Zwillinge.

Die waren erst zu späteren Zeiten blautransparent. Ältere Fabrikate bzw. 
Baureihen waren farblos.

Aber egal, der C des TO ist eindeutig ein normaler Elko 10µ/10V von S&H. 
Ein Tantal ist es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.

Autor: Frank B. (frank501)
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Harald W. schrieb:
> Sowas gibt man an der Elektroschrottsammelstelle
> ab, die dann (hoffentlich) weiss, wie man sowas entsorgt.

Die landen dann bei Pollin in einem Sortiment, damit auch der Nächste 
noch Spaß daran hat.

Autor: Helge (Gast)
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Mani W. schrieb:
> Für mich ist das auch ein ganz alter Elko in Alu-Gehäuse...
>
> Aber sehr alt, wenn das Siemens-Logo drauf ist, schätze mal 40 Jahre...
>
> Eher mehr...

Der Aufschrift nach: März '73. Das deckt sich mit meiner Recherche zur 
Benutzung des Logos...


Peter D. schrieb:
> Noch kleiner ging das Bild wohl nicht?
>
> Mußt mal auf die linke Seite schauen.
> Ist da ein Gummistopfen, dann ist es ein Alu-Elko.
> Ist dort Glas, dann ist es ein Tantal.

Ist wie schon geschrieben Gummi, geschrumpft und nicht mehr dicht.
Also sind es wahrscheinlich ausgetrocknete Elkos.

Größer bringt da leider auch nichts, dafür ist das Ding zu klein.


michael_ schrieb:
> Sind die wirklich 10µ?
> Ich vermute Tantal.

10µF haben sie zumindest, reichen um den Reststrom zu messen zwei 
Multimeter? ;)


Vielen Dank schon mal an alle die geschrieben haben, ich werde wohl mal 
eine nette Mail schreiben, da 7 von 25 Kondensatoren dieser Typ sind...


Viele Grüße,   Helge

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