Ich habe hier ein Gebläse das ca. 850VA an 230V-AC Watt aufnimmt. Dieses
möchte ich aber runterregeln können. Ich dachte an einen Triac. Jetzt
sagt mir mein Kumpel dass es am Triac zum schnellsten abbrennen der
Kohlen kommt. Im Netz finde ich aber keine Hinweise dafür.
Kann das jemand bestätigen. Was gibt es für Alternativen ?
Mag sein, dass durch den Phasenanschnitt die Funkenbildung höher ist,
aber jede Handbohrmschine, Staubsauger,... macht es nicht anders.
Kommt ja auch immer drauf an, wie lange das Ding effektiv läuft.
Sven schrieb:> Was gibt es für Alternativen ?
Stelltransformator?
Ist aber VIEL teurer und auch schwerer. Wesentlich billiger ist es,
einfach längere Kohlen in den Motor einzubauen!
Werner H. schrieb:> Glaube ich nicht, ist doch schon lange in jedem Staubsauger verbaut.> Da werden keine Kohlen gewechselt.
Stimmt, die Kohlen sind da wartungsfrei. Einfach Staubsauger
wegschmeißen, wenn abgenutzt. Ist aber kein Problem, zu dem Zeitpunkt
sind nicht nur die Kohlen, sondern auch Motorlager und alle anderen
dynamisch beanspruchten Teile am Ende ihrer Lebensdauer angekommen...
Nun ja es ist ein Gebläse mit Herstellerangabe von 2000 Betriebsstunden
an Nennspannung. Kumpel behauptet aber dass das mit Phasenanschnitt
teils nur ein viertel sei.
Schreiber schrieb:> Ist aber kein Problem, zu dem Zeitpunkt> sind nicht nur die Kohlen, sondern auch Motorlager und alle anderen> dynamisch beanspruchten Teile am Ende ihrer Lebensdauer angekommen...
Die 3 Siemens Staubsauger, die in unserem 5-Personenhaushalt in den
letzten 3 Jahren benutzt werden/wurden sind immer noch alle 3 ok. Zwei
der 3 haben nichts gekostet weil sie ein Werbegeschenk für das Abo einer
Zeitschrift waren, die wir damals eh abbonieren wollten.
Der Andere schrieb:> Die 3 Siemens Staubsauger, die in unserem 5-Personenhaushalt in den> letzten 30 Jahren benutzt werden/wurden sind immer noch alle 3 ok.
Bei 1 Stunde Benutzungsdauer pro Staubsauger und Woche komme ich auf
1500 Betriebsstunden.
Das ist nicht übermäßig viel, wenn die Motorkohlen angemessen ausgelegt
wurden. Das ganze (also 3 Stunden/Woche) mit einem Staubsauger und der
wäre wohl schon im Schrottcontainer gelandet
Bei intensiver, gewerblicher Nutzung im Schichtbetrieb sind (bei
Industriestaubsaugern) nach einem halben Jahr (oft auch früher) die
Motorkohlen und spätestens nach zwei Jahren die Motor-Lüfter-Einheit
fällig.
Hab gerade vor einer Woche an meinem alten Progress-Staubsauger die
Kohlen gewechselt. Das letzte Mal war vor mindestens 30 Jahren und
gekauft haben ihn meine ELtern um 1960.
Kostete 8,21€, mit 400 Watt entspricht er auch noch den neuen
Vorschriften. Der örtliche ELektromarkt konnte passende Kohlen in
anderthalb Tagen beschaffen. Hier: http://www.aswo.com/index.php?id=2
Die liefern nur an den Fachhandel, sind aber gut sortiert. Vor allem
gibs die Kohlen nicht nur nach Geräte-Modellnummer sondern auch nach
Abmessungen.
Werner H. schrieb:> Glaube ich nicht, ist doch schon lange in jedem Staubsauger> verbaut. Da werden keine Kohlen gewechselt.
Ein Staubsauger ist ein Reihenschlussmotor der für 100 Betriebsstunden
ausgelegt ist, sein Gebläse scheint ein Synchronmotor zu sein der tagein
tagaus laufen soll.
Schreiber schrieb:> Bei intensiver, gewerblicher Nutzung im Schichtbetrieb sind (bei> Industriestaubsaugern) nach einem halben Jahr (oft auch früher) die> Motorkohlen und spätestens nach zwei Jahren die Motor-Lüfter-Einheit> fällig.
Dafür nimmt man dann ja auch keinen "Allstrom" Reihenschlussmotor mit
Kommutierung sondern entweder einen Kondensatormotor oder 3phasen
Asynchronmotor.
Michael B. schrieb:> sein Gebläse scheint ein Synchronmotor zu sein der tagein> tagaus laufen soll.
Woher hast du die Info, ich habe nur das gelesen:
Sven schrieb:> Ich habe hier ein Gebläse das ca. 850VA an 230V-AC Watt aufnimmt.Sven schrieb:> Nun ja es ist ein Gebläse mit Herstellerangabe von 2000 Betriebsstunden> an Nennspannung.
Das eigentliche Problem ist daß der Kumpel behauptet durch einen
Vollwellen-Phasenanschnitt würde sich der Abbrand des Kommutators
verstärken.
Ich kenne dazu jetzt keine belastbare Quelle die das bestätigt.
Nein, mein Motor ist so ein Reihenschlussmotor.
Hätte ich einen Synchronmotor müsste ich mir nur Gedanken um die
Kugellager machen.
Mir nützt nur eine Info ob das jemand bestätigen oder dementieren kann.
Wenn ich aber Google finde ich nur 3 Varianten so ein Ding zu steuern.
Direkt am Sinus/Trafo/Lastwiderstand
Triac/Phasenanschnitt
und DC Chopper
Sven schrieb:> Ich habe hier ein Gebläse das ca. 850VA an 230V-AC Watt aufnimmt. Dieses> möchte ich aber runterregeln können. Ich dachte an einen Triac. Jetzt> sagt mir mein Kumpel dass es am Triac zum schnellsten abbrennen der> Kohlen kommt.
Erstmal nachschauen, ob da überhaupt ein Reihenschlussmotor drin ist.
Sehr wahrscheinlich ist da ein Kondensatormotor
(https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor) verbaut.
Und ja, bei einem Gebläse kann man den auch in Grenzen mit einem Triac
regeln.
Der Andere schrieb:> Schreiber schrieb:>> Bei intensiver, gewerblicher Nutzung im Schichtbetrieb sind (bei>> Industriestaubsaugern) nach einem halben Jahr (oft auch früher) die>> Motorkohlen und spätestens nach zwei Jahren die Motor-Lüfter-Einheit>> fällig.>> Dafür nimmt man dann ja auch keinen "Allstrom" Reihenschlussmotor mit> Kommutierung sondern entweder einen Kondensatormotor oder 3phasen> Asynchronmotor.
Dumm nur, dass (bei gegebenem Gebläsedurchmesser) die Druckdifferenz von
der Drehzahl abhängt. Dumm ebenfalls, dass ein Staubsauger nunmal eine
gewisse Druckdifferenz erreichen muss, damit er saugt und die Abluft
durch die Filter drücken kann. Da braucht es entweder Drehstrommotor und
Frequenzumrichter oder einen Allstrommotor.
Das wissen auch die Hersteller von Industriestaubsaugern!
Die Spekulationen zum Induktionsmotor sind doch bislang alle nur
stochern im Nebel solange Sven nicht sagt welchen Typ Motor er verbaut
hat.
Fürn gewerblichen Gebrauch habe ich auch schon Sauger gesehen(ja, Sven
redet von einem Gebläse) in denen die Turbine mittels Riemen durch einen
Kondensatormotor angetrieben wurde.
Ansonsten sollte ein korekt ausgelegter Allstrommotor keine
Beeinträchtigungen durch einen Phasenanschnitt erleiden.
Schreiber schrieb:> Dumm nur, dass (bei gegebenem Gebläsedurchmesser) die Druckdifferenz von> der Drehzahl abhängt. Dumm ebenfalls, dass ein Staubsauger nunmal eine> gewisse Druckdifferenz erreichen muss, damit er saugt und die Abluft> durch die Filter drücken kann. Da braucht es entweder Drehstrommotor und> Frequenzumrichter oder einen Allstrommotor.
Und warum sollte das mit einem Kondensatormotor nicht funktionieren? Ein
Gebläse hat ein niedriges Anlaufmoment, da erst bei höherer Drehzahl
nenneswert Druck und Luftdurchsatz aufgebaut wird, also fast perfekt für
einen Kondensatormotor.
Ausserdem ist das alles Offtopic. Nochmal, dem TO geht es darum ob bei
seinem Allstrommotor aka Reihenschlussmotor bei Phasenanschnittsteuerung
der Kommutator und die Kohlen stärker verschleißen.
Ich habe solche Aussagen auch schon gelesen, auch für PWM-Betrieb, habe
aber weder für noch wider diese Aussage Belege.
Der Andere schrieb:> Und warum sollte das mit einem Kondensatormotor nicht funktionieren?
Weil der nur 3000 Umdrehungen/Minute schafft?!
Schneller geht nur mit Getriebe, Allstrommotor oder Frequenzumrichter!
Schreiber schrieb:> Weil der nur 3000 Umdrehungen/Minute schafft?!> Schneller geht nur mit Getriebe
Stimmt, da hast du recht. Trotzdem sollten wir das offtopic jetzt
beenden.
Schreiber schrieb:> Der Andere schrieb:>> Und warum sollte das mit einem Kondensatormotor nicht funktionieren?>> Weil der nur 3000 Umdrehungen/Minute schafft?!> Schneller geht nur mit Getriebe, Allstrommotor oder Frequenzumrichter!
Ab Anfang nächsten Monats sind auch einpolige und halbpolige
Asynchronmotoren lieferbar, die haben dann 6000rpm bzw 12000rpm.
hinz schrieb:> Ab Anfang nächsten Monats sind auch einpolige und halbpolige> Asynchronmotoren lieferbar, die haben dann 6000rpm bzw 12000rpm.
Früher wollte man derart hohe Drehzahlen gern für Holzbearbeitungs-
maschinen haben. Das ging im letzten Jahrhundert nur mit drehenden
Umformern, die damals auch häufiger eingesetzt wurden. Seit der
"Erfindung" der Halbleiter-Frequenz-Umformer geht das natürlich
wesentlich einfacher.
Harald W. schrieb:> Das ging im letzten Jahrhundert nur mit drehenden> Umformern
In der Holzverarbeitung mit Riemenantrieben und entsprechenden
Übersetzungen.
Das hat durchaus auch Vorteile z.B. bei Tisch/Formatkreissägen, wenn auf
der Welle kein dicker Motor sitzt kann man eine größere Schnittiefe
erzielen weil man mit der Welle näher an den Tisch kommt.
Bei Fräsmaschinen decke ich ein weiteres Drehzahlspektrum bei
gleichzeitig höherem Drehmoment bei langsamen Drehzahlen ab.
Jetzt sind wir aber völlig ot. :-)
hinz schrieb:> Ab Anfang nächsten Monats sind auch einpolige und halbpolige> Asynchronmotoren lieferbar, die haben dann 6000rpm bzw 12000rpm.
Wie sollen denn die funktionieren? Gibs dazu irgendwo eine Erklärung
oder sogar einen Liefernachweis? Klingt jedenfalls interessant.
Harald W. schrieb:> Früher wollte man derart hohe Drehzahlen gern für Holzbearbeitungs-> maschinen haben. Das ging im letzten Jahrhundert nur mit drehenden> Umformern, die damals auch häufiger eingesetzt wurden.
Oder halt mit Gleichstrom-/Allstrommotoren. Kohlebürsten waren einfach
wechselbar und ein Verschleißteil. Kollektorinstandsetzung wurde meist
von der örtlichen Ankerwicklerei angeboten.
Schreiber schrieb:> hinz schrieb:>> Ab Anfang nächsten Monats sind auch einpolige und halbpolige>> Asynchronmotoren lieferbar, die haben dann 6000rpm bzw 12000rpm.>> Wie sollen denn die funktionieren? Gibs dazu irgendwo eine Erklärung> oder sogar einen Liefernachweis? Klingt jedenfalls interessant.
Wird am Ostersonntag präsentiert.
Hallo, Sven,
__Nein, mein Motor ist so ein Reihenschlussmotor.
Hätte ich einen Synchronmotor müsste ich mir nur Gedanken um die
Kugellager machen.
Mir nützt nur eine Info ob das jemand bestätigen oder dementieren
kann.--
Wg. Phasenanschnitt würde ich mir nicht so viele Sorgen wg. vermehrtem
Abbrand der Kohlen machen. Was die Kohlen eher tötet sind Unwucht im
Anker, reibender Dreck und Verschleiß im Loslager sowie gnadenlose
Überlastung und damit lange Funken an den Kohlen. Habe hier gerade eine
uralte Metabo Handbohrmaschine mit Drehzahlregelung aus einem
Stahlbaubetrieb bei der ich jetzt zum dritten mal ein neues Gummikabel
anbringe; das erste mal vor ca.30 Jahren. Das Teil wird täglich benutzt
und hat noch den ersten Kohlensatz mit gut Fleisch dran.
Gruß, Bernd
Was ist es denn nu für ein Gebläse? Die Lebensdauer eines Gebläses kann
bei verminderter Drehzahl tatsächlich abnehmen. Zum einen kann der Strom
zunehmen, zum anderen die Kühlung nachlassen.
Der Andere schrieb:> Ausserdem ist das alles Offtopic. Nochmal, dem TO geht es darum ob bei> seinem Allstrommotor aka Reihenschlussmotor bei Phasenanschnittsteuerung> der Kommutator und die Kohlen stärker verschleißen.> Ich habe solche Aussagen auch schon gelesen, auch für PWM-Betrieb, habe> aber weder für noch wider diese Aussage Belege.
Ich kenne diese Bedenken aus diversen Modelleisenbahnforen. Dort wird
auch oft behauptet, dass ein Umbau älterer Modelle auf "Digital", z.B.
die Märklinmotoren, bei PWM deutlich schneller verschleissen sollen.
Scheint mir aber hier wieder ein Fall von "Glaubensfrage" zu sein. Ich
würde die Phasenanschnittsteuerzng dranhängen und fertig.
Gruß Rainer
guest...Rainer schrieb:> bei PWM deutlich schneller verschleissen sollen.
Nun, für einen Menschen mit zwei "rechten" Händen sollte der
Austausch der Kohlen kein grosses Problem sein.
Harald W. schrieb:> Nun, für einen Menschen mit zwei "rechten" Händen sollte der> Austausch der Kohlen kein grosses Problem sein.
Das sehe ich genau so. Aber es wird eben auch berichtet, dass die
Rechteckansteuerung die Lager ruiniert und und....
Gruß Rainer
guest...Rainer schrieb:> Harald W. schrieb:>> Nun, für einen Menschen mit zwei "rechten" Händen sollte der>> Austausch der Kohlen kein grosses Problem sein.>> Das sehe ich genau so. Aber es wird eben auch berichtet, dass die> Rechteckansteuerung die Lager ruiniert und und....
Kommt mir aus dem Audiobereich bekannt vor.
Sven schrieb:> mein Motor ist so ein Reihenschlussmotor.
Die Kommutierung beim Reihenschlussmotor ist unabhängig vom
Nulldurchgang. Dabei wird im Extremfall der maximale Strom kommutiert.
Somit bringt eine Phasenanschnittsteuerung keinen höheren Verschleiss
für die Kohlebürsten. Eine verschlechterte Kühlung durch die geringere
Drehzahl könnte ein Argument sein. Hingegen gibt es auch weniger
Kommutierungen.
Mit der TRIAC-Schaltung gibt es zwar stärkere Bürstenabnutzung, aber
diese läßt sich durch eine gute "Snubberbeschaltung" netzseitig und
motorseitig deutlich verbessern.
Würde der Motor statt an 230V nur an 110V betrieben, wäre das
Bürstenfeuer bei halben Strom (viertel Leistung) theoretisch nur halb
groß. Bezogen auf die Laufzeit, würde es fast doppelt so viele
Betriebsstunden dauern, bis die Kohlen hinüber sind. Mit Triac wäre es
dann vielleicht nur 1,5..1,7fache an Betriebstunden.
Bezogen auf die kWh ergäbe sich folgendes Bild:
Nennbetrieb: 800W*2000h=1600 kWh
Triacbetrieb: 200W*2000h*1,7=200W*3400h=680 kWh
(Arbeitspunkt halber Strom, viertel Leistung)
Noch größere Motoren haben die Bürsten um wenige Grad fest versetzt
angeordnet um beim Nennstrom mit Nenndrehzahl das Bürstenfeuer zu
minimieren. Diese sollen dann auch nur in vorgegebener Drehrichtung
betrieben werden. Bei diesen Motoren würde auch mit halben Nennstrom
betrieben die Bürsten nach den gleichen Betriebsstunden, wie mit
Nennstrom betrieben verschlissen sein.
Ergebnis: Beide liegen richtig, haben aber doch nicht genau das gleiche
Kriterium Blick gehabt.
Dieter schrieb:> Mit der TRIAC-Schaltung gibt es zwar stärkere Bürstenabnutzung...
Warum sollte das so sein? Weil man es "überall" liest?
Der Triac schaltet ein, es kann also schonmal keine Abschaltinduktion
sein. Der Triac schaltet eine Induktivität, es kann also schonmal kein
inrush current sein. Der Triac schaltet beide Hälften der
Wechselspannung, es kann also schonmal kein Abbrand durch
Gleichstromlichtbogen sein.
Einziger Grund wäre, der Triac schaltet nach Ende der Halbwelle nicht
gleich wieder ein. Der Strom in der Erregerwicklung will aber
weiterfließen... nee ist auch Quatsch, der Triac bleibt ja solange
offen, wie der Strom fließt
(https://www.turck-duotec.com/files/fotos/berichte/abb4_strom-spannungsverlauf.jpg).
Sinnvoll wäre hier der Einsatz eines "Snubberless" Triac.
Also, woher kommt die behauptete stärkere Bürstenabnutzung?
Gegenüber dem Betrieb mit exakt gleicher mechanischen Leistungsabgabe
und Drehzahl des Motors ist das Bürstenfeuer mit Triac höher als mit
entsprechender (herunter)geregelter sauberen Wechselspannung betrieben.
Obiges Beispiel besagt, dass es sinnvoller ist, statt vier gleiche
Lüfter über Triac zu Drosseln auf Viertelleistung, es besser ist
abwechselnd einen von vier zu Lüftern zu betreiben.
Wird ein Lüfter über Triac gedrosselt, dann sinkt seine
Betriebsstundenzeit nicht unter den Wert vom Nennbetrieb ohne Triac. Es
wird aber auch nicht die verlängerte Betriebsstundenzahl erreicht wie
mit herunter geregelten sauberen Wechselspannung.
Auch wenn es nicht wirklich weiterhilft. Ich glaube, dass zumindest die
Menschen im Modellbahnforum glauben, dass eine Motorsteuerung mit PWM
eine "ruckartige" Belastung der beweglichen Teile bewirken und deshalb
die Lager und die Getriebe schneller hinüber sind. Dass das so nicht
stimmt, ist einem Modellbauer aber nicht beizubringen...selbiges gilt
auch bei Thyristor oder Triac Ansteuerung!
Gruß Rainer
Dieter schrieb:> Gegenüber dem Betrieb mit exakt gleicher mechanischen Leistungsabgabe> und Drehzahl des Motors ist das Bürstenfeuer mit Triac höher als mit> entsprechender (herunter)geregelter sauberen Wechselspannung betrieben.
Soweit die Behauptung.
Beweise? Physikalisch nachvollziehbare Erklärung? Oder wenigstens eine
brauchbare Theorie?
Schreiber schrieb:> hinz schrieb:>> Wird am Ostersonntag präsentiert.>> Glaube ich erst, wenn ich es gesehen habe!
Nur nebenbei - Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 1. April :-P
Karl schrieb:> Beweise? Physikalisch nachvollziehbare Erklärung? Oder wenigstens eine> brauchbare Theorie?
Die will ich auch bitte sehen, Dieter. Kann es sein, das du
Phasenanschnitt mit Phasenabschnitt verwechselst?
Der Einfluss bewegt sich bis höchstens in den niedrigen zweistelligen
Prozentbereich in sehr ungünstigen Fällen. Mein Beispiel war schon worst
case.
Also nicht überbewerten. Ruhig den Triac nehmen.
Ich habe den Steller mal angeschlossen in dem Bereich würde ich ihn
betreiben. Mir ist aufgefallen dass der Steller bei "Vollgas" keinen
durchgängigen Sinus hat, ist das immer so ?
Und ich dachte die Dinger gehen im Nuldurchgang aus, hier scheint es so
dass dieser später abschaltet oder gilt das für den Strom ?
Matthias S. schrieb:>>> Wird am Ostersonntag präsentiert.> Nur nebenbei - Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 1. April :-P
Auch schon gemerkt? :-)
Vielleicht hat Hinz ja noch weitere bahnbrechende Neuentwicklungen,
die er uns am Ostersonntag vorstellen will. Früher war da die
Zeitschrift Elektor immer recht creativ.
Eine Lücke von 2..3V ergäbe sich bereits durch den Triac, weil dieser
vorher nicht durchschaltet.
Beim Betrieb des Motors sind Strom und Spannung etwas verschoben. Das
wirkt sich auch auf den Triac aus. Für den Betrieb von Lasten mit
induktiven Anteilen, unter dieser Betitelung fällt der AC-Motor, gab es
daher für die Ansteuerungen ein Phasenschieberglied mit einer
RC-Kombination um dies halbwegs auszugleichen. Zuviel durfte man nicht
ausgleichen, da sonst beim Hochdrehen des Potis auf Volllast plötzlich
mit einem Sprung man in den Ausbereich kam.
Super! Bilder von einer realen Schaltung. Interessieren würden mich noch
Kurven ohne Triac.
Ist es möglich den Motortyp zu ermitteln?
Sven schrieb:> Mir ist aufgefallen dass der Steller bei "Vollgas" keinen> durchgängigen Sinus hat, ist das immer so ?
Der Triac benötigt eine Mindestspannung zum Zünden.
Sven schrieb:> Und ich dachte die Dinger gehen im Nuldurchgang aus, hier scheint es so> dass dieser später abschaltet oder gilt das für den Strom ?
Der Motor verschiebt als induktive Last den Strom. Damit der Triac
ausgeht muss sein Strom null werden.
Was ich nicht verstehe, ist der Versatz zwischen den beiden Plateaus
(siehe Bild). Hat jemand eine Erklärung?
Sven schrieb:> ich dachte jeder AC Motor hat sowas. Sonst würde> er ja nicht immer in die selbe Richtung drehen.
Beim Universalmotor polt sich das Feld des Rotors mit der gleichen Phase
wie das Feld des Stators um, meistens liegen beide Wicklungen in Reihe.
Deswegen dreht der Universalmotor auch bei Wechselstromspeisung -
Gleichrichter kommen in den typischen Anwendungen wie Kaffeemühle,
Staubsauger oder Bohrmaschine nicht vor.
Siehe:
https://en.wikipedia.org/wiki/Universal_motor