RLC und RCL -kein Unterschied? Nur wichtig ob C<L oder C>L ?

OP #5355871
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Hallo ihr,

sehe ich das richtig, dass es keinen großen Unterschied zwischen RLC- 
und RCL-Schaltungen gibt? Es ist nur wichtig, ob sich der Kondensator 
oder die Spule stärker auswirkt, also ob...

wL < 1/(wC) ODER
wL > 1/(wC)

... ist? Liege ich richtig? Oder gibt es doch einen Unterschied?

Und wo der Widerstand sitzt, spielt auch keine Rolle, oder doch?


Danke!!
Gast #5355887
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Soweit mir bekannt hat die Reihenfolge der Buchstaben 'R', 'L' und 'C', 
wie Du in deiner Überschrift andeutest, keinerlei eingeführte besondere 
Bedeutung. Es gibt keine anerkannte und allgemeingültige Konvention in 
dieser Hinsicht.
So bedeutet, ein wenig vereinfacht, "RC" keinen Tiefpass und CR keinen 
Hochpass. Vielmehr bedeuten "RLC" bzw. "RC" lediglich welche Bauteile 
verwendet werden - also im Vergleich etwa wie die Summenformeln der 
Chemie.

Also: Weder lässt die Reihenfolge Rückschlüsse auf die Topologie noch 
auf die relativen Zahlen-Werte zu.

Umgekehrt gilt auch: Die relativen Zahlenwerte bestimmen nicht, die 
Funktion. Das tut allein die Anordnung der Bauteile.
OP #5355911
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Entschuldigung. Ich meinte Reihenschaltungen.

Liege ich richtig, dass die Anordung, oder besser Reihenfolge, da keine 
Rolle spielt, nur die Werte der Bauteile? Also ich meine bezüglich der 
Funktion, mir geht es nicht darum, ob die Bezeichnungen irgendwie 
normiert sind oder so.
Moderator #5355928
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Emanuel G. schrieb:
> Also ich meine bezüglich der Funktion

Das hängt davon ab, was für dich die "Funktion" ist:

Wenn du das Ganze als Zweipol betrachtest, gibt es keinen Unterschied.
Interessiert dich aber das Spannungspotential bspw. am Knoten zwischen
dem zweiten und dem dritten Bauteil, spielt die Reihenfolge der Bauteile
sehr wohl eine Rolle.
Moderator #5355936
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Helmut S. schrieb:
> Also bei mir heißen diese Schaltungen immer RLC-Schaltungen egal wie die
> Bauteile angeordnet sind und wie groß die sind. RCL klingt für mich
> komisch.

Die Schaltungstopologie auf diese Weise in einer Buchstabensequenz zu
"kodieren" ist allein schon deswegen unmöglich, weil es 8 grundsätzlich
verschiedene Möglichkeiten gibt, die drei Bauteile R, L, und C zu einem
Zweipol¹ zu verschalten, aber nur 6 Permutationen der Buchstaben R, L
und C :)

—————————————
¹) Nimmt man noch Drei- und Vierpole mit hinzu, werden es noch mehr.
Gast #5356132
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Ich bin mir (immer noch) nicht sicher, was genau Du wissen wolltest.

Da Du aber sowohl "in Reihe" als auch "als Zweipol" nanntest, nehme ich 
einfach mal an, Du willst die Eigenschaften bei einer Reihenschaltung 
aller Bauteile wissen, wenn Du nur außen irgendwelche Messungen 
vornimmst - also ausschließlich Reihenschaltung möglich, und als reinen 
Zweipol betrachtet.

Korrekt?

Dann: Ja. Die Reihenfolge in einer Reihenschaltung ist egal, wenn die 
Anschlüsse dazwischen zu keinem Zweck zugänglich sein sollen. Dann sind 
die Bauteile beliebig austauschbar.

Ebenfalls gilt das (obwohl nicht ganz so nützlich / aussagekräftig als 
"Feststellung") für beliebig viele und/oder beliebig verschiedene R, L 
und C in einer Reihenschaltung.

Daß der Gesamtwert beliebig vieler L in Reihe, genau wie bei R, sich 
mathematisch ganz simpel und einfach durch addieren ergibt, aber bei 
mehreren C sich C(gesamt) anders errechnet [weil nämlich 1/C_ges = 1/C_1 
+ 1/C_2 ... + 1/C_n gilt], ist zwar durchaus im Netz  auffindbar, aber 
ich wollte es sicherheitshalber dazu erwähnen.

Denn der sich jeweils ergebende Wert kann ja auch bei 
"Nicht-Zugänglichkeit" der Zwischen-Anschlüsse von Interesse sein... 
(z.B. für einen Schwingkreis).
Gast #5356139
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shg schrieb:
> Dann: Ja. Die Reihenfolge in einer Reihenschaltung ist egal, wenn die
> Anschlüsse dazwischen zu keinem Zweck zugänglich sein sollen. Dann sind
> die Bauteile beliebig austauschbar.

Korrektur:
Dann sind die Bauteile beliebig untereinander austauschbar.
Also die Reihenfolge darf beliebig verändert werden.

(Bevor jemand schreibt, "austauschbar" wäre falsch.)
Gast #5356315
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Und im Im Bereich der gefahrdenden Spannungen auch. Da waehlt man die 
Reihenfolge so, dass im Falle der C noch geladen waere, die wenigsten 
Teile oder OberFlaechen  unter Spannung stehen, wenn C laenger braucht 
sich zu entladen.

Aber das ist die Praxis mit anderen Nebenbedingungen.

Fuer die Berechnung der RCL Kreise In Schule und Studium spielt das 
keine Rolle.

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