Forum: PC Hard- und Software Innerer Aufbau Thinkpad Edge Tastatur ("angeklebter Gummidom")


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von Widerstand (Gast)


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Zwecks Reinigung möchte ich meine Thinkpad Edge Tastatur (FRU 04y2664) 
wässern. Am liebsten aber nur gezielt die gelegentlich klebende Taste 
durchspülen.

Was passiert unter diesem auf der oberen (Metall-?) Folie angeklebten 
Gummidom? Enthält der eine Kontaktierung wie die Kohleschicht bei 
Fernbedienungen? Oder drückt der mechanisch auf die eigentlichen 
Leiterfolien darunter?

Auf Youtube gibts nen irren Inder, der da mit einer Kanüle WD40 
reinspritzt. Halte ich für sehr zweifelhaft. Stattdessen destilliertes 
Wasser erscheint mir dagegen sinnvoll. Aber kapilliert da der Dreck 
nicht einfach ein paar Tasten weiter?

Kennt jemand Fotos von so einer Tastatur in total zerlegt?

Und weiß jemand, ob die Tastenkappen von einer Lenovo Slim USB-Tastatur 
(z.B. 54Y9527) zu diesen Laptoptasten kompatibel sind? Sehen von oben 
gleich aus, aber ich weiß nicht, mit welcher Mechanik das arbeitet.

: Verschoben durch Moderator
von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Widerstand schrieb:
> Enthält der eine Kontaktierung wie die Kohleschicht bei Fernbedienungen?
> Oder drückt der mechanisch auf die eigentlichen Leiterfolien darunter?

Letzteres ist üblich.

von Widerstand (Gast)


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Sind die Folien dann geschlossen, mit gelochter Abstandsfolie in der 
Mitte, wie einst bei den Cherrys mit der Blechplatte?
Weil das hieße, daß man über den Gummidom ja überhaupt nicht an die 
Kontaktstelle kommt.

Leider ist das alles so verklebt und vernagelt, daß ich nichtmal eine 
Ecke gelüpft kriege, um etwas mehr vom Innenleben zu verstehen.

von herbert (Gast)


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Der Gummidom drückt eigentlich nur die Folientastatur zusammen. Die 
Folientastatur besteht aus 3 Folien. Unten eine Kontaktfolie darüber 
eine am Kontakt gelochte Folie und oben wieder eine Kontaktfolie.Diese 
Folien kann man einzeln entnehmen. Man müsste die trennen und einzeln 
reinigen und nach sorgfältigem trocknen wieder aufeinander schlichten. 
Ein Kriterium ist allerdings der Kabelanschluss an der Folie.Geht der 
kaputt brauchst eine neue Tatstatur.

von Widerstand (Gast)


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Ich habe eine alte Laptoptastatur aufgetrieben, um mir das mal näher zu 
betrachten.

Wie ihr beschrieben habt, sind da die drei Folien. Und drunter eine 
Blechplatte (so dünn, daß sie auch schon fast als Folie durchgeht.)

Und über dem Ganzen ist noch eine vierte Folie, nämlich die, auf der die 
Gummidome aufgeklebt sind. Die hat keinerlei Elektrik und ist an den 
meisten Stellen schwarz bedruckt, damit man die Leiterbahnen auf den 
Folien darunter nicht sehen kann.

Bei diesem Thinkpad kommt zur 4. noch eine 5. Schicht dazu: über dieser 
Folie liegt eine starre Kunststoffplatte mit Löchern für die Tasten. 
Quasi als wäre sie der Stanzrest aus dem die Tasten gefertigt wurden. 
Und die wird unter die Tasten gelegt und dann zur Verriegelung 
verschoben.

Wenn sie entriegelt ist, ist sie aber trotzdem noch an Dutzenden Stellen 
mit einer Art Schiebenasen auf der unteren Blechplatte verankert.

D.h. keine Chance, die Kontaktfolien zu trennen, ohne diese "Lochplatte" 
zu verbiegen oder sonstwie zu zerstören.

Dabei geht es um die "<" -Taste fast ganz unten links, also sehr 
randnah.
Die macht oft ungewollt Kontakt. Nicht dauerhaft, und nicht durch Druck 
um sie herum zum Guten oder Schlechten änderbar. Einzig wenn man ihren 
Gummidom drückt, bleibt sie dauerhaft geschlossen (d.h. nach anderen 
Tastendrücken kommt sie nicht mehr, weil das Loslassignal nicht kommt.)

Man könnte fast meinen, die Leiterbahnen haben woanders Kontakt. 
Andererseits wird wohl ein feuchter Colarest an der eigentlichen 
Kontaktfläche genau so ein unvorhersehbares Verhalten zeigen.

Ich habe mal einen Tropfen Isopropanol danebengeträufelt. Mir schien als 
wäre der Fehler schwächer geworden, solange der noch feucht war. Kam 
aber wieder.

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