Wir bauen in der Uni grade ein Modellauto. Ich bin für den Teil Sensorik zuständig und habe momentan die Aufgabe mir Gedanken über eine Sensorikerweiterung zu machen. Eine Grundsensorik von Entfernungsbestimmung, Geschwindigkeitsbestimmung, Lenkwinkelbestimmung und Batterieüberwachung ist schon vorhanden. Diese soll nun erweitert/verbessert werden. Eine bestimmte Aufgabe hat das Auto nicht. (Es sind also alle Ideen willkommen) Bislang sind die Ideen noch eine Linienverfolgung (Farbsensor/Graustufensensor) zu integrieren oder seitliche Stöße über Druckwiderstände und einer Stoßstange zu messen. Ansonsten wollen wir die Geschwindigkeitsmessung verbessern und über die Geschwindigkeiten der Räder den Lenkwinkel zu bestimmen (Als Vergleichswert) Eine weitere Idee wäre eine Oberflächentemperaturmessung. (Aber wofür?) Falls ihr auch mal ein ähnliches Projekt hattet, wäre es interessant zu wissen welche Sensorik ihr schon hattet oder welche Ideen ihr sonst noch hättet. MfG BenB
Wird das ein ferngesteuertes doer ein autonomes Fahrzeug? Wenn letzteres, dann ist visuelle Odometrie ein ganz spannendes Feld: http://www.cvlibs.net/software/libviso/ Erfordert einen leistungsstarken chip an Board. Mindestens nen Raspberry, besser was von Intel. Dafür lässt sich aus den Daten auch fast alles was du aufgezählt hast, ableiten: Entfernungsbestimmung (zumidnest bei der stereoskopischen Variante), Geschwindigkeitsbestimmung, Lenkwinkelbestimmung.
Beschleunigungssensor und das Auto kontrolliert driften lassen :-D
Gyro, Acc, Mag, Drehmomentsensoren pro Rad, Wegaufnehmer am Fahrwerk pro Rad Damit kann man dann bis in alle Ewigkeit ABS, ASR, ESP und sonstige Systeme (nach-)entwickeln (Je nachdem wie der Antrieb aufgebaut ist) Billige (<10€) Radarsensoren gibt's ja auch seit einiger Zeit, nicht ganz so billig (ich meine ~500€) zentimetergenaues GPS
Ben B. schrieb: > Es sind also alle Ideen willkommen Na gut, Thermalkamera für die „Wild“-erkennung: https://www.melexis.com/en/products/sense/temperature-sensors „Abstandssensor“ in ganz einfach: http://www.st.com/en/imaging-and-photonics-solutions/vl53l0x.html
Wie wäre es mit einem Ultraschall-Abstandssensor um Kollisionen zu vermeiden oder mehrere davon um automatisch einparken zu können?
Es gibt z.b. auch diverse Anbieter in der RC-Car Scene welche eine Art "ESP" Sensor hat. Das wird über ein Gyro realisiert. Bricht das Auto in eine Richtung zu stark aus, lenkt die Automatik dagegen. Ist ne feine Sache und funktioniert überaus gut. Vielleicht ist das auch eine Idee?!
Ben B. schrieb: > Eine weitere Idee wäre eine Oberflächentemperaturmessung. (Aber wofür?) Für die Oberfläche des Motors.
ein Lidar ist eigentlich mittlerweile Pflicht. https://www.ebay.de/itm/Laser-Distance-Sensor-LDS-Reparatur-Teile-fur-Xiaomi-Mi-Robot-Vacuum-Staubsauger/152820031107?hash=item2394c89e83:g:sYEAAOSwE0Zaq5A2
Also ganz klar, auch wenn ich leider nicht die Skills dafür habe: Das automatische Einparken ist eine super Idee! Mit einem Modellauto habe ich das noch nie gesehen.
Alex G. schrieb: > Wird das ein ferngesteuertes doer ein autonomes Fahrzeug? > Wenn letzteres, dann ist visuelle Odometrie ein ganz spannendes Feld: > http://www.cvlibs.net/software/libviso/ > Erfordert einen leistungsstarken chip an Board. Mindestens nen > Raspberry, besser was von Intel. > Dafür lässt sich aus den Daten auch fast alles was du aufgezählt hast, > ableiten: Entfernungsbestimmung (zumidnest bei der stereoskopischen > Variante), Geschwindigkeitsbestimmung, Lenkwinkelbestimmung. Es gibt keine Vorgabe und auch kein spezielles Ziel. Im Prinzip läuft das parallel ab. Es geht in der Hauptsache um die Kommunikation zwischen der Einzelmodule über CAN. Ich werde mir die Odemetrie nochmal genauer angucken. Da gab es auch jedenfall schon Ansätze. Wenn ich mich nicht irre war das bis jetzt Landmarkenabhängig. Leistungsstark ist der Chip auf jeden Fall.
Was meinst du mit Landmarkenabhängig? Die Technik basiert auf Objekt- bzw. Kanntenerkennung. In einer extrem monotonen Umgebung wird es aber wohl in der Tat Probleme bekommen.
Ben B. schrieb: > Falls ihr auch mal ein ähnliches Projekt hattet, wäre es interessant zu > wissen welche Sensorik ihr schon hattet oder welche Ideen ihr sonst noch > hättet Wenn der Antrieb über mehrere normale DC Motoren erfolgt, dann würde ich einen Quad-Encoder an jedem Motor anbringen, damit kleine Unterschiede bei der Drehzahl erkannt und ausgeglichen werden können.
visuelle Odometrie (wurde schon erwähnt), geht auch mit Maussensoren oder ev. px4flow, aber ist halt verschmutzungsanfällig
Ben B. schrieb: > habe momentan die Aufgabe > mir Gedanken über eine Sensorikerweiterung zu machen Vielleicht bekommt man jetzt autonome UBER-Autos billig? Da könnt ihr dann alles ausbauen... Georg
Matt schrieb: > visuelle Odometrie (wurde schon erwähnt), geht auch mit Maussensoren > oder ev. px4flow, aber ist halt verschmutzungsanfällig Mit Maussensoren? Muss dafür nicht ein perfekter Untergrund herrschen?
Ben B. schrieb: > Muss dafür nicht ein perfekter Untergrund herrschen? Ist deine Tischoberfläche perfekt?
Ralf schrieb: > Ben B. schrieb: >> Muss dafür nicht ein perfekter Untergrund herrschen? > > Ist deine Tischoberfläche perfekt? Auf jeden Fall deutlich besser als der Boden im Flur^^ Mit den Lasermäusen wird das sicher nicht klappen. Mit den mechanischen Rollmäusen habe ich auch meine Zweifel... Aber da kann ich heute mal nachfragen. Danke auf jeden Fall für die Idee, darauf wäre ich nicht gekommen
Der Mitleser schrieb: > Mit einem Modellauto habe > ich das noch nie gesehen. https://www.youtube.com/watch?v=-JZa4Z-GEcs
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