LED Netzteil identifizierung

OP #5361039
Lesenswert?

Ich habe hier einen LED-Baustrahler mit defektem Netzeil liegen. Ich 
würde gerne das Netzteil ersetzen. Leider kann ich keine Parameter zum 
Netzteil oder zur LED finden. Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen?
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #5361203
Lesenswert?

Ich zähle da 70 LED, d.h. jede LED soll etwa 0,5W liefern. Rechnet man 
grob mit etwa 3V Durchflussspannung, kommt man auf etwa 160-170mA, die 
durch die LED fliessen.

Die Höhe der Spannung weiss man natürlich nur dann, wenn man die 
Organisation der LEDs auf der Platine durchklingelt. Da die 
Ausgangselkos nur mit 50V angegeben sind, müssen es also mindestens 5 
Ketten sein, das wären dann 14 LED pro Reihe und damit so ungefähr 14 x 
3 = 42V.
Das Netzteil ist in diesem Fall also eine 166mA x 5 ~ 800mA KSQ.
Würdest du die Bezeichnung auf dem Controller lesen können, kann man 
daraus und aus dem Shunt (vermutlich R12) auf den eingestellten Strom 
schliessen.
(Firma: matzetronics) #5361276
Lesenswert?

Cool, zwischen Pin 5 des Controllers und Masse der Versorgung liegt also 
der Shunt - ist leider immer noch nicht genau zu sehen, welcher es ist.

Mit der Formel aus dem Datenblatt auf Seite 7 lässt sich nun der Strom 
durch die LED berechnen, vorausgesetzt, wir wissen die Flussspannung der 
LED Platte und damit das Windungsverhältnis des Trafos.
Ist aber gar nicht so entscheidend, als erstes braucht man sowieso die 
Flussspannung der LED Platte, also deren Organisation.
Gast #5361522
Lesenswert?

Matthias S. schrieb:
> Marcel H. schrieb:
>> Es sind immer 7 LEDs Parallel und insgesamt 10 Gruppen in Reihe
>> geschaltet.
>
> Du wirst also eine KSQ mit etwa 1,5A-1,6A und einem Spannungsbereich
> brauchen, der bis etwa 25-30V reicht. Wenn dir was an längerer
> Lebensdauer der LED liegt, reduziere auf 1,2A.

Ich denke die LEDs werden mit 1A/30V betrieben.
Gast #5361956
Lesenswert?

Marcel H. schrieb:
> Wie kann ich mit dem Labornetzteil die Flußspannung abschätzen?

Ich stelle am Netzgerät die Strombegrenzung ein, sagen wir mal auf ca. 
100mA. Dann drehe ich die Spannung hoch, irgendwann beginnen die LEDs zu 
glimmen.

Weiter hoch, werden sie deutlich heller, der Strom steigt, aber die 
Spannung ändert sich nur noch relativ wenig - das wäre in etwa die 
Flußspannung.

Wenn Dein Labornetzteil das hergibt, mehr Strom freigeben und vorsichtig 
mit der Spannung weiter hoch, bis Strom mal Spannung 30 Watt ergibt, 
dann hast Du einen Betriebspunkt.

Das Ersatznetzteil wird nicht nach der Spannung ausgewählt, sondern 
muß den gewünschten Strom konstant liefern, im Englischen CC (constant 
current) und dabei stehen haben, in welchem Spannungsbereich es den 
einhalten kann.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren