Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Lötbare 1W RGB LED


von Bernd B. (berbog)


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Hallo
Ich scheitere bei der Suche nach lötbaren RGB LED Modulen mit ca 1W.
Hat da jemand einen Tip für lieferbare Module?
Kommt mir bitte nicht mit 504 oder kleiner. Diese habe ich versucht zu 
löten und bin fehlgeschlagen. Ich suche was für Grobmotoriker.
Gruss und Danke

Bernd

von hinz (Gast)


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von Harald W. (wilhelms)


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Bernd B. schrieb:

> Ich scheitere bei der Suche nach lötbaren RGB LED Modulen mit ca 1W.

Ich habe noch nie etwas von nichtlötbaren LEDs gehört.

von Jim Beam (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Ich habe noch nie etwas von nichtlötbaren LEDs gehört.

Ich nämmich auchnich...

Könnte der TO denn vielleicht mal ein Bild eines NICHT-lötbaren Moduls 
zeigen?

von Mike J. (linuxmint_user)


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Jim Beam schrieb:
> Könnte der TO denn vielleicht mal ein Bild eines NICHT-lötbaren Moduls
> zeigen?

Er wird einfach nur Probleme haben diese mit seinen Mitteln zu verlöten.

Ich habe hier UV-LEDs mit Keramikkörper über die man max. 800mA schicken 
kann, dort sind die Pads auf der Unterseite angebracht worden. Mit 
Heißluft würde man vielleicht die Linse beschädigen wenn man sie auf die 
Alu-Platine auflötet, daher habe ich die ganze Alu-Platine einfach eine 
Weile aufgeheizt um die LEDs verlöten zu können.

Heutzutage gibt es aber auch Adapterplatinen aus Alu zu kaufen auf die 
man LEDs auflöten kann.

von Wolfgang (Gast)


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Mike J. schrieb:
> Heutzutage gibt es aber auch Adapterplatinen aus Alu zu kaufen auf die
> man LEDs auflöten kann.

Hier eine kleine Typenauswahl
https://www.ebay.com/itm/262846591271
Aber auch die nützen nur etwas, wenn man die LEDs auflöten kann.

Bleibt also die Frage an den TO: Woran scheitert es?

von Bernd B. (berbog)


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Ich habe diese Versucht

https://www.mouser.de/ProductDetail/cree-inc/xmlctw-a0-0000-00c3acc02/?qs=XcHgB1nehnff0das6qFHkg==&countrycode=DE&currencycode=EUR

Dabei muss ich die Anschlußdrähte verlängern, so das sie auf ein 2,54mm 
Raster passen. Ich bekomme sie weder mit meinem 8 W Lötkolben noch mit 
der Lötstation ob bleifrei oder verbleit gelötet.Die Drähte pappen nur, 
halten aber nicht.

von Wolfgang (Gast)


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Bernd B. schrieb:
> Ich bekomme sie weder mit meinem 8 W Lötkolben ...

Hast du bei der Leistungsangabe eine "0" vergessen?

> Dabei muss ich die Anschlußdrähte verlängern,
Das ist kein Spaß, zumal du damit die Wärmeabfuhr über das zentrale Pad 
nicht gelöst hast.

Die Dinger sind für SMD-Montage konzipiert und das empfohlene SMD Solder 
Pad ist im Datenblatt angegeben. Eine ISM-Platine ist auf jeden Fall 
dringend zu empfehlen, falls du die Nennleistung auch nur näherungsweise 
ausschöpfen möchtest.

> Die Drähte pappen nur, halten aber nicht.

Dann musst du sie vorher abisolieren, z.B. in einem ausreichend heißen 
Lötzinntropfen. Solange der Lack drauf ist, wird das nichst.

von Bernd B. (berbog)


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Hallo Wolfgang
Die 0 habe ich nicht vergessen und die Drähte sind abisoliert und sogar 
verzinnt.
Ich habe das Handtuch geschmissen und suche eine andere Lösung.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Lötstellen mit Glasradierstift leicht aufrauen und Kolophonium 
bereithalten. Trägerplatte z.B. mit Heizplatte vorheizen.

von Jim M. (turboj)


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Bernd B. schrieb:
> Die 0 habe ich nicht vergessen und die Drähte sind abisoliert und sogar
> verzinnt.

Die 8W klingen nach so einer 12V Lötnadel, die tut hier auch - nix. 
Zuwenig thermische Masse trifft auf nicht ausreichende Heizleitung.

Für Sachen mit Groundplane ist manchmal der 35W Lötkolben nicht 
ausreichend, dann kommt der 80W DDR Kolben zum Zug.

von Wolfgang (Gast)


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Bernd B. schrieb:
> Die 0 habe ich nicht vergessen und die Drähte sind abisoliert und sogar
> verzinnt.

Also scheitert es nicht an den Drähten, sondern an den LED-Anschlüssen.

Dann sind die LED-Pads oxidiert, du hast die bleifrei-Löttemperatur 
(>217°C) an der Löstelle nicht erreicht oder sonstwas. Kannst du die 
Pads an den LEDs, unabhängig von den Drähten, vernünftig verzinnen - das 
wäre der erster Test? Dafür brauchst du einen Lötkolben mit anständiger, 
sauberer und gut verzinnter Spitze (kein 0,8mm Fuddel), solider Leistung 
(50W) und besser mit Temperaturregelung. Endloses Draufrumbraten ist 
gerade bei LEDs nicht zielführend - wegen der Linse ist zügiges Löten 
gefragt. Ausreichend Flussmittel hilft (kein Lötfett!)

Aber das Wärmeproblem bleibt, selbst wenn du die Drähte dran hast.

> Ich habe das Handtuch geschmissen und suche eine andere Lösung.
Dann brauchst du LEDs mit Anschlussbeinen oder du nimmst welche, die 
schon fertig auf einem ISM Alu-Träger drauf sitzen, z.B.
https://www.ebay.com/itm/202055149849

von Bernd B. (berbog)


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Die Lötstation hatte ich erfolglos probiert.
Das mit dem Flussmittel wäre noch ein Versuch.
@Wolfgang
Danke für den Link. Werde ich bestellen.

Danke an alle
Gruss Bernd

von Der Andere (Gast)


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Um es nochmal klar zu sagen:
Du kannst die Dinger nicht an Drähte löten. Die müssen auf eine 
AluPlatine und die Alu Platine muss auf einen Kühlkörper.
Sonst dauert deine Freude über eine leuchtende Led nur etwa 1-5 Sekunden 
lang.

von Falk B. (falk)


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@ Bernd Bog. (berbog)

>Kommt mir bitte nicht mit 504 oder kleiner. Diese habe ich versucht zu
>löten und bin fehlgeschlagen. Ich suche was für Grobmotoriker.

Dann kauf dir fertig gelötete auf einem Kühlstern. Dort kann man sehr 
einfach mit normalen Mitteln Drähte anlöten.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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mich würde mal ein Foto vom Lötversuch interessieren ...

von Harald W. (wilhelms)


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Wegstaben V. schrieb:

> mich würde mal ein Foto vom Lötversuch interessieren ...

Kinder, betet, Vater lötet! :-)

von W.S. (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Du kannst die Dinger nicht an Drähte löten. Die müssen auf eine
> AluPlatine und die Alu Platine muss auf einen Kühlkörper.

Naja.. man kann schon mit Drähten arbeiten, zuvor braucht man aber eine 
Fräse, um aus eine alten CPU-Kühler einen Kühler passend für die LED zu 
fräsen und dann diese dort mit Wärmeleitkleber (z.B. dem blauen von 
Fischer) aufzusetzen.

W.S.

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