Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schwingungspaket-Steuerung MOC3063


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von Michael R. (fisa)


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Hallo zusammen,

ich bastle grad an einer Schwinungspaket-Steuerung für 230V, Last ist 
einmal ein Keramik-Heizstab mit 600 Watt, und einmal ein 230V-Lüfter.

Die Ansteuerung macht ein AVR, danach ein MOC3063 (Zero Crossing) und 
ein TRIAC BTA16.

Da der MOC ja schon Nulldurchgangserkennung hat, wollte ich mir das in 
der Ansteuerung sparen, nur macht mir das jetzt Probleme...

Eigentlich will ich "Vollwellen-genau" schalten; also zB bei 50% immer 
genau eine Vollwelle ein, eine Vollwelle aus. Grundsätzlich funktioniert 
das auch, nur sehe ich am Oszi, dass teilweise drei Halbwellen 
durchgelassen werden (was ziemlich schlecht ist).

mein erster Fehler war schon mal der Verzicht auf den Snubber: Das Oszi 
zeigt mir beim Zünden einen ganz unschöne Spitze...das werd ich wohl 
korrigieren müssen.

Aber mehr Sorgen machen mir die drei Halbwellen: in meiner Naivität 
steuere ich das über einen Timer mit genau 50 Hz, und gebe (im obigen 
50%-Beispiel) also genau so ein Rechteck-Signal aus. Es scheint so zu 
sein, dass (durch geringfügige Verschiebung zwischen Timer und 
Netzfrequenz) die erste Halbwelle kurz nach dem Nulldurchgang gezündet 
wird (wo die Netzspannung noch unter ~16V liegt), bei der dritten 
Halbwelle aber die Zündspannung noch anliegt und deshalb nochmal 
gezündet wird.

Meine erste Überlegung war, meinen Impuls halt nicht 20 msec lang zu 
machen, sondern etwas kürzer... aber ich fürchte das wird das Problem 
nicht lösen, sondern nur besser verstecken...

Ich komme wohl um eine extra Nulldurchgangserkennung nicht herum, oder?

Eigentlich brauche ich nichtmal eine (genaue/schnelle) 
Nulldurchgangserkennung, ich müsste nur "ungefähr" die Mitte einer 
Halbwelle ermitteln, da einschalten (gezündet wird beim nächsten 
Nulldurchgang) und bei der übernächsten Halbwelle ausschalten (der TRIAC 
verlöscht beim nächsten Nulldurchgang)

oder sehe ich die Bäume im Wald nicht?


Nebenfrage: ist die Nulldurchgangserkennung des MOC3063 "symmetrisch", 
löst also bei beiden Halbwellen aus, oder nur bei einer bestimmten 
(positiven oder negativen)? Im Datenblatt finde ich dazu nichts...

von Michael F. (sharpals)


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das problem ist, sobald der nulldurchgang detektiert wurde, kann die 
spannung schon wider angestiegen sein. In diesem sinne ist es schon 
sinnvoll, den impuls etwas kürzer zu machen.

Könntest die beschaltung zeigen ?

von Michael R. (fisa)


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Michael F. schrieb:
> Könntest die beschaltung zeigen ?

von Michael B. (laberkopp)


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Michael R. schrieb:
> Ich komme wohl um eine extra Nulldurchgangserkennung nicht herum, oder?

Nein, wenn du unter allen Umständen eine geradzahlige Anzahl von 
Halbwellen lang zünden willst nicht.

> Nebenfrage: ist die Nulldurchgangserkennung des MOC3063 "symmetrisch",
> löst also bei beiden Halbwellen aus, oder nur bei einer bestimmten
> (positiven oder negativen)? Im Datenblatt finde ich dazu nichts...

In beiden Fällen wird ab 16V nicht mehr gezündet.

: Bearbeitet durch User
von Michael R. (fisa)


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Michael B. schrieb:
>> Ich komme wohl um eine extra Nulldurchgangserkennung nicht herum, oder?
>
> Nein, wenn du unter allen Umständen eine geradzahlige Anzahl von
> Halbwellen lang zünden willst nicht.

Das wollte ich zwar nicht hören ;-) aber dann weiss ich wenigstens wohin 
ich mich bewegen muss...

von zyxw (Gast)


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Übliche Taktzeiten für WellenPAKETsteuerung liegen bei 5-60 Sekunden.
Einzelne Halb oder Vollwellen schalten ist für das Netz nicht viel 
besser als Anschnitt.
Für induktive Lasten ist Gleichspannungsfreiheit ein wichtiger Punkt.
Das bedeutet, die Zahl der negativen Halbwellen muss gleich der postiven 
sein.

von Michael R. (fisa)


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Problem gelöst: Einfache Nulldurchgangs-Erkennung dazugepfriemelt, diese 
löst einen Interrupt bewusst vor dem Nulldurchgang aus, damit habe ich 
genug Zeit sauber ein- und auszuschalten.

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