Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP / Machine Learning CHIRP Pulse Compression: was passiert bei langen Echos?


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von Max Maxens (Gast)


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Bei Radar kann man ja durch die Verwendung eines Frequenzsweeps, oder 
Chirps, die Trennschärfe bei gleicher Sendeleistung erheblich erhöhen. 
Mir ist auch klar, wie das Prinzip funktioniert, wenn man ein einzelnes 
Ziel hat: der Chirp wird reflektiert und durch einen angepassten Filter 
detektiert.

Wie aber funktioniert das Verfahren bei diffusen Zielen, wie zB einer 
Wolke und Regentropfen, oder aber bei Seitensichtsonar, wo der Boden ja 
ein kontinuierliches, langanhaltendes Echo reflektiert, welches in der 
Leistung zeitmoduliert ist, aber keine individuellen Ziele mehr 
unterscheidbar sind.

Müsste der Korrelationsfilter dann beim Chirp nicht null ergeben, wenn 
sich viele Echos kontinuierlich überlagern?

von Walter T. (nicolas)


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Max Maxens schrieb:
> Müsste der Korrelationsfilter dann beim Chirp nicht null ergeben, wenn
> sich viele Echos kontinuierlich überlagern?

Und was wäre daran ungünstig?

von Max Maxens (Gast)


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Das die Reflektion nicht null ist? Damit wird meine schöne Regenwolke ja 
unsichtbar.

von Bernd K. (prof7bit)


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Du bekommst dann halt keinen einzelnen scharfen Peak sondern mehrere 
Peaks (für jedes zeitversetzte Echo einen) oder einen ganzen "Bauch" 
weil der Filter überall in der Wolke ein bisschen Korrellation erkennt.

Alle Echos addieren sich, das gesamte System ist linear, nicht nur die 
eigentliche Übertragung des Signals sondern auch die Kreuzkorrelation 
ist linear, es gilt also überall das Superpositionsprinzp (vor dem 
Filter so wie auch während und hinter dem Filter), die verschiedenen 
Echos und deren Korrelation beeinflussen sich nicht gegenseitig, sie 
addieren sich einfach nur.

: Bearbeitet durch User
von Max Maxens (Gast)


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Gut erklärt! Vielen Dank!

von Chefdenker (Gast)


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Man kann auch Filter aufsetzen, die solche Reflektionen gezielt suchen, 
z.B. die von irgendwelchen landenden Flugzeugen, von Heissluftballons, 
von Windkraftanlagen und wenn man es in der Nähe mobil betreibt auch den 
Aufschlag eines Tennisspielers.

von Max Maxens (Gast)


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Ich habe das ganze mal durchgerechnet und habe noch ein Problem: die 
Summe der Korrelation über die Zeit bzw. der Autokorrelation ist doch 
Null. Das heißt, die vielen Echos löschen sich aus, sobald sie dicht 
genug entstehen? Dann wäre man ja wieder blind...

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Max Maxens schrieb:
> die
> Summe der Korrelation über die Zeit bzw. der Autokorrelation ist doch
> Null.

Wie kommste denn auf dieses schmale Brett?

Gruss
WK

von Max Maxens (Gast)


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Bei den linearen Chirps die ich generiert habe ist die Summe der 
Autokorrelation über die Zeit Null. Bei anderen Wellenformen sieht es 
anders aus.

von Andreas F. (chefdesigner)


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Beispiel?

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