Typischer Innenwiderstand einer 24V Batterie

Gast #5369244
Hallo,

ich brauche für eine Simulation einen realistischen Wert für den 
Innenwiderstand einer 24V LKW-Batterie.

Habe schon einige Datenblätter von Batterien mir angeschaut aber keinen 
Wert gefunden.

Es geht wirklich nur um einen groben Wert, ob ich was im milliohm 
Bereich nehmen soll oder im einstelligen Ohm-Bereich.
Moin,

So auf die Schnelle googlen hat mir die Erkenntnis gebracht, dass LKW 
Anlasser z.b. 7KW Leistung haben.
Wenn ich mal davon ausgeh, dass beim anlassen mit Leistungsanpassung 
gearbeitet wird, hab' ich also 7KW/(24V/2)=fast 600A
macht dann also fuer den Innenwiderstand der Batterie (und Strippen)

12V/600A=20mOhm

Gruss
WK
Gast
Man nehme eine Netz-Kabeltrommel mit etwa 20m Länge und schliesse sie an 
der Buchsenseite kurz.
Sie hat dann etwa 1 Ohm Widerstand (kann man natürlich auch messen)
Dann die Leerlaufspannung der Batterie messen.
Dann die Kabeltrommel anschliessen und die Lastspannnung mit 1 Ohm 
Belastung nmessen.
Der Innenwiderstandbeträgt dann angenähert
Ri = R Trommel (1Ohm) mal (ULeerlauf/ULast) minus 1 )

Beispiel:
Uo =25V
Ul =24V
Uo/Ul= 1,04166, minus 1 = 0,04166
Ri = 0,04166 Ohm
Gast
Solche Batterien bringen Kurzschlussströme von mehr als 500A.
Daraus folgt ein Innenwiderstand von <50mOhm.
Denke je nach Batterietyp/Qualität/Kapazität liegt der Innenwiderstand 
bei 20-50mOhm.

Gruss, MiMa
Gast
Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> So auf die Schnelle googlen hat mir die Erkenntnis gebracht, dass LKW
> Anlasser z.b. 7KW Leistung haben.
> Wenn ich mal davon ausgeh, dass beim anlassen mit Leistungsanpassung
> gearbeitet wird, hab' ich also 7KW/(24V/2)=fast 600A
> macht dann also fuer den Innenwiderstand der Batterie (und Strippen)
>
> 12V/600A=20mOhm
>
> Gruss
> WK

Warum (24V/2) und nicht 24V?
Gast
Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> juergen schrieb:
>> Warum (24V/2) und nicht 24V?
>
> Bei Leistungsanpassung sinkt die Spannung auf die halbe
> Leerlaufspannung.
>
> Gruss
> WK

Das wäre dann also der Gedankengang! Danke.

Der Vorschlag von Batti, weiter oben, scheint aber auch nicht schlecht 
zu sein?
Gast
Eine gute voll geladene 12V Autobatterie dürfte so 4..6 mOhm haben,
vielleicht sogar etwas besser.
Wenn man davon ausgeht, das eine LKW-Batterie "besser" ist als 2
hintereinandergeschaltete Autobatterien, dann ist man so bei <10 mOhm.

Wir haben mal einen Kurzschlusstest gemacht mit einer guten neuen
12V Batterie und dabei ca 3 kA Spitze gemessen. Den "Schalter"
konnten wir danach in der Garage zusammenfegen.
Testdauer weiß ich nicht mehr, waren aber wohl <<100 ms bis zum Knall.
Gast
juergen schrieb:
> Der Vorschlag von Batti, weiter oben, scheint aber auch nicht schlecht
> zu sein?

Batterien und auch alle anderen Leistungsstarken Spannungsquellen 
Kurzschließen ist NIE! eine gute Idee.

Das 1 Ohm Widerstand kommt nur durch Messfehler zusammen. Eine 2*20m 
lange Cu Leitung mit 1.5mm^2 hat ca. 0.5Ohm.
Wäre durchaus machbar von der Leistung, jedoch kenne ich einen der das 
probiert hat. Das Kabel hat sich an der Batterie festgeschweißt -> er 
wollte es wegreißen -> Isolierung hat sich in seine Haut gebrannt. Die 
Narbe ist, 10 Jahre später, immer noch gut sichtbar. Und erklär das mal 
deinen Schülern wie du dir als Dipl. Ing der Elektrotechnik diese Narbe 
zugezogen hast ;-)
Gast
Es ist noch nicht Freitag, aber wie Freitag.

Oder bei solchem Versuch den halben Anschluss abgefackelte, weil der 
Kontaktwiderstand der Klemme groesser war..

Solche Stroeme sind kein Spielzeug.
Gast
Harald W. schrieb:
> Dieter schrieb:
>
>> Solche Stroeme sind kein Spielzeug.
>
> Solche Ströme sind doch Pipifax gegenüber den Kurzschlussströmen
> von U-Bootbatterien. :-)

Ja, das weiß ich auch. Aber wer hat schon ein U-Boot vor der Haustüre 
stehen...

Wenn der Anlasserstrom bekannt ist, dann mißt man einfach den 
Spannungsabfall am Zigarettenanzünder und berechnet den Widerstand. Das 
liefert schon recht praxisnahe Gesamtwerte.
Gast
Dieter schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Dieter schrieb:
>>
>>> Solche Stroeme sind kein Spielzeug.
>>
>> Solche Ströme sind doch Pipifax gegenüber den Kurzschlussströmen
>> von U-Bootbatterien. :-)
>
> Ja, das weiß ich auch. Aber wer hat schon ein U-Boot vor der Haustüre
> stehen...

Fast vor meinem Zweitwohnsitz:

http://www.cite-sciences.fr/fileadmin/_migrated/pics/argo-3564-N-Breton-OK-1.jpg
Gast
> Der Innenwiderstand bewegst sich bei +- 240mOhm

So ein Quatsch! Bei +240mΩ würde nicht einmal das Licht richtig 
funktionieren und was -240mΩ sein sollen muss du uns mal erklären.
Wir haben in einem FTF zwei 12V 130Ah Traktionsbatterien in Serie 
geschaltet. Die haben, um im Notaus Fall Bremsenergie in die Batterien 
zurückführen zu können, eine über eine Diode geführte zusätzliche 10qmm 
Leitung zum Pluspol der Batterien. Diese zusätzliche Leitung hat ein 
Kollege mal an der Diode abgeschraubt und losgelassen.
Als der realisierte, dass der Kabelschuh am Rahmen des FTF einen Funken 
verursachte ist die Leitung auch schon abgebrannt gewesen. Das schaffst 
Du mit einem Innenwiderstand von 50mOhm nicht annähernd...

Mit freundlichen Grüßen
Gast
Supra schrieb:
> Hnsi95 schrieb:
>> ich brauche für eine Simulation einen realistischen Wert für den
>> Innenwiderstand einer 24V LKW-Batterie.
>
> Der Innenwiderstand bewegst sich bei +- 240mOhm

Er hat geschrieben einer LKW-Batterie!
Ich habe meine genommen die ich hier liegen hatte. Sie hat laut 
Akkuprüfer 240 mOhm. Und +- deshalb weil das die Messungenauigkeit 
darstellen soll.
Gast
Supra schrieb:
> Supra schrieb:
>> Hnsi95 schrieb:
>>> ich brauche für eine Simulation einen realistischen Wert für den
>>> Innenwiderstand einer 24V LKW-Batterie.
>>
>> Der Innenwiderstand bewegst sich bei +- 240mOhm
>
> Er hat geschrieben einer LKW-Batterie!
> Ich habe meine genommen die ich hier liegen hatte. Sie hat laut
> Akkuprüfer 240 mOhm. Und +- deshalb weil das die Messungenauigkeit
> darstellen soll.

Und trotzdem weiß nun keiner wie hoch die Unsicherheit sein soll...

Seis drum, entweder ist die Batterie defekt, leer oder der Akkuprüfer 
taugt einfach nichts.

Wenn wir das ganze jetzt mal idealisieren „Ubat/Ri=Imax“ also 
„24V/240mΩ=100A“ landen wir bei einem maximalen Strom von 100A bei einem 
idealen Kurzschluss von 0Ω als Last, das reicht bei weitem nicht aus um 
einen LKW zu starten und selbst einen Diesel-PKW kriegst du damit nicht 
an, höchstens einen kleinmotorisierten Benziner...

Klar wenn man mit echten Werten wie Ladeschlussspannung etc. rechnen 
würde, würde das Ergebnis etwas abweichen aber nur um wenige Prozent.
Gast
Dieter W. schrieb:
> In welchem LKW gibt es eigentlich 24V Batterien?
>
> In verschiedenen MAN, Mercedes und Iveco Modellen sind mir immer 2 in
> Reihe geschaltete 12V Batterien begegnet.

Batterie 2 x 1P6S in Reihe = Batterie 1 x 1P12S...
(War nur ein Witz. Ich weiß es leider nicht, was da verwendet wird.)

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