Hallo,
ich brauche für eine Simulation einen realistischen Wert für den
Innenwiderstand einer 24V LKW-Batterie.
Habe schon einige Datenblätter von Batterien mir angeschaut aber keinen
Wert gefunden.
Es geht wirklich nur um einen groben Wert, ob ich was im milliohm
Bereich nehmen soll oder im einstelligen Ohm-Bereich.
Moin,
So auf die Schnelle googlen hat mir die Erkenntnis gebracht, dass LKW
Anlasser z.b. 7KW Leistung haben.
Wenn ich mal davon ausgeh, dass beim anlassen mit Leistungsanpassung
gearbeitet wird, hab' ich also 7KW/(24V/2)=fast 600A
macht dann also fuer den Innenwiderstand der Batterie (und Strippen)
12V/600A=20mOhm
Gruss
WK
Man nehme eine Netz-Kabeltrommel mit etwa 20m Länge und schliesse sie an
der Buchsenseite kurz.
Sie hat dann etwa 1 Ohm Widerstand (kann man natürlich auch messen)
Dann die Leerlaufspannung der Batterie messen.
Dann die Kabeltrommel anschliessen und die Lastspannnung mit 1 Ohm
Belastung nmessen.
Der Innenwiderstandbeträgt dann angenähert
Ri = R Trommel (1Ohm) mal (ULeerlauf/ULast) minus 1 )
Beispiel:
Uo =25V
Ul =24V
Uo/Ul= 1,04166, minus 1 = 0,04166
Ri = 0,04166 Ohm
Solche Batterien bringen Kurzschlussströme von mehr als 500A.
Daraus folgt ein Innenwiderstand von <50mOhm.
Denke je nach Batterietyp/Qualität/Kapazität liegt der Innenwiderstand
bei 20-50mOhm.
Gruss, MiMa
Dergute W. schrieb:> Moin,>> So auf die Schnelle googlen hat mir die Erkenntnis gebracht, dass LKW> Anlasser z.b. 7KW Leistung haben.> Wenn ich mal davon ausgeh, dass beim anlassen mit Leistungsanpassung> gearbeitet wird, hab' ich also 7KW/(24V/2)=fast 600A> macht dann also fuer den Innenwiderstand der Batterie (und Strippen)>> 12V/600A=20mOhm>> Gruss> WK
Warum (24V/2) und nicht 24V?
Dergute W. schrieb:> Moin,>> juergen schrieb:>> Warum (24V/2) und nicht 24V?>> Bei Leistungsanpassung sinkt die Spannung auf die halbe> Leerlaufspannung.>> Gruss> WK
Das wäre dann also der Gedankengang! Danke.
Der Vorschlag von Batti, weiter oben, scheint aber auch nicht schlecht
zu sein?
Eine gute voll geladene 12V Autobatterie dürfte so 4..6 mOhm haben,
vielleicht sogar etwas besser.
Wenn man davon ausgeht, das eine LKW-Batterie "besser" ist als 2
hintereinandergeschaltete Autobatterien, dann ist man so bei <10 mOhm.
Wir haben mal einen Kurzschlusstest gemacht mit einer guten neuen
12V Batterie und dabei ca 3 kA Spitze gemessen. Den "Schalter"
konnten wir danach in der Garage zusammenfegen.
Testdauer weiß ich nicht mehr, waren aber wohl <<100 ms bis zum Knall.
Dergute W. schrieb:> Ist jetzt auch nicht Groessenordnungen von 20mOhm weg, oder?
Richtiges Ergebnis nützt bei falschem Weg nicht viel.
Und bei Raumtemperatur ist der Innenwiderstand um eine Größenordnung
kleiner...
Moin,
hinz schrieb:> Richtiges Ergebnis nützt bei falschem Weg nicht viel.>> Und bei Raumtemperatur ist der Innenwiderstand um eine Größenordnung> kleiner...
jaaa, wennste meinst.
Gruss
WK
juergen schrieb:> Der Vorschlag von Batti, weiter oben, scheint aber auch nicht schlecht> zu sein?
Batterien und auch alle anderen Leistungsstarken Spannungsquellen
Kurzschließen ist NIE! eine gute Idee.
Das 1 Ohm Widerstand kommt nur durch Messfehler zusammen. Eine 2*20m
lange Cu Leitung mit 1.5mm^2 hat ca. 0.5Ohm.
Wäre durchaus machbar von der Leistung, jedoch kenne ich einen der das
probiert hat. Das Kabel hat sich an der Batterie festgeschweißt -> er
wollte es wegreißen -> Isolierung hat sich in seine Haut gebrannt. Die
Narbe ist, 10 Jahre später, immer noch gut sichtbar. Und erklär das mal
deinen Schülern wie du dir als Dipl. Ing der Elektrotechnik diese Narbe
zugezogen hast ;-)
filter schrieb:> Bitte nur noch Beiträge, die einen Widerstand außerhalb von 1mΩ> bis 100mΩ vorschlagen.
Die Angabe ist unvpllstaendig. Wie waere es mit 200mOhm an 230V oder 10
Ohm an 15kV?
Es ist noch nicht Freitag, aber wie Freitag.
Oder bei solchem Versuch den halben Anschluss abgefackelte, weil der
Kontaktwiderstand der Klemme groesser war..
Solche Stroeme sind kein Spielzeug.
Harald W. schrieb:> Dieter schrieb:>>> Solche Stroeme sind kein Spielzeug.>> Solche Ströme sind doch Pipifax gegenüber den Kurzschlussströmen> von U-Bootbatterien. :-)
Ja, das weiß ich auch. Aber wer hat schon ein U-Boot vor der Haustüre
stehen...
Wenn der Anlasserstrom bekannt ist, dann mißt man einfach den
Spannungsabfall am Zigarettenanzünder und berechnet den Widerstand. Das
liefert schon recht praxisnahe Gesamtwerte.
Dieter schrieb:> Harald W. schrieb:>> Dieter schrieb:>>>>> Solche Stroeme sind kein Spielzeug.>>>> Solche Ströme sind doch Pipifax gegenüber den Kurzschlussströmen>> von U-Bootbatterien. :-)>> Ja, das weiß ich auch. Aber wer hat schon ein U-Boot vor der Haustüre> stehen...
Fast vor meinem Zweitwohnsitz:
http://www.cite-sciences.fr/fileadmin/_migrated/pics/argo-3564-N-Breton-OK-1.jpg
Stefan U. schrieb:>> Aber wer hat schon ein U-Boot vor der Haustüre stehen...>> Ich habe eins im Regal stehen, das ist aber leider nur einen halben> Meter lang :-)
Und? Hast Du schon mal den Kurzschlussstrom gemessen? :-)
Hnsi95 schrieb:> ich brauche für eine Simulation einen realistischen Wert für den> Innenwiderstand einer 24V LKW-Batterie.
Der Innenwiderstand bewegst sich bei +- 240mOhm
> Der Innenwiderstand bewegst sich bei +- 240mOhm
So ein Quatsch! Bei +240mΩ würde nicht einmal das Licht richtig
funktionieren und was -240mΩ sein sollen muss du uns mal erklären.
MiMa schrieb:> Batterien und auch alle anderen Leistungsstarken Spannungsquellen> Kurzschließen ist NIE! eine gute Idee.
Quatsch, so haben wir uns beim Bund mit dem Klappspaten die
Zigaretten angezündet
Wir haben in einem FTF zwei 12V 130Ah Traktionsbatterien in Serie
geschaltet. Die haben, um im Notaus Fall Bremsenergie in die Batterien
zurückführen zu können, eine über eine Diode geführte zusätzliche 10qmm
Leitung zum Pluspol der Batterien. Diese zusätzliche Leitung hat ein
Kollege mal an der Diode abgeschraubt und losgelassen.
Als der realisierte, dass der Kabelschuh am Rahmen des FTF einen Funken
verursachte ist die Leitung auch schon abgebrannt gewesen. Das schaffst
Du mit einem Innenwiderstand von 50mOhm nicht annähernd...
Mit freundlichen Grüßen
Supra schrieb:> Hnsi95 schrieb:>> ich brauche für eine Simulation einen realistischen Wert für den>> Innenwiderstand einer 24V LKW-Batterie.>> Der Innenwiderstand bewegst sich bei +- 240mOhm
Er hat geschrieben einer LKW-Batterie!
Ich habe meine genommen die ich hier liegen hatte. Sie hat laut
Akkuprüfer 240 mOhm. Und +- deshalb weil das die Messungenauigkeit
darstellen soll.
Supra schrieb:> Supra schrieb:>> Hnsi95 schrieb:>>> ich brauche für eine Simulation einen realistischen Wert für den>>> Innenwiderstand einer 24V LKW-Batterie.>>>> Der Innenwiderstand bewegst sich bei +- 240mOhm>> Er hat geschrieben einer LKW-Batterie!> Ich habe meine genommen die ich hier liegen hatte. Sie hat laut> Akkuprüfer 240 mOhm. Und +- deshalb weil das die Messungenauigkeit> darstellen soll.
Und trotzdem weiß nun keiner wie hoch die Unsicherheit sein soll...
Seis drum, entweder ist die Batterie defekt, leer oder der Akkuprüfer
taugt einfach nichts.
Wenn wir das ganze jetzt mal idealisieren „Ubat/Ri=Imax“ also
„24V/240mΩ=100A“ landen wir bei einem maximalen Strom von 100A bei einem
idealen Kurzschluss von 0Ω als Last, das reicht bei weitem nicht aus um
einen LKW zu starten und selbst einen Diesel-PKW kriegst du damit nicht
an, höchstens einen kleinmotorisierten Benziner...
Klar wenn man mit echten Werten wie Ladeschlussspannung etc. rechnen
würde, würde das Ergebnis etwas abweichen aber nur um wenige Prozent.
In welchem LKW gibt es eigentlich 24V Batterien?
In verschiedenen MAN, Mercedes und Iveco Modellen sind mir immer 2 in
Reihe geschaltete 12V Batterien begegnet.
Dieter W. schrieb:> In welchem LKW gibt es eigentlich 24V Batterien?>> In verschiedenen MAN, Mercedes und Iveco Modellen sind mir immer 2 in> Reihe geschaltete 12V Batterien begegnet.
Batterie 2 x 1P6S in Reihe = Batterie 1 x 1P12S...
(War nur ein Witz. Ich weiß es leider nicht, was da verwendet wird.)