Forum: PC Hard- und Software WINHLP32 - Do we have to go through this again?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Gerhard O. (gerhard_)


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Bekanntlich funktioniert die alte Windows Hilfe mit den CHM Dateien 
mittels WINHLP32.EXE spätestens seit WIN-XP nicht mehr. Ältere Versionen 
von WINHLP32.EXE lassen sich in der gewohnten Weise nicht mehr so 
installieren. Es nutzt nichts zu versuchen eine W7 oder ähnliche Version 
von MS herunter zu laden und versuchen zu installieren. W10 will davon 
absolut nichts wissen und es muß daher eine Alternativlösung gefunden 
werden um W10 dazu bringen dieses irrtümliche Vorurteil aufzugeben.

Dass Winhlp32 nicht sicher sein soll, ist wahrscheinlich eine 
fadenseitige Ausrede seitens M$, weil die alten Programme die man kennt 
mit Sicherheit keine Gefahrenquelle sind.

Dazu fand ich nach einer kurzen Recherche einen sehr guten "Work Around 
Tip" von hier um diese Funktion wieder zum Leben zu erwecken den ich 
euch nicht vorenthalten will:

https://answers.microsoft.com/en-us/insider/forum/insider_wintp-insider_install-insiderplat_pc/winhlp32-do-we-have-to-go-through-this-again/ddcc2f40-e4f3-407b-9672-ee8a2b08a71e#

Ich habe es wie instruiert installiert und nun funktioniert die HILFE 
Funktionen a la WIN-XP und älter wieder auf dem W10 System.

Ich habe übrigens manuell versucht eine Version des WINHLP32.exe von 
WINXP über Administrator Commandline zu installieren und das 
funktioniert auch. Das Problem ist, wenn aus irgendeinen Grund später 
sfc /scannow benützt wird, wirft sfc das Ersatz Hilfe Programm 
hochkantig wieder aus dem Windows System heraus. Das ist natürlich 
ärgerlich. Daher ist diese Installierungsmethode vorzuziehen.

Ich hoffe es nützt Euch.


mfg,
Gerhard

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von georg (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> wirft sfc das Ersatz Hilfe Programm
> hochkantig wieder aus dem Windows System heraus. Das ist natürlich
> ärgerlich

Ja, leider helfen alle solchen Methoden nicht auf Dauer - wenn MS was 
vernichten will, sind sie ausserordentlich stur. Ich hatte mir auch das 
alte Help eingerichtet, und seit irgenwann funktioniert es wieder nicht 
mehr.

Ich habe gerade einen halben Workaround ausprobiert: eine alte 
Winhelp32.exe irgendwo gespeichert (z.B. c:\tools\) und das HLP-file per 
Drag+Drop draufgezogen - und da isses!

Hilft natürlich nicht bei Programmen mit internem Aufruf der Hilfe, aber 
immerhin kann man auf diese Art ein altes HLP-file lesen.

Georg

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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von Sheeva P. (sheevaplug)


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Gerhard O. schrieb:
> Dass Winhlp32 nicht sicher sein soll, ist wahrscheinlich eine
> fadenseitige Ausrede seitens M$,

Warum sollte Microsoft ohne Not eine funktionierende, stabile und 
sichere Software durch eine Neuentwicklung ersetzen und dafür dann auch 
noch eine "fadenscheinige Ausrede" zur Begründung benutzen? Ich traue 
Microsoft ja vieles zu, aber das wäre dumm -- und dumm sind die ganz 
sicher nicht.

> weil die alten Programme die man kennt
> mit Sicherheit keine Gefahrenquelle sind.

Es ist immer wieder erbaulich, einen Scherzbold zu treffen. ;-)

von Horst (Gast)


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Sheeva P. schrieb:
> Warum sollte Microsoft ohne Not eine funktionierende, stabile und
> sichere Software durch eine Neuentwicklung ersetzen und dafür dann auch
> noch eine "fadenscheinige Ausrede" zur Begründung benutzen?

Aber ist das nicht genau das Geschäftsmodell von MS?

Sheeva P. schrieb:
> und dumm sind die ganz sicher nicht.
Ansichtssache

von (º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· (Gast)


Angehängte Dateien:

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> und dumm sind die ganz sicher nicht.

Wenn Mann sich das Zusammengemurkste Zeug so ansieht, habe
ich erhebliche Zweifel.

> Warum sollte Microsoft ohne Not eine funktionierende, stabile und
> sichere Software durch eine Neuentwicklung ersetzen

Das auf W7 aeltere .HLP mit den Bordmitteln nicht mehr
angezeigt werden ist ein Fakt. In welchem komischen
Paralleluniversum lebst du...

Auch hier ist eine HLP.EXE "zugewandert"...

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Ein nachvollziehbarer Grund für MS, das *.hlp-Format auf den Müll zu 
werfen, waren die grauenerregenden Authoringwerkzeuge für dieses Format. 
Der Quelltext musste in einem sehr speziellen Format mit Word als 
RTF-Datei geschrieben werden, was eine wackelige und heikle 
Angelegenheit war, um dann mit dem "help compiler" in das *.hlp-Format 
übersetzt werden zu können.

*.chm ist ein ZIP-Archiv mit wesentlich einfacher zu erzeugenden 
HTML-Dateien darin, mit dem entsprechenden Werkzeug ist eine 
Rückübersetzung in das Quellformat recht einfach möglich.


*.hlp ist seit der Einführung von *.chm als tot zu betrachten - und das 
ist jetzt schon zwei Jahrzehnte her.

von Alles Humbug (Gast)


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Sheeva P. schrieb:
> Warum sollte Microsoft ohne Not eine funktionierende, stabile und
> sichere Software durch eine Neuentwicklung ersetzen und dafür dann auch
> noch eine "fadenscheinige Ausrede" zur Begründung benutzen?

Haben sie doch genau so bei Win 10 getan. Windows 7 war bzw. ist stabil, 
sicher und funktioniert aus Sicht des Anwenders. Mehr noch, es steht mit 
seiner GUI in Sachen Bedienbarkeit in der Tradition seiner Vorversionen 
in seiner Akzeptanz. Somit gab es keinen Grund für eine komplette 
Neuentwicklung (für Desktop Systeme) nach deinen Kriterien. Hat MS aber 
einen Dreck interessiert als das Tablett-Gekachel auch Einführung auf 
den Desktop hielt. Da der Mist beim Konsumenten wenig Anklang fand und 
der Lizenzverkauf in Massen damit unmöglich wurde, musste MS ihr 
Prachtwerk millionenfach verschenken und setzt seit dem alle Hebel in 
Bewegung per Zwangsupdate 1) auch den letzten Win 7 User zu Windows 10 
zu bekehren.

1) das geht heutzutage subtil durch ständige Sticheleien, wie z.B. der 
Versuch moderne Prozessoren von Windows Updates auszuschließen oder 
Software gleich so zu kompilieren, dass sie unterhalb Win 10 sich nicht 
mehr installieren lässt.

von georg (Gast)


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Sheeva P. schrieb:
> Ich traue
> Microsoft ja vieles zu, aber das wäre dumm -- und dumm sind die ganz
> sicher nicht.

Aha, und das genügt für dich, feststehende Tatsachen zu ignorieren - 
willkommen im Trump-Universum. Oder bist du eine 
widdewiddewwidd-Jüngerin?

Georg

von Horst (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ein nachvollziehbarer Grund für MS, das *.hlp-Format auf den Müll zu
> werfen, waren die grauenerregenden Authoringwerkzeuge für dieses Format.
> Der Quelltext musste in einem sehr speziellen Format mit Word als
> RTF-Datei geschrieben werden, was eine wackelige und heikle
> Angelegenheit war, um dann mit dem "help compiler" in das *.hlp-Format
> übersetzt werden zu können.

Wobei man dazu sagen muss, dass sie das mal wieder selbst verbockt 
haben. Bei MS musste es ja immer schon eine extrem komplizierte extra 
Wurst sein.

von Michael B. (laberkopp)


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Sheeva P. schrieb:
> Warum sollte Microsoft ohne Not eine funktionierende, stabile und
> sichere Software durch eine Neuentwicklung ersetzen und dafür dann auch
> noch eine "fadenscheinige Ausrede" zur Begründung benutzen?

Machen die ständig, die haben kein Interesse an funktionierender 
Software die was taugt, die wollen jedes Jahr eine Neue Sau durchs Dorf 
treiben um an ihr zu verdienen.

WinHelp war um Längen besser als der Nachfolger HtmlHelp,
mehr Funktionalität, mehr Aufmerksamkeit auf Typgraphie, schneller,
und ist auch heute noch ein Hilfesystem für bessere Hilfestellung,
kann beispielweise interaktive Hilfe zum Programm geben.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Ein nachvollziehbarer Grund für MS, das *.hlp-Format auf den Müll
> zu
> werfen, waren die grauenerregenden Authoringwerkzeuge für dieses Format.
> Der Quelltext musste in einem sehr speziellen Format mit Word als
> RTF-Datei geschrieben werden, was eine wackelige und heikle
> Angelegenheit war, um dann mit dem "help compiler" in das *.hlp-Format
> übersetzt werden zu können.

Prust, du meinst, docbook und all die anderen Rotzprogramme wären heute 
anders, oder sogar einfacher ?

Es gab haufenweise gut funktionierender Hilfeerstellungswerkzeuge, von 
RoboHelp über HelpMaker bis zu geschickten Skripten in Word selbst.

: Bearbeitet durch User
von Sheeva P. (sheevaplug)


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Horst schrieb:
> Sheeva P. schrieb:
>> Warum sollte Microsoft ohne Not eine funktionierende, stabile und
>> sichere Software durch eine Neuentwicklung ersetzen und dafür dann auch
>> noch eine "fadenscheinige Ausrede" zur Begründung benutzen?
>
> Aber ist das nicht genau das Geschäftsmodell von MS?

Nein.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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(º°)·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.· schrieb im Beitrag 
#5372383:
>> Warum sollte Microsoft ohne Not eine funktionierende, stabile und
>> sichere Software durch eine Neuentwicklung ersetzen
>
> Das auf W7 aeltere .HLP mit den Bordmitteln nicht mehr
> angezeigt werden ist ein Fakt.

Das ist keine Antwort auf meine Frage.

> In welchem komischen Paralleluniversum lebst du...

Auch das beantwortet die Frage nicht.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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georg schrieb:
> Sheeva P. schrieb:
>> Ich traue
>> Microsoft ja vieles zu, aber das wäre dumm -- und dumm sind die ganz
>> sicher nicht.
>
> Aha, und das genügt für dich, feststehende Tatsachen zu ignorieren -
> willkommen im Trump-Universum. Oder bist du eine
> widdewiddewwidd-Jüngerin?

Aber sonst geht es Dir noch gut, ja? Welche "feststehende_n_ Tatsachen" 
sollte ich denn bitte ignorieren?

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Alles Humbug schrieb:
> Haben sie doch genau so bei Win 10 getan. Windows 7 war bzw. ist stabil,
> sicher und funktioniert aus Sicht des Anwenders.

Aus Sicht welches Anwenders? Aus Sicht des reinen Desktop-Anwenders 
mag Deine Eloge durchaus zutreffen. Aus Sicht von Leuten, die moderne 
Techniken wie Container und moderne Hardware mit NUMA nutzen wollen, 
soll Windows 10 deutliche architektonische Verbesserungen gebracht 
haben. Mag sein, daß das für den handelsüblichen Endanwender unwichtig, 
nicht zu sehen oder von mir aus auch nicht zu verstehen ist. Aber für 
jemanden, der ein Betriebssystem herstellt, ist ein zukunftsfähiges 
Fundament überlebenswichtig.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Sheeva P. schrieb:
> Alles Humbug schrieb:
>> Haben sie doch genau so bei Win 10 getan. Windows 7 war bzw. ist stabil,
>> sicher und funktioniert aus Sicht des Anwenders.
>
> Aus Sicht welches Anwenders? Aus Sicht des reinen Desktop-Anwenders
> mag Deine Eloge durchaus zutreffen. Aus Sicht von Leuten, die moderne
> Techniken wie Container und moderne Hardware mit NUMA nutzen wollen,
> soll Windows 10 deutliche architektonische Verbesserungen gebracht
> haben. Mag sein, daß das für den handelsüblichen Endanwender unwichtig,
> nicht zu sehen oder von mir aus auch nicht zu verstehen ist. Aber für
> jemanden, der ein Betriebssystem herstellt, ist ein zukunftsfähiges
> Fundament überlebenswichtig.

Und für mich ist es wichtig, daß wichtige Programme in meinem PC 
Universum anstandslos weiterlaufen die in meinen Leben mir wichtig sind 
und zum Teil unersetzlich sind. Wie z.B meine CAD/CAM Toolchain für 
meine CNC Maschine. Ich verwende kaum wirklich neue Software. Solange W7 
weiterhin funktioniert kann ich weiterfunktionieren und der Fortschritt 
hat wenig praktische Relevanz für mich. Meine Beobachtung ist, daß 
moderne Software oft grottenschlecht auch auf schnellen Rechnern läuft. 
Ich habe gestern AD 18 ausprobiert und war schockiert wie schlecht die 
teilweise interaktiv funktioniert. Im Vergleich zu PR99Se schneidet die 
im Edit Modus schlechter ab. Bei der ersten Installation brauchte es 
30s+ um nach Track Drag wieder für den nächsten Edit bereit zu sein. Das 
ging aber nach einem Neustart von AD18 später einigermassen normal.

Meine Beobachtung ist, daß viele moderne Reinkarnationen von größer 
Software oft nicht besser funktionieren und viele Modernisierungs aus 
Enduser Hinsicht nicht viel bringen.

Was habe ich nun von W10? Unstabilitäten und ästhetische Abstriche. 
Gewisse Sachen mögen ja intern bessers sein. Aber was habe ich wirklich 
davon? Hollistisch gesehen hat mir W10 wenig gebracht. Die UWP Apps sind 
unter allem jedem Standard und verwende grundsätzlich keine Apps vom MS 
store.

Als Black Box betrachtet bringt mir W10 gar nichts im Vergleich zu W7. 
Was helfen mir diese "architektonischen Verbesserungen" meine 
Anwenderprobleme zu lösen? Der PC soll Mittel zum Zweck sein. Diesen 
Zweck erfüllen eben viele ältere Programme die sich so über die Jahre 
zusammengesammelt haben und oft nie modernisiert wurden noch gut und 
sind alleine bestimmend inwieweit mein PC Universum mir im Leben 
nützlich ist. Das kann MS aus geschäftlicher Hinsicht nicht akzeptieren, 
ist aber aus Enduser Hinsicht aber so.

In aller Fairness funktioniert zumindest jetzt mein W10 Test System
mit Software die mir wichtig ist, größtenteils ausgezeichnet. Für 
diejenigen die viel ältere W7 Ära SW benutzen wollen ist meiner Meinung 
nach W10X32 die bessere Wahl als X64.

Es is eben alles abhängig von welcher Seite man alles sieht. Der Enduser 
will meist Stabilität und niedrige anfallende Kosten, der Hersteller 
will Umsatz und andauernde Änderungen. Das läßt sich selten in Einklang 
bringen.

Ich gabe kürzlich meinen alten 3GHz P4 mit einer P4C800 MB auf W7 
gebracht. Arduino kompiliert ein bestimmtes Testprogramm in nur 2S mehr 
wie mein schneller W7X64. Praktisch gesehen ist da teilweise wenig 
Unterschied. Beim X64 starten viele Programme einfach schneller. Aber 
die Unterschiede sind selten gravierend.

Für mich gibt es wenig Alternativen weil mir störrischerweise meine 
altgewohnten Programme wichtiger wie glitzernde neue BS und HW sind.

Allumfassende Cloud übergreifende Medien Inegration ist in meinem PC 
Universum unwichtig und nicht relevant. Wenn es sein muß dann muß halt 
der iPad und das Smartphone hinhalten. Im Bereich des PC ist das aber 
meist überflüssig. Ich halte nichts von totaler Integration meiner Daten 
durch die Cloud. Mein Fahrzeug braucht nicht in der Cloud angebunden 
sein. Dieses ganze Forschrittszeug bringt mir nichts einfach deswegen 
weil ich es nicht vermisse, bzw. noch jemals gehabt habe. 
Konsequenterweise, sind die Bemühungen unserer Zeit technisch gesehen 
oft irrelevant. Auch wenn sich die Welt einbildet es ist ein 
lobenswertes Ziel. Ansichtssache! Wie die regelmäßigen IT Skandale 
beweisen gibt es auch unüberwindbare Probleme durch "Schelme" die den 
Benutzern andauernd und regelmäßig in die Suppe spucken. Wer ehrlich mit 
offenen Augen Fazit nimmt, wird sehr bald ernüchtert vom Sinn und Unsinn 
unserer modernen IT Welt. Wer hoch hinaus will fällt oft abgrundtief und 
am dieser alten Weisheit hat sich bis jetzticht viel geändert.

Es gibt Milliarden Smartphones in der Welt die täglich Terawatt, global 
gesehen, an Ladeenergie beanspruchen. Die IT Infrastruktur beansprucht 
global gesehen schon über 25% des Energiehaushalts und steigt permanent. 
Wir haben uns ein Monster mit der globalen Ausbreitung von IT geschaffen 
und müssen nun damit fertig werden.

: Bearbeitet durch User
von c-hater (Gast)


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Sheeva P. schrieb:

> Warum sollte Microsoft ohne Not eine funktionierende, stabile und
> sichere Software durch eine Neuentwicklung ersetzen und dafür dann auch
> noch eine "fadenscheinige Ausrede" zur Begründung benutzen? Ich traue
> Microsoft ja vieles zu, aber das wäre dumm -- und dumm sind die ganz
> sicher nicht.

Doch, das sind sie! Definitiv und nachweislich!

Natürlich sind die bisher im Thread gegebenen Hinweise auch überwiegend 
ziemlich schwachsinnig und von keinerlei tatsächlichen Kenntnissen 
beeinflusst...

Tatsache ist: Es gab ungefähr drei Versionen der Microsoft-Hilfe.

Die älteste ist die, welche für die persistente Ablage *.hlp-Dateien 
verwendet hat. Dabei handelt es sich im Prinzip um Dateien in demselben 
Format, wie es das systemeigene "RichEdit"-Control benutzte. Was 
wiederum weitgehend kompatibel war zu der zu Wixdos mitgelieferten 
Anwendung WordPad.
Einfach zu handeln, einfach in andere Formate zu überführen, weil 
vollständig dokumentiert. Trotzdem wird sie von Microsoft schon lange 
nicht mehr unterstützt und ist mit späteren MS-OS schon lange nicht mehr 
ohne fremde Hilfe lesbar. Es sei denn, man reakiviert einfach die 
entsprechenden Verknüpfungen in der Registry. Sprich: hier wurde die 
Kompatibilität sogar MUTWILLIG und ABSICHTLICH gebrochen. Ohne jede 
technische Notwendigkeit. Einfach nur deshalb, weil es den 
Microsoft-Wichsern aus irgendwelchen marketingtechnischen Erwägungen 
heraus so gefiel...

Die nächste Eskalationsstufe war dann diese "*.chm"-Wichse. Das stammt 
aus der Zeit, als sie ihren unsäglichen IE unbedingt allen reinwürgen 
wollten. Schon wesentlich weniger kompatibel zu irgendwas, ohne IE 
(inclusive aller seiner Sicherheitslücken) geht hier schon fast garnix 
mehr, obwohl das Format eigentlich auf die damaligen Webtechnologien 
aufsetzte, aber MS-typisch so mit proprietären Erweiterungen 
angereichert wurde, dass praktisch niemand außer dem IE was damit 
anfangen kann.

Und das, was heute läuft, ist die endgültige Perversion der Idee einer 
Hilfedatei. Das ist einfach nur noch die konsequente Weiterentwicklung 
der *.chm-Idee. Der einzige Unterschied: Nicht mehr der Browser wird 
erzwungen (hier hat wohl ausnahmsweise die Politik mal etwas positives 
erwirkt), dafür aber die unfreiwillige Herausgabe von Benutzerdaten. 
Ohne das gibt's einfach keine Hilfe mehr oder nur noch sehr 
unkomfortabel...

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Horst schrieb:
> Wobei man dazu sagen muss, dass sie das mal wieder selbst verbockt
> haben.

Hast Du auch nur eine vage Vorstellung davon, wie die 
Entwicklungswerkzeuge aussahen, als das *.hlp-Format erfunden wurde?

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Gerhard O. schrieb:
> Und für mich ist es wichtig, daß wichtige Programme in meinem PC
> Universum anstandslos weiterlaufen die in meinen Leben mir wichtig sind
> und zum Teil unersetzlich sind.

Mir geht es ganz genauso, und ganz genau deswegen mache ich ja auch 
einen möglichst weiten Bogen um Microsoft-Produkte. ;-)

> Was habe ich nun von W10? Unstabilitäten
> [...]
> In aller Fairness funktioniert zumindest jetzt mein W10 Test System
> mit Software die mir wichtig ist, größtenteils ausgezeichnet.

Also erst redest Du von Instabilität und dann sagst Du, daß irgendwie 
doch alles ausgezeichnet funktioniert.

> Ich gabe kürzlich meinen alten 3GHz P4 mit einer P4C800 MB auf W7
> gebracht.

Lustig, das Kubuntu, auf dem ich diese Zeilen tippe, läuft auf einem 
Q9650 mit 12 GB RAM und einem EP45-UD3P, das ist also etwa dasselbe 
Alter. Mit aktuellen Kubuntu-Versionen funktioniert die Büchse immer 
noch prima. ;-)

> Für mich gibt es wenig Alternativen weil mir störrischerweise meine
> altgewohnten Programme wichtiger wie glitzernde neue BS und HW sind.

Entschuldige, aber ich kenne Deine Aussagen auch aus anderen Threads und 
habe da den Eindruck gewonnen, daß Du ganz grundsätzlich wenig Lust auf 
Veränderung, Neues und Fortschritt hast.

> Allumfassende Cloud übergreifende Medien Inegration ist in meinem PC
> Universum unwichtig und nicht relevant.

Da reden wir wohl aneinander vorbei. Wenn ich von Cloud rede, meine ich 
nicht dieses Online-Speichegedöns, sondern sowas wie Azure und AWS.

> Ich halte nichts [...] Mein Fahrzeug braucht [...]
> Dieses ganze Forschrittszeug bringt mir nichts einfach deswegen
> weil ich es nicht vermisse, bzw. noch jemals gehabt habe.

Das ist aus Deiner ganz persönlichen Sicht sicher vollkommen richtig, 
aber es beschränkt sich eben auf Deine ganz persönliche Sicht. 
Vermutlich lese ich deswegen soviele "ich", "mir" und "meine Sicht" in 
Deinem Beitrag. Du bist aber, entschuldige bitte, nicht das Zentrum des 
Universums und nicht der einzige Computer- oder Windows-Benutzer auf der 
Welt.

Ich habe übrigens leider auch keine NUMA-Hardware unterm Schreibtisch, 
finde es aber trotzdem gut und sehr sinnvoll, wenn ein Betriebssystem 
ordentlich damit umgehen kann.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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c-hater schrieb:
> Die älteste ist die, welche für die persistente Ablage *.hlp-Dateien
> verwendet hat. Dabei handelt es sich im Prinzip um Dateien in demselben
> Format, wie es das systemeigene "RichEdit"-Control benutzte. Was
> wiederum weitgehend kompatibel war zu der zu Wixdos mitgelieferten
> Anwendung WordPad.
> Einfach zu handeln, einfach in andere Formate zu überführen, weil
> vollständig dokumentiert. Trotzdem wird sie von Microsoft schon lange
> nicht mehr unterstützt und ist mit späteren MS-OS schon lange nicht mehr
> ohne fremde Hilfe lesbar. Es sei denn, man reakiviert einfach die
> entsprechenden Verknüpfungen in der Registry. Sprich: hier wurde die
> Kompatibilität sogar MUTWILLIG und ABSICHTLICH gebrochen. Ohne jede
> technische Notwendigkeit.

Wenn ich mich recht erinnere, konnte man in diesen .hlp-Dateien aber 
auch DLLs und VBA-Skripte ausliefern, welche schon beim reinen Anschauen 
dieser Hilfedateien ausgeführt wurden. Das wäre allerdings so ziemlich 
das Letzte was ich als Anwender erwarten würde: daß beim Anschauen einer 
Hilfedatei Code auf meinem Rechner ausgeführt wird. Mit modernen 
Anforderungen zur Sicherheit sind solche Überraschungen IMNSHO 
unvereinbar.

> Und das, was heute läuft, ist die endgültige Perversion der Idee einer
> Hilfedatei. Das ist einfach nur noch die konsequente Weiterentwicklung
> der *.chm-Idee. Der einzige Unterschied: Nicht mehr der Browser wird
> erzwungen (hier hat wohl ausnahmsweise die Politik mal etwas positives
> erwirkt), dafür aber die unfreiwillige Herausgabe von Benutzerdaten.
> Ohne das gibt's einfach keine Hilfe mehr oder nur noch sehr
> unkomfortabel...

Als Nichtbetroffener fällt es mir wirklich schwer, keine Witze darüber 
zu machen, und ich bitte Dich, diese meine Zurückhaltung zu honorieren. 
Aber sag', warst es nicht Du, der noch vor wenigen Wochen dagegen 
wetterte, als jemand den Anwendern von Windows-only-Software empfahl, 
ihre Hersteller um Linux-Versionen dieser Software zu bitten? Irgendwie 
solltest Du Dich mal entscheiden: wenn Dir das Microsoft-Monopol so 
gefällt, wie es ist, dann aber bitte auch mit allen Konsequenzen wie in 
diesem Falle hier. You can not eat the cake and have it. ;-)

von Toxic (Gast)


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Gerhard O. schrieb:
> Ich hoffe es nützt Euch.

Hat es ?

Ist mir nie in den Sinn gekommen die win32hlp.exe einer alten XPversion 
zu entnehmen.
Hab die Datei voruebergehend auf den Win10-Desktop abgelegt und dort 
einfach gestartet.Erwartete eine Fehlermeldung wie "nicht 64bit 
kompatibel" oder was in der Art.Zu meiner Ueberraschung lief das 
Programm (ohne mich auf die Microsoft-Webseite zu lotsen)und bot mir an 
eine entsprechende hlp-Datei zu oeffnen - was auch funktionierte.

Generell an alle die hier mitlesen:
Besteht die Moeglichkeit die so geoeffnete hlp-Datei KOMPLETT als 
pdf-Datei auszudrucken?

von nur zufällig hier (Gast)


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Sheeva P. schrieb:
> Mit modernen Anforderungen zur Sicherheit sind solche Überraschungen
> IMNSHO unvereinbar.

Und? Man hätte den hlp Viewer so updaten können das hier eine Nachfrage 
kommt. Das Ding ersatzlos zu streichen ist nicht die einzig mögliche 
Lösung.

BTW: Auch Webseiten können beim betrachten ungefragt Code auf dem 
Rechner ausführen. Hat man deshalb die Webbrowser eingestampft? Nein, 
natürlich nicht. Die Webbrowser fragen einfach nach ob die Website ein 
Plugin (richtiger Begriff? Fällt mir gerade nicht ein. Halt ActiveX, 
Java usw.) installieren darf?

von Alles Humbug (Gast)


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Sheeva P. schrieb:
> Alles Humbug schrieb:
>> Haben sie doch genau so bei Win 10 getan. Windows 7 war bzw. ist stabil,
>> sicher und funktioniert aus Sicht des Anwenders.
>
> Aus Sicht welches Anwenders?

Aus Sicht der Mehrheit der Windows Anwender. Oder hast du etwa den Sturm 
der Entrüstung nicht mitbekommen als Reaktion auf das dämliche Gekachel 
auf dem Desktop?

> für
> jemanden, der ein Betriebssystem herstellt, ist ein zukunftsfähiges
> Fundament überlebenswichtig.

Du vergisst leider die Kunden dabei. Das WICHTIGTE bei einem Produkt ist 
der KUNDE! Denn der bezahlt dir deine Ware und wenn du Müll lieferst 
wendet sich der Kunde zunehmend ab. Das kannst du schön am Rotz mit dem 
Diesel-Beschiss beobachten. Ich bin ganz bestimmt kein Freund von 
überzogenen Grenzwerten, noch dazu wenn sie mehr willkürlich anstatt 
wissenschaftlich nachgewiesen von den Eurokraten uns aufgezwungen 
werden. Aber dass die Deutsche Autoindustrie hier nachweislich 
getrickst, getäuscht und gelogen hat, sprich den Kunden rundum verarscht 
hat um des Absatzes willen steht außer Frage. Die Folge ist, der 
Rudeljournalismus schreibt nun den Diesel tot, bald dann auch den 
Benziner. Die deutsche Wertschöpfungskette mit Verbrennungsmotoren (mit 
allem was daran hängt) wird schwer geschädigt zugunsten einer 
herbeigeredeten E-Mobilität und dem Hirngespinst selbst fahrender Autos. 
E-Auto Komponenten werden zunehmend aus anderen Ländern kommen und damit 
Arbeitsplätze verlagern und das alles in einer Zeit, wo durch 
Massenzuwanderung die Sozialkosten hierzulande explodieren. Nur 
Dummköpfe glauben daran, dass das alles auf die Dauer noch irgendwie gut 
aus geht.

von Alles Humbug (Gast)


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Sheeva P. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Und für mich ist es wichtig, daß wichtige Programme in meinem PC
>> Universum anstandslos weiterlaufen die in meinen Leben mir wichtig sind
>> und zum Teil unersetzlich sind.
>
> Mir geht es ganz genauso, und ganz genau deswegen mache ich ja auch
> einen möglichst weiten Bogen um Microsoft-Produkte. ;-)

Das macht deinen Einlass zu dem Thema dann auch besonders glaubwürdig. 
Als Nichtbetroffener kann dir natürlich scheiß egal sein, wie MS mit 
seinen Kunden umspringt.

von c-hater (Gast)


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Sheeva P. schrieb:

> Wenn ich mich recht erinnere, konnte man in diesen .hlp-Dateien aber
> auch DLLs und VBA-Skripte ausliefern, welche schon beim reinen
> Anschauen
> dieser Hilfedateien ausgeführt wurden.

Ja. Das war leider auch schon bei diesen *hlp-Dateien möglich, wurde 
aber von tatsächlicher Hilfe praktisch nie genutzt und ließ sich auch 
noch recht einfach deaktivieren. Mit der *.chm-Hilfe allerdings wurde es 
dann schon schwierig bis unmöglich, das zu verhindern, jedenfalls, wenn 
man noch der Hilfe teilhaftig werden wollte...

> Hilfedatei Code auf meinem Rechner ausgeführt wird. Mit modernen
> Anforderungen zur Sicherheit sind solche Überraschungen IMNSHO
> unvereinbar.

Definitiv. Ich hoffe, es überrascht dich nicht allzu sehr, dass viele 
Hilfen für unter Linux auszuführende Programme Unmassen Links auf 
Web-Inhalte enthalten, die genau eins tun: den Browser zu starten und 
mit aller seiner Verletzlichkeit und komplettem Kontext des Aufrufes...

> Als Nichtbetroffener fällt es mir wirklich schwer, keine Witze darüber
> zu machen

Auch du bist betroffen. Nur offensichtlich viel zu blöd, das auch nur zu 
erkennen...

> Aber sag', warst es nicht Du, der noch vor wenigen Wochen dagegen
> wetterte, als jemand den Anwendern von Windows-only-Software empfahl,
> ihre Hersteller um Linux-Versionen dieser Software zu bitten? Irgendwie
> solltest Du Dich mal entscheiden

Warum muß ich mich entscheiden? Das ist doch völliger Unsinn.  Ich wähle 
immer das, was mir unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile den 
besten Nutzefekt bringt. Fern jeder Ideologie, rein pragmatisch. Niemand 
schränkt mich auf ein OS ein. Ich kann auch zwei oder drei oder vier 
verwenden. De facto verwende ich allerdings seit Jahrzehnten im 
Wesentlichen nur noch zwei, nämlich Windows und Linux. Das reicht mir. 
Aber was sollte mich dazu zwingen, eines davon aufzugeben? Nur 
Vollidioten denken, man könnte nur eines davon haben, benutzen und 
beherrschen. Nö, is wirklich nich so...

von Sheeva P. (sheevaplug)


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nur zufällig hier schrieb:
> Sheeva P. schrieb:
>> Mit modernen Anforderungen zur Sicherheit sind solche Überraschungen
>> IMNSHO unvereinbar.
>
> Und? Man hätte den hlp Viewer so updaten können das hier eine Nachfrage
> kommt. Das Ding ersatzlos zu streichen ist nicht die einzig mögliche
> Lösung.

Mal nachdenken... also wenn ich zwei Hilfesysteme hätte, ein modernes, 
das all meinen aktuellen Anforderungen genügt und zukunftsfähig ist, 
sowie ein altes, das Designfehler und Sicherheitslücken aufweist und 
deswegen stark verändert oder sogar neu geschrieben werden müßte, ... 
und selbst wenn ich die WinHelp aufwändig umgebaut oder neu geschrieben 
hätte, da würden doch dieselben Verdächtigen darüber schimpfen, daß die 
neue Version die guten alten Features nicht mehr unterstützt. 
Gleichzeitig hätte ich mir damit Wartung, Pflege und Support für zwei 
Programme an die Backe geklebt, die letzten Endes immer noch ziemlich 
genau dasselbe tun.

Nun habe ich wirklich nicht die geringste Veranlassung dazu, Microsoft 
und seine Geschäftspraktiken zu verteidigen, aber in diesem Falle ist 
das nur logisch und konsequent. Es mag zwar vielleicht nicht jedem 
gefallen, aber Software entwickelt sich nun einmal weiter, und hier war 
die Entwicklung nun wirklich keine Überraschung. Jedem halbwegs 
intelligenten Menschen und erst Recht jedem der häufig sogar akademisch 
gebildeten Technophilen hier im Forum musste bereits seit mindestens 
zwanzig Jahren klar sein, daß die Tage von WinHelp gezählt sind und 
Microsoft sich nicht dauerhaft den Luxus leisten würde, zwei 
Hilfesysteme zu pflegen.

Ansonsten habe ich gerade mit einer schnellen Google-Suche gleich 
mehrere Programme gefunden, die WinHelp- in HtmlHelp-Dateien 
konvertieren können, insofern mir die allenthalben vergossenen 
Krokodilstränchen dann doch ein wenig übertrieben erscheinen. 
Konvertiert doch einfach den alten Kram ins neue Format, wo ist das 
Problem? Oder gehts nur "ums Prinzip"?

> BTW: Auch Webseiten können beim betrachten ungefragt Code auf dem
> Rechner ausführen.

Echt, die können DLLs und VBA-Skripte nativ auf dem Rechner ausführen? 
So weit ich weiß, hat MS beim Wechsel von MIES auf Edge sogar eigens 
ActiveX sowie VBScript entfernt, und zwar nicht zuletzt aus 
Sicherheitsgründen.

Was Java- bzw. ECMAScript angeht, so laufen die im Übrigen nicht nativ 
auf dem Rechner, sondern in einer Sandbox, und sogar das kannst Du 
problemlos und nachhaltig unterbinden. Ok, ich kann -- aber so schwierig 
ist es jetzt auch nicht, NoScript oder ein ähnliches Browserplugin zu 
installieren.

von nur zufällig hier (Gast)


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Sheeva P. schrieb:
> und deswegen stark verändert oder sogar neu geschrieben werden müßte,
> ...

Ach bitte... ne simple Nachfrage vor dem API Call der irgendwas 
aufruft... tu mal nicht so als ob man dafür alles neuschreiben müsste.
Abgesehen davon gings mir nur darum aufzuzeigen das so ein Problem 
leicht lösbar wäre. Das "musste DESWEGEN rausfliegen" ist blödsinn. 
Dagegen habe ich argumentiert.

Und das mit dem Browser war ein Beispiel. Keine Ahnung wie es aktuell 
aussieht. Aber es war halt zumindest so, das eine Zeitlang Webseiten 
Code ausführen konnten (ActiveX und Java (nicht JavaScript)).
Und wie hat man das Problem gelöst? Genau, mit leichten Änderungen am 
Webbrowser. Nicht dadurch die Browser rauszuschmeißen.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Alles Humbug schrieb:
> Aus Sicht der Mehrheit der Windows Anwender. Oder hast du etwa den Sturm
> der Entrüstung nicht mitbekommen als Reaktion auf das dämliche Gekachel
> auf dem Desktop?

Hast Du etwa Microsofts Reaktion darauf nicht mitbekommen? Ziemlich 
schnell gab es ein Update, nämlich Windows 8.1, welches das "das 
dämliche Gekachel" (fast hätte ich "Gekackel" geschrieben ;-)) wieder 
zurück gebaut hat.

> Sheeva P. schrieb:
>> für
>> jemanden, der ein Betriebssystem herstellt, ist ein zukunftsfähiges
>> Fundament überlebenswichtig.
>
> Du vergisst leider die Kunden dabei. Das WICHTIGTE bei einem Produkt ist
> der KUNDE! Denn der bezahlt dir deine Ware und wenn du Müll lieferst
> wendet sich der Kunde zunehmend ab.

Das Desktop-Monopol ist bisher ziemlich stabil und wird sicher an einer 
ganz anderen Stelle gewonnen oder verloren, als am Hilfesystem. 
Ansonsten liefert Microsoft seit vielen Jahren immer wieder mal Müll 
aus, und die Anzahl der Kunden, die sich tatsächlich deswegen abwenden, 
kann man bisher bestenfalls als "homöopathisch" bezeichnen.

Versteh' mich bitte nicht falsch: ich stelle diesen Umstand lediglich 
fest und beklage mich nicht darüber. Ich glaube nämlich nicht, daß 
Nutzer, die sich schon wegen eines eingestellten Hilfesystems ins 
Höschen machen, mit MacOS/X, Linux, ChromeOS oder ChromiumOS glücklicher 
wären, oder daß die Communities dieser Systeme durch diese Benutzer 
bereichert würden. Darum hab ich nichts dagegen, wenn die schön bei 
Microsoft bleiben. ;-)

Denn am Ende bin ich hier leider nicht der richtige Ansprechpartner, 
weder für das Wehklagen über das Gekackel (ha! jetzt hab ichs doch 
geschrieben), noch über Microsofts Produkte, Produktpolitik, 
Geschäftsgebahren oder die Zufriedenheit der Kunden damit. Ich bin nicht 
Microsoft, und seit über 25 Jahren nicht einmal deren Kunde.

Wenn Du Beschwerden hast, dann wende Dich bitte an den 
Microsoft-Support. Den hast Du ja schließlich mit dem Kauf der Produkte 
bezahlt -- zumindest wird mir das häufig als Argument erzählt, warum man 
unbedingt sogar dann Microsoft-Produkte benutzen muss, wenn bewährte 
Alternativen existieren.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Alles Humbug schrieb:
> Sheeva P. schrieb:
>> Mir geht es ganz genauso, und ganz genau deswegen mache ich ja auch
>> einen möglichst weiten Bogen um Microsoft-Produkte. ;-)
>
> Das macht deinen Einlass zu dem Thema dann auch besonders glaubwürdig.

Unbedingt!

> Als Nichtbetroffener kann dir natürlich scheiß egal sein, wie MS mit
> seinen Kunden umspringt.

Wenn Du mal kurz die Augen zumachst und Dir dann das Egalste vom 
Egalsten vorstellst, das Du Dir überhaupt nur vorstellen kannst, und das 
mit 10000 potenzierst, dann bekommst Du einen leisen Hauch von einem 
Bruchteil von einer Ahnung, wie egal mir das tatsächlich ist. ;-)

Andererseits eröffnet mir das Nichtbetroffensein vielleicht die 
Möglichkeit, die Angelegenheit sachlich und ohne emotionale Scheuklappen 
zu betrachten.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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c-hater schrieb:
> Definitiv. Ich hoffe, es überrascht dich nicht allzu sehr, dass viele
> Hilfen für unter Linux auszuführende Programme Unmassen Links auf
> Web-Inhalte enthalten, die genau eins tun: den Browser zu starten und
> mit aller seiner Verletzlichkeit und komplettem Kontext des Aufrufes...

Ach, unter Linux scheinen die Browser nicht allzu verletzlich zu sein. 
;-) Zumal es schon ein kleiner, aber feiner Unterschied ist, ob ich eine 
Datei öffne, die ich vielleicht irgendwo im Netz runtergeladen habe und 
bei der mir nicht im Traum einfallen würde, daß beim Öffnen der Datei 
nativer Code ohne Sandbox direkt in meinem Userkontext ausgeführt wird.

Da bleibe ich dann doch lieber bei dem Link in der Hilfe meines 
Linux-Programms, das auf die Webseite des betreffenden Projekts 
verweist, die Code allenfalls in der recht gut geschützten Sandbox 
meines Webbrowsers ausführen kann. Weißt Du, wenn ich vor jeder 
dahergelaufenen Webseite solche Angst hätte -- vor allem, wenn sie von 
einem Programm verlinkt und aufgerufen wird, das ich ohnehin nativ auf 
meinem Rechner betreibe -- dann würden wir uns hier nicht unterhalten 
können.

>> Als Nichtbetroffener fällt es mir wirklich schwer, keine Witze darüber
>> zu machen
>
> Auch du bist betroffen. Nur offensichtlich viel zu blöd, das auch nur zu
> erkennen...

Ich bin davon betroffen, daß Microsoft die Unterstützung für das 
WinHelp-Format zugunsten des HtmlHelp-Formates eingestellt hat? Das mußt 
Du mir unbedingt erklären, aber bitte langsam, weil ich ja so blöd bin. 
;-)

>> Aber sag', warst es nicht Du, der noch vor wenigen Wochen dagegen
>> wetterte, als jemand den Anwendern von Windows-only-Software empfahl,
>> ihre Hersteller um Linux-Versionen dieser Software zu bitten? Irgendwie
>> solltest Du Dich mal entscheiden
>
> Warum muß ich mich entscheiden? Das ist doch völliger Unsinn.  Ich wähle
> immer das, was mir unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile den
> besten Nutzefekt bringt. Fern jeder Ideologie, rein pragmatisch. Niemand
> schränkt mich auf ein OS ein.

Warum beschleicht mich nur einmal mehr der Verdacht, daß Du ganz bewußt 
ausgesprochen selektiv zitierst und an mir vorbei redest? Von mir aus 
darfst Du jedes OS benutzen, das Du willst. Aber wer auf der einen Seite 
darüber flennt, daß die bösen Microsofties ihre Kunden schlecht 
behandeln -- und zwar, wohlgemerkt, dieses Mal nur wegen der Ablösung 
eines alten Hilfssystems durch ein neues  -- dann ist es auf der anderen 
Seite nicht besonders klug, darüber zu schimpfen, wenn Anwender ihre 
Hersteller nach Portierungen auf andere Systeme fragen wollen.

von Sheeva P. (sheevaplug)


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nur zufällig hier schrieb:
> Sheeva P. schrieb:
>> und deswegen stark verändert oder sogar neu geschrieben werden müßte,
>> ...
>
> Ach bitte... ne simple Nachfrage vor dem API Call der irgendwas
> aufruft... tu mal nicht so als ob man dafür alles neuschreiben müsste.

Das ist nicht meine Aussage, sondern Microsofts offizielles Statement 
dazu. Ich kann dazu gar nichts sagen, weil ich den Code der Anwendung 
nicht kenne (und, am Rande bemerkt, auch nicht kennen will). Ganz 
grundsätzlich würde ich aber mal vermuten, daß Microsoft den Ärger mit 
ihren Kunden nicht ohne Grund riskieren würde -- zumal Microsoft bislang 
immer ein hohes Interesse an Abwärtskompatibilität bekundet hat und die 
Einstellung eines Formates diese bricht, offensichtlich sehr zum 
Mißfallen einiger Anwender.

> Abgesehen davon gings mir nur darum aufzuzeigen das so ein Problem
> leicht lösbar wäre.

Dann kennst Du den Code von WinHelp und kannst das beurteilen?

> Das "musste DESWEGEN rausfliegen" ist blödsinn.
> Dagegen habe ich argumentiert.

Das "musste DESWEGEN rausfliegen" habe ich ja auch gar nicht 
geschrieben, weswegen es mir einerseits schleierhaft ist und 
andererseits "blödsinnig" erscheint, dagegen argumentieren zu wollen.

> Und das mit dem Browser war ein Beispiel. Keine Ahnung wie es aktuell
> aussieht. Aber es war halt zumindest so, das eine Zeitlang Webseiten
> Code ausführen konnten (ActiveX und Java (nicht JavaScript)).

Mein Webbrowser konnte noch nie ActiveX ausführen, und Java nur dann, 
wenn ich das entsprechende Plugin installiert hatte -- und auch dann 
wurde Java meines Wissens in einer Sandbox ausgeführt.

> Und wie hat man das Problem gelöst? Genau, mit leichten Änderungen am
> Webbrowser. Nicht dadurch die Browser rauszuschmeißen.

Aber nein. Microsoft hat das Problem gelöst, indem man einen neuen 
Browser namens Edge entwickelt und den alten Internet Explorer 
eingestellt hat -- und dieser Bruch war sogar noch wesentlich härter als 
bei WinHelp.

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