Hallo alle,
ich habe kürzlich gesagt bekommen, dass im nächsten C-Standard, welcher
noch dieses Jahr rauskommen soll, die If-Bedingungen abgeschafft werden
soll.
Es soll dann ausschließlich nur noch Switch-Case zur Verfügung stehen,
aus sicherheitskritischen Aspekten. Vermutlich werden zuviele
Programmierfehler mit einem klassischen If-Else gemacht.
Was haltet ihr davon? Dann muss ich ja sämtliche Programme umschreiben?
Jan
Man hätte auch C++ abkündigen können, weil es links und rechts von
anderen "besseren" Programmiersprachen überholt wurde.
Mal ehrlich, ich programmiere auch ab und zu noch ein bisschen in C++.
Aber diese Programmiersprache ist doch längst über ihren Zenit hinaus
gealtert. Man sollte sie so lassen, wie sie ist und seine Zeit in
Nützlichere Entwicklungen stecken.
Ich stelle mir vor, wie in diesem Gremium lauter alte Opas (wie ich)
kauern, die schnell noch ihr persönliches Gimmick einbauen wollen, bevor
Ihre Augen versagen und damit ein anderer Beruf fällig wird.
Komischerweise ist C++ stärker gealtert, als ihr Vater C. Sollen sie
doch C verbessern, davon könnten mehr Leute profitieren.
Peter D. schrieb:> Jan schrieb:>> die If-Bedingungen abgeschafft werden>> soll.>> Ich mag das auch nicht. Ich benutze dafür oft ?:
Alles anfänger hier... Erfahrene verwenden:
Wilhelm M. schrieb:> Und in C++20 werden rohe Zeiger [deprecated], damit sie in C++23> abgeschafft werden können ;-)
In PC Anwendungen (also wo Effizienz nicht absolut höchstes Gebot ist)
wäre das alles andere als Schlecht. Die sind praktiwch die Hauptursache
für unerkannte bufferoverflows und ähnliche Angriffsvektoren.
Nicht umsonst handhaben Rust und GO das anders.
Stefan U. schrieb:> Man hätte auch C++ abkündigen können, weil es links und rechts von> anderen "besseren" Programmiersprachen überholt wurde.
Oh, welche (ausgereiften!) Sprachen bieten denn eine derart mächtige
Unterstützung von Meta Programmierung und Abstraktion bei extrem höher
Performance, direkter Kontrolle über die Speicher Nutzung, und Eignung
für eingebettete Systeme?
Ralf S. schrieb:> Ein Fehler, gegen den auch kein Wiederstand mehr hilft ;)
Auf der Straße des geringsten Widerstandes, versagen die stärksten
Bremsen.
Dr. Sommer schrieb:> Stefan U. schrieb:>> Man hätte auch C++ abkündigen können, weil es links und rechts von>> anderen "besseren" Programmiersprachen überholt wurde.>> Oh, welche (ausgereiften!) Sprachen bieten denn eine derart mächtige> Unterstützung von Meta Programmierung und Abstraktion
Lisp
> bei extrem höher Performance,
Maximal funktional, nix ist ausgeklammert.
> direkter Kontrolle über die Speicher Nutzung,
Nimmt allen Speicher, auch den swap> und Eignung> für eingebettete Systeme?http://www.ulisp.com/
Die "mächtige Unterstützung von" irgendwas ist gerade aus der Mode
gekommen. Heute sind Programmier-Werkzeuge gefragt, die alles von ganz
alleine machen und jeden denkbaren Programmierfehler ausschließen. Je
weniger der blöde Programmierer tippen muss bzw. kann, umso weniger
macht er kaputt. Je weniger komplex die Sprache ist, umso korrekter die
Programme. In Zukunft brauchen die Manager nur noch ihre Mindmaps und
Powerpoints durch die KI wolfen und heraus kommt das fertige Produkt.
Hätten einige jedenfalls gerne so. Guckt eich doch nur mal an, was für
ein Bullshit regelmäßig bei Heise beworben wird.
Stefan U. schrieb:> Je weniger komplex die Sprache ist, umso korrekter die> Programme. In Zukunft brauchen die Manager nur noch ihre Mindmaps und> Powerpoints durch die KI wolfen und heraus kommt das fertige Produkt.
Höre ich da "Cobol"? :-)
> Hätten einige jedenfalls gerne so. Guckt eich doch nur mal an, was für> ein Bullshit regelmäßig bei Heise beworben wird.
Früher war mehr Lametta bei Heise.
Programmiersprachentheaterintendant schrieb:> Lisp
Dynamische Typisierung ist auch nicht soo dolle. Es kann halt auch nicht
alles was C++ kann. Es wird wohl einen Grund geben warum das weiterhin
verwendet wird, und was genutzt wird sollte auch weiter entwickelt
werden.
Stefan U. schrieb:> Die "mächtige Unterstützung von" irgendwas ist gerade aus der Mode> gekommen.
Soso, deswegen erlebt C++ also seit C++11 eine kleine Renaissance mit
der besseren Metaprogrammierung.
Stefan U. schrieb:> Je weniger komplex die Sprache ist, umso korrekter die> Programme.
Sieht man ja an C, die unendlichen Fummeleien mit strcpy, strlen usw die
früher oder später zu Buffer Overflows führen sind natürlich
verschmerzbar, hauptsache man muss nicht std::string schreiben.