Cinch-Signale galvanisch trennen

#5375404
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Liebe Forengemeinde,

ich habe eine kleine Frage im Zusammenhang mit der alten 
Röhrenfernsehertechnik (damit gemeint sind nichttransistorisierte Geräte 
z.B. die frühe RAFENA - Reihe [Dürer, Rubens, Patriot, usw.])

Die späteren, nicht mehr parallelgeheizten Fernsehgeräte verzichteten 
auf Trenntransformatoren, was heute einige Dinge erschwert. Da ein 
analoges Fernsehsignal als Möglichkeit zur Bilderzeugung ausfällt, 
wollte ich über einen Receiver und dessen Cinch-Ausgänge direkt an das 
Steuergitter der Horizontalröhre gehen. Soweit gut. Nun muss nur der 
Fernseher ständig mit einem Trenntransformator betrieben werden, da sich 
das nicht netzgetrennte Chassis vom Fernseher sonst mit der Masse vom 
Receiver nicht so gut verträgt.

Meine Idee war daher, das Cinch-Signal galvanisch zu trennen. Leider 
weiß ich nicht genau, in welchem Frequenzbereich sich das Signal am 
Cinch-Kabel (Video) befindet, gehe aber mal stark davon aus, dass es 
unter 100 kHz liegt.
Lässt sich in diesem Fall ein ISO122 als Trenner nutzen?

Vielen Dank schon einmal für die Antworten. Wenn es nicht geht, bleibt 
der Trenntrafo als Alternative. Es wäre so nur eine günstigere Variante 
geworden.

Mit lieben Grüßen,
Philipp.
#5375413
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Philipp G. schrieb:
> in welchem Frequenzbereich sich das Signal am
> Cinch-Kabel (Video) befindet, gehe aber mal stark davon aus, dass es
> unter 100 kHz liegt.

Erster Irrtum.
Eine Zeile hat eine Dauer von 64 µs davon das Bild 52 µs.
Wenn du in einer Zeile 104 Punkte abwechselnd schwarz/weiss darstellen 
wills, dann hat das Videosignal 1 MHz.
Und 100 Punkte sind sehr weit weg von brauchbarem Bildinhalr, selbst bei 
RAFENA und Co.
Gast #5375418
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> Cinch-Kabel (Video) befindet, gehe aber mal stark davon aus, dass es
> unter 100 kHz liegt.

Bestimmt kannst du das in drei Minuten ergoogeln wenn du dir nur mal 
etwas Muehe gibst. Aber 100khz sind das mit Sicherheit nicht. Gehe mal 
eher so in der Gegend von 5Mhz aus.

Olaf
(Firma: matzetronics) #5375432
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Irgendwie habe ich den Eindruck, als wollte der TE kein Video auf der 
Röhre darstellen, sondern eher sowas wie Lissajous Figuren, indem er die 
H-Endstufe mit NF beschickt?

Philipp G. schrieb:
> direkt an das
> Steuergitter der Horizontalröhre gehen.

Da dann allerdings die Hochspannungserzeugung ausfällt, gibt mir diese 
Formulierung Rätsel auf.
Gast #5375543
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Philipp G. schrieb:
> Meine Idee war daher, das Cinch-Signal galvanisch zu trennen. Leider
> weiß ich nicht genau, in welchem Frequenzbereich sich das Signal am
> Cinch-Kabel (Video) befindet, gehe aber mal stark davon aus, dass es
> unter 100 kHz liegt.

Nö, mindestens 5MHz.

Audiotrenntrafos gehen also nicht.

Netterweise sind Videotrenntrafos kleiner und nicht so anspruchsvoll, 
dafür wohl kaum noch käuflich zu erwerben.

Also einen Ferritringkern mit 2 Spulen a ein paar Windungen 
Kupferlackdraht bewickeln.
Gast #5375619
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Jim M. schrieb:
> Such Dir einen VHS Recorder auf EBay, die haben i.d.R.
> auch einen Ausgang für analoges Antennenfernsehen (VHF Modulator).

Irrtum Nummer vier: In der Regel wurde hier ein Kanal im UHF-
Bereich belegt. Die uralten DDR-Fernseher empfingen jedoch nur
VHF (Band I und III). Passt also nicht.

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